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Glasfenster in St. Laurentius Obrigheim, Foto Andreas Keller

Blogmotto:
Stuttgart 21 ist ein Wurmbau zu Babel und wird scheitern. Das Projekt ist einfach zu schlecht und hat Natur und Vernunft gegen sich.
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Täglicher Blog ab 1.1.2009
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richtige Lösung wird nicht unterstützt

20 08. 18 11:13
Ergänzung der Rede von Klaus Gebhard:
„365 000 BürgerInnen in den Gemeinden des östlichen und südlichen Neckartals sind bisher kaum informiert worden, dass ein „ICE/IC -Halt im Wendlingen Bahnhof“ und der Ausbau der eingleisigen GZA-GüterZugAnbindung in Wendlingen zu einer „Doppelkurve Wendlingen-Ulm“ eine leistungsstarke und richtige Lösung wäre, um die NeuBauStrecke-NBS nach Ulm schon 2022 vollgültig in Betrieb zu nehmen, statt mindestens 3 Jahre – wahrscheinlich viel länger – auf eine eventuelle Fertigstellung von „Stuttgart 21“ zu hoffen und mit einer Notlösung und Gegenverkehr bis Kirchheim nur eine Röhre der NBS nutzen zu können. Die andere Röhre kann mit der Notlösung nicht benutzt werden, muss aber zumindest mehrere Jahre mit leeren „Geisterzügen“ belüftet werden – wie bei dem BER in Berlin.“ (siehe Blog gestern)
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Die verantwortlichen Bürgermeister aus CDU und SPD und Grünen (Palmer/Tübingen) halten still in angesagter Parteidisziplin oder ist eine andere Erklärung denkbar?


Blaupause für die Neubaustrecke?

19 08. 18 22:16
Artikel aus dem Berliner Tagesspiegel:
„Es fährt ein Zug nach Nirgendwo – aber täglich“


Ausstieg jetzt!

18 08. 18 23:36
Aus der aktuellen Rundmail von Werner Sauerborn:
Der Ausstieg aus einem klimafeindlichen Projekt, das
noch aus den Zeiten der blinden Wachstumswut stammt, muss auf die Tagesordnung.“



Der Dichter spricht (61)
17 08. 18 10:48
Aus den Spruchmotetten von Leonhard Lechner (1553-1606), zuletzt berühmter Hofkapellmeister in Stuttgart.

So überfallen
dich Trübsals Qualen,
sei nit kleinmütig,
murrend, ungütig.
…wegen S21 nur den frohen Mut nicht verlieren!

Was jetzt im Laufen
liegt bald zu Haufen,
das kann sich schicken
all Augenblicken.
…ein einziger Starkregen oder großer Tunnelschaden wegen Anhydrit genügt.

Weil dann so unsteht
dies Schiff der Welt geht,
so laßt uns denken,
wohin zu lenken.
…natürlich zum Umstieg mit oben bleiben!


wer bietet mehr (6)

16 08. 18 18:00
Klaus Gebhard in seiner letzten Demorede: „…für die mindestens 3-jährige Zwischenzeit zwischen der Fertigstellung der Neubaustrecke und von S21 (ich persönlich rechne eher mit 5+XXL Jahren)…“
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Neueste Prognose der Bahn zur Fertigstellung der Neubaustrecke ist 2022. Wie hoch ist XXL? Wird es
Boris Palmers 2030 übertreffen?


Es gibt ein Leben...

15 08. 18 23:45
…ohne Stuttgart 21!

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alles klar
14 08. 18 22:12
Bahnhof Mössingen, Anzeigetafel, Information zum IRE 16:46 am 6.8.18 nach Stuttgart:
„Heute ca. 15 Minuten später. Grund dafür ist eine Verspätung aus vorheriger Fahrt.“
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Information zu Stuttgart 21: „Fertigstellung ca. 4 Jahre später. Grund dafür ist
eine Verspätung der vorherigen Termine.“



Lügenprojekt

13 08. 18 11:14

- Absichtliche Falschmeldungen

- Falsche Aussagen wg. Fehlinformationen

- Falsche Aussagen zur politischen Durchsetzung von Stuttgart 21

- Falsche Prognosen

- unbegründete Drohungen

Stuttgart -21 - Lügen Matthias Rupp, der diese Liste angefertigt hat, ist Ende Juni 2018 verstorben. Seine Liste bleibt im alten Zustand.



Rechtspflege in Deutschland

12 08. 18 23:55
Aus einem EINSCHREIBEN an die Berliner Staatsanwaltschaft von Jobst Knoblauch zum Bericht in der Stuttgarter Zeitung vom 30.Juli 2018: „Staatsanwalt stellt Verfahren gegen Bahnchefs ein“:

  • Wenn eine Altenpflegerin drei Maultäschchen vom abgeräumten Teller nimmt
    und isst,

  • wenn ein Müllwerker mit türkischen Wurzeln ein Kinderbettchen
    vor dem Verbrennungsofen „rettet“,

findet sich ein Staatsanwalt und ein Richter, der verurteilt. Wenn aber Leute in Maßanzügen aus feinem Zwirn das Geld der Steuerzahler in Milliardenhöhe versenken, traut sich kein Staatsanwalt ran…
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„Die Großen lässt man laufen…“



"Es tönen die Abgetretenen"

11 08. 18 17:54
Grube, Kefer, Drexler, Dietrich, Schmiedel, Gönner: alle sind in der S21-Versenkung verschwunden und tönen im Film „Eisenbahnromantik“ ihre falschen Lieder. Das „Volk“ tönt beim Faschingsumzug lautstark ganz andere Weisen. In den Schlussszenen spiele ich mit Perücke und Altsaxophon mit:

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In diesem Blog steht seit 01.09.2009 täglich eine

• Information,
• Glosse,
• Satire,
• Karikatur,
• Foto
• Zitat

als Information oder Kritik an Stuttgart 21 bzw. Argument für den Erhalt des Kopfbahnhofs.

(metropolis21.de: Spiegelungen im Archiv der Landesbibliothek zweimal jährlich von 2013 bis 2018)
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keine Option?
10 08. 18 10:46
Ein lokaler SPD-Stuttgart-Häuptling schrieb:
„Ein Abbruch der Bauarbeiten ist aus meiner Sicht keine Option, denn es ist schon sehr viel Geld investiert. Es wird nichts gespart.“
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Die S21-Filzokratie verweigert sich konstruktiven Überlegungen zum Umstieg. Es werden dort Milliarden Einsparungen nachgewiesen bei viel besserem Bahnverkehr. Alle Bahn-Prognosen erwiesen sich als falsch .„
DIE ZEIT am 28. Februar 2013: „Alle wissen, dass Stuttgart 21 in einem Desaster enden wird.“ Der Zeit-Artikel ist noch aktiv im Netz und bleibt aufschlussreich: „Allen Beteiligten ist klar, dass dieses Projekt ein schlechtes Projekt ist, schlecht geplant, schlecht kalkuliert, schlecht kommuniziert…“ Trotzdem bleibt der Abbruch stets „keine Option“, denn es geht um Eitelkeiten und Macht.


tolle Sparangebote ab 21 Euro

09 08. 18 23:11
Fahrkartenautomat in Stuttgart:

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Die Bahn spinnt nicht nur bei Stuttgart 21…


bitte mitmachen!

08 08. 18 15:00
Eine ganze Seite in der FAZ nach der Sommerpause des Bundestags stuttgart21-ausstieg-jetzt

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Weitere Informationen in den Nachdenkseiten.
Wollen nicht auch Sie, oder Du diese Anzeige mit finanzieren? Ich bin dabei!
BFS eV Büro für Frieden und Soziales IBAN: DE04 1605 0000 3527 50,00 EUR


nur Schwachköpfe

07 08. 18 18:10
Schlussbemerkung der Demorede von Steffen Siegel gestern:

„Hoffnung macht mir, …dass die Euphorie für das Projekt ständig sinkt. … Nur noch Schwachköpfe schwärmen von S21.“
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Mein Statement am 12. November 2014 gegen Ende der Anhörung Filderbahnhof in der Filderhalle Leinfelden: "
Die guten Gründe sind weitgehend abhanden gekommen und damit ist die Sinnhaftigkeit des Projekts und die Planrechtfertigung dahin.“


letztes Frontbanner (30.7.2018)

06 08. 18 10:27
Foto Ulli Setzer

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Blog gestern: „Yes, and how many times can a man turn his head
And pretend that he just doesn't see?“



BLOWIN' IN THE WIND

05 08. 18 23:06
Stuttgarter Zeitung: Staatsanwalt stellt Verfahren gegen Bahnchefs ein

Yes, and how many times can a man turn his head
And pretend that he just doesn't see?
The answer, my friend, is blowin' in the wind
The answer is blowin' in the wind.

„Ja, und wie viele Male kann ein Mann sich abwenden
Und behaupten, er sähe einfach nichts?
Die Antwort, mein Freund, sie verweht im Wind,
Die Antwort verweht im Wind.



Greenbashing

04 08. 18 23:30
Demoposter von C.D. auf der letzten Demo, Foto S.B.

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„im Gegenteil…“

03 08. 18 18:18
Aus kontextwochenzeitung: Bürgerbeteiligungs-Beschneidungsgesetz
„…Die BürgerInnen müssen auf jeden Fall gehört werden, wenn Großes gebaut wird. So verlautbart es aus der Politik, die dazu jetzt ein Gesetz bastelt…

Beim neuen, Achtung Wortungetüm, Planungsbeschleunigungsgesetz, hat man nun nicht den Eindruck, als sei eine mangelnde Bürgerbeteiligung als Problem bei der Umsetzung von Großprojekten wie Stuttgart 21 oder BER (Berliner Flughafen) erkannt…“


"eine einzige Katastrophe"

02 08. 18 11:46
„Der Tiefbahnhof ist ökonomisch und wahrscheinlich auch ökologisch (Grundwasserschutz und Brandschutz) sowie aus Sicherheitsgründen eine einzige Katastrophe. Noch ist ein vernünftiger Umstieg möglich…“ (aus einem Kommentar von Franz Alt)


Der Dichter spricht (60)

01 08. 18 22:45
Friedrich Hölderlin, aus „Der Gang aufs Land

„…wie das Herz es wünscht, offen, dem Geiste gemäß
Mahl und Tanz und Gesang und Stuttgarts Freude gekrönt sei…“

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Vision zum Fest „Ende von Stuttgart 21“

  • wie das Herz es wünscht

  • offen, dem Geiste gemäß

  • Mahl und Tanz und Gesang

  • Stuttgarts Freude gekrönt



Thema Grün

31 07. 18 16:27
Gestern 426. Montagsdemo. Eine Dame aus Karlsruhe mit neuem Poster unadjustednonraw_thumb_d835



Pleitebahnhof

30 07. 18 14:54
Aus www.goldseiten.de
„Neulich verfolgte ich im Fernsehen gespannt eine Dokumentation zum Pleitebahnhof Stuttgart 21. Ihr Fazit war niederschmetternd: Es gibt kein Zurück, koste es, was es wolle.“
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Natürlich gibt es ein „Zurück“, besser einen Umstieg. Die Argumentation mit „wirtschaftlicher“ (u.a. Özdemir) ist erstens falsch und zweitens lässt es die Bahnkundschaft mit der bereits erwiesenen Verschlechterung an Kapazität, Sicherheit, Pünktlichkeit und Umsteigekomfort außer acht.



"Wie recht hatte Brecht..."

29 07. 18 17:18
Am 30. 7. 2018 erleben wir eine Montagsdemo der ganz anderen Art. Das 'Musikalische Störfeuer' präsentiert uns einen politischen kulturell geprägten Abend und mit Texten von Berthold Brecht; mit Sandra Hartmann (Gesang), Gabriele Degenhardt (E-Piano und Harmonium) und Eberhard Boeck (Rezitation). Wir wünschen Ihnen einen aufregenden und spannungsvollen Abend.“
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Capella Rebella, morgen aber sommerlich gekleidet!

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Keine Montagsdemo ohne Musik auf der Bühne und beim Demozug! Morgen auf dem Podium Songs und Rezitation - ausnahmsweise ohne Reden bis auf den Moderator. Beim Demozug wie immer die Capella Rebella mit Sprechtexten wie „Und was sie auch treiben, wir werden oben bleiben!“ und die Trommler von Lokomotive Stuttgart.


Ewigkeitskosten

28 07. 18 23:32
Aus einer E-Mail:

„Ewigkeitskosten  sind verursacht durch Bohren im Anhydrit und nicht beherrschbares Quellen des unausgelaugten Gipskeupers.“

fehlen noch 2 Jahre
27 07. 18 23:17
Leserkommentar in den Stuttgarter Nachrichten vom 17.2. 2012 zum Artikel „Bahn legt beim Baumfällen beachtliches Tempo vor“, geschrieben von Ruf in die Welt:
Der schönste Park in 8 Jahren auf der Welt
Mit 5000 neu verpflanzten Bäumen wird der Schloßgarten schöner und Tierartenreich sein wie nie zuvor. Wir als alte Stuttgarter freuen uns schon lange auf eine Veränderung im Positiven.


"Stuttgart 21 ist die Champions League…
26 07. 18 11:23
…aus Korruption, Missmanagement, und politischem Versagen, und Milliarden Euro der Schaffe-schaffe-Häuslerbauer verschwinden da in einem Fass ohne Boden…“
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Kein Sommerloch bei Stuttgart 21: Bahnchef Lutz sieht S 21 „auf einem guten Weg“, Minister Hermann mehr Züge im Durchgangs“bahnhof“, ein
Kommentar das Projekt ganz oben, aber im Negativen (Zitat daraus oben).


"Zu viel Rauch im Tiefbahnhof"

25 07. 18 11:45
Heute in Kontext:Wochenzeitung:

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„Manfred Leger, Projektchef der Deutschen Bahn, soll bei einer Veranstaltung der hiesigen Industrie- und Handelskammer im September 2015 gar von 1700 Risiken gesprochen haben, die mit dem Bahnhofsbau im Schwabenland verbunden sind. Es kann also eine Menge schiefgehen beim großen Buddeln und Betonieren für Stuttgart 21.“
„121 Chancen und Risiken“ (im Jahr 2011)

Aus der Website der Bahn: (2015)

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Projektleiter Leger am 21.9.2015: „…der Konzern hat in 2012 … eine Liste von 1700 Einzelpositionen zu dem Thema Chancen und Risiken erarbeitet…“
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Das Unglücksprojekt Stuttgart 21 wird scheitern, was die Betreiber schon lang wissen; sie selbst sind dann meist schon in hochdosierter Pension wie Mehdorn, Grube, Kefer, Leger, Sturm usw. usw. Das heißt doch wohl verantwortungslos, oder?
S 21 ist an seinen projektierten Zielen bereits schon gescheitert, an Bauzeit, Kosten und Leistung.


Au S21 sitzen

24 07. 18 14:37
Die Problemberge des Projekts werden immer höher. Nachdem bahnbeauftragte Gutachter auf die Dramatik des Anhydrits hingewiesen haben, besteht ein „hohes Risiko für die Betriebstauglichkeit“ der Tunnel und damit des ganzen Projekts Stuttgart 21.
Was machen die Verantwortlichen? Was macht der DB-Aufsichtsrat?
Kopf in den Sand, verdrängen, vertagen, Scheinerfolge groß feiern (zuletzt der angebliche „Durchstich“), … und einfach weiterbauen!




faktenresistente Werbesprüche (4)
23 07. 18 23:31
Aus der schriftlichen Stellungnahme der DB zur Anhörung (Seite 83)
Nutzen von Stuttgart 21
„Der künftige Durchgangsbahnhof ermöglicht viele neue umsteigefreie Verbindungen im Regionalverkehr und entlastet so die an der Belastungsgrenze fahrende S-Bahn.“
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„Umsteigefreie Verbindungen“ sind eine faule Werbung.
Wohin soll‘s denn gehen? Zum Beispiel aus Schwäbisch Hall kommend ohne Umsteigen über den Durchgangsbahnhof nach
Schwäbisch Gmünd?
nach Göppingen?
nach Tübingen?
nach Rottweil?
nach Pforzheim?
nach Bruchsal?
nach Heilbronn?
Es geht jedenfalls aus allen Richtungen nur bei einer (1) von sieben (7) Bahnlinien ohne Umsteigen. Die meisten Reisenden steigen in Stuttgart aus (Zielverkehr), deshalb ist es ganz sinnvoll, wenn Regionalzüge in Stuttgart enden und wieder zurück fahren. Aber sie könnten auch im Kopfbahnhof leicht in einer andern Richtung weiter fahren, so wie es heute schon die ICEs tun, der IR Nürnberg-Karlsruhe und die RB Heilbronn nach Göppingen. Dass künftig die Regionalzüge in eine andere Richtung weiterfahren, liegt doch daran, dass das „Kopf machen“ nicht mehr möglich ist. Dieser gravierende Nachteil wird jetzt als Vorteil dargestellt.



faktenresistente Werbesprüche (3)

22 07. 18 22:13
Aus der schriftlichen Stellungnahme der DB zur Anhörung (Seite 83)
Nutzen von Stuttgart 21
Beispiele:
- Ulm–Flughafen: 30 Minuten statt heute 1:35 Stunden
- Rottweil–Flughafen: 59 Minuten statt heute 2:02 Stunden

- Stuttgart Hbf–Flughafen: 8 Minuten statt heute 27 Minuten
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Alle 3 Beispiele haben als Ziel den Flughafen, an dem nur alle 2 Stunden ein ICE halten soll.
Mit der Neubaustrecke ist es aus Ulm zum Kopfb ahnhof etwa gleich schnell nach Stuttgart. Von dort könnte eine Express-S-Bahn in Maximal 17 Minuten den Flughafen erreichen. Also nur 47 Minuten plus Umteigen.
Blog von 14.8.2009 (!):
„Die unausgesetzte Propaganda, wonach der Flughafen durch „Stuttgart 21“ per ICE in acht Minuten erreichbar sein würde, macht fast vergessen, dass dieser längst an das Schienennetz angeschlossen ist. Seit Jahren verkehren S-Bahnen im 20-Minuten-Takt binnen 27 Minuten vom Hauptbahnhof zum Flughafen und zurück.
Die zeit- und kostengünstige Alternative zu einem ICE-Flughafenanschluss wäre schon heute über die Gäubahn-“Panorama“-Trasse mit einer Express-S-Bahn einzurichten mit sensationellen 15, maximal 17 Minuten, dafür aber direkt am Flughafen als Start/Ziel und nicht an der Messe.“


Mit den 3 Beispielen kann DB-Leger vielleicht den Verkehrsausschuss in Berlin übertölpeln, nicht aber engagierte Bürger und die Ingenieure 22.


"via Medien"

21 07. 18 11:37
Statement von Klaus Gebhard zum Krimi Pseudo-Durchbruch Feuerbacher Tunnel (letzte Blogs):
„Da die S21-Bauherren bisher immer nur in einer Richtung von ihren Bauzeitzielen abgewichen sind - immer noch später/länger! - ist das
Fundstück geradezu der Beweis, dass ich richtig liege und die Bahn die Öffentlichkeit via Medien in großem Stil belogen hat!“
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Das „Bauzeitziel“ 2025 ist auch von der Bahn gesetzt und damit obsolet.



erst 2019!!

20 07. 18 23:29
Zum Statement von Klaus Gebhard, Blog vom 17.7.2018. Stuttgarter Zeitung, Prognose vom März 2018:
„Auch wenn am Montag die Mineure offiziell den Durchschlag in Richtung des bereits aufgefahrenen kurzen Tunnelstummels unter dem Kriegsberg schaffen, so ist die Röhre bis Feuerbach noch nicht durchgehend ausgebrochen. Am entgegengesetzten Ende fehlen noch gut 60 Meter, ehe die Röhre im Bereich des Feuerbacher Bahnhofs ans Tageslicht kommt. Dieser letzte Abschnitt ist nicht ganz trivial. Weil dort zwei Gleise in einer Röhre liegen, ist der Querschnitt deutlich größer als in den übrigen für je nur ein Gleis bemessenen Tunneln. Zudem nimmt der Abstand zur Oberfläche kontinuierlich ab. Außerdem müssen dort noch Gleise der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) unterquert werden. Christoph Lienhart prognostiziert, dass der
Durchschlag in Richtung Feuerbach im Jahr 2019 erfolgen wird.“
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Christoph Lienhart ist ein Ingenieur aus Österreich, er leitet die beiden Bauabschnitte von Feuerbach und von Bad Cannstatt in die Innenstadt.



die Medien informieren heute

19 07. 18 23:16

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Tägliche Hirnwäsche einer uninformierten Leserschaft.

  1. Süddeutsche Zeitung de:

  • auf einem guten Weg??

  • durchgeschlagen?

  • Ende 2025??

2. ZDF:
  • fertig gegraben??

3. Suttgarter Zeitung:
- 2025, wenn Stuttgart 21 in Betrieb geht??



„erheblich“ (besonders betont!)

18 07. 18 10:57
Was Bahnchef Lutz in der Landesschau gesagt hat, ist Propaganda und stimmt nicht

  • „trägt dazu bei, die Reisezeiten erheblich zu verkürzen“: laut Gutachten von SMA und durch den Untersuchungsbericht des NVBW vom 21.11.2011 schneidet der Kopfbahnhof beim Vergleich der Reisezeiten und Leistungsfähigkeit besser ab

  • „…schließt den Flughafen an die Fernbahn an“: alle 2 Stunden ein ICE oder noch weniger?

  • „verlagert Verkehr auf die grüne Schiene“: laut Vieregg & Rössler ist es gerade umgekehrt!

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Radio und Presse nennen zwar die Proteste, hinterfragen aber die Aussagen von Lutz nicht kritisch durch eigene Recherchen.



Master of Desaster feiern

17 07. 18 22:38
Statement von Klaus Gebhard:

„Wie verkommen das gesamte Projekt S21 ist, kann man auch daran ablesen, dass heute zum wiederholten Male eine "Tunneldurchbruchfeier" inszeniert wurde, obwohl der Feuerbacher Tunnel - wie ALLE bisher gebohrten S21-Tunnels!! - mitnichten von einem Ende bis zum anderen Ende gebohrt ist!

Ehrliche Kaufleute und anständige Tunnelbauer haben mit ihren Durchbruchsfeiern bisher überall in der Welt immer so lange gewartet, bis durch den Ausbruch des letzten Gebirgsmeters tatsächlich Licht an beiden Enden eines Tunnels zu sehen war - oder falls dieser zu lang oder kurvig dafür ist: bis man ihn komplett durchschreiten oder durchfahren kann.

Nicht so bei Stuttgart 21.
Die schwer in Verzug befindlichen S21-Bauer feiern fast schon am laufenden Band Pseudo-Tunneldurchbrüche, und haben doch noch nicht einen Tunnel wirklich bis zu seinen je zwei Enden ausgebrochen! Wir dürfen uns also noch auf viele weitere solche "Durchbrüche" einstellen.“
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Bericht von der verlogenen Feier der Master of Desaster in den
Stuttgarter Nachrichten


Post aus Dinkelsbühl

16 07. 18 11:07
„Durch die abgehängte Lage von Dinkelsbühl fahre ich nicht viel Zug. Wenn es aber dann doch mal sein muss, ist es immer katastrophal. Beispiele:
- Im Umsteigebahnhof Köln hat der wartende ICE seine Türen nicht mehr geöffnet und ist abgefahren, war die letzte Verbindung am Tag. Umkehr zum Ausgangsbahnhof Essen und eine Nacht zusätzlich, neuer Versuch am nächsten Tag.
- Im Umsteigebahnhof Karlsruhe hat der letzte IC des Tages nicht 5 Min. Verspätung des ICE abgewartet, konnte mein Ziel nicht mehr erreichen.

So war das Image der italienischen Bahnen vor 40 Jahren. Jetzt ist vermutlich die DB das europäische Schlusslicht in punkto Verlässlichkeit. Sie ist kaputtgespart.“
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Es gab bei mir aber auch Fernreisen, die geklappt haben, könnte aber die obigen Beispiele aus eigener Erfahrung ergänzen. Das Desaster Stuttgart 21 wird zur Verlässlichkeit der Bahn nichts Positives beitragen…



Teekessel

15 07. 18 17:20
Beginn der letzten Rundmail von Werner Sauerborn:
Verkehrsminister „Winfried Hermann nennt es „die größte Fehlentscheidung der Eisenbahngeschichte“, Brandschutzexperte Keim nennt es im
stern ein „Staatsverbrechen, was hier geschieht“ – aber die S21-Verantwortlichen meinen, sie hätten was zu feiern und treffen sich am kommenden Dienstag ab 14.30h zur Feier des Durchbruchs im Feuerbacher Tunnel. Nicht ohne uns, die wir nicht geladen, aber geladen sind!“


ein Scherz?

14 07. 18 17:54

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Erklärung der notwendigen Umplanung des Bahnhofsdachs im offenen Brief der Ingenieure 22 an Geschäftsführer Sturm der DB-Projektbau Stuttgart-Ulm. Neben der alten Kopfbahnsteighalle Großbäume vom Typ Beton-Flachwurzler. Wer will auf so einem Platz lustwandeln?


Krematorium S 21

13 07. 18 21:38
Aus Artikel und Video im Stern

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Screenshot

12 07. 18 23:52

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Die Weichen waren gestellt, der Zug S21 ist entgleist. Die Weichensteller sind (bitte ergänzen)…


Totschlag

11 07. 18 15:02
Beginn des aktuellen Briefes an DB-Brandschutz-Bieger und EBA von Peter Müller:
„…unter
https://www.youtube.com/watch?v=o_nteEo8jMg können Sie ein Interwiew mit Hans Joachim Keim verfolgen. Herr Keim ist weltweit anerkannter Brandschutzsachverständiger…“

(Zitat Keim aus dem Interview: ES GEHT HIER UM TOTSCHLAG, UND ZWAR MIT VORSATZ…)



Der Dichter spricht (59)

10 07. 18 14:48
aus Frieden im Innern von Friedrich Rückert:
„Fort den Trug, und fort die Lüge,
Fort die schlauen Winkelzüge
Deß, was Politik sich heißt,
Die damit sich kläglich fristet,
Niemand als sich selbst belistet,
Nicht mehr ihren Feind, den Geist.“


Nadelöhr S 21

09 07. 18 19:14
Großdemo 7.7.2018 Foto S.B.

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fehlt: Kopfbahnhof Stuttgart 16 Gleise


kriminelles Projekt

08 07. 18 23:03
Aus dem Brief von Peter Müller an Bundesjustizministerin Barley:

„Spätestens seit der öffentlichen Anhörung vor dem Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur am 11. Juni 2018 im Paul-Löbe-Haus in Berlin sollte selbst dem unwilligsten Juristen klar geworden sein, dass "Stuttgart 21" ein kriminelles Projekt ist…““

„Daher fordere ich Sie auf, Ihren Einfluss geltend zu machen und sich speziell bei der Berliner Staatsanwaltschaft für die Aufnahme von Ermittlungen gegen die Verantwortlichen dieser Veruntreuung von Steuermitteln einzusetzen…“
_________________________________________
Brief an eine Krähe mit der Aufforderung zum Augen aushacken.



Großdemo heute

07 07. 18 23:05
Schwabenstreich im Bahnhof im Anschluss an die heutige Großdemo. Foto Schaeferwelt.

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Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin in ihrer Demorede: „Also: alle, die damals für S21 waren, sehen sich heute in vielem getäuscht. Denn die Prognosen und Versprechungen sind ja nicht eingetroffen.“


gnadenlos schlecht und verlogen

06 07. 18 23:41
Gnadenlos schlecht: siehe Blog gestern und Zum Blog aktuell.
Verlogen: siehe
Die Stuttgart-21 Lügen.
Das lassen sich wissende und engagierte BürgerInnen nicht gefallen und der Widerstand geht weiter…

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bewusster Murks?

05 07. 18 17:36
Verkehrsberater Karlheinz Rößler am 30. Juni 2018 in einem Brief:
„Das Fazit lautet also: Die S-21-Planung enthält 16 schwere bis katastrophale Fehler, die bewusst gemacht werden, ohne dass sie notwendig wären. Bei einer sorgfältigeren Planung und unter Inkaufnahme punktuell höherer Baukosten könnten alle genannten Schwachpunkte vermieden bzw. beseitigt werden.“
_________________________________________________
Die „16 schweren bis katastrophalen Fehler“ von Stuttgart 21 sind bei
„Zum Blog aktuell“ aufgelistet.


M.R. geoutet

04 07. 18 22:22
M.R. wollte nicht mit seinem ganzen Namen in meiner Website auftauchen, weil er sonst vielleicht berufliche Nachteile hätte haben können, denn sein Arbeitgeber Daimler-Benz hat sich für Stuttgart 21 positioniert. Aber seine „Stuttgart21-Lügen“ sollten Verbreitung finden! Heute haben wir ihn auf dem Nürtinger Waldfriedhof zu Grabe tragen müssen und sein Name darf jetzt genannt werden: Matthias Rupp. Er war seit 2010 in der Capella Rebella aktiv als hervorragender Trompeter. Auf der Bühne zum Kirchentag 2015 spielt er ein solistisches Intro bei Minute 1:15.

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Der ganze Auftritt beim Kirchentag: https://www.youtube.com/watch?v=K3vytg8qcZw veröffentlicht am 07.06.2015.
Die ersten zwei Minuten sind vom Vortag. Ab Minute 9 beginnt die Kundgebung mit Musik der Capella Rebella (ich spiele dabei Altsax, mit blauem Hut). Von Minute 12 bis 26 Redner Martin Poguntke. Von Minute 26 bis 31 spielt Rike Kohlhepp Bach. Von Minute 31 bis 50 die Rede von Franz Alt. Von Minute 50 bis 68 die Rede von Volker Lösch. Abschluß mit Capella Rebella.



faktenresistente Werbesprüche (2)

03 07. 18 23:32
Aus der schriftlichen Stellungnahme der DB zur Anhörung (Seite 83)
„Stuttgart 21 trägt dazu bei, die Reisezeiten im Fern- und im Regionalverkehr erheblich zu verkürzen, schließt den Flughafen an die Fernbahn an und verlagert so Verkehr von der Straße auf die Schiene.“
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Falsch!
Die scheinbar kürzeren Reisezeiten durch Stuttgart 21 sind längst widerlegt!

Ein Bericht von sma datiert vom 26. November 2010 und wurde von der alten Regierung BW bei der sogenannten Schichtung zurück gehalten. Nach den sma-Untersuchungen ist der Kopfbahnhof für die Mehrheit der Bahnbenutzer schneller als Stuttgart 21! Weil S21 zu wenig leistungsfähig ist kommt es zu erheblich mehr Straßenverkehr (Gutachten Vieregg&Rössler).


faktenresistente Werbesprüche (1)

02 07. 18 22:58
Aus der schriftlichen Stellungnahme der DB zur Anhörung (Seite 83)
Nutzen von Stuttgart 21
Stuttgart 21 umfasst weit mehr als den künftigen Stuttgarter Hauptbahnhof. Stuttgart 21 ist die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart mit insgesamt vier neuen Bahnhöfen, 16 Tunneln und Durchlässen sowie 18 Brücken.

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In der Vorlage der DB zur Anhörung stehen längst widerlegte und falsche Angaben:
Der Begriff „Hauptbahnhof“ entspricht nicht dem bahneigenen Reglement, wonach ein Bahnhof u.a. die Möglichkeit haben muss, das Züge gestärkt oder geschwächt werden (Anzahl der Wagen) können.

Blogeintrag vom 18.3.2015:
Wie Dorfrichter Adam im „zerbrochenen Krug“ (Zitat:
. Ich kann Recht so jetzt, jetzo so erteilen.“) hebelt die Bahn mit ihren Anwälten Drs. Schütz und Kirchberg rechtliche Vorschriften der Landesbauordnung aus: Die Bahnhofshalle sei kein Gebäude, sondern ein „ungeregelter Sonderbau, für welchen Bundesrecht (EBO) anzuwenden ist, sei also nicht planfeststellungsrelevant.
Das erinnert an den Winkelzug der Bahn, der Hbf Stuttgart 21 sei kein Bahnhof, sondern ein Haltepunkt, um die ungesetzliche Gleisneigung abzusegnen.

„…vier neue Bahnhöfe“? Bisher wurden drei genannt, Tiefbahnhof, Flughafenbahnhof und S-Bahnhof Mittnachtstraße. Wo ist der vierte? Der geplante Abstellbahnhof Untertürkheim?
Der ganze umweltzerstörende Irrsinn von Stuttgart 21 (außer den neuen „Bahnhöfen“ noch 16 Tunnel und 18 Brücken) steckt in diesen
Zahlen.



Anhörung zum Umstieg/Ausstieg (10)

01 07. 18 23:45
Aus der schriftlichen Stellungnahme der DB zur Anhörung (Seite 83)

Nutzen von Stuttgart 21

Stuttgart 21 umfasst weit mehr als den künftigen Stuttgarter Hauptbahnhof. Stuttgart 21 ist die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart mit insgesamt vier neuen Bahnhöfen, 16 Tunneln und Durchlässen sowie 18 Brücken.

Stuttgart 21 trägt dazu bei, die Reisezeiten im Fern- und im Regionalverkehr erheblich zu verkürzen, schließt den Flughafen an die Fernbahn an und verlagert so Verkehr von der Straße auf die Schiene. Beispiele:

Ulm–Flughafen: 30 Minuten statt heute 1:35 Stunden
Rottweil–Flughafen: 59 Minuten statt heute 2:02 Stunden

Stuttgart Hbf–Flughafen: 8 Minuten statt heute 27 Minuten

Der künftige Durchgangsbahnhof ermöglicht viele neue umsteigefreie Verbindungen im Regionalverkehr und entlastet so die an der Belastungsgrenze fahrende S-Bahn.

Der Durchgangsbahnhof mit acht zuführenden Gleisen kann deutlich mehr Zugverkehr abwickeln als der heutige Kopfbahnhof mit nur fünf zuführenden Gleisen und vielen Kreuzungskonflikten im Gleisvorfeld. Die Leistungsfähigkeit des Durchgangsbahnhofs wurde 2011 in einem testierten und von allen Projektpartnern anerkannten Stresstest nachgewiesen.
________________________________________________
Sehr gutes Beispiel für
faktenresistente Werbesprüche. Soll in späteren Blogs kommentiert und richtig gestellt werden.


EU-Rechnungshof
30 06. 18 23:11
Hochgeschwindigkeitswahnsinn-in-Europa:

Die eingesparte Minute Stuttgart-München: 369 Millionen Euro
Am höchsten fällt dieser Wert für die Strecke Stuttgart-München aus, "wo sich die Kosten pro eingesparter Minute auf 369 Millionen Euro belaufen werden.“ Steht das in einem realen Verhältnis? Das bezweifelt auch der EU-Rechnungshof, weshalb er als "alternativen Lösung" vorschlägt, "bestehende herkömmliche Strecken aufzurüsten", womit "Einsparungen in Milliardenhöhe" möglich werden. Das drängt sich praktisch auf, da ohnehin längst festgestellt wurde, dass kaum eine Hochgeschwindigkeitsstrecke rentabel ist. _________________________________________________
„Alternative Lösung“ zu Stuttgart 21 ist „
Umstieg 21“= Einsparung 5 Milliarden!



schlappe Antwort

29 06. 18 23:11
Thomas Felder heute:
„Danke für Ihre knappe – um nicht zu sagen »schlappe« – Antwort. Erst leugnen Sie jegliche Mitwirkung der ELK bei S21-Tunneltaufen, dann sind Sie voll dabei; und jetzt, wo es brenzlig wird, stehlen Sie sich aus der Verantwortung.“
_________________________________________________________

Briefwechsel Felder - Hösch (Sprecher der Ev. Landeskirche)
hier lesen.


jämmerliche Erfolgsmeldung

28 06. 18 15:33
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.bauarbeiten-fuer-stuttgart-21-der-bahnhof-bekommt-seinen-deckel.cf7ab0e5-2eb1-4cea-a1b3-a9ea5e82b899.html
„Die Konstruktion mit ihren geschwungenen Formen, wie sie der S-21-Architekt Christoph Ingenhoven ersonnen hat, sei etwas „absolut ungewöhnliches.

Die Bahnhofsbauer unterscheiden je nach Größe und Umfang in 28 komplette Regelkelche und Randkelche, die nur einen Aussschnitt der ansonsten kreisrunden Deckenkonstruktion bilden. Dazu gesellen sich noch 14 Restkelche.“

________________________________________________
Wie falsch und unwichtig die derzeitigen „Erfolgsmeldungen“ doch sind!
Unwichtig: der Bau eines „Restkelches“, denn noch kein einziger der 28 kompletten „Regelkelche“ ist fertig!
Falsch: die „geschwungenen Formen“ hat nicht Architekt Ingenhoven ersonnen, sondern der weltberühmte Frei Otto.
Blog vom 11.3.2015:
Der gestern verstorbene Konstrukteur der „Lichtaugen“, Stararchitekt Frei Otto, bezeichnete den S21-Bahnhof als seinen „schönsten Entwurf“. Aber er hatte gegen den Tiefbahnhof schließlich so große Bedenken, dass er bereits 2009 aus dem Projekt ausgestiegen ist. Seiner Forderung der Neuplanung wurde nicht entsprochen. Er ging schließlich an die Öffentlichkeit, Bericht hier. (Link ist nicht mehr aktiv.) Obwohl Ottos Bahnhofsentwurf mit den spektakulären Lichtaugen der Öffentlichkeit bestens bekannt ist, werden diese im Nachruf auf Frei Otto heute in den SWR-Nachrichten nicht erwähnt. Und in der Stuttgarter Zeitung werden zwar die Lichtaugen genannt, kein Wort aber von der fundamentalen Kritik des Altmeisters am Bahnhofs-Projekt, dem Kernstück von Stuttgart 21.



Anhörung zum Umstieg/Ausstieg (9)

27 06. 18 21:15
Fortsetzung des Zitats von Manfred Leger DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH:

„Wenn die Gleise weg sind und dort die Hälfte ein neues Stadtviertel, ein Quartier Rosenstein, und zum anderen ein großer Park wird, dann ist Ost mit West oder Nord, wie auch immer man das in Stuttgart nennt, wieder verbunden und damit eine ganz andere Qualität in dieser Stadt erreichbar. Soviel zum städtebaulichen Aspekt.“ ________________________________________________
Wo soll denn der „große Park“ sein? Den großen Park gibt es schon, er heißt oberer, mittlerer und unterer Schlossgarten. Bis jetzt hat man ihn nur massakriert durch die Baustelle neuer „Bahnhof“, später des Dach, Straßburger Platz bzw. Manfred-Rommel-Platz genannt; auch der königliche Rosensteinpark ist durch Stuttgart 21 angeknabbert im Bereich Ehmannstraße (Kreuzungsbauwerk) und dem Tunnelportal neue Neckarbrücke.

Was heißt „wieder verbunden“?

Aus den „21 guten Gründen für Stuttgart 21“, Nr. 13 „Jahrhundertchance für die Stadtentwicklung“:

„Die Stadtteile im Stuttgarter Norden und Osten wachsen wieder zusammen.“ Wann bitte waren sie je zusammen? Wer hat diesen Schwachsinn geschrieben? Alte Stadtpläne vor der ersten Eisenbahn Mitte des 19. Jh. zeigen überhaupt keine Bebauung dieser heutigen Stadtteile. Es war landwirtschaftlich genutztes Land. (Die Stuttgart-21-Projektoren rechnen offenbar mit dem Unwissen der Stadtbevölkerung, wenn sie solche unstimmigen Behauptungen verbreiten.) Dann ging eine einsame Eisenbahnstrecke nach Cannstatt und Feuerbach. Der König (Wilhelm I) kaufte zuvor Land auf für den öffentlich zugänglichen großen englischen Garten (Rosensteinpark) samt Schlössle (Schloss Rosenstein) und für sein Privatvergnügen (Wilhelma). Und das wird zum Glück zusammen mit dem mittleren und unteren Schlossgarten auch bei Stuttgart 21 eine Trennung bleiben müssen mit einem einzigen Auto-„Durchschlupf“ zur Wolframstraße.


Anhörung zum Umstieg/Ausstieg (8)

26 06. 18 22:55
Der Sachverständige Manfred Leger DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH:
Was ich ergänzend erwähnen will: wer Stuttgart kennt, der weiß, dass diese Gleisanlage, die wir heute dort betreiben, die Stadt in 2 Teile teilt, total trennt. Da gibt es eine einzige Verkehrsader mit einem ganz grässlichen Tunnel, wie man von A nach B kommen kann.“
___________________________________________
Legers Behauptungen sind längst als substanzlose Luftnummern erkannt. Herr Leger kennt Stuttgart jedenfalls nicht, sonst müsste er wissen, dass die Teilung auch künftig durch den unteren Schlossgarten und die vielspurige Bundesstraße 14 bestehen bleibt, „total trennt“.
Auch Stuttgart 21 hat eine „einzige Verkehrsader“, nämlich die Wolframstraße anstelle der heutigen Unterführung des Gleisvorfelds. Das ist nicht etwa ein „ganz grässlicher Tunnel“, sondern eine vierspurige Unterführung, aufgelockert in Abschnitte z.B. mit der Zufahrt zum ehemaligen Güterbahnhof (heute „Europaviertel“. Allerdings hat die Bahn das Äußere seit Jahrzehnten verkommen lassen und Brücken auch schon abgerissen.
______________________________________________
Bereits am 19. März 2008 hatte ich im Offenen Brief an Baubürgermeister Hahn (Memory 1) geschrieben: „Ihr tristes Foto von der Unterführung (von Ihnen als „einziger Durchschlupf“ abgewertet) zur Wolfram- bzw. (Galgenbuckel)-Nordbahnhofstraße ist doch auch deshalb so trist, weil im verengten Blick auf S 21 die Bahnanlagen verlottert sind. Soll es – wenn der Wall erst weg ist - künftig durch den Schlosspark etwa noch andere Auto-„Durchschlüpfe“ geben?“


Anhörung zum Umstieg/Ausstieg (7)

25 06. 18 19:09
Antrag der Abgeordneten Sabine Leidig, Bernd Riexinger, Dr. Gesine Lötzsch, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
Ausstieg und Umstieg bei dem Bahnprojekt Stuttgart 21
BT-Drucksache 19/480
Das Wortprotokoll ist da! .pdf hier

Der Vorsitzende zu Beginn der Anhörung: „Sind alle Mitglieder des Ausschusses und alle Sachverständigen damit einverstanden, dass wir diese Fernsehübertragung bzw. Aufzeichnung der Anhörung machen und dass die Bild- und Tonaufzeichnung mit der Anhörung im Internet abrufbar ist? (
sehr kurze Pause) Es erhebt sich kein Widerspruch, dann stelle ich fest, dass wir das so beschlossen haben.“
_____________________________________________
Bravo Cem Özdemir, das ging überrumpelungsartig schnell. Einige Aussagen der Fragesteller und der Sachverständigen hätten diese hinterher wohl lieber nicht in Video und Protokoll dokumentiert gesehen!



Stimme aus der Schweiz

24 06. 18 21:13
Aus Mailpost von heute:
„Noch etwas anderes: In dieser Woche war ich zweimal kurz in Stuttgart. Und musste beim Anblick dieser häßlichen Bauzone rund um den Bahnhof und der damit verbundenen gesunkenen Lebensqualität an Deine Einstellung zu dieser Stuttgart-21-Thematik denken. Für vieles habe ich ja Verständnis; ich hab ja früher auch auf dem Bau gearbeitet. Aber, der Platz vor dem Bahnhof, diese Kreuzung, ist über und über mit Rohrleitungen verschandelt. Städtebaulich und stadtplanerisch scheint mir hier überhaupt keine Kompetenz mehr vorhanden zu sein. Ich sehe nur noch gräßliche Fassaden von Bürobauten in rauher Menge und frage mich, welche Masse an Menschen dort überhaupt einmal unterkommen sollen?! Leider muss ich sagen, dass ich nicht mehr gerne nach Stuttgart komme, zumindest nicht in diesen Teil.“



O Mappus!
23 06. 18 22:50
Das geht auf das Mappus-Kerbholz:
- Eine Million Schmiergeld für Stuttgart 21, unterzeichnet von Verkehrsminister Mappus unter MP Oettinger (
Rede Dr. W. Wolf)
- der „Schwarze Donnerstag“, zumindest von ihm verteidigt und nicht verhindert
- der Machtverlust der CDU
___________________________________________
Traurig, dass eine seriös sein wollende Partei wie die CDU in Treue fest zu solchen Negativ-Helden steht.
(Sachliche Fehler zu dieser Liste bitte mitteilen, dann werde ich sie selbstverständlich korrigieren!)



Anhörung zum Umstieg/Ausstieg (6)

22 06. 18 09:07
Aus der Demorede von Dr. Winfried Wolf:
Hannes Rockenbauch hatte für diese Anhörung extra seinen Urlaub unterbrochen. Und er hat dort einen ganz exzellenten Job gemacht. Er war der einzige Sachverständige, der konkret war, der die Fakten parat hatte, der erfrischend und überzeugend auftrat. Er war auch eindeutig unter allen Sachverständigen der Sieger nach Punkten. Dass es kein K.o.-Sieg war, lag schlicht an den wenig demokratischen Umständen dieser Anhörung: Es gibt da keine Einleitungen der Sachverständigen – also keine, und sei es eine kurze ­– Darstellung der eigenen Position. Die Sachverständigen dürfen nur auf Fragen antworten. Die Fragen stellen die Abgeordneten, wobei diese je Runde nur zwei Fragen formulieren dürfen. Aus Gründen der Zeitknappheit werden dann die Fragen fast immer nur von dem oder der jeweiligen Abgeordneten an „ihren“ Sachverständigen gestellt. Auch eine Art Kreuzverhör ist nicht zulässig; Sachverständige können nicht andere Sachverständige ansprechen; jedenfalls gibt es dann darauf keine direkten Antworten.
Das ist schlicht ein verbürokratisierter und undemokratischer Rahmen. Und so lief auch die gesamte Anhörung recht steril ab – wozu vor allem auch die flachen, wenig qualifizierten Beiträge der Sachverständigen, die die Pro-S21-Parteien geladen hatten, beitrug. Volker Lösch, der extra zur Anhörung gekommen war und der auf der Tribüne saß, sagte hinterher sinngemäß: „Man verliert da jede Illusion in eine seriöse Debatte und in ein verantwortungsvolles parlamentarisches Verfahren.“



schäbige Entwicklung

21 06. 18 21:53
Täusche ich mich, oder ist die Kommentarfunktion bei Artikeln zu Stuttgart 21 inzwischen auch in der Stuttgarter Zeitung ganz abgeschaltet?
Damit wird eine kompetente Gegenöffentlichkeit von der Monopolpresse komplett ausgebremst. Das Scheitern des Schadprojekts Stuttgart 21 wird dadurch vielleicht verzögert, aber nicht verhindert.



Anhörung zum Umstieg/Ausstieg (5)

20 06. 18 21:34
Dr. Winfried Wolf auf der Montagsdemo vorgestern (ab Minute 24) zur Anhörung:
„…meine Bilanz lautet, dass es ein großer Erfolg war für uns, die Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21…“


geht's bald an den Kragen?

19 06. 18 21:24
Wann wird mein Blog von irgendwelchen juristischen Wegelagern oder politischen Halsabschneidern still gelegt? Wie lange lassen es sich „die Mächtigen“ gefallen, täglich verbellt zu werden? Die neuen EU-Richtlinien zum Datenschutz sind so ein Hebel, Widerstand mundtot zu machen. Und die Abmahnungs-Abzocker. Eine sehr witzige Satire zur derzeitigen EU-Aktivität von Jens Loewe steht bei Zum Blog aktuell.


Anhörung zum Ausstieg/Umstieg (4)

18 06. 18 21:16
Projektleiter Leger sprach bei der Anhörung davon, dass von doppelter Leistungsfähigkeit nicht die Rede gewesen sei. Das bedeutet, dass Herr Leger sehr mangelhafte Kenntnis zu dieser Frage hat. Selbst sein gewesener Bahnchef hat im Radio gesagt: „Der neue Bahnhof hat halb so viele Gleise und wird doppelt so viele Züge pro Stunde abwickeln.“ Tondatei 5 Sekunden: grube2
Ein mit Dokumenten belegtes Video zeigt die Richtigstellung dieser Behauptung und Politiker wie Mappus und Schuster, die von der doppelten Leistungsfähigkeit gesprochen haben.


Satire?

17 06. 18 21:12
Stuttgart 21, „wo ein Kamel ein Nadelöhr baut“.
(F
rankfurter Rundschau, Bericht über Helmut Schleich)


Hallo Herr Milankovic!

16 06. 18 20:16
Auch noch aktuell wird in der Stuttgarter Hauptpresse bei Artikeln zu Stuttgart 21 die Serie „10 Fakten zu Stuttgart 21“ eingeblendet.

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Verantwortlich bzw. federführend dafür ist der Redakteur Christian Milankovic.

Hallo Herr Milankovic,

das ist ähnlich wie bei „10 Fakten zur Titanic“: unadjustednonraw_thumb_cc42

  • die Titanic war 1912 das größte Schiff der Welt

  • Bauzeit von 1908 bis 1912

  • war ein Linienschiff und Luxusdampfer

  • hatte 4 Schornsteine

  • das Bestelldatum war der 1. August 1908

  • die Länge war 269,04 m, die Breite 28,19 m

  • Maschinenleistung 51.000 PS

  • Dienstgeschwindigkeit 21 kn (39 km/h)

  • bei der Jungfernfahrt gab es einige Warnungen vor Eisbergen

  • sie hatte 2.224 Passagiere

_________________________________
Die 10 Fakten stimmen! War da noch was? Ja!! Das Wesentliche und Wichtigste fehlt! So auch bei Ihren „10 Fakten (2017)“ (kommentiert von S.B.)


Anhörung zum Ausstieg/Umstieg (3)

15 06. 18 22:54
Kommentar von Peter Främke in einem Leserbrief i.d. Nürtinger Zeitung:
"Ernüchternde Erkenntnis nach 2 Stunden Anhörung: Die Abgeordneten von CDU/CSU und SPD und die für sie ausgewählten Sachverständigen haben in ihren Fragen und Antworten bewiesen, dass immer noch keine Bereitschaft besteht, die S21-Fehlentscheidung zu überprüfen. Weiterhin "Augen zu und durch" scheint die einzige Fähigkeit zu sein, über die sie "zum Wohle des Volkes“ verfügen.“
____________________________________
So funktioniert „Anhörung“: man wählt parteiische Experten, gibt ihnen die Fragen vorher bekannt und erhält dann die erwünschten Antworten. Oder war es anders?
Die Antworten waren dann trotzdem oft fragwürdig, unbefriedigend und fehlerhaft.



Brunnhuber aktuell

14 06. 18 22:29
INTERVIEW S-21-Vereinschef Georg Brunnhuber in der Stuttgarter Zeitung
„…Denn alle, die in der Ausstellung waren – und das waren in nun 20 Jahren vier Millionen Menschen – sind mit der klaren Erkenntnis gegangen, dass das Projekt ein Gutes ist.“
___________________________________-
Sehr geehrter Herr Brunnhuber,

Ihre Bemerkung zur S-21-Ausstellung sind „Werbung“, die auf Realität hin zu prüfen ist. Zum Beispiel

  • waren es 4 Millionen Menschen? Ich war vielleicht 5 mal drin und bin doch nur 1 Mensch

  • stimmt das mit der „klaren Erkenntnis“? Ich selbst habe nur bestätigt bekommen, dass das Projekt schlecht und die Werbung einseitig und unredlich ist wie die „21 guten Gründe für Stuttgart 21“ oder die „10 Fakten“ (- auch ganz nach unten scrollen).

  • Ich glaube Ihnen die Gründe für Ihren Abgang nicht, Sie machen sich wie viele andere Projekt-Bannerträger vom Acker, weil damit kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist.


Mit freundlichen Grüßen
Siegfried Busch

N.S. Blog „Schwindelhuber“ vom Juli 2016:
Schwäb. Post: „Kostet das Bahnprojekt Stuttgart 21 jetzt doch zehn Milliarden Euro? Georg Brunnhuber widerspricht energisch: „Wir werden 2021 fertig – und wir werden im Kostenrahmen bleiben.“



Anhörung zum Ausstieg/Umstieg (2)

13 06. 18 22:19
Jürgen Lessat in Kontext:Wochenzeitung am13.06.2018
"Kriminaltango in der Baugrube"
„Stuttgart 21 entwickelt sich zu einem gigantischen Fall von Wirtschaftskriminalität, wie die Anhörung im Verkehrsausschuss des Bundestags verdeutlicht.“


Anhörung zum Ausstieg/Umstieg (1)

12 06. 18 23:31
Michael Kultur, einer der wirksamsten Stuttgart 21 - Gegner, hat die gestrige „Anhörung“ des Verkehrsausschusses in Berlin mitgeschnitten. Hier ist der Link: https://www.youtube.com/watch?v=c3OSbHXxups&t=1758s
Danke Micha!



aus dem bekannten Lügengarten der DB-Projektbau

11 06. 18 17:07
Schriftliche Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur des Deutschen Bundestages am 11. Juni 2018
  • Fahrzeitersparnis-Lüge an exotischen Beispielen. SMA-Studie sagt das Gegenteil!

  • Leistungslüge: Der Durchgangsbahnhof mit acht zuführenden Gleisen kann deutlich mehr Zugverkehr abwickeln als der heutige Kopfbahnhof…

  • Die 100-Hektar-Lüge

  • Sicherheitslüge: „ein Maximum an Sicherheit für die Reisenden“

„Für Ausstiegs- und Umstiegsszenarien gibt es keinerlei demokratische Legitimation und zudem auch keine Rechtsgrundlage.“
Das stimmt rein politisch, aber es gibt die höhere Wahrheit der Naturgesetze und der Vernunft!



VCD
10 06. 18 22:58
VCD Baden-Württemberg e.V.: „Angesichts des Baufortschritts und der politischen Mehrheitsverhältnisse erscheint ein Baustopp als nicht realistisch.“
__________________________________________
Baufortschritt: Soll das Faktenschaffen trotz vieler ungelöster Fragen und fehlender Genehmigungen akzeptiert werden?

politische Mehrheitsverhältnisse: Natur und Vernunft können nicht außer Kraft gesetzt werden.


ehrliche Haut

09 06. 18 22:55
Stuttgarter Zeitung:
„Verkehrsminister Winfried Hermann nennt Stuttgart
21 die „größte Fehlentscheidung der Eisenbahngeschichte“ und sieht keinen Nutzen in dem Vorhaben.“


gravierende Nachteile - kaum sichtbare Vorteile

08 06. 18 05:41

Walter Sittler aktuell im Interview, Pressebericht vom 7. Juni 2018:
„Eine echte Demokratie lebt für mich von der Beteiligung der Menschen, lebt vom Diskurs, selbst wenn er scharf ist. Kein Mensch ist doch automatisch klug, weil er in eine politische Position gewählt ist. Der unbedingte Wille in allem Recht zu haben, wie wir es bei S 21 in verschiedenen Facetten erlebt haben, fordert eine Einmischung geradezu heraus. Deshalb habe ich das gemacht. Ich verfolge alle Entwicklungen weiter, aber jetzt sind politische Entscheidungen gefragt, und sie scheinen darauf hinaus zu laufen, das als nicht so sinnvoll erkannte Projekt unter allen Umständen zu Ende zu bringen, koste es was es wolle, bei allen gravierenden Nachteilen und kaum sichtbaren Vorteilen, die es mit sich bringt.“


...o no, Sarazzin!

07 06. 18 13:34
„Stuttgart 21 Perspektive
- Angesichts der Vorleistungen, insbesondere im Tunnelbau, w
äre eine Einstellung des Projektes aus meines Sicht verfehlt.
- Der Gewinner werden Stuttgart und Baden-W
ürttemberg sein…“
_______________________________________________
- kennt der Bahnexperte das Konzept Umstieg 21 nicht? Dann wird er es am Montag kennen lernen.
- Stuttgart und Baden-Württemberg sind vielleicht finanziell im Vorteil beim Finanzdesaster S21, aber bei den entscheidenden „weichen“ Faktoren sind sie schon lang die großen Verlierer!



tut nichts...

06 06. 18 23:46
Bald kennen auch die Bundestags-Abgeordneten im Verkehrsausschuss alle Fakten zu „Stuttgart 21“ Die Anfrage der LINKEN enthält eine sehr sorgfältige Ausarbeitung zu dem Thema des Tages am Montag: „Ausstieg und Umstieg bei dem Bahnprojekt Stuttgart 21“

„Tut nichts, Stuttgart 21 wird gebaut“, auch wenn die Faktenlage erdrückend gegen das Katastrophenprojekt S21 spricht. („Tut nichts, der Jude wird verbrannt“, Zitat aus Lessings „Nathan der Weise“.)



Arena für den Kelchstar

05 06. 18 22:03
Foto von heute Abend S.B.:

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Da wächst gerade eine der Kelchstützen, Entwurf Frei Otto. Preisfrage: Was soll das Gerüst im Halbkreis mit den Stufen? Plätze für geladenes Publikum in einer der Werbeshows mit großer Presseresonanz? Wie beim „Baubeginn“ 2010, der „Prellbockanhebung“? Oder bei der „Grundsteinlegung“ 2016, 6 Jahre später? Oder den Tunnel-Events mit kirchlichem Segen? Fakt ist, dass noch keine einzige Kelchstütze fertig ist, passt nahtlos zum um Jahre verschobenen Fertigstellungstermin.


U-Boot "Tief"bahnhof
04 06. 18 12:35
„...Die Äußerungen von Frei Otto, der Tiefbahnhof könne "überschwemmt" oder gar "wie ein U-Boot aus dem Meer aufsteigen", seien "fachlich nicht fundiert und entbehren einer soliden Grundlage", so der Projektsprecher Wolfgang Drexler.“
Leider hat Herr Drexler durch seine vielen Falschangaben in der Vergangenheit ein massives Glaubwürdigkeitsproblem, während der integre Frei Otto sich wiederholt an die Projektoren von S21 gewandt hat und erst jetzt an die große Öffentlichkeit gegangen ist. (Der Bericht in den Stgt.Nachrichten ist nicht mehr auffindbar, ich werde aber versuchen, ihn noch im Archiv zu finden.)
_____________________________________________________
Dieser Blogeintrag war am 26.8.2010. Inzwischen ist Drexler (bald nach dem Schwarzen Donnerstag 2010) kein Projektsprecher mehr und es sind Öffnungen im Tiefbahnhof gebaut, um den Bahnhof bei extremem
Hochwasser zu fluten, damit er nicht „aufsteigt“, wie Frei Otto vorausgesehen hatte.
Seine Kelchstützen werden in der Zeitung inzwischen Ingenhoven zugeschrieben, Frei Otto soll wohl als S21-Unperson verschwinden.
"Erstaunt haben uns die großen Öffnungen in den Seitenwänden. Sie dienen dazu, bei extremen Hochwasserlagen den Bahnhof fluten zu können, damit er nicht aufschwimmen kann.“
(
Quelle Memory 49. „Aufwachen“)



Überflutung

03 06. 18 23:14
Aktonsbündnis für den Kopfbahnhof: „Fast täglich erreichen uns Schreckensmeldungen von Überflutungen von überall her – Wuppertal. Solingen, Duisburg, Aachen und viele andere Orte im Saarland, Bayern und Baden-Württemberg mehr waren in letzter Zeit von verheerenden Überschwemmungen nach Starkregen heimgesucht…“
Vortrags-Veranstaltung: „Überflutungsrisiken durch Stuttgart 21
morgen, Montag, 4. Juni 2018 um 19.30 im Rathaus, großer Saal
_________________________________________________________
Der Saal wird wohl wieder voll werden und die Pro-S21-Riege mit Kuhn, Kotz, Körner wird vermutlich nicht kommen.



Blaupause für Stuttgart 21

02 06. 18 13:10
Aus: Nachdenkseiten, Unterwanderung, Manipulation:
Sie machen Propaganda und beeinflussen so die veröffentlichte Meinung und die öffentliche Meinung und bestimmen damit bei den politischen Entscheidungen mit. Bei dieser Aufgabe helfen heute reihenweise Public Relations Agenturen und Thinktanks. Diese machen nicht nur Werbung, sie entwerfen auch Strategien der Meinungsmache und übrigens auch für die Lobbyarbeit (siehe A.). Propaganda gelingt dann besonders gut, wenn man sich einzelne Medien dienstbar macht.“
______________________________________________
Bei Stuttgart 21 hatten sie bei aufmerksamen Menschen wie denen aus dem Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 keinen Erfolg, die Lügenpropaganda wurde richtig gestellt wie von mir z.B. in den
„21 guten Gründe für Stuttgart 21“ und den „!0 Fakten zu Stuttgart 21“.


Kleinvieh macht auch Mist

01 06. 18 10:25

Mein Blog als „Wärmestrom“ (Blog von gestern): Ab und zu werde ich gefragt, wie meine S-21-Website metropolis21.de mit den täglichen Einträgen besucht wird. Aus einer Fülle von Daten finde ich diese besonders interessant:
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Statistik im Blog vom Oktober 2017. Wenn auch nur wenig ernsthafte Besucher aus dem Kreis der Befürworter (diese gibt es auch) oder der Kopfbahnhofverfechter dabei sind, trägt es immerhin einen Tropfen dazu bei, das Fass des Scheiterns (Peter Conradi) zum Überlaufen zu bringen.



metropolis21.de soll auch ein "Wärmestrom" sein!

31 05. 18 15:45
Arno Luik im Stern im Interview mit Christine Prayon:
„Sie wollen ein Wärmestrom für Gleichgesinnte sein.“

Christine Prayon:
„Vielleicht auch, ja. Es geht auch ums Mutmachen…“



heute wieder entlarvt

30 05. 18 22:54
Als Schönredner entlarvte Bahnvorstände in der heutigen Sendung von Plusminus:
Grube sprach von „Sollbruchstelle“ und Lutz finster entschlossen, S 21 fertig zu bauen „im Rahmen der Kosten und der Terminpläne“. Inzwischen ist der damalige Kostenrahmen um Milliarden überzogen und der Termin liegt Jahre später. Am Schluss der Sendung die Ausstiegskostenlüge der Bahn: „Ausstieg viel zu teuer“.
________________________________________
Nachtrag am 31.5.18: Sendung in der
ARD-Mediathek Minute 27


das Letzte
29 05. 18 17:01
Text der ARD zur Sendung morgen um 21.40 bei plusminus mit Glossen in Rot:
„Jahrelang wurde um "Stuttgart 21" erbittert gestritten.
Der Streit ist noch aktuell.
Das Milliarden-Projekt war für die Bahn ein Zukunftssymbol,
was für eine Zukunft? Alle Werbeversprechen zum Bahnverkehr erwiesen sich als grotesk falsch
für seine Gegner ein Beispiel für Geldverschwendung und Umweltzerstörung.
Hat sich zweifellos sehr bestätigt.
Inzwischen sind die ständigen Bauverzögerungen und Kostensteigerungen sogar für den Bahnvorstand ein Ärgernis.
Was heißt inzwischen? Das Ärgernis hat nie aufgehört.
Wie konnte es nur soweit kommen?“
Gier frisst Hirn. Die Bahnkunden sind Nebensache.
___________________________________________________
Kommentar zur Sendung von R.G.Evers in einer Rundmail:
Es sind 5 Themen, Stuttgart 21 ist davon das Letzte, (sowieso das Letzte und nicht nur bei Plusminus !)“


In Memoriam Prof. Dr. Rohrhirsch (5)

28 05. 18 22:55
Aus einer E-Mail von Prof. Rohrhirsch an mich:
„Unsinnig ist es von "alternativlos" zu sprechen, ebenso unsinnig ist es von Unumkehrbarkeit zu sprechen. Umkehr heißt eben nicht zurück sondern Umstieg(21).“
_______________________________________________

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Thomas Leif hat in 2+Leif 2010 zu Stuttgart 21 ein Treffen Hauk-Hermann moderiert. Das Video ist bei YouTube nicht mehr gelistet, es gibt aber ein privat hochgeladenes Video.

Die komplette 2+Leif-Sendung unter:
https://www.youtube.com/watch?v=-u-mYJCLXOE

und den „Einspieler“, ein zweiminütiger Ausschnitt mit meinem Votum
„Unumkehrbar und alternativlos, das sind die beiden Grundlügen..."
https://www.youtube.com/watch?v=Vcb-yzeiN8U


Horrorfantasien?

27 05. 18 22:34

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Augen zu und durch

26 05. 18 21:45

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Der Dichter spricht (58)
25 05. 18 23:23
Kommentar zum Blog von gestern:
„Betrachtet, forscht, die Einzelheiten sammelt,
Naturgeheimnis werde nachgestammelt.“

J.W. Goethe,
Marienbader Elegie


Kaprun-Effekt
24 05. 18 15:22
SWP: „Ingenieur Keim prophezeit für S21 dennoch ein Scheitern. Nicht nur wegen des Brandschutzes. Wegen des Anhydrits, des Wasserdrucks und des kiesigen Untergrunds würden sich Tunnel verschieben und müssten gesperrt werden. „Der Fildertunnel wird in kürzester Zeit nicht mehr funktionieren.“ Daher müsse der Kopfbahnhof in Betrieb bleiben, „damit es im Ernstfall eine Ausweichstrecke gibt“.

Beim Brand der Gletscherbahn Kaprun kamen am 11. November 2000 in einem Tunnel 155 Menschen ums Leben. Sie alle erlitten Rauchgasvergiftungen. Zwölf Menschen konnten sich retten, weil sie nach unten liefen – und so der Kaminwirkung im Tunnel entgingen: Rauch zieht nach oben.

Als international anerkannter Brandschutzexperte ist der 66-Jährige vom Fach. Keim war Gutachter nach der Tunnelkatastrophe in Kaprun, wo im November 2000 in einer Gletscherbahn 155 Menschen ums Leben kamen. Er strengte zusammen mit den Hinterbliebenen die Wiederaufnahme des Verfahrens gegen die Betreiber der Bergbahn an. Aus seiner Sicht ist der Stuttgarter Tiefbahnhof samt Tunneln mit Kaprun vergleichbar.

Keim, der ein Ingenieurbüro betreibt, ist sich derweil sicher, dass in den Tunneln zum Bahnhof eine Entfluchtung nicht  gelingen kann. Bergauf 500 Meter bis zum  Rettungsstollen sei zu weit. Den Fildertunnel nennt er einen „neun Kilometer langen Kamin“. Der Kamineffekt (Rauch breitet sich nach oben aus) sei mit Kaprun zu vergleichen.
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Aus früheren Blogs mit dem Stichwort „Kaprun“:

Unfassbar, absolut unverantwortlich, verbrecherisch": Das ist das Urteil des Fachmanns Hans-Joachim Keim über eine aktuelle, bahninterne Sicherheitsstudie zum Brandschutzkonzept von Stuttgart 21. Keim ist international renommierter Brandschutzexperte. Er war der deutsche Gutachter nach der Tunnelkatastrophe in Kaprun. "Ich kann nur den Kopf schütteln. Das ist schlimmer als Kaprun.“…(aus Blog vom 11.10.2012)

Anmerkung aus einer Mail aus Reutlingen (Blog vom 15.10.2015):
„Sie bauen eine Todesfalle, ein neues Kaprun, und sie schaffen es, dass wir über die Farbe des Betons diskutieren. Chapeau!“
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Mein Blogmotto:
Stuttgart 21 ist ein Wurmbau zu Babel und wird scheitern. Das Projekt ist einfach zu schlecht und hat Natur und Vernunft gegen sich.

Rauch zieht nach oben, Wasser fließt nach unten, Gebirge ist zerklüftet und mit Wasseradern durchzogen, Gipskeuper dehnt sich aus… Experten, die abhängig von der DB Bahn sind (Bieger) oder von Vorgesetzten, oder der Politik (Befürworter) verdienen kein großes Vertrauen.


künftig absolutes Chaos!

23 05. 18 22:12
Offener Brief von Peter Müller:
Liebe Mitstreiter für den Umstieg 21,
gestern abend gegen 18:30 Uhr hatten fast alle ankommenden Züge in Stuttgart zwischen 5 und 40 Minuten Verspätung. Das veranlasste mich, bei Herrn Florian Bitzer mal nachzufragen,
 was so ein Szenarium bei S 21 bedeuten würde…“
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Wenn es eine Antwort geben sollte, wird diese hier im Blog kopiert und kommentiert.



Turmforum 20 Jahre
22 05. 18 22:23
Stuttgarter Zeitung, Bericht zum Turmforum

Die auch von Land und Stadt finanzierte Ausstellung, mit hohen Besucherzahlen bejubelt (da die DB Bahn schon immer falsche Angaben in Bezug auf S 21 gemacht hat, dürfen diese Zahlen stark angezweifelt werden!) wird von professionellen Werbebüros gestaltet. Wie bei den
„21 guten Gründe für Stuttgart 21“ wird geschönt und gelogen, dass sich die Balken biegen. Beispiel gefällig? Eine Schautafel von Ende 2012:

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überraschend?

21 05. 18 23:01
Stuttgarter Zeitung heute Abend:
„Georg Brunnhuber, Chef des S-21-Vereins, erklärt überraschend seinen Abschied.“
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Überraschende Abschiede vom Leuchtturmprojekt S 21 sind die Regel, die spektakulärsten Namen heißen Azer, Drexler, Kefer und Grube. Das Scheitern des Projekts kündigt sich an, da möchte auch Brunnhuber nicht mehr im Amt sein.



"Hartnäckige Stuttgart-21-Gegner" (2)
20 05. 18 21:58
Aus Stuttgarter Zeitung: „Wir geben niemals auf“
„Wenn ein ahnungsloser Tourist aufkreuzt, um sich über Stuttgart 21 aufklären zu lassen, drückt ihm Ulrike Pott ein paar Broschüren in die Hand und referiert mit sanfter Stimme: „Ich hätte nichts gegen einen neuen Bahnhof, wenn er ein Gewinn wäre. Aber das, was hier passiert, ist ein rechtswidriger, unwirtschaftlicher Rückbau von Schieneninfrastruktur.“ Im Übrigen sei genau das eingetreten, was sie und ihre Mitstreiter vor Jahren prophezeit hatten: Kostenexplosion, Bauverzögerungen, Behinderungen des öffentlichen Nahverkehrs. Auch das dicke Ende sei absehbar: zu schmale Bahnsteige, mangelhafter Brandschutz, aufquellender Anhydrit. „Das sind Fakten. Dennoch prüft die Politik noch immer nicht unvoreingenommen die Option eines Umstiegs auf unser Konzept Kopfbahnhof 21. Das macht mich fassungslos.“



"Hartnäckige Stuttgart-21-Gegner" (1)
19 05. 18 23:47
Aus Stuttgarter Zeitung: „Wir geben niemals auf“
„Im Herbst 2011, nach dem Schlichtungsverfahren und der Volksabstimmung, haben viele Stuttgart-21-Gegner resigniert die Protestbewegung verlassen. Andere gaben im Laufe der Jahre auf, weil sie der Dauereinsatz ohne das kleinste Erfolgserlebnis zermürbt hatte. Mittlerweile ist nur noch ein harter Kern übrig. Er besteht aus Unermüdlichen wie Ulrike Pott und Nina Picasso. Sie werden protestieren, bis der erste ICE im neuen Tiefbahnhof hält. Oder bis doch noch ein Wunder geschieht.“
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Auch bei Resignation bleibt bei den Stuttgart-21-Gegnern die Ablehnung. Der Dauereinsatz brachte viele Erfolgserlebnisse, vor allem die Bestätigung der Vorhersagen des Desasters. Der harte Kern ist viel größer als die paar hundert Demoteilnehmer. Noch ist es ganz ungewiss, ob jemals ein ICE im Tiefbahnhof halten wird. Alternativen zu S21 sind sogar in Berlin im Gespräch!



"Soda-Brücke" Cannstatt
18 05. 18 18:06
Stuttgarter Zeitung
Stuttgart 21
Brücke muss sieben Jahre auf Zug warten
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Die neue Eisenbahnbrücke über den Neckar in Bad Cannstatt steht also erst einmal 7 Jahre nur so da - wenn Stuttgart 21 im Jahr 2025 in Betrieb gehen wird. Das ist aber ein Termin, den die DB Bahn zuletzt genannt hat und den niemand glauben kann, der die seitherigen Fertigstellungs-Termine der DB Bahn kennt, denn ALLE wurden nicht eingehalten!

Zur Erinnerung:
Prognosen 1997: „Hier kann gebaut werden, sobald (im Jahr 2008) der neue Bahnhof fertig ist.“
Juni 2009: Architekt Ingenhoven: „…Fertigstellung im Jahr
2018 oder 2019“ (Veranstaltung im Haus der Wirtschaft)
August 2009: „…Inbetriebnahme
2019/2020 geplant." Wolfgang Drexler, Sprecher des Bahnprojektes Stuttgart-Ulm: (www.das-neue-herz-europas.de/aktuelles, Link nicht mehr aktiv)
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  • 20. Oktober 2017: „Die amtierende Bundesregierung baut unverändert darauf, dass das milliardenschwere Bahnprojekt Stuttgart 21 Ende des Jahres 2021 in Betrieb gehen kann.“

  • 20. Oktober: „Vor Ende 2023 wird Stuttgart 21 nicht fertig.“

  • 27. Oktober: Es kann 2024 werden.

  • 6. November: Der Bau von S 21 kann sich bis Ende 2025 hinziehen.

  • 7. November: Option 2026

  • 15. Dezember 2017: Kritiker „raunen“ 2028

  • 24. April 2018: „…wird es aus Sicht des S21-Kenners (Boris Palmer) 2030 werden.“ Stadthaus Ulm: *SÜDWEST PRESSE Forum* mit Boris Palmer (OB Stadt Tübingen)



Ostertag (1)

17 05. 18 21:53
Amber Sayah,14. Mai 2018 in der Stuttgarter Zeitung:
„…Stuttgart. Hier focht er furcht-, aber erfolglos gegen das „Milliardengrab“
Stuttgart 21, das er als stadtzerstörerisches Projekt kritisierte – ein Don Quichotte im Kampf gegen die unerbittlich rotierenden Windmühlenflügel der politischen Mehrheiten und der Justiz.“
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Don Quichotte, erfolglos? Ostertags Rosinante hieß Vernunft, sein Spieß die Natur und damit wird er auf Dauer Recht behalten gegen den Unsinn der Planung und gegen die Verachtung von Naturgesetzen. Da helfen keine Mehrheiten und keine Gier wirtschaftlicher Macht. Deshalb ist Stuttgart 21 auch heute schon gescheitert im Hinblick auf Leistungsfähigkeit, Kosten und Bauzeit. Das völlige Desaster wird noch kommen, denn die „Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart“ kann die Erwartungen nicht erfüllen.



im Gegenteil

16 05. 18 22:10
Aus der Rede von Siegfried Bassler, Pfarrer i. R., ehemaliger SPD-Stadtrat und Fraktionsvorsitzender, auf der 416. Montagsdemo am 14.5.2018:
„Was tun wir nun damit, dass wir in allem recht gehabt haben, was Stuttgart 21 betrifft? Sollen wir mit stolzgeschwellter Brust durch die Stadt laufen und verk
ündigen: wir haben ́s ja immer schon gesagt? Nein, es macht uns nicht zu besseren Menschen und wir haben fürwahr auch keine materiellen Vorteile davon. Im Gegenteil, wir werden nach wie vor als die eigentlichen Schuldigen an der Misere bezeichnet und behandelt.“


vehement dagegen

15 05. 18 09:20
Am Freitag ist Prof. Roland Ostertag gestorben. Beerdigung kommenden Freitag um 11 auf dem Pragfriedhof. Nach Frei Otto und Peter Conradi der Dritte der großen Architekten, die sich vehement gegen S21 eingesetzt hatten.

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Einige Blogs „Ostertag“ werden folgen.


Murksologie (2)

14 05. 18 11:29
Ergänzung/Berichtigung von Dipl.-Ing. Klaus Gebhard zu seiner Grafik im Blog gestern (rotes oberes Schriftband):
„Die Zahl 140.000 sind die Einwohner, die in einem ÖPNV-Zubringer-Radius von unter (!) 10 Minuten den ICE-Bahnhof Wendlingen erreichen könnten, das bezieht Gemeinden von Plochingen bis Nürtingen und Kirchheim ein.
Nimmt man Reutlingen und Tübingen noch dazu, die ja denselben irren Umweg bis zum Flughafen auf sich nehmen müssen, um überhaupt irgendwie auf die NBS zu gelangen, sind es deutlich über 400.000 Bürger!“
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Mein Wohnort Mössingen liegt im Kreis Tübingen.



Murksologie (1)

13 05. 18 22:40
„Murksologie“, die Wissenschaft der Aufdeckung von Murks ist häufig bei Stuttgart 21 notwendig geworden und wird von Kopfbahnhof-Befürwortern oft und erfolgreich bemüht.
So im Leserbrief von Monika Fügel in der
Nürtingen Zeitung vom 12.5.2018
„Im Übrigen müssen auch nach Fertigstellung von S21 alle Fahrgäste, die aus Richtung Tübingen nach Ulm–München wollen, erst 15 Kilometer „rückwärts“ bis zum Flughafen fahren, um dort einen der wenigen haltenden IC/ICE-Gegenzüge zu erreichen, dann auf derselben Strecke wieder 15 Kilometer zurück nach Wendlingen, um dann endlich die verbleibenden 57 Kilometer nach Ulm auf der Neubaustrecke zu „rasen“.

Grafisch dargestellt von Dipl.-Ing. Klaus Gebhard:

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nach oben offen
12 05. 18 22:16
Die nach oben offene S21-Kosten-Skala

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Poster an der Mahnwache, Foto S.B.


wird nie funktionieren
11 05. 18 15:22

Aus heutiger Mailpost: "Das Projekt ist und bleibt scheiße und wird nie funktionieren. Aber das merken die Befürworter erst nach Inbetriebnahme im Jahr 20XX."
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Was steht für XX? Und: Dr. Volker Kefer und andere Insider haben es schon lange gemerkt und wissen, dass es nicht funktionieren wird.
DIE ZEIT am 28. Februar 2013 (Link nicht mehr aktiv): „Alle wissen, dass Stuttgart 21 in einem Desaster enden wird.“



Fiasko
10 05. 18 16:27
„Jede weitere Fehlplanung, jeder weitere Kostenanstieg und jeder weitere Zeitverzug offenbaren das Projekt „Stuttgart 21“ als Fiasko, das die SPD mitzuverantworten hat.“ (Zitat aus dem Offenen Brief von SPD-Mitgliedern aus der Region an den Parteivorstand.)


Abschied von Grün?
09 05. 18 22:35
Deutschlandfunk:
„…Fritz Kuhn in Stuttgart lässt sich im edlen Zwirn bei Tunneldurchstichen im Rahmen des Großprojektes Stuttgart 21 blicken, bei jenem Großprojekt, das er einst erbittert bekämpft hatte.
…Für all das mag es sogar einleuchtende Gründe geben. Sachzwänge, wie die Experten sagen. Nur: Diejenigen, die einst euphorisch grün gewählt haben, wollen ihren Wählerwunsch nicht durch solche Sachzwänge vernebelt sehen. Sie wünschen sich, dass grüne Werte deutlich im Regierungshandeln erkennbar bleiben, selbst wenn die CDU der Koalitionspartner ist.“…



totaler Eklat
08 05. 18 13:48
Aus einer alten E-Mail:
Vor den Bahnaufsichtsräten habe ich jeglichen Respekt verloren, desgleichen Vorständen wie Lutz und Hantel. Aber sie bekommen jetzt eine aufs Dach. Bin gespannt, ob sie noch die Kurve weg vom Tiefbahnhof kriegen oder ob bis zum totalen Eklat weiter gewurstelt wird.“
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Ein Kommentar: „O.k., hab aber (noch) nicht mitgekriegt, dass die Herren eins aufs Dach bekommen haben / werden. Worauf gründet dieser „Optimismus"…?

Ganz aktuell Werner Sauerborn: „Dass die Schlinge sich hier zuziehen und empfindliche Folgen für die Betroffenen haben könnte, zeigt ein anderer, in der Sache nur bedingt vergleichbarer Fall, der sich am Horizont gerade aufbaut: Auch Winterkorn hat mit seinem Abgasbetrug einen Milliarden-Schaden für sein Unternehmen angerichtet. Jetzt geht’s ihm ans Eingemachte.“
mehr



Christine Prayon
07 05. 18 10:59

„Der größte Einschnitt in meinem Leben war Stuttgart 21“

Einen tiefen Einblick in ihr Denken, ihren beruflichen Werdegang, ihre Politisierung und die Rolle die Stuttgart 21 dabei gespielt hat, gibt Christine Prayon im aktuellen Interview mit Arno Luik preis: „S21 hat meine Sicht auf alles verändert. S21 hat meine Sinne geschärft, mich politisiert. Es hat mir aber auch Ängste genommen ... Ich habe einfach erkannt: Mein Beruf, also Schauspiel, Kabarett, ist nicht alles im Leben. Da, mitten in meiner Stadt, geschieht etwas, das ist wichtiger. Ich hab ab 2010 anderthalb Jahre fast nichts anderes mehr gemacht als Reden, Podiumsdiskussionen, Demos.“ …Und „...was mich am meisten aufregt bei S21, war, wie dieser politisch-mediale Komplex auf Teufel komm raus etwas durchsetzen will – und deswegen so vieles verschweigt, unterschlägt. Und Andersdenkende verhöhnt“. (Link nicht auffindbar)



Der Dichter spricht (57)
06 05. 18 21:29
Reineke Fuchs:
„Da bereitet’ er sich zu neuen gewaltigen Lügen.“
Goethe, Werke Bd.5 S.174, Cotta 1853
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Anstelle von Reineke Fuchs ist eine andere Person einzusetzen, in Bezug auf die Ausstiegskosten von Stuttgart 21, den Umstieg u.a.



abstruses Monster-Bauprojekt
05 05. 18 22:41
Aus der Rede von Dr. Ralf Laternser, Dipl. Geologe, auf der 414. Montagsdemo am 30.4.2018
„Das st
ändige Ausbügeln einer völlig realitätsfernen Turbo-Planung nach Politikerwunsch ist absolut typisch und der eigentliche Inhalt von Stuttgart 21. Ohne Grundlage eines verkehrlichen Bedarfs oder wirklichen Konzepts wurde von Projektplanern einer Stadt ein abstruses Monster-Bauprojekt aufgedrückt. Und eine unüberschaubare Summierung von „Überraschungen“, Baustillständen und Planänderungen sind die augenscheinliche Folge und projekttypische Realität.“


amtlich übertölpelt
04 05. 18 23:33

Minimalistische Bürgerbeteiligung
„Das Regierungspräsidium Stuttgart bestätigte, dass es bzgl. der Bürgerinformation für das Erörterungsverfahren nur die rechtlich vorgeschriebenen Minimalvorgaben durchgeführt hat: Bekanntmachung auf seiner Website und im Staatsanzeiger, keine Bekanntmachung unter den AnwohnerInnen, den Lokalzeitungen bzw. im Amtsblatt der Stadt Stuttgart. Keine elektronische Weitergabe der Antragsunterlagen an die BürgerInnen, sondern nur Auslage im Cannstatter Rathaus und im Regierungspräsidium.
Konsequenz: Mehrere hundert Seiten Papierunterlagen mussten mühsam vor Ort durchgearbeitet werden. Trotzdem wurden 865 Einsprüche eingereicht.“
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Unerhört, wie die Stuttgarter Bürgerschaft übertölpelt wird.
Presse_Erklaerung Erinnert an Vorgänge bei Stuttgart 21, z.B. an den Blog „abwegig-absurd-falsch-arglistig-unwürdige Trickserei“ vom 24.4.18 und die Standard-Falschinformation: “Die Arbeiten sind durch den Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahn Bundesamtes vom 13.10.2006 genehmigt”.



Erinnerung
03 05. 18 23:06
Zum Blog von gestern:
Bereits im Jahr 2011 hat auch Dr. Matthias Roser Stuttgart verlassen und ist nach Burgund gezogen.
Zitat: "Stuttgart entwickelt sich seit Jahrzehnten (v.a. Rommel hat versagt) in die falsche Richtung, besitzt kein Konzept, und das lässt sich nicht mehr umkehren, nicht einmal mehr bremsen. So meide ich diese Stadt."



Stuttgart ade!
02 05. 18 22:08

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Ein Hirsch ist in Stuttgart höchstens in der Wilhelm zu sichten. Warum Atemschutzmaske steht im Kontext-Artikel „Schluss mit Stuttgart“.

„Eine fröhliche, bisweilen biestige Frau, die Blumen und Bücher verkaufte, beim Wittwer zum Beispiel, für wenig Geld, Theater spielte und für die "Stuttgarter Nachrichten" Texte schrieb, die ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr bestellt wurden: Helga Stöhr-Strauch war eine der ersten Aktivistinnen gegen Stuttgart 21, eine, die zu den ErfinderInnen der Montagsdemonstrationen zählte – und bitter enttäuscht wurde.“

grenzwertig trassiert
01 05. 18 22:46
Aus dem Antrag der Stadt-Grünen:
„Die S-Bahn unterbricht den Cityring an der Wolframstraße. Dafür müssen grenzwertig trassierte einspurige Umfahrungsschleifen eingerichtet werden, die bis zu einem – noch nicht einmal planfestgestellten – Rückbau der oberirdischen Gleisanlagen bestehen bleiben werden.“
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Die Baumaßnahmen sollten „…erst in der Endphase des Projekts (PFA Anlage 1.1., Seite 132…) erfolgen. Aber wann ist das? 2025 oder Jahre später? Jedenfalls nicht wie jetzt geplant 2018!
Das Planungschaos beschert Stuttgart immer wieder „grenzwertige“ Beschwernis. Die 2008 erstellte Planfeststellung wird nicht beachtet.



Unwirtschaftlichkeit noch kaum am Pranger
29 04. 18 20:09
Dr. Werner Sauerborn in K21: “Die hiesigen Medien (haben sich) für diese wirklich spektakuläre Einschätzung eines renommierten Juristen nicht interessiert, was nur zum sehr kleinen Teil am Streik bei den Tageszeitungen lag. Auch eine unterstützende Erklärung des Richters a.D. amBundesgerichtshof Wolfgang Neskovic lockte sie nicht hinterm Ofen hervor.Man kann aber davon ausgehen, dass die Sache Kreise ziehen wird, auch wenn medial großteils noch geschwiegen wird.

Erfreuliche Ausnahmen: taz, deren Ehre
Malte Kreutzfeldt gerettet hat: "Untreue bei Stuttgart 21? Gutachter fordern Ermittlungen gegen Bahn-Verantwortliche, die trotz Unwirtschaftlichkeit am umstrittenen Tiefbahnhof festhalten“.


Versagen auf höchstem Niveau
28 04. 18 14:21
Aus der Presse, schon älter, bleibt aber stimmig:
„In Deutschland läuft alles so reibungslos – bis auf ein paar Großprojekte wie Stuttgart 21 oder der Flughafen BER. Das ist Versagen auf höchstem Niveau…“
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„Alles reibungslos“ stimmt aber nicht: Wie aktuell wieder selbst erlebt, verlaufen Reisen mit der DB-Bahn durchaus nicht reibungslos. Eine SMS von einem Bahn-Vielfahrer: „Ich will keine Fahrpreisrückerstattung, ich will heim!“



wer bietet mehr? (5)
27 04. 18 10:14
Prognosen 1997: „Hier kann gebaut werden, sobald (im Jahr 2008) der neue Bahnhof fertig ist.“
Juni 2009: Architekt Ingenhoven: „…Fertigstellung im Jahr
2018 oder 2019“ (Veranstaltung im Haus der Wirtschaft)
August 2009: „…Inbetriebnahme
2019/2020 geplant." Wolfgang Drexler, Sprecher des Bahnprojektes Stuttgart-Ulm: (das-neue-herz-europas/aktuelles, Link nicht mehr aktiv)
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  • 20. Oktober 2017: „Die amtierende Bundesregierung baut unverändert darauf, dass das milliardenschwere Bahnprojekt Stuttgart 21 Ende des Jahres 2021 in Betrieb gehen kann.“

  • 20. Oktober: „Vor Ende 2023 wird Stuttgart 21 nicht fertig.“

  • 27. Oktober: Es kann 2024 werden.

  • 6. November: Der Bau von S 21 kann sich bis Ende 2025 hinziehen.

  • 7. November: Option 2026

  • 15. Dezember 2017: Kritiker „raunen“ 2028

  • 24. April 2018: „…wird es aus Sicht des S21-Kenners (Boris Palmer) 2030 werden.“ Stadthaus Ulm: *SÜDWEST PRESSE Forum* mit Boris Palmer (OB Stadt Tübingen)

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Jules Verne: „In 30 Tagen um die Welt“
Stuttgart-21-Prognosen ab Oktober 2017: in 6 Monaten 9 Jahre spätere Fertigstellung



...dass ich nicht Lüge!
26 04. 18 22:46

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verlorene Zukunft
25 04. 18 22:02
Samstag 21.4. frühmorgens an der Berger Fußgängerbrücke:

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Foto Jens Volle
Erst wenn alles zerstört ist, werdet Ihr merken, dass sie unfähig sind, einen Bahnhof zu bauen“
Das Riesenbanner von Robin Wood wurde schon am Nachmittag von der Feuerwehr entfernt.


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Foto S.B.vom Montag:, 23.4. vom Damm am Cannstatter Wasen (Frühlingsfest)

Robin Wood: „Viel Zeit, viel Geld und viele Worte ändern nichts an der schlichten Tatsache, dass Stuttgart 21 als Bahnhof niemals funktionieren wird“, sagt Monika Lege, Mobilitätsreferentin bei ROBIN WOOD. „S21 ist technisch nicht machbar, nicht finanzierbar und blockiert die postfossile Verkehrswende.“


Prof. Dr. Sch.
24 04. 18 09:02
Aus einer E-Mail:
„Neulich trafen wir unseren "hochverehrten" Alt-OB Professor Dr. Sch. Es fiel mir wahrlich schwer, ihn nicht zu beschimpfen und den "Lügenpack"-Ausdruck zu vermeiden. Dazu gehört er leider voll und ganz... Wissen würde ich schon gerne, was er und die anderen glühenden Betreiber (insbesondere die Damen Tanja Gönner und Nicole Razavi) zu den neuesten Statements der DB sagen.“
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Wir Bildungsbürger haben eine große Hemmschwelle. Würden dem Alt-OB Sch. gern wenigstens zurufen „Sie waren ein schlechter Bürgermeister und haben Unglück über Stuttgart gebracht.“ Ungestraft kommt Alt-OB Sch. nicht davon. „Das Gute ist: alle Menschen haben ein Gewissen. Es ruft und zumeist ungelegen. Es ruft in der Nacht und ruft – Wahrheit soll gelten“. (Rohrhirsch)


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abwegig-absurd-falsch-arglistig-unwürdige Trickserei
23 04. 18 11:20
Aktionsbündnis kopfbahnhof-21: „Ebenso abwegig sei die Rechnung der Bahn, ein Projektausstieg würde 7 Mrd. Euro kosten. Hintergrund dieser nie belegten Phantasierechnung ist offenbar die absurde Vorgabe, bei einem Projektabbruch müsste alles wieder in den ursprünglichen Zustand zurückgebaut werden – sogar die Neubaustrecke nach Ulm. Dabei ist diese eigenständig und auch ohne Stuttgart 21 umsetzbar. Den Rückbau der Neubaustrecke den Ausstiegskosten von Stuttgart 21 zuzurechnen,  sei „ebenso falsch wie arglistig“, so der Jurist von Loeper. Völlig ignoriert werde, dass bei einem Projektstopp ein Großteil des schon Gebauten in das Vorhaben der Modernisierung des Kopfbahnhofs integriert werden kann, wie im Konzept Umsieg 21 belegt. Von Loeper: „Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich dem Staatskonzern Bahn völlige Transparenz der Berechnungen abzuverlangen, um die jahrelange unwürdige Trickserei mit Fakten und Milliarden-Risiken für die Allgemeinheit zu beenden.“


astreine Lüge
22 04. 18 20:35
Matthias von Hermann zum Artikel i.d. StZ:
„Die Äußerung von Bahnchef Lutz, mit dem Wissen von heute hätte man S21 nicht begonnen, ist dabei eine astreine Lüge, denn das Wissen von heute ist das Wissen von 2010. Der Kostentreiber Anhydrit, der problematische Brandschutz und kleingerechnete Kosten waren auch in den Jahren 2009 und 2010 schon bekannt (siehe sogenannte Schlichtung im Herbst 2010), nur wollte es niemand aus Politik und Bahn zugeben. Da sagen wir nur eins: Umstieg 21 jetzt!“


Zwangsräumung und S21
21 04. 18 11:53
„Zu Zwangsräumungen überfüllter Züge komme es „im Fernverkehr im Durchschnitt ein halbes Dutzend Mal pro Woche“.
…Lutz begrüßte zudem das im Koalitionsvertrag verankerte Ziel, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen und bis 2030 die Zahl der Fahrgäste zu verdoppeln.“
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In Mannheim erlebte ich die Zwangsräumung eines ICE, verbunden mit einer erheblichen Verspätung.
Wie unglaubhaft sind die Absichtserklärungen des Bahnchefs Lutz, wenn gleichzeitig mit Stuttgart 21 die Bahnhofsleistung vermindert wird und ein gefährlicher, störungsanfälliger Engpass gebaut wird. Die Bahn ist krank, der Aufsichtsrat hat versagt und die Zersplitterung der DB-Bahn in 100 einzelne AGs die falsche Organisationsstruktur.



Nebelstreif am Horizont
20 04. 18 23:43
Tom Adler: „Die Diskussionen im Verkehrsausschuss des Bundestags zeigen: das Projekt und seine Betreiber sind in einer objektiven Krise. Der Zyklus der Offenbarungseide wird immer kürzer. Die bisherige Blockade, das Umstiegskonzept auch nur zu diskutieren, ist durchbrochen: Umstieg21 wird im Verkehrsausschuss vorgestellt werden.“


frech behauptet!
19 04. 18 22:56
Presse:
„Die Kosten für einen Projektabbruch bezifferte Lutz am Mittwoch (18. April) vor dem Verkehrsausschuss mit 7 Mrd. Euro…“



auf Nachfrage bekannt geworden
18 04. 18 22:27
Ende Januar wurde im Bereich des Hallenbaduntergrunds die bislang letzte Sprengladung gezündet, seitdem ruht der Bau dieses Tunnels.“
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Das ist
gestern (!) bekannt geworden: stuttgart-21-hallenbad-ist-s-21-tunnel-im-weg.

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Blickfang
17 04. 18 23:30
Gesehen im neuen Stadtmuseum:

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Foto S. B. Kommentar folgt.


heute Demo
16 04. 18 23:51
Demo und Versammlung in der kleinen Schalterhalle nach der Demo zum Thema Feinstaub

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Foto schaeferwelt.de


best geplant
15 04. 18 10:21
Information der Bürgerbeauftragten Alice Kaiser:
„Die stadtauswärts fahrenden S-Bahnen halten weiterhin am Gleis 3. Allerdings ist der Bahnsteig zu Gleis 3 dann nicht mehr von der Personenunterführung vom Bahnhofs-Empfangsgebäude erreichbar, denn die Unterführung wird ab 2. Mai wegen des Umbaus des Bahnsteigs 2 geschlossen. Die stadtauswärts fahrenden S-Bahnen erreicht man über die
neue Personenunterführung am Wiener Platz und von dort weiter über Treppen zum Bahnsteig (noch nicht barrierefreier Zugang – Einbau Aufzug erfolgt 1. Halbjahr 2019).“

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Dazu Rudolf Pfleiderer in einer aktuellen Rundmail:
„Die Anwohnerinformation enthält die bekannte Standard-Falschinformation: “Die Arbeiten sind durch den Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahn Bundesamtes vom 13.10.2006 genehmigt”.
 Im Planfeststellungsbeschluss steht, dass im Bahnhof Feuerbach ständig alle 4 Gleise zur Verfügung stehen und die Gleisverschwenkungen in Nachtsperrpausen durchgeführt werden. Das heißt, man hat für die Verschwenkung des Gleises ursprünglich eine einzige Nacht eingeplant. Tatsächlich benötigt man  4 Tage und 3 Nächte.“



leider
14 04. 18 10:53
Zeitungsverlag Waiblingen:
„Palmer lässt es sich auch nicht nehmen, Stuttgart 21 einen „granatenteuren Milliardenscheiß“ zu nennen.“
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Wenige kennen die Bahn und ihr Projekt Stuttgart 21 so gut wie der Tübinger OB Boris Palmer. Seine brillanten Beiträge bei der Schlichtung sind unvergessen. Eingebunden in die Machtstrukturen seiner Partei hat er seine offene Gegnerschaft seit der Volksabstimmung leider beendet. Wie schön, dass er gelegentlich doch noch mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg hält.



Schandmal, Amoklauf und Schreckenswüste
13 04. 18 18:58
Heute Nacht von 23:45 bis 01:15 kam der Film claus-peymann-im-swr-fernsehen.

Am Beginn wurde ein Spaziergang zur S-21-Baustelle dokumentiert (auf dem Ferdinand-Leitner-Steg), bei dem Peymann seine ablehnende Meinung zum Projekt S-21 drastisch artikulierte:

"Also ich meine, das ist wirklich ein Denkmal des Wahnsinns… man hält es nicht für möglich, wie sich sozusagen der Fortschritt in die vollständige Perversion verwandelt, nicht?"

Am Ende des sehr sehenswerten Portraits kurz vor 01:15 kam er nochmals, vor dem Schauspielhaus sitzend, darauf zurück:

„Stuttgart ist eine vom Autokrebs zerfressene Stadt, mit diesem Schandmal am Bahnhof. Man glaubt nicht, dass es hier eine grüne Regierung gibt. Man denkt, hier sind Nordkoreaner am Werk, die Mitmenschen quälen. Ein architektonischer Amoklauf. Dagegen ist Kafka ein Weihnachtsmärchen. Diese Schreckenswüste übersteigt meine Fantasie. Menschen spielen hier keine Rolle.“


In Memoriam Prof. Dr. Rohrhirsch (5)
12 04. 18 10:28
Dr. theol. habil., außerplanmäßiger Professor für Philosophie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (im März 2018 mit 60 Jahren verstorben).

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Demorede aus 2011:
„Gelassenheit ist angesagt. Das Tunnelbahnhofprojekt scheitert nicht an unserem Widerstand – dieses Projekt scheitert an sich selbst.
Wir begleiten nur, sei es als Sachverst
ändiger, sei es als Bahnkunde, sei es als griechischer Chor.
Wir sind nur, allerdings wichtige, Katalysatoren.
Das Tiefbahnhofprojekt ist nicht schlecht, weil
wir sagen, es sei schlecht. Es ist deshalb schlecht, weil es die Grundgesetze des Eisenbahnbetriebs missachtet, ja geradezu verachtet.“
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S.B. Stuttgart 21 missachtet auch Naturgesetze. Einige Beispiele: Rauch steigt nach oben (Kaprun-Effekt), Wasser fließt nach unten, Anhydrit quillt, der Energieverbrauch nimmt zu durch unnötige Steigungen (zum Flughafen, auf die Alb) und erhöhtem Luftwiderstand bei Tunnelfahrten mit hohen Geschwindigkeiten, durch Beleuchtung, Rolltreppen und Aufzüge…



versprochen!
11 04. 18 23:09

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Karikatur Tobias Mey, aus BAA


In Memoriam Prof. Dr. Rohrhirsch (4)
10 04. 18 16:32
Ich pfeife auf eine sog. "Jahrhundertchance", auf "modern" und ähnliche Schlagworte. Denn das Wesentliche war schon immer jenseits der Kategorien alt oder neu, modern oder unzeitgemäß. Viele betriebliche, fahrplantechnische, bauliche und technische Aspekte sprechen für die Beibehaltung eines reformierten Kopfbahnhofes. Das alles ist belegbar und sind harte Faktoren.
Die weichen und wirklich wichtigen Faktoren sind anderer Art. Sie sind im In-der-Welt-sein des Daseins, im Komfortbereich und in der Lebensqualität des Menschen zu sehen.

In einem Durchgangsbahnhof steigt man aus,
in einem Kopfbahnhof kommt man an.

Das ist kein kleiner Unterschied. Er beschreibt unterschiedliche Welten. Es ist der, zwischen einer technisch automatisierten Prozesswelt, in der der Mensch zum Element wird, zu funktionieren hat und in die technischen Abl
äufe eingepasst wird, und der, einer auf humane Maßstäbe orientierten Welt, in der die Technik für den Menschen da ist - und nicht umgekehrt.“

(Rohrhirsch, aus „Anmerkungen zu meiner Unterstützung von K21, 
Kopfbahnhof21, Stuttgart. vom 9.9.2010“, ganz nach unten scrollen)


ein Tropfen ins Überlauffass
09 04. 18 23:47

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In Memoriam Prof. Dr. Rohrhirsch (3)
08 04. 18 19:45

„Doch mit S21 ist ein Diskussionsfeld gegeben, an dem ich nicht nur meine Bahnausbildung, sondern auch meine Denkausbildung einsetzen kann. Und was da an Halbinformation, Weichspülrhetorik und glatter Unwahrheit hervorgebracht wurde und wird – das macht schon sprachlos.

Das Gute ist: alle Menschen haben ein Gewissen. Es ruft und zumeist ungelegen. Es ruft in der Nacht und ruft – Wahrheit soll gelten. Das wird nicht allen gefallen.“
________________________________________________

Wegen seines Gewissens „Wahrheit soll gelten“ blieb es aber nicht bei Sprachlosigkeit, wie in einigen seiner Reden dokumentiert ist
hier lesen. Sein persönlich geprägtes, sympathisches Buch zum Thema S21 ragt aus der Fülle der Bücher und Broschüren heraus.
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Schnee von 2009 (1)
07 04. 18 14:44
E-Mail von gestern:

Sehr geehrter Herr Prof. Martin,

jeder kann sich irren. Wenn ein Irrtum weitreichende Folgen hat, wäre eine Korrektur nicht schlecht. Bevor ich auf Ihre im heutigen Blog stehende Aussage eingehe, möchte ich Ihnen die Gelegenheit zur Stellungnahme geben, bitte innerhalb einer Woche.

Mit freundlichen Grüßen
S. Busch
www.metropolis21.de
____________________________________________
Bezug auf Blog von gestern (Rohrhirsch) und Interview 2009 http://www.siegfried-busch.de/page23/page55/files/unbekannt.pdf : „Der heutige Stuttgarter Hauptbahnhof entspricht 16 nebeneinanderliegenden Sackgassen… Wenn ein Zug diagonal ausfährt, versperrt dieser eine Zug alle anderen Ein- und Ausfahrten.“


In Memoriam Prof. Dr. Rohrhirsch (2)
06 04. 18 21:37
Dr. theol. habil., außerplanmäßiger Professor für Philosophie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (im März 2018 mit 60 Jahren verstorben).

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Prof. Rohrhirsch am 15. 7. 2016: „…Zu besagter Signatur wurde für mich die Lektüre eines Interviews, in dem der Verkehrswissenschaftler Ullrich Martin die aus seiner Sicht unzureichende Leistungsfähigkeit des Stuttgarter Kopfbahnhofes unter anderem mit folgendem Argument begründet: „Der heutige Stuttgarter Hauptbahnhof entspricht 16 nebeneinanderliegenden Sackgassen ... Wenn ein Zug diagonal ausfährt, versperrt dieser eine Zug alle anderen Ein- und Ausfahrten.“ Der Originallink existiert nicht mehr – das Interview findet sich als Kopie unter: http://www.siegfried-busch.de/page23/page55/files/unbekannt.pdf Ich empfand diesen Satz in mehrfacher Weise als ungeheuerlich. Und noch immer schaue ich nach – wenn ich ihn anführe –, ob ich mich nicht doch vielleicht verlesen habe. Aber er steht doch immer so da. Dass dieser Satz eine derartige Fassungslosigkeit auslöste, hat mit zwei Eigenheiten meiner Biographie zu tun…“


Es ist Tatsache!
05 04. 18 20:15
Aus Nachdenkseiten.de:
„Anzunehmen, dass Parteien und Medien unterwandert sind, ist keine Verschwörungstheorie. Es ist eine äußerst beunruhigende Tatsache, weil damit auch der Rest von Demokratie durch den Kamin gejagt worden ist…“
_______________________________________________
Wie anders ließe sich auch die quasi „Gleichschaltung“ der Presse pro Stuttgart 21 erklären? Da ist Mut gefordert, „sich seines eigenen Verstandes zu bedienen“ (siehe Blog vom 3.4.18).


In Memoriam Prof. Dr. Ferdinand Rohrhirsch (1)
04 04. 18 19:46
Dr. theol. habil., außerplanmäßiger Professor für Philosophie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (im März 2018 mit 60 Jahren verstorben).

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Aus der Demo-Rede 14-12-2015-301-montagsdemo-gegen-stuttgart-21/ (ab Minute 40):
„Lieber Siegfried Busch, ich bin ein treuer Besucher Ihrer Internetseite „metropolis21.de“, in der Sie sich kritisch mit dem Projekt Stuttgart21 auseinandersetzen. Sie hatten mich vor einiger Zeit gefragt, ob sich in meiner Haltung zu Stuttgart21 und zur Bahn AG etwas verändert hat, ob ich mich womöglich mit dem umstrittenen Bahnhofs­projekt abgefunden oder gar ausgesöhnt habe. Jedes Mal, lieber Herr Busch, wenn ich über Ihre Frage nachdenke, dann steigen in mir, neben Wut und Fassungs­losig­­keit, viele gute Argumente
gegen Stuttgart21 auf, und ich frage mich – und das ist dann auch meine Antwort auf Ihre Frage.
Wie sollte es denn überhaupt möglich sein, nicht gegen dieses Irrsinnsprojekt zu sein?
Stuttgart21, dieser von Politik und Bahn AG gewünschte „Primark“ der Mobilität, und was ist das anderes, als eine riesige Tasche mit viel heißer Luft und etwas Krempel drin. Aber immerhin – alles stylisch verpackt. Wie könnte ich dieses Bahnhofsprojekt gut finden, das alle finanziellen Maßstäbe sprengt und zugleich weniger Leistung bietet, als der vorhandene Bahnhof?“


Lucifer lässt grüßen
03 04. 18 21:30
Im Eingangsbereich des Innsbrucker Volkskunde-Museums neben der Hofkirche leuchten rote Schrift-Laufbänder mit volkstümlichen Redewendungen. „Grüß Gott“.
Auch der Satz „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“

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Links ist ein grausig-faszinierender Lucifer installiert. Gibt es da etwa Zusammenhänge mit den Schriftbändern? Ganz klar beim Satz „Wer steckt im Detail?“ (Wie auch bei Stuttgart 21)



optische Umweltverschmutzung
02 04. 18 23:11
Pressenotiz:
Die Initiative 'Berlin werbfrei' will per Volksentscheid den
öffentlichen Raum zurückerobern. "Außenwerbung beansprucht immer mehr städtischen Raum. Die Stadt verkommt dadurch vom Lebensraum zur Ware…“
______________________________________________
Der Stuttgarter Hauptbahnhof ist mit Werbung überladen, nicht nur mit der Großwerbung in der Kopfbahnsteighalle, sondern vor allem auch durch die selbst auf die Bahnsteige platzierten und im Weg stehenden Videoständer. Der Bahnhof ist zum Werbeträger verkommen. Er stand einmal unter Denkmalschutz (oberste Schutzwürdigkeit nach §12), jetzt ein erbärmlicher Umgang mit dieser noblen Architektur.
Wie wohltuend sind dagegen die Bahnhöfe in der Schweiz, die ganz werbefrei gehalten werden wie der Hbf Zürich:

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Aus dem Memory 27 an den damaligen Verantwortlichen Hantel: „Am Rande: Dass der jetzige Bahnhof zu einem stillosen Ramschladen (zum Beispiel Verkaufsbuden in der Halle) verkommen ist und z.B. bei den Gepäckboxen eine gnadenlose Abzocke statt „Service“ stattfindet, fällt in Ihre Kompetenz, der Sie im Hinblick auf die Bahnkundschaft nicht gerecht werden…“


drastisch gesagt
01 04. 18 22:34
Peter Främke: „…nach 13 Jahren SIECHTUM ist der Patient-S21 TODKRANK! Die erlösende Patienten-Verfügung heißt UMSTIEG 21!(Formatierung original)


immer noch (1)
31 03. 18 19:15
Immer noch wird in der Stuttgarter Hauptpresse bei Artikeln zu Stuttgart 21 die Serie „10 Fakten zu Stuttgart 21“ eingeblendet:

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Das ist ähnlich wie bei „10 Fakten zur Titanic“:

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  • die Titanic war 1912 das größte Schiff der Welt

  • Bauzeit von 1908 bis 1912

  • war ein Linienschiff und Luxusdampfer

  • hatte 4 Schornsteine

  • das Bestelldatum war der 1. August 1908

  • die Länge war 269,04 m, die Breite 28,19 m

  • Maschinenleistung 51.000 PS

  • Dienstgeschwindigkeit 21 kn (39 km/h)

  • bei der Jungfernfahrt gab es einige Warnungen vor Eisbergen

  • sie hatte 2.224 Passagiere

_________________________________
Die 10 Fakten stimmen! War da noch was?
Ja!! Das Wesentliche und Wichtigste fehlt!
Wie bei den
„10 Fakten (2017)“ (kommentiert von S.B.)

Raffgier und Abzocke
30 03. 18 23:03
Aus der Rede von Dr. Winfried Wolf, Verkehrsexperte, Journalist und Herausgeber von ‚LunaPark21′, auf der 410. Montagsdemo am 26.3.2018:

„In diesem Jahr 2017 waren Sie 30 Tage im Amt. Sie kassierten demnach 76.667 Euro pro Tag. Und ergänzend zu den 2,3 Millionen Euro dann noch die Vergütungen für die neuen Jobs bei der HHLA und bei Lazard. Und nicht zu vergessen: Die Vergütungen bei Herrenknecht.

Sehr geehrter Herr Professor Dr. Grube,
doch, doch – der Titel Ihrer Ehrenprofessor-Rede ist zutreffend: Sie haben eine „Mission“. Die hat zwar wenig mit „Mut und Moral“ zu tun. Und schon gar nicht können Sie damit „jungen Menschen Orientierung, Halt und Werte vermitteln.“
Ihre Mission ist ausschließlich Raffgier und Abzocke. Ihre Moral ist zutiefst korrupt. Wobei Sie letzten Endes auch nur ein armes geltungssüchtiges Würstchen sind.“
_____________________________________________________
Wenn auch nur die Hälfte davon stimmt (es stimmt aber vermutlich ALLES), was Dr. W. Wolf über die Machenschaften des Ex-Bahnchefs Grube heraus gefunden hat, so ist das einfach unerhört und kriminell, weil er seine Position als Vorstandsvorsitzender der DB-Bahn zum Schaden der Bahn und zur eigenen Bereicherung missbraucht hat. Er verantwortet das ganze Elend von Stuttgart 21 mit seinen Milliardenverlusten und machte sich dann schnöde vom Acker.



genehmigt
29 03. 18 21:37
Stuttgarter Zeitung: „Geänderte S-21-Fluchtwege sind genehmigt.“

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In München heute angekommen, stiegen wir in der Mitte des ICE aus. Bis zum Bahnsteigende waren es noch 200 Meter, die Entfernung bis zu den Fluchtausgängen vom S-21-„Bahnhof“. Fast doppelt so lang wie die Behelfsstege am Hbf Stuttgart über die Baugrube hinweg.


Textänderung
28 03. 18 16:12
(Besser lesbar im Blog!)

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„Erleben Sie eines der umstrittensten und überflüssigsten Bahnprojekte. Erkennen Sie die Zerstörungen der Landschaft entlang der A8, an den Tunnelportalen und am Stuttgarter Hauptbahnhof. Informieren Sie sich über die unsinnige Neubaustrecke und die „vollständige Perversion des Fortschritts“ (Blog vom 25.3.18) beim geplanten Tiefbahnhof.“


Apell an Kretsch
27 03. 18 22:09
„Wir fordern Sie auf, aufgrund der Fakten Ihre Unterstützung für das Projekt schnellstmöglich zu beenden – insbesondere, weil es eine hervorragende Modernisierungsalternative gibt, die billiger, leistungsfähiger und sicherer ist: Umstieg 21 (siehe www.umstieg-21.de).
Kehren Sie um! Beschädigen Sie nicht weiter die Demokratie, die Stadt und den Bahnverkehr. Einen Fehler zu machen, ist menschlich – ihn nicht zu revidieren, dumm und gefährlich.“
__________________________________________________
Offener Brief an MP Kretschmann als Memory 51


Verschwörungstheorie?
26 03. 18 17:51

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„Korruption ist eine Erklärung, warum ein Projekt wie Stuttgart 21 gegen jeden Sinn und Verstand einfach weiter gebaut wird…“ (Dr. Werner Sauerborn)


Denkmal des Wahnsinns
25 03. 18 10:17
Regisseur Peymann im SWR an der Baustelle S21-Bahnhof:
"Also ich meine, das ist wirklich ein Denkmal des Wahnsinns… man hält es nicht für möglich, wie sich sozusagen der Fortschritt in die vollständige Perversion verwandelt, nicht?"


Der Dichter spricht (56)
23 03. 18 20:30
Aus Fleming PaulAn Sich:

„Thu / was gethan muß seyn / und eh man dirs gebeut.
Was du noch hoffen kanst / das wird noch stets gebohren.“
______________________________________________________
Das möchte ich für mich und meinen Blog reklamieren!
(Serie „Der Dichter spricht“ 1 - 50
hier lesen.)


Erlebnisbahn zurück
22 03. 18 22:34
ICE 593 Berlin Hbf - Stuttgart Hbf (Direktfahrt)
Durchsage vor Leipzig Flughafen: „Leider hat der Neustart des Computers nicht geklappt, deshalb können wir über die Neubaustrecke nach Erfurt nicht fahren, werden jetzt auch noch umgeleitet über die Altbaustrecke Merseburg Weimar. Dies hat eine zusätzliche Verspätung zur Folge…“

Endbahnhof statt Stuttgart war dann Frankfurt/Main Hbf, Ankunft mit 120 Min. Verspätung. Umstieg in den verspäteten ICE aus Hamburg. Der musste die Fahrgäste aus Berlin zusätzlich aufnehmen und wurde so voll, dass ein Durchkommen zum Speisewagen unmöglich war.

Letzter Umstieg in Tübingen in den RE
nach Sigmaringen. Angezeigt wurde am Zug als Fahrtziel:

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Ankunft in Mössingen statt fahrplanmäßig 13:11 erst 17: 25, also über 4 Stunden später.
__________________________________________________________
Egal, was in der gestrigen Bilanz-Pressekonferenz der Bahn-AG in Berlin zusammengeschönt wurde: die Realität des Bahnbetriebs ist miserabel.



Frühlingsbeginn?
21 03. 18 23:06
Statt lauen Lüften eisiger Wind vor dem Bahntower am Potsdamer Platz in Berlin, vor der heutigen Sitzung des Aufsichtsrats. Ein gutes Dutzend aus Stuttgart ließ sich von einer Banner-Demo nicht abhalten.

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Erlebnisbahn heute
20 03. 18 16:17
Abfahrt Stuttgart Hbf im ICE pünktlich 6:51

Längerer Halt auf freier Strecke.

In Mannheim schon 10 Minuten Verspätung. Ein Herr nebenan im Gang wartet auf den Zughalt und sagt zu seiner Begleitung:
„Was Du jetzt erlebst ist Deutsche Bahn.“ (Anschluss zur Regionalbahn ist verpasst.)

Ankunft Frankfurt mit 12 Min. Verspätung.
Durchsage: Aufgrund einer größeren technischen Störung am Fahrzeug verspätet sich die Weiterfahrt um 10 bis 15 Minuten. - Nach Weiterfahrt die Durchsage: „…hat der Zug 25 Minuten Verspätung

In Erfurt liegt etwas Schnee: „Achtung, hier sind die Bahnsteige stellenweise nicht geräumt und nicht gestreut.“

Abfahrt in Leipzig mit 30 Min. Verspätung.

Hinter „Lutherstadt Wittenberg Hbf“ die
erste Fahrkartenkontrolle in meinem Wagen: „Wer ist ab Leipzig noch zugestiegen?“

Ansage „Berlin Südkreuz super super pünktlich…“ Statt 12:22 wie im ausliegenden „Ihr Reiseplan“ angegeben, ist es aber beim Zughalt 12:51, also 29 Minuten verspätet.

In Berlin Hbf Endstation, auf einem anderen Gleis. Aber es war eine sehr bequeme Fahrt und die Verspätung macht mir diesmal nichts aus.



frostiges Straßenfest
19 03. 18 09:53
Gestern das Frühlingsfest ohne Frühling. Trotzdem wichtig und richtig. Dank allen Engagierten und Beteiligten!
Foto
schaeferweltweit.de

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Ach Stuttgart
18 03. 18 17:03
Betr. Stuttgarter Zeitung-Artikel, an den Redakteur:
„….
Wissen Sie, was wir jetzt tun? Wir haben unsere wunderschöne Stadtwohnung, für die wir jahrelang gearbeitet haben, verkauft und verlassen diese von ungebremstem Wachstum zu Tode gerittene Stadt. Wir verlassen Stuttgart mit seinem abgeholzten Schlossgarten, der als einzigartige Oase diese Stadt bereicherte, seinen unsäglichen Glitzer- und Betonburgen, seinen Autos, Stadtautobahnen und den Menschen, die einfach nicht verstehen wollen, dass Wachstum nur im Rahmen einer bestimmten Topografie möglich ist. Nach 34 Jahren. Und ziehen nach Norddeutschland in eine Stadt, die uns fremd ist, wo wir keinen Menschen kennen, aber in dem man atmen und laufen kann. So sieht es aus.“


mal wieder Zugausfälle wg. "Rückbau"
17 03. 18 11:49
focus/ SWR-Nachrichten heute morgen/

Wegen Bauarbeiten zum Bahnprojekt Stuttgart 21 müssen Pendler und andere Zugreisende sich erneut auf Einschränkungen einstellen.
Wie schon am vergangenen Wochenende können am Samstag und Sonntag zwischen Stuttgart Neckarpark und Stuttgart-Obertürkheim zeitweise nur zwei statt vier Gleise befahren werden. Nach Angaben der Bahn wird dort eine Eisenbahnüberführung zurückgebaut. Demnach fallen mehrere Intercity- und Eurocity-Züge zwischen Stuttgart und Münchensowie Basel und München aus. Weitere Züge werden umgeleitet oder fahren früher ab. Auch der Regionalverkehr ist betroffen: S-Bahnen der Linie S1 verkehren am Samstag nur im Halbstundentakt. Zudem fahren das Wochenende über zahlreiche Regio-Züge zwischen Stuttgart-Bad Cannstatt bis Ulm später als sonst.

___________________________________________________

Und wie hoch sind die damit verbundenen Zeitverluste der Bahnreisenden? Und den Benutzern der „Eisenbahnüberführung“, die abgerissen wird (euphemistisch „Rückbau“ genannt)? Die Zeitbilanz für „28 Minuten schneller in Ulm“ wird immer grotesk schlechter!


CDU-Sprech vom Stadtrat
16 03. 18 21:53
XING: „Stuttgart 21 wird zu Recht als Jahrhundertprojekt bezeichnet, verbunden mit einer Jahrhundertchance – gerade für die Landeshauptstadt Stuttgart. Diese Chance haben wir, die CDU, in verkehrlicher, städtebaulicher, ökologischer und wirtschaftlicher Hinsicht stets gesehen und das Projekt deshalb von Anfang an unterstützt.“

Die passende Antwort steht schon dabei:
Milliardendebakel.


Buchmesse Leipzig
15 03. 18 23:13
Heute morgen im SWR2 im Bericht aus Leipzig: Einer der Kommentatoren hält Streit und Diskurs für wichtig, er vermisst es im aktuellen Geschehen. Die Tendenz der regierenden Politiker in Stuttgart ist aber, über das malade „Jahrhundertprojekt S 21“ nicht mehr zu streiten und zu diskutieren, sondern mit dem Mantel des Verschweigens zu bedecken trotz immer neuer Hiobsbotschaften zur Leistung, Terminen, Kosten, Belästigungen und Risiken. Bekenntnisse in Richtung „Leuchtturmprojekt“ sind kaum mehr zu hören, nur noch von realitätsblinden Menschen wie SPD-Schmiedel.


Prophezeiung

14 03. 18 23:58
Prof. Bodack an OB Kuhn im Januar 2013:
„… aus meiner Erfahrung bei der Mitarbeit in Projekten der DB kann ich Ihnen versichern: Das Großprojekt Stuttgart 21 übersteigt bei weitem die Kompetenzen und Möglichkeiten der DB AG, es wird nie fertig gestellt werden!“



Es geht voran!?

13 03. 18 14:35
Foto S.B. am 12.3.2018

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Installation von Dr.-Ing. Hans-Jörg Jäkel, Ingenieure22


Demoposter von heute
12 03. 18 23:44
Am Ende des Demozugs durch dIe Königsstraße kurz vor dem Schwabenstreich am Hauptbahnhof.

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Foto S.B.

Wo er rech(t) hat, hat er rech(t).
11 03. 18 22:37

Viel größer und besser lesbar bei
Blog ab 1-1-2009

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Kommentar A..K.: Erschienen vor fast genau 10 Jahren, lesen sich die Sprüche heute wie Realsatire. Hinreißend unser damaliger Innenminister Rech (am Ende des Artikels):

„Es gibt im Bereich der Verkehrsinfrastruktur kaum ein Projekt dieser Dimension, das so solide durchgerechnet ist wie dieses Bahnprojekt.“

(bezogen auf 3,1 Mrd für S21 & 2 Mrd für Stgt-Ulm).



"Wir lassen nicht locker.“
10 03. 18 22:53
Es wird heller (5. März 2018) und die Demos machen wieder mehr Spass

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Foto S.B.


Bestandsaufnahme
09 03. 18 10:50
Pressnotiz:
„Die Bahn hat ein durchwachsenes Jahr hinter sich, mit Rückschlägen bei Qualität und Pünktlichkeit, mit Pannen beim Start der Schnellstrecke Berlin-München und dem
Desaster bei Stuttgart 21.“
______________________________________________________________
Über 70 mal kommt das Wort „Desaster“ in meinen Blogs seit 2008 (!) vor. So z.B. bei
Prof. Bodack, einem ausgewiesenen Bahnkenner in ehemaligen Führungspositionen bei der Bahn am 16.09.2013: „Wie kommt es denn, dass gerade in dieser doch hochkulturellen, hochzivilisierten, technisch orientierten Gesellschaft dieses größtmögliche Desaster mit so einem Projekt passiert?“


stimmt nicht ganz
08 03. 18 23:59
Poster von der letzten Montagsdemo. Foto S.B.

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Fast jeden Montag ist diese Dame aus Karlsruhe dabei mit neuen Postertexten (vgl. Blogs vom 27.2. und 1.3.) Die letzte Zeile stimmt nicht ganz: schon seit Jahren sind die fatalen Folgen des Schadprojekts S21 unübersehbar. Chaos bei der S-Bahn, Sperrung zentraler Statdbahnlinien, Verkehrsbehinderungen usw. Die Milliarden fehlen für eine gute Bahn. Ansage heute im Hbf Stuttgart: „Der ICE 16:51 nach Berlin fällt aus.“


"Bezug" 21 (1)
07 03. 18 21:09

  • Kompliment! Die 21 Werbeschriften „Bezug“ enthalten viel Wissenswertes und fantastisch gute Fotos. Die Texte bejubeln natürlich das Projekt. In dieser Blogserie sollen Ausschnitte kritisch beleuchtet werden.

jz2zizgxscaurza9juebeq_thumb_cee5 Kommentare:

  • 250 km? Schafft es der neueste ICE? Wikipedia: Maximum speed: K1n: 230 km/h (140 mph

  • „…weiter nach München“? Die Strecke Ulm-München ist nicht so schnell befahrbar.

  • „… quälen sich die Geislinger Steige hinauf“ Die Qual eines ICE mit Höchstgeschwindigkeit auf einer größeren Steigung im Albaufstiegstunnel dürfte nicht kleiner sein, und, selbst abgestoppt: Nur knapp 5 Minuten (04:55,52) dauert die Fahrt mit dem gut besetzten EC die Geislinger Steige hoch vom Bahnhof Geislingen bis Bahnhof Amstetten.

  • Prof. Bodack: „Die geplante Strecke wird geradezu Unsinn, wenn man feststellt, dass sie von 180 m Höhe im Neckartal auf eine Hochebene von 750 Meter führt, die 200 Meter höher ist als die der jetzigen Strecke. Das kostet erhebliche und vermeidbare Energie, denn nach wenigen Minuten Fahrt müssen die Züge wieder ins Tal der Donau (auf 480 m Höhe) herunter gebremst werden. Statt einer 5 km langen „Geislinger Steige“ mit 2,4% Steigung sollen die Züge gemäß den DB-Plänen 17 km steigen, mit 2,7 und auf kurzem Abschnitt mit 3,3% Steigungen!“ (Memorandum)



Heidelberg immer dabei
06 03. 18 21:07
Demo von gestern. Foto S.B.

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Post an Kuhn eingeworfen (Blog 3./4. März)


Holzweg
05 03. 18 22:42
Demoposter heute, Foto S.B.

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zu den Steilvorlagen für Kuhn
04 03. 18 23:00
„Immerhin bietet ja Paragraf 313 des Bürgerlichen Gesetzbuches bei einer schwerwiegenden Veränderung der einem Vertrag zugrunde liegenden Umstände die Möglichkeit einer Kündigung oder Vertragsauflösung.“ (Dieter Reicherter an Jochen Stopper.)
_______________________________________________________
Was ist „schwerwiegend“? Der Kostenbetrug der Bahn? Die etwa hundertfach so lange Sperrung der zentralen U-Bahnlinien? Die um einige Jahre verzögerte Fertigstellung von S21? Das Anhydrit-Risiko? Die Kostenexplosion? Die verminderte Bahnhofsleistung? usw. usw.



3 Steilvorlagen für OB Kuhn
03 03. 18 22:49

Samstag, 3. März 2018

An Herrn OB Fritz Kuhn
Rathaus, Marktplatz
Stuttgart
per reitenden Boten (Fahrrad)


Die Steilvorlagen für OB Kuhn gegen Stuttgart 21

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Kuhn,

es liegt mir daran, Sie an nur drei Weichenstellungen zu erinnern, die eigentlich den Projektabbruch hätten bewirken müssen:


1. Ihr erfolgloser aber rühmenswerter Versuch vom Februar/März 2013:

„Der Aufsichtsrat stimmte für den Weiterbau wegen eines vermeintlichen Kostenvorteils von 77 Mio. Euro. Dies geschah trotz eines kritischen „Dossiers“ aus dem Kreis der Staatssekretäre im Aufsichtsrat der DB AG sowie entgegen der Aufklärung durch Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn über mindestens 210 Mio. Euro günstigere Ausstiegskosten. Dem Aufsichtsrat lagen am 05.03.2013 aber insbesondere die Informationen vor, dass S21 um weitere Milliarden teurer werden wird. Somit hatten sich die 77 Mio. Euro Vorteil schon weit in einen vielfach so hohen Nachteil verkehrt,…“
Hier wurde wieder das üble Spiel der DB Bahn offenbar, die Projektpartner und die Bevölkerung zu täuschen und zu übertölpeln und das Schadprojekt S21 auf Teufel und Kommraus zum Schaden von Stadt und Bahn weiter zu treiben.

2. Die Planänderung, die aus 14 Tagen Sperrung zentraler Stadtbahnlinien mehrere Jahre (!) machte. Da hätten Sie als Vorsitzender des Aufsichtsrats Ihre Stimme erheben müssen und auf Abbruch von S21 drängen, meine ich.

3. Die um 4 Jahre verschobene Fertigstellung. Und Sie wissen aus Erfahrung, dass es vermutlich noch Jahre länger dauern wird, wo der Stadt und ihren Bürgern schwerste Behinderungen und Belästigungen zugemutet werden. Das überschreitet jedes Maß und müsste den möglichen und viel besseren Abbruch/Umstieg auslösen. Sie lassen aber den verfahrenen Karren laufen.

Was den von Ihnen befürchteten Imageschaden bei Projektabbruch anlangt: der ist schon da und wird je länger je größer.
Mit freundlichen Grüßen



Die Fahne hoch!
02 03. 18 23:49
Der ehemalige SPD-Vorsitzende Claus Schmiedel hält die Fahne für Stuttgart 21 unvermindert hoch.

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Foto Jens Volle
Das Interview in
Kontext:wochenzeitung zeigt seine mentale Erstarrung. Nichts dazu gelernt! Sein Wort von „Gottes Segen“ bekommt eine neue Facette:
„Das Projekt lebt. Selbst hauptamtliche Pfarrer breiten die Arme aus und segnen die Tunnel.“


Demoposter Rückseite
01 03. 18 18:51
Foto S.B. am 26.2.18 auf der Montagsdemo

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Siehe auch die Vorderseite im Blog von vorgestern. Wer solche Poster macht und auf Demos präsentiert gehört zur Elite der Stuttgarter Bevölkerung, die von der Politik bitter enttäuscht ist. Danke unbekannte Lady!


The New York Times
28 02. 18 22:38
Bericht über Stuttgart, auch über die Montagsdemo von vorgestern in der Times!

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Foto Gordon Welters for The New York Times vom Demozug, vorne die Capella Rebella


Demo gestern
27 02. 18 20:25
Foto S.B.

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trotz Affenkälte
26 02. 18 23:28
Trotz der heutigen großen Kälte kamen viele Menschen zur Montagsdemo. Der Widerstand lebt!
Foto S.B.

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heute Abend nach der Oper
25 02. 18 23:47
Am Bahnsteig S-Bahn Gleis 102 musste ich sehr lange frieren, bis ein Zug zum Nordbahnhof fuhr. Anzeigetafel:

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Dazu die Ansage: „Grund dafür sind Bauarbeiten für Stuttgart 21.“
Zur Zeitbilanz S 21 siehe
Zum Blog aktuell.


war da noch was?
24 02. 18 22:04
Seit vielen Monaten wird in der Stuttgarter Hauptpresse bei Artikeln zu Stuttgart 21 die Serie „10 Fakten zu Stuttgart 21“
eingeblendet.

Das ist ähnlich wie bei „10 Fakten zur Titanic“:

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  • die Titanic war 1912 das größte Schiff der Welt

  • Bauzeit von 1908 bis 1912

  • war ein Linienschiff und Luxusdampfer

  • hatte 4 Schornsteine

  • das Bestelldatum war der 1. August 1908

  • die Länge war 269,04 m, die Breite 28,19 m

  • Maschinenleistung 51.000 PS

  • Dienstgeschwindigkeit 21 kn (39 km/h)

  • bei der Jungfernfahrt gab es einige Warnungen vor Eisbergen

  • sie hatte 2.224 Passagiere

_________________________________

Die Fakten stimmen!
Das Wesentliche und Wichtigste fehlt aber wie bei den „
10 Fakten zu Stuttgart 21“ in der Stuttgart-21-Propaganda, zusammengestellt und kommentiert auf der Seite in der Navigation unter „10 Fakten (2017)“


alte Meldung, aktualisiert
23 02. 18 14:16
Spiegel-Online am Dienstag, 2..April 2013
„Ein ICE mit rund 450 Fahrgästen an Bord ist in der Nacht zu Dienstag vier Stunden lang in einem Tunnel bei Idstein im hessischen Rheingau-Taunus-Kreis steckengeblieben. Erst nach Mitternacht konnten die Passagiere in einen anderen Zug umsteigen, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte.

...Bei den Reparaturarbeiten wurde ein toter Vogel im Gleisbett gefunden, der offenbar gegen die Oberleitung geflogen war und einen Kurzschluss verursacht hatte. Der ICE musste abgeschleppt werden.“

Kommentare:
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Bisher kannte ich nur 6 Feinde der DB: Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Tag und Nacht. Jetzt kommt ein Vogel dazu.

  • Oder war es eine Maus, eine Ameise?

  • Sie vergaßen diese drei: Regen, Sonne, Schnee.

  • Ganz wichtig: Juchtenkäfer und Eidechsen!

  • Weiterer Feind der Bahn: Tunnels. Für Stuttgart 21 wird es allein unter dem Stadtgebiet von Stuttgart 61,8 km Tunnelstrecke geben!



Peymanns Bekenntnis
22 02. 18 12:22
Gestern Abend war ich bei der umjubelten und ausverkauften Hauptprobe von „König Lear“ im Schauspielhaus. Es geht um Macht und Machtverlust (wie auch bei S21). Regisseur Claus Peymann hatte hier denkwürdige Jahre als Chef des Schauspiels, eckte damals schon beim Establishment an (Zahnarztkosten Gudrun Enßlin…). Aktuell findet er die Stadt Stuttgart als „absolute Katastrophe“ und eine „Schande“ für die Politik (Grüne!).

Presse: „Stuttgart sei "eine beschädigte, eine menschenfeindliche Stadt", sagte der 80-Jährige der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Donnerstag). Dass die Grünen, Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Oberbürgermeister Fritz Kuhn, nicht in der Lage gewesen seien, den Bürgern die noch Jahre dauernde Zumutung der Bahnhofsbaustelle von Stuttgart 21 zu ersparen, sei "eine Schande".


die Sache stinkt
21 02. 18 10:31

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Aus der Rede von Eberhard Linckh, Parkschützer, auf der 405. Montagsdemo am 19.2.2018
„Es kann einen nur noch wundern, wie bereitwillig dieselben Journalisten auf diese absurde Fake-Fäkalien-Nummer der Bahn abfahren, obwohl die doch gerade erst erlebt und kritisiert haben, wie die Bahn auch sie systematisch täuscht. Es kann einen nur noch wundern, dass sie nicht einmal die ur-journalistische, naheliegende Frage stellen: Wem dient es?

Die ganze Sache stinkt. Und steht in einer Linie mit den ‚Pflastersteinen‘, die erfunden wurden, um die Opfer der Polizeigewalt vom 30.9. zu Tätern zu stempeln. Genau wie bei der Pflastersteinlegende von 2010 wird auch von der Fake-Fäkalien-Legende der Bahn nichts übrig bleiben außer einer kurzfristigen Ablenkung von ihren gigantischen Problemen!“
_________________________________________________________

4 Stunden in Eiseskälte hat Eberhard Linckh als Baumschützer ausgeharrt und protestiert, bevor er zwangsweise herunter geholt wurde. Sein ausführlicher Bericht mit Statement auf der letzten Montagsdemo ist ein großartiges Beispiel für aktiven Widerstand gegen Stuttgart 21 und seine Zerstörungen.



Schwur gebrochen
20 02. 18 12:18
„Ich bestreike die Bahn… wenn sie Stuttgart 21 tatsächlich baut, dann hat sie mich als Kunden verloren.“
So meine Worte - damals war ich 75 - im AnStifter-Film: http://www.vimeo.com/13295910 Minute 8 ff. „Last Call for an Elegant Rail Station S21“ im Schlossgarten am 10.07.2010 

Was ist aus meinem Vorsatz geworden? Wie bei vielen S-21-Gegnern ist eine gewisse Ermüdung und Resignation eingetreten und aus Bequemlichkeit nütze ich die Bahn oft und gern.


Fake-alien

19 02. 18 13:14
Fake-News und Fake-Fäkalien, ein Kommentar in Telepolis
„Da kann man sich leicht ausmalen, wie übel es noch werden wird, Wahrheit und Lüge auseinanderzuhalten. Auch hier ist es absolut nicht auszumachen, wer da wen manipuliert oder nur einfach jemand unfähig oder ungeschickt ist.
Ein paar Optionen:
1. Ökos haben den Kot ausgelegt.
2. Bauherren haben das Röhrchen ausgelegt, um die Ökos zu diskreditieren.
3. Der Gutachter der Ökos hat sein Vergleichsröhrchen vergessen.
4. Der Gutachter der Bauherren hat sein Vergleichsröhrchen vergessen.
5. Die ganze Sache mit den gefälschten Spuren ist von den Bauherren frei erfunden.
6. Der Autor hier in Telepolis ist von den Bauherren beauftragt, diese Gerüchte zu streuen.
7. Der Autor hier ist zwar felsenfest überzeugt, dass er einen Skandal aufgedeckt hat, hat sich aber von den Bauherren mit gefakten "Beweisen" manipulieren lassen.
8. Ein gefeuerter ehemaliger Mitarbeiter der Ökos möchte sich rächen.
usw.“



plus - minus
18 02. 18 12:25
Internet im Regionalexpress Stuttgart-Aulendorf!












Nutzungsbedingungen akzeptiert:18.02.2018 12:22:50
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Zeit bis zur nächsten Aktualisierung:10min
Es gibt auch Strom, allerdings nur an den Vierertischchen und nur 1 Steckdose für 4 Plätze.
Die neuen Züge der DB im Regionalverkehr haben aber leider keine Klapptischchen an den Einzelsitzen, die Vorrichtungen dafür sind vorhanden. Warum? Bei den hohen Ticketpreisen bin ich darüber enttäuscht. Wenn man fortschrittliche Ausstattung finden will, muss man schon in neueren Fahrzeugen von Privatanbietern suchen.

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Einzelsitze ohne Strom und Klapptischchen sind nicht der Standard, den ich in der 2. Klasse antreffen möchte. Die Bahn investiert dagegen Milliarden in - Zitat - ein größenwahnsinniges Projekt wie Stuttgart 21“.


Mailwechsel zum "Lügenprojekt S 21"
17 02. 18 11:20
Meine Fragen zu Düker und Leistung von Stuttgart 21:
„…in einer Werbeschrift „Wissenswertes…rund ums Projekt Stuttgart 21“ (liegt aktuell am Turmforum auf) steht „Der Düker, durch den der Nesenbach unter der Bahnsteighalle hindurchfließen wird,
ist gebaut.“ Stimmt das?

Davor lese ich: „Der leistungsfähige Durchgangsbahnhof… Dadurch kann die Bahn in Stuttgart
mindestens 30 Prozent mehr Zugverkehr abwickeln als heute.“

Antwort von einem der „Ingenieure 22“:
„…der Nesenbachdüker ist noch lange nicht fertig. Erst muss jetzt eine provisorische Umleitung gebaut werden, damit man den Teil, der dem Bau der SSB-Tunnel im Weg ist, entfernen kann. Doch dabei fließt das (Ab-)Wasser immer noch im alten Kanal. Dann muss man die alten SSB-Tunnel entfernen, bevor man den Westlichen Teil des Dükers endlich bauen kann. Bis durch den kompletten Düker das Wasser fließt, werden vielleicht noch Jahre ins Land gehen. So genau können wir das derzeit nicht sagen, denn die DB rückt nicht mit weiteren übersichtlichen Bauphasenbildern raus.

Und die 30% mehr Zugverkehr sind auch nur Fantasie. Sowohl Heimerl als auch Schwanhäußer haben erkannt, dass die Begrenzung der Verkehre in den Zulaufstrecken liegt. So haben sie einen kleineren Bahnhof geplant, der den niedrigen Leistungen der Zulaufgleise angepasst ist. Heimerl hat das kaschiert, aber Schwanhäußer sagt genau dieses zu seiner Planung.“
_______________________________________________
Die oben zitierte Werbeschrift der Bahn wird vom Sprecher Brunnhuber verantwortet. Demnächst dazu ein
Memory an Herrn Brunnhuber.


Bouteille provocateuse?
16 02. 18 23:30
Eine besondere Art der „Parkerweiterung“:

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Fotos Wolfgang Rüter (oben) und Schäferwelt

Pressebericht: „Und so kurios ist Stuttgart. Die an Besonderheiten und Absonderlichkeiten reiche Stadt bringt eine weitere skurrile S-21-Geschichte hervor. Angeblich haben Unbekannte mithilfe der manipulierten Flasche versucht, eine falsche Juchten­käfer-Spur zu legen, um notwendige Baumfällarbeiten und damit das Projekt insgesamt zu verzögern. Das Tatwerkzeug, besagte Flasche, könnte dem oder den Unbekannten entglitten und in ein tiefes Astloch gerutscht sein. Beim Fällen des Baumes stießen Arbeiter darauf. Hal­lo­ „Tatort“: Das hat Krimi-Qualität!“
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Ein gefundenes Fressen für die S-21-Propaganda. Die Projektgegner in die kriminelle Ecke stellen. Das kennt man allerdings schon vom „Schwarzen Donnerstag“, wo der Anlass auch Baumfällungen waren und von anderen Gelegenheiten (Bauzaun-Vorfall). Wikipedia: „Im weiteren Sinne wird damit auch ein Handeln bezeichnet, das durch
die gezielte Vortäuschung oder auch Provokation einer ruchbaren Handlung die Stärkung der eigenen Position und die Legitimation für einen Eingriff anstrebt.“ Passt schon zum Lügenprojekt S 21. Ist dieser Gedanke ganz abwegig?



günstig?
15 02. 18 22:10
Gepäckfach am Stuttgarter Hauptbahnhof, Foto S.B. heute:

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Aus dem Memory 27 an den damaligen Bahnhofsleiter Sven Hantel:
Am Rande: Dass der jetzige Bahnhof zu einem stillosen Ramschladen (zum Beispiel Verkaufsbuden in der Halle) verkommen ist und z.B. bei den Gepäckboxen eine gnadenlose Abzocke statt „Service“ stattfindet, fällt in Ihre Kompetenz, der Sie im Hinblick auf die Bahnkundschaft nicht gerecht werden - schon gar nicht auf den Bahnhöfen im Landesinneren…“


Aschermittwoch 2018
14 02. 18 22:40
Versammlung und Kundgebung: 14.2. 17 Uhr Schillerplatz.
Sechs Jahre Landraub und Parkzerstörung.
„Es freue sich,
Wer da atmet im rosigten Licht!
Da unten aber ist's fürchterlich,
Und der Mensch versuche die Götter nicht…“ (Friedrich Schiller)

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Fasnet 2018 (6)
13 02. 18 23:03 Faschingsdienstag

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Lustig? Nein, aber ein großer Humorfaktor ist schon dabei!


Fasnet 2018 (5)
12 02. 18 22:58

Zehn kleine Negerlein
die wollten Bahnhof bauen,
Mappus war dann weggewählt,
da waren’s nur noch neun.

Neun kleine Negerlein
waren noch an der Macht,
Schuster trat nicht wieder an,
da waren’s nur noch acht.

Acht kleine Negerlein
hatten Schlichtung getrieben.
Tanja Gönner reiste fort,
da waren’s nur noch sieben.

Sieben kleine Negerlein
planten eifrig was recht’s,
Azer grauste vor dem Plan
da waren’s nur noch sechs.

Sechs kleine Negerlein
ahnten dann bald was schlimm’s.
Dietrich aber wusste es,
da waren’s nur noch fünf.

Fünf kleine Negerlein
tranken zusammen Bier,
Penn wurd’ es dann zuviel,
da waren’s nur noch vier.

Vier kleine Negerlein
waren noch dabei,
Fundel ward nicht mehr geseh’n
da waren’s nur noch drei.

Drei kleine Negerlein,
die planten allerlei,
Vorstand
Kefer macht’s nicht mehr,
da waren’s nur noch zwei.

Zwei kleine Negerlein
hatten noch viel zu sagen.
Bahnchef
Grube nimmt sich raus,
der Bahn ging’s an den Kragen.

Ein kleines Negerlein
fuhr noch in der Kutsch,
Prof. Dr. Felcht kommt weg,
jetzt sind sie alle futsch.
___________________________________
Leider wachsen aus dem S21-Sumpf immer neue Negerlein nach, wobei „Negerlein“ im Sinne der unschuldigen Kindervers-Tradion gemeint sind.



Fasnet 2018 (4)
11 02. 18 17:36
morgen (Rosenmontag) Montagsdemo auf dem Schlossplatz

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Fasnet 2018 (3)

10 02. 18 22:42

Die Faust in der Tasche:

„Dass der Aufsichtsrat gegen einen Weiterbau votiert, ist unwahrscheinlich. "Mit der Faust in der Tasche", so ein Insider, würden die Kontrolleure auch dem erweiterten Finanzrahmen zustimmen.“

Dazu passt der schwäbische Witz: Der Kollege nach dem Besuch beim Kollegen Karle: „Du stehst aber ganz unterm Pantoffel.“
Karle antwortet (in Balinger Dialekt): „Des stemmt et! Hosch it g’seh, wie i onder’m Tisch ghockat bee on a Fauscht g’machet hao?!“



Fasnet 2018 (2)
09 02. 18 12:25
Schwäbi’sche Eisebahne 21
Nur die Vorsängerin ist noch - etwas angeschlagen - im Amt.

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Video von 2012 mit Originalmelodie und -text, gesungen von Willi Reichert


Fasnet 2018 (1)
08 02. 18 09:14
Heute „schmotziger Daoschtich“. Bis Faschingsdienstag wird es eine Blogserie „Humor“ geben, denn bei Stuttgart 21 darf uns der Humor nicht ausgehen. Es ist ja so viel zum Lachen!


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Es gab in früheren Jahren - bis 2012? - immer wieder geniale Karikaturen von Friederike Groß in der Stuttgarter Zeitung zum Thema S21. Ist ihr der Humor ausgegangen? Ich glaube nicht, aber die Stuttgarter Zeitung hatte für ihre Redaktion die Direktive ausgegeben „Über Stuttgart 21 darf nicht negativ berichtet werden.“ Das fällt immer schwerer und mittlerweile können Horrornachrichten nicht mehr unterdrückt werden…


weitere Dummheiten (1)
07 02. 18 10:15

Ergänzung der Liste von Jobst Knoblauch, Blog von gestern:

  • ist es nicht dumm, wenn durch das 60-km-Tunnelsystem für alle Reisenden in Stuttgart (300 000 täglich) darunter alle Durchreisenden (30 000 täglich) das attraktive Erscheinungsbild der Stadt völlig verschwindet, „optisch ausradiert“ wird?
  • ist es nicht dumm, wenn in Stuttgart künftig das Umsteigen durch zu enge und zu wenige Bahnsteige erschwert wird, alles nur über Treppen und Aufzüge erreichbar? Im Kopfbahnhof gibt es einen ebenerdigen Ausgang!
  • ist es nicht dumm, wenn künftig Züge nicht mehr bereit gestellt werden können, sie nur noch wenige Minuten halten können?
  • ist es nicht dumm, wenn durch die aktuell um 4 plus x Jahre verzögerte Fertigstellung des Projekts schwere Belastungen (Straßenverkehr, Luftqualität, S-Bahn-Chaos) von der Bevölkerung ertragen werden muss?
  • ist es nicht dumm, wenn Natur- und Denkmalsschutz ausgehebelt wurden und immer noch werden durch die irrige Behauptung vom „öffentlichen Belang“: „Insbesondere spricht aber die überragende Verkehrsbedeutung des Vorhabens als überwiegender öffentlicher Belang hier für eine Befreiung“ (aus PFB1,5).


ein paar der Dummheiten / Verbrechen
06 02. 18 23:22
Aus dem Brief an alle Abgeordneten von Land und Stadt Stuttgart von Jobst Knoblauch:

  • Ist es nicht dumm, wenn der Stuttgarter Bahnverkehr lahm gelegt wird, nur weil die Tunnel im quellfähigen Gipskeuper immer wieder saniert werden müssen?

  • Ist es nicht dumm, wenn trotz eines absurd teuren Neubaus die bestehende Leistungsfähigkeit verringert wird?

  • Ist es nicht dumm, wenn ein deutschlandweiter Taktfahrplan nur wegen des Nadelöhrs in Stuttgart verunmöglicht wird?

  • Ist es nicht verbrecherisch, wenn wegen des ungelösten Brandschutzes Hunderte Menschen in Lebensgefahr gebracht werden?

  • Ist es nicht verbrecherisch, wenn wegen der übertrieben hohen Gleisneigung in der schrägen Tiefhaltestelle Reisende beim Umsteigen zu Schaden kommen können, weil Züge unbeabsichtigt wegrollen können?

  • Ist es nicht verbrecherisch, wenn Steuergelder milliardenweise wegen eines Murksprojektes veruntreut werden?




kein Blogeintrag
05 02. 18 22:53
(Am Montag 5.2. hatte ich meinen Rucksack in der S-Bahn in Herrenberg vergessen. Große Sorge! Der normale Weg einer Verlustmeldung beim DB-Service hatte keinen Erfolg, aber ein Telefonat bei der S-Bahn in Stuttgart. Große Erleichterung! Heute am Dienstag konnte ich den Rucksack unten am S-Bahn-Gleis 101/102 bei der Aufsicht abholen.)


grotesk und gefährlich
04 02. 18 21:22
RA Eisenhart v. Loeper:
„Da wird der im Sold der DB stehende Tunnelmann Prof. Wittke als Kronzeuge für die Beherrschbarkeit des Anhydritrisikos gegen den Rest der Fachwelt aufgebaut: lächerlich und grotesk!“
__________________________________________________
Natürlich wird das Referat des Prof. Wittke vor dem Aufsichtsrat nicht zur kritischen Betrachtung freigegeben und auch die Gutachten von PwC sind geheim. „Glaubhaft“ (Blog gestern) ist da gar nichts, im Gegenteil, die Bahn agiert völlig unglaubhaft zu den Problemen, Kosten, Fertigstellung, Leistung u.a.



"Selig sind, die nicht sehen und doch glauben"(die Bibel)
03 02. 18 22:40
Aus dem kritischen Video von RT (Russia Today) mit einem langen und guten Beitrag von Dipl.-Ing. Wolfgang Kuebart von den Ingenieuren 22:

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Ziemlich naiv (oder unbelehrbar) sind die Aufsichtsräte, welche die Tatsachen von Stuttgart 21 nicht sehen und dem Vorstand wieder wie das letzte Mal (Blog vom 26.1.18 „das alte miese Spiel“) glauben und auf den Leim gehen. Das ganze Elend von S21 ist oft beschrieben worden, z.B. ausführlich von der infooffensive.de und natürlich hier im Blog, z.B. in den Memories.


Enthüllungsroman S 21
02 02. 18 23:04
„Und wieder wird ein neues Kapitel im Enthüllungsroman
„Stuttgart
21 – wie es wirklich gewesen sein könnte“
geschrieben.“
_______________________________________________

Im
Kommentar von Holger Gayer in Stuttgarter Zeitung geht es um die Kostenverteilung und ein neues Risiko, nämlich die Anwaltskosten: „S21 wird zu einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Advokaten – und, je nach deren Honorarstaffel, noch einmal teurer.“


eine Gastmeinung
01 02. 18 13:38
Prof. Dr.-Ing. N.N. in einer E-Mail:
„Zwar benennt unser grüner Verkehrsminister Hermann das Projekt S21 als „Fehlentscheidung“ und streichelt uns Gegner mit seiner Aussage, dass unsere Vorhersagen stimmen. Aber er verlangt nur kleinere Reparaturen am Projekt und ist uns schon oft mit Aussagen in den Rücken gefallen wie z.B. dass der Leistungsrückbau des Tiefbahnhofes nicht bewiesen wäre.
Er und Kretschmann sind für mich mit verantwortlich, dass die „Fehlentscheidung“ weiter den Steuerzahler belastet und viele Nachteile für den Bahnfahrer mit sich bringt.“
_____________________________________________________________
Ausgerechnet die Grünen, die die riesigen Mängel von Stuttgart 21 schon immer gekannt und früh benannt haben, lassen jetzt dem GAU ("größter anzunehmender Unfug“) seinen Lauf. Einzig denkbare Begründung ist der unbedingte Wille zum Machterhalt.


verfilzt
31 01. 18 21:28
Franz Alt:
„Es gibt ein Kartell des Vertuschens, Verschweigens und des Ignorierens - verfilzt und zugenäht!“
______________________________________________________
• Übergreifend erscheinen nirgends Infos zu
www.umstieg-21.de
• Bis heute hat kein Medium
Prof. Bodacks Analysen veröffentlicht


lustig bis ärgerlich
30 01. 18 17:13

"Es ging uns in der Landesregierung natürlich auch darum, München zu zeigen, was dieses Stuttgart draufhat."

Annette Schavan, 13.05.2014
____________________________________________________

Weitere Rohrkrepierer in der amüsanten bis empörenden Zitatesammlung von Jürgen Klotz bei Zum Blog aktuell oder bei Schaeferwelt.


je absurder, desto entschiedener
29 01. 18 20:28
RA von Loeper: „Diese Bürgerbewegung wird nicht locker lassen. Je absurder die Entwicklung von „Deutschlands dümmstem Großprojekt“, desto entschiedener der Widerstand.“


ALLE!
28 01. 18 09:57
Verkehrsminister W. Hermann:
 „Dieses Projekt ist und bleibt eine kapitale und folgenschwere Fehlentscheidung, alle Befürchtungen der Kritiker bewahrheiten sich. Einstweilen sind es 8,2 Milliarden und 2025, und auch das ist eine Prognose“, so Hermann.
_________________________________________________

Zur „Prognose“: Natürlich ist es „das alte miese Spiel“ (Blog vom 26.1.18) und nur ein weiteres Scheibchen der unseriösen Salami.



Schadbahnhof
27 01. 18 23:54

Arno Luik im Stern
stuttgart-21-ist-rational-nicht-mehr-erklaerbar:
„... S21 ist ein Schadbahnhof. Das wissen sie alle, das wissen sie seit vielen Jahren – die Bahnmanager, die Politiker, die Bahn-Aufsichtsräte.“

„…alle wissen, dass Stuttgart 21 in einem Desaster enden wird“ (
die ZEIT am 28. Februar 2013


das alte miese Spiel
26 01. 18 23:33
Wie erwartet, hat der Aufsichtsrat der DB-Bahn die Kostenerhöhung auf 8,2 und die Terminverzögerung auf 2025 abgenickt. Begründung: der Ausstieg käme teurer. Wie letztes mal, wo der Kostenvorteil des Weiterbaus von 77 Millionen nachweislich zurecht gelogen wurden (Blog „faustdicke Lügen“ vom 23.1.18). Wer hat diesmal den Kostenvorteil berechnet? Darf man die Berechnung erfahren? Die Flucht nach vorne von Pofalla mit dem medienwirksamen „ehrlich machen“ ist doch wieder so ein unglaubwürdiger Notnagel.
_________________________________________________________
Kleiner Rückblick aus 2014:
DIE WELT: Pofalla wird Politik-Vorstand bei der Bahn
„Ein Vorstandsposten bei der Bahn wird mit 1,3 bis 1,8 Millionen Euro im Jahr vergütet.“
Kommentar S.B.: Kann man sagen, dass der Bahnvorstand in den vergangenen Jahren miserable Arbeit geleistet hat, weil die Bahn in einen desolaten Zustand geraten ist, abzulesen am Bahnverkehr: Verspätungen, Zugausfälle, Wagenmaterial, Bahnhöfe in der Fläche? Dass die Fahrpreise zu hoch sind und deshalb die Menschen die Bahn meiden und lieber mit Autos und Bussen fahren? Der Vorstand hat sich gegen jede Vernunft auf politischen Druck hin mit lügenhafter Kosten-Begründung für den Weiterbau von Stuttgart 21 entschieden und damit ein absehbares Desaster hingenommen.



Man fragt doch, wenn man Logik hat.. (Ringelnatz)
25 01. 18 23:48
Offener Brief an den Aufsichtsrat von Peter Müller:
„Bis vor wenigen Tagen hielt die Bahn eisern und fast schon verzweifelt an ihrem Fertigstellungstermin 2021 fest. Nun heißt es auf einmal, dass erst 2024 die ersten Züge rollen sollen. Dabei vergibt die Bahn aber schon Bauaufträge für 2026. Nun erklären Sie mir doch bitte, wie das gehen soll, dass man 2026 das baut, was 2024 fertig sein soll!“



so wird es kommen
24 01. 18 20:34
Der Aufsichtsrat wird am Freitag die Kostenerhöhung absegnen, denn Stuttgart 21 sei unumkehrbar, alternativlos und der Ausstieg käme teurer.
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Letzteres steht jetzt schon überall in der Presse, die solche Botschaften ungeprüft übernimmt und damit zur „Lügenpresse“ wird, siehe Blog von gestern. Die Prognosen zu Kosten, Leistung und Zeitplan von Vieregg & Rössler erwiesen sich später als zutreffend, die von der DB-Bahn dagegen immer als falsch. Der Aufsichtsrat wertet aber lieber die politischen alternativen Fakten der Bahn.



faustdicke Lügen
23 01. 18 17:00
Stuttgarter Zeitung von heute: „Die Kontrolleure sollen einer weiteren Kostenerhöhung um bis zu 1,4 Milliarden auf 7,9 Milliarden Euro zustimmen. S 21 wird damit für den Konzern völlig unwirtschaftlich. Dennoch sollen die Aufseher zustimmen, denn die Alternative eines Projektabbruchs, argumentiert die Konzernspitze, komme teurer.“
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Wegen eines haarsträubend zurecht gelogenen Kostenvorteils von 77 Millionen hat der Aufsichtsrat anno 2013 den Weg in die Unwirtschaftlichkeit angetreten.

(Zur Erinnerung: „Der Aufsichtsrat stimmte für den Weiterbau wegen eines vermeintlichen Kostenvorteils von 77 Mio. Euro. Dies geschah trotz eines kritischen „Dossiers“ aus dem Kreis der Staatssekretäre im Aufsichtsrat der DB AG sowie entgegen der Aufklärung durch Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn über mindestens 210 Mio. Euro günstigere Ausstiegskosten. Dem Aufsichtsrat lagen am 05.03.2013 aber insbesondere die Informationen vor, dass S21 um weitere Milliarden teurer werden wird. Somit hatten sich die 77 Mio. Euro Vorteil schon in einen vielfach so hohen Nachteil verkehrt…)

Es ist nachgewiesen, dass ein sinnvoller Umstieg auch heute noch
um Milliarden günstiger wäre. Die „Konzernspitze“ greift wieder zur Lügenstrategie wie 2014 und gehört damit zum „Lügenpack“ des Lügenprojekts Stuttgart 21.

UNADJUSTEDNONRAW_thumb_ca27Grafik aus dem Gutachten von Dr. Martin Vieregg im Dez. 2017 in Berlin (ich war dabei).

Selbst wenn die Einsparung „nur“ zwei Milliarden betragen würde, bleibt zusätzlich der optimierte Kopfbahnhof als die weitaus bessere Alternative.


Brief an Merkel
22 01. 18 19:39
Martin Poguntkes Offener Brief an Merkel, aktuell vor einer entscheidenden Sitzung des DB-Aufsichtsrats, wird vermutlich ohne Wirkung bleiben, bestärkt aber den S21-Widerstand und den Willen zum Umstieg 21.
Foto S.B. nach der 400. Demo in der Bahnhofshalle

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zuschauen beim Niedergang
21 01. 18 21:46
Werner Sauerborn:
„Stuttgart 21 zerlegt sich gerade selbst. Man braucht eigentlich nur zu zuschauen. Auch die alten und die neuen grünen Unterstützer schauen nur zu. Der Gesichtsverlust, der jedem und jeder droht, der sich jetzt noch für das Projekt in die Bresche schlägt, ist wohl genauso groß wie er im Falle eines Einlenkens wäre.“



Negativbeiträge

20 01. 18 22:41
Aus dem Schreiben von em. Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischer an Verkehrsminister Hermann Stuttgart den 13.01.2018
„Wenn nun, wie im vorliegenden Fall bei Stuttgart 21, die Bahn wegen fehlender fachlicher Kompetenz und mangelnder Ehrlichkeit sich auch noch den notwendigen Kontrollen bei fachlichen und wirtschaftlichen Fragen entzieht, dann braucht man sich nicht zu wundern, dass das Projekt heute in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht, sowie auch im Zeitverlauf vor einem Desaster steht. Natürlich haben alle drei Kräfte: Politik, Wirtschaft und Bahn ihren Negativbeitrag dazu geleistet.“



aus 2010
19 01. 18 19:33

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Aktuelle Nachricht aus dem SWR:
„Im Alter von 58 Jahren ist der Kollege Thomas Leif gestorben. Der SWR-Chefreporter zählte zu den nachfragenden Journalisten, die sich mit schnellen Antworten nicht zufrieden gaben.“

Thomas Leif hat in 2+Leif 2010 zu Stuttgart 21 ein Treffen Hauk-Hermann moderiert. Das Video ist bei YouTube nicht mehr gelistet, es gibt aber ein privat hochgeladenes Video.

Die komplette 2+Leif-Sendung unter:
https://www.youtube.com/watch?v=-u-mYJCLXOE

und den „Einspieler“, ein zweiminütiger Ausschnitt mit meinem Votum „Unumkehrbar und alternativlos, das sind die beiden Grundlügen..."
https://www.youtube.com/watch?v=Vcb-yzeiN8U


fragwürdige Mutation
18 01. 18 13:46
Dr. Angelika Linckh, Einleitung zu ihrem Statement bei der Pressekonferenz vor der 400. Montagsdemo (Minute 1):
„Keine Sekunde würde ich mich entmutigen lassen von Leuten, die aus welchem Kalkül auch immer, Karriere, Macht, Korruption oder Angst die Seiten gewechselt haben und von Kritikern zu Unterstützern von Stuttgart 21 mutiert sind…“



abschreckende Zukunftsvision
17 01. 18 09:06
Hier war einmal der historische Schlossgarten (aus dem Großposter im Bahnhof):

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Die vier Reden auf der 400. Demo gegen die obige Zukunftsvision (mit Großbäumen auf Beton vor dem Bahnhofsturm):

Winfried Wolf Autor
https://www.youtube.com/watch?v=YhVyYGLF810#t=22m12s

Timo Brunke Wortkünstler
https://www.youtube.com/watch?v=YhVyYGLF810#t=42m14s

Christine Prayon Kabarett
https://www.youtube.com/watch?v=YhVyYGLF810#t=57m57s

Volker Lösch Regisseur
https://www.youtube.com/watch?v=YhVyYGLF810#t=78m40s

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Spiegelungen im Archiv der Landesbibliothek von metropolis21.de zweimal jährlich ab 2013.
Weil meine Verlinkungen in Worten der Texte bei den Spiegelungen im Landesarchiv nicht aktiv bleiben, sind oben die vier Wortbeiträge der 400.Demo ausnahmsweise in voller Länge angegeben.



Irrtum 21
16 01. 18 11:53

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Aus der Rede von Dr. Winfried Wolf bei der 400. Montagsdemo gestern:
„Richtig aber ist: Der Hegelsche Spruch ist cool. Man darf keine Furcht vor großen Ideen haben. Und schon gar nicht bei der Suche nach der Wahrheit. Doch die Wahrheit wiederum ist konkret. Und die großen Ideen müssen sich in der Wissenschaft und in der Praxis beweisen.

Doch von der „großen Idee Stuttgart 21“ konnte rein gar nichts bewiesen werden. Das Projekt ist ein Irrtum selbst! Und es steckt voller Irrtümer. Insoweit erhält der Spruch heute eine völlig neue Bedeutung. Worauf zurückzukommen sein wird.

Der große Irrtum Stuttgart 21 besteht aus sieben Einzel-Irrtümern. Wie so oft bei Stuttgart 21 lässt sich natürlich auch sagen, es seien sieben mal sieben mal sieben Irrtümer. Aber lasst uns mal bei der biblischen Zahl sieben bleiben (sieben Wochentage, sieben Lampen am Goldenen Leuchter, die sieben Gräuel im Herzen des Menschen, sieben Todsünden und so weiter und so zu Stuttgart 21 fort):….
…Ganze Rede
hier lesen.


400!
15 01. 18 23:14

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Aus der Moderation von Dr. Angelika Linckh:
„Ja, die 400. Montagdemo, was für ein Jubiläum! Streng genommen ist das ja wirklich überhaupt kein Grund zu jubeln, denn die Stuttgart21-Betreiber planen, bauen, täuschen und murksen seit 1994 realitätsblind weiter, genauso wie vor hundert Jahren die Kapitäne der Titanic ihr Schiff weiter auf den Eisberg gesteuert haben, obwohl es viele warnende Funksprüche gegeben hatte!“
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Was für eine 400. Demo heute!
Das Video von heute zeigt die sehr eindrückliche Rede von Dr. Winfried Wolf zum „Irrtum“, philosophisch untermauert vom Stuttgarter G.W.F.Hegel, den wortwitzigen Beitrag von Timo Brunke, die satirisch-sarkastischen Anmerkungen von Christine Prayon und die Wortkaskaden von Volker Lösch zum Angriff auf die S-21-Betreiber als Kapitalismusknechte.


Humor und Ernst
14 01. 18 11:31

unbekannt

Lohnt sich zu kommen, teilzunehmen am ausdauernden Protest gegen den unsinnigen „Wurmbau zu Babel“. Aktuelles Statement am Telefon von einem Schulleiter im Gymnasialbereich a.D., O.Schm.: „Hilft alles nichts…. irgendwann wird der Scheiß zu Kompost, und dann kann man ihn ja verwenden.“ Er glaubt also an den „Endsieg“ des Projekts, dessen Niederlage sich laufend ankündigt.

Morgen erwartet uns eine spannende Rednerliste. Der brillante Volker Lösch wird wieder ätzende Salven aus seinem Mund-Schnelllfeuergewehr abschießen, Dr. W. Wolf als intimer Kenner der Bahn und der Politik nachweisen, dass das Projekt scheitern wird oder schon gescheitert ist. Der Humor als besondere Waffe, weil unangreifbar, ist prominent vertreten.
Timo Brunke als einer der profiliertesten Wortkünstler hat in den Anfangszeiten des Projekts geistreich-witzige Demobeiträge und Parodien geleistet:
Was solln wir tun mit dem Stuttgart Einund-
Was solln wir tun mit dem Stuttgart Einund-
Was solln wir tun mit dem Stuttgart Einund-
Zwanzig-Technokraten? –

Christine Prayon ist auf der Demobühne mit einer Tanja-Gönner-Parodie unvergessen, hat als „Birte-Schneider“ in der Heuteshow einen festen Platz erobert.
Also morgen kommen oder eben was verpassen und den S-21-Laden fatalistisch weiter scheitern lassen und Unheil bringen.



wörtlich
13 01. 10:20

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Zitate aus der Frankfurter Rundschau von gestern:

  • Bauvorhaben werden durchgeprügelt, auch wenn Kosten und Zeitaufwand immer mehr steigen.


  • Im Schwabenland bahnt sich Unerhörtes an: In drei Tagen treffen sich die Gegner des wahrhaft unterirdischen Projekts „Stuttgart 21“ zu ihrer 400. Montagsdemonstration.


  • Besonders gern verweisen die Bauherren und Planer auf das bereits ausgegebene beziehungsweise hinausgeworfene (Steuer-)Geld – eine ganz spezielle Logik, wenn damit das Verschleudern von noch mehr Geld begründet wird. 


  • …wo ein Projekt nicht schon an sich so sinnlos ist wie der Stuttgarter Bahnhof.


  • Mehr noch als bei anderen Großprojekten sind in Stuttgart wirtschaftliche Interessen im Spiel. Hier geht es nicht nur um die Profite von Baufirmen, Architekten oder Ingenieuren. Das Gleisvorfeld des Kopfbahnhofs soll für eine erhebliche Erweiterung der City genutzt werden – ein Investorenparadies erster Güte.


  • Nein, all das wäre sehr wohl zu stoppen. Und hier kommt wieder die beharrliche Bewegung der Bahnhofsgegner ins Spiel. Sie stellen sich dem riesigen Planungsapparat des Konzerns und dem Opportunismus der Politik (die in Stadt und Land regierenden Grünen eingeschlossen) mit Sachverstand und konstruktiver Kritik entgegen. 




Kleingeister - Politikergewäsch - Großmannssucht - „kritische Begleitung“
12 01. 18 20:17
Die Ausführungen um neuerdings gefährdete „Durchbindungen“ im künftigen S21-„Bahnhof“ ließen mich wieder an meinen Blog von 2010 denken (siehe Blogeintrag von vorgestern, 10.1.2018). Es wundert mich, dass meine Feststellungen bei der Bahn, der Politik und der Presse nicht aufgetaucht sind. Oder lag ich damit etwa falsch? Diese Frage hat mir der hervorragender Kenner R.R. der Eisenbahn im Lande freundlicherweise beantwortet:

„…mit dem heutigen Blog hast Du wieder einmal völlig recht. Es sind nur Kleingeister aus denen die Mär vom großen Vorteil der Durchbindungen herrührt. Diese scheinbaren Vorteile lassen sich durch keine ernsthafte Untersuchung erhärten. Es ist hier wieder einmal nur Politikergewäsch, wie bei allen guten Gründen zu S21 und wie schon bei der Projektidee, die nur der Großmannssucht von Politikern entwachsen ist entgegen allen anders lautenden Ansichten von Fachleuten.

Wie viele Fahrgäste im Zug von Heilbronn nach Stuttgart wollen schon z.B. nach Rottweil? Und was ist dann mit den anderen , die nach Tübingen oder Schwäbisch Gmünd oder nach Göppingen fahren wollen?
Selbst die DB und ihre Fachleute, ja, die gab's bei der Bahn damals noch, wollten unter Beibehaltung des Kopfbahnhofs die Neuordnung des Schienenverkehrs in Württemberg gestalten.
Einen "Integralen Taktfahrplan" (ITF) nach Schweizer Vorbild kann es mit S21 nicht mehr geben, weil mit zu wenig Gleisen die Umsteigemöglichkeiten in die vielen Streckenäste des Verkehrsknotens Stuttgart für die Zukunft verbaut sind. Dieser ITF hätte mit seinen 17 Gleisen des Kopfbahnhofs die Möglichkeit von Umstiegen in alle Richtungen bei den kürzest möglichen Wartezeiten ermöglicht.

Die Bahn versuchte seinerzeit mit einem Stresstest die Leistungsfähigkeit von S21 zu beweisen. Den Fahrplan, der einer aussagefähigen Simulation zugrunde liegen muss, den haben die Bahnoberen stillschweigend verschwinden lassen oder es hat einen solchen Fahrplan nie gegeben. Kein Politiker hat einen solchen grundlegenden Fahrplan eingefordert, der dann die Schwachstellen oder den Betrug offenbart hätte. Ist das die "kritische Begleitung" des Projekts? Ist die "kritische Begleitung" des Projekts ist auch wieder so eine Worthülse aus Politikermund, um die Bevölkerung still zu halten?!

S21 ist und bleibt ein Immobilienprojekt bei gleichzeitigem Rückbau der Verkehrsinfrastruktur.“



Brief nach Berlin, Frau Dr. Merkel
11 0122:30 00:10
Wir appellieren an Sie: Entscheiden Sie sich für eine positive Zukunft des Schienenverkehrs in Deutschland und Europa und damit für einen S21-Baustopp! Lassen Sie die Alternative Umstieg21 ernsthaft überprüfen! Setzen Sie erneut ein in die Zukunft weisendes Signal!“
Ganzer Brief von Winfried Wolf
hier.


wieder aktuell: Durchbindungen.. wohin jetzt?
10 01. 18 19:39
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Dazu ein Blog vom 10. 9. 2010, leicht bearbeitet:

Frau Gönner führte in der Diskussion als Vorteil für den Regionalverkehr vor allem die Durchbindungen an, also Direktverbindungen ohne Umsteigen, also weiter

nach Schwäbisch Hall
nach Schwäbisch Gmünd
nach Göppingen
nach Tübingen
nach Rottweil
nach Pforzheim
nach Bruchsal
nach Heilbronn

Wohin jetzt?

Es geht jedenfalls aus allen Richtungen immer nur bei einer (1) von sieben (7) Regional-Bahnlinien ohne Umsteigen. Die meisten Reisenden steigen ohnehin in Stuttgart aus (Zielverkehr), deshalb ist es ganz sinnvoll, wenn Regionalzüge in Stuttgart enden und wieder zurück fahren. Ohne Umweg. Aber sie könnten auch im Kopfbahnhof als Direktverbindung in einer andern Richtung weiter fahren, so wie es heute schon die ICEs tun, der IR Nürnberg-Karlsruhe und die RB Heilbronn nach Göppingen.

Ergänzung von einem Bahnfachmann:
Das ist sicher richtig, wobei eine Verbindung verbessert wird, die übrigen in der Regel schlechter werden, da die Züge nach kurzem Aufenthalt weiter fahren, und damit keinen wechselseitigen Anschluss haben....Umsteiger müssen dann auf den nächsten Zug ihrer Relation warten: sma hat in dem Gutachten die Umsteigezeiten aufgelistet, sie betragen bis zu etwa 50 Minuten.

Dass künftig die Regionalzüge in eine andere Richtung weiterfahren, liegt doch daran, dass „Kopf machen“ nicht mehr möglich ist. Dieser gravierende Nachteil wird von Frau Gönner und der S-21-Werbung als Vorteil verkauft. Oder sehe ich das falsch?

Ähnlich ist's bei fast allen der "
21 guten Gründe für Stuttgart 21", einzeln zitiert und kommentiert bei www.siegfried-busch.de . Die behaupteten Vorteile erweisen sich vielfach als fragwürdig, halbwahr oder ganz falsch.


Aufreger der Tages
09 01. 18 23:46
Kein ICE-Halt am hochgelobten Filderbahnhof!

Prognosen:
- kein IC-Halt aus Zürich (Gäubahn) wegen Erhalt der Panoramastrecke
- kein Zug-Halt im „Tiefbahnhof“, weil das Projekt scheitert
- viele Zughalte im erneuerten Kopfbahnhof

Interessante Spekulation: „Ob sie (die DB) damit auch das Ende des Airport-Bahnhofs an sich einläuten wollte, weil es günstiger sein könnte, dem Flughafen seinen S-21-Finanzierungsanteil von 359 Millionen Euro zurückzuzahlen als einen bis zu einer Milliarde teuren Fernbahnhof auf den Fildern zu bauen, kann im Moment nicht seriös beantwortet werden.“


nicht realisierbar
08 01. 18 11:42

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Weißabgleich mit Blogfoto gestern.


Offene Baustelle
07 01. 18 22:29
Stuttgarter Zeitung. Aus einer Mail von E.R.:
Schaut euch bitte besonders an
• Den Unterschied zwischen der strahlendweißen Architekturdarstellung
und der tristgrauen unfertigen Kelchstütze…

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Hofberichterstattung swp (2)
06 01. 18 12:22
Opernarien in Stuttgart-21-Tunneln sollen das Schadprojekt „in einem positiven Licht“ darstellen.
Auch die großen Besucherzahlen (wer hat gezählt, wer prüft sie nach?) der Baustellenführungen und der Propagandashow Turmforum soll positives Interesse am Projekt beweisen. Sonstige Vorteile des Leuchtturmprojekts Stuttgart 21 a la „
21 gute Gründe“? Da schweigt oder fälscht (Blog gestern) Brunnhubers Höflichkeit.
Mein Statement am 12. November 2014 gegen Ende der Anhörung zum Filderbahnhof in der Filderhalle Leinfelden: "Die guten Gründe sind weitgehend abhanden gekommen und damit ist die Sinnhaftigkeit des Projekts und die Planrechtfertigung dahin.“ (Mein ganzes Statement bei zum Blog aktuell.)


Hofberichterstattung swp (1)
05 01. 18 18:56
Südwestpresse von heute:
Hofberichterstattung zum „Vorsitzenden“ Georg Brunnhuber
„betonte er“
„er hoffe jedoch“
„kündigte an“
„werde man“
Sprechblasen wie
Grundsätzlich sei S 21 in der ganzen Diskussion um Feinstaub und Fahrverbote notwendiger denn je. „Das Projekt kann mit die Lösung für diese Probleme sein“
werden kritiklos übernommen. Dabei ist das Gegenteil bewiesen, denn durch den Rückbau der Bahnhofsleistung wird durch vermehrten Autoverkehr die Feinstaubbelastung steigen. Korrekturen durch sachkundige Leser lässt die parteiische Südwestpresse nicht mehr zu, denn Leserbriefe hat sie schon lang abgeschafft.


Scheiß Bahn…
04 01. 18 21:19
…so mein ärgerlicher Ausruf heute Abend vor der Anzeigetafel RE 20:15 nach Mössingen, Strecke Stuttgart-Tübingen-Aulendorf. Anzeige „Zug fällt aus“.
Warum fällt er aus? Die Bahnauskunft am Bahnsteig wusste es nicht. „Wo kann ich mich erkundigen nach dem Grund?“ „Da werden Sie keine Auskunft bekommen“, Gründe könnten sein

  • eine technische Störung am Zug (alte Züge, schlechte Wartung)

  • eine Türstörung

  • plötzliche Erkrankung des Zugführers (gibt es keinen Bereitschaftsdienst als Ersatz?)

„und hundert andere Gründe“.

Darf der Bahnkunde nicht wissen, warum sein Zug einfach ausfällt? Darf er keine Erklärung oder gar eine Entschuldigung hören?
Bei der Hinfahrt nach Stuttgart hatte der Zug 20 Minuten Verspätung, die Rückfahrt dauerte mit Umsteigen in Tübingen 40 Minuten länger. „Scheiß Bahn“, die Milliarden Euro für Stuttgart 21 vergeudet zum Schaden des Bahnverkehrs, und die für pünktlichen und zuverlässigen Zugverkehr offensichtlich keine ausreichenden Mittel zur Verfügung hat.

„Durch Stuttgart 21 26 Minuten schneller in Ulm“, pfeif drauf, wenn ich nach Mössingen 40 Minuten länger brauche! Zudem: die Tiefhaltestelle Stuttgart 21 trägt nichts zur Zeiteinsparung nach Ulm bei, das ist die - ebenso kropfunnötige - Neubaustrecke. Siehe „
5 Milliarden Euro für keinen Nutzen“ von Prof. Bodack.
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Dieser Blogeintrag geht an die DB Bahn und an das Ministerium für Verkehr Bad.-Württ.



Verschwörungstheorie?
03 01. 18 23:17
Zitat aus dem Blog vom 18.1.2011:
„Eine schlechte Bahn ist im Interesse der Autolobby - das miserable Bahnprojekt Stuttgart 21 erscheint so in einem anderen Licht.“
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Dazu passt zum Beispiel
  • Rückbau der Leistungsfähigkeit (Anzahl der Züge in der Spitzenstunde) bei Stuttgart 21

  • Chaos im S-Bahnverkehr

  • Milliarden fehlen für Erhaltung und Verbesserung des Schienennetzes

  • drei von vier Bahnchefs kamen vom Auto

Siehe Der Rote Tisch: 30-Minuten-Interview mit KenFM und Winfried Wolf zu Stuttgart 21, Minute 5:40 ff


Das Schweigen im (Blätter)Walde
02 01. 18 21:13
Die ganze Seite 25 der Nürtingen Zeitung war mit Politiker-Statements zum Jahreswechsel gefüllt. 11 Polit-Promis von Kretschmann bis Nils Schmid kamen zu Wort. Bei Stuttgart 21 herrschte Einstimmigkeit - im Schweigen. Kein Wort zum einst gepriesenen Zukunftsprojekt. Ratlos?
Edzard Reutter im Juni 2016: „Wo sind sie geblieben, die Heizer auf der S-21-Lok?“
2018 lassen sich die politischen Befürworter nicht mehr auf der S-21-Lok blicken. Wer stoppt die gefährliche Geisterfahrt?



Prosit Neujahr!
01 01. 18 00:40
Während draußen noch die Raketen knallen - es lässt aber deutlich nach - beginnt der 10. Jahrgang meines täglichen Blogs gegen Stuttgart 21 und für den Kopfbahnhof. Ich grüße alle meine geschätzten Leserinnen und Leser mit den schönsten Wünschen für Frieden, Freude und Zuversicht.

Das Ende von Stuttgart 21 ist eingeläutet. Es wird sich vielleicht noch einige Jahre dahin schleppen, die Bahnfahrer und Stuttgarter schikanieren und Stuttgart weiter zerstören, aber das Scheitern ist unausweichlich. Es ist alles gesagt, das ganze Elend der desaströsen Fehlplanung mit den immer neuen Problemen. Und trotzdem muss es immer wieder gesagt werden!

Der „Wurmbau zu Babel“ wird scheitern, denn er hat Natur und Vernunft gegen sich. Dank allen unermüdlich Engagierten, besonders der Mahnwache und dem Demoteam. Prosit!



2008 - 2018 (3)
31 12. 17 21:59
2008 Der allererste Grund für meine persönliche Website www.siegfried-busch.de (später umbenannt in metropolis21.de) war der Wunsch zur weiteren Verbreitung meiner Offenen Briefe. Das erste Memory an Baubürgermeister Hahn ist vom 19. März 2008. Ausschnitt:

„… Auch die vertrauten Züge (haben SIE nie Eisenbahn gespielt?) sollen künftig aus dem Stadtbild verschwinden und damit gleichzeitig die Stadt aus dem Blick und dem Bewusstsein der Reisenden. Fährt man mit der Bahn in Stuttgart ein, liegt die Stadt wie ein aufgeschlagenes Buch im Blick, jetzt soll dieses Buch zugeklappt werden. Zehntausende von Bahnfahrern gucken dann buchstäblich in die Röhre statt auf unsere schöne Stadt, Durchreisende bekommen gar nichts von Stuttgart zu sehen, die Stadt wird zu einem Haltepunkt, Reisequalität wird zu Reise-Fastfood. Das ist ein schlimmer Verrat an Stuttgart.…“

2018 Baubürgermeister Hahn ging vorzeitig in den Ruhestand. Um Stuttgart 21 vorzeitig los zu werden? Er war nach Auskunft des Landesdenkmalamts zuständig für den Denkmalschutz in Stuttgart (auf meine Nachfrage): „Herr BauBM Hahn ist direkt zuständig, Herr OB Schuster als sein Vorgesetzter in der Verwaltung ebenfalls.“ Beide tragen den Makel, den Teilabbruch des „
Kulturdenkmals Hauptbahnhof“ nicht nur zugelassen, sondern nach Kräften befördert zu haben, zum Beispiel durch Vorträge im Rathaus. Baubürgermeister Hahn hat als einer der Wenigen auf meine Offenen Briefe geantwortet, was ihn positiv von den abgehobenen prominenten Befürwortern heraus hebt. Doku hier.


2008 - 2018 (2)
30 12. 17 23:24
2008 aus dem Offenen Brief an Herrn MDL Claus Schmiedel (Memory 6):
„Nicht „Tempo machen bei der Umsetzung“, sondern das Stoppen von S 21 ist das Gebot der Stunde, weil die unerhörten Mängel des Projekts zusätzlich zur desaströsen Finanzierung inzwischen publik geworden sind. Es ist nicht nur die Zerstörung des Stuttgarter Bahnhofs und des Schlossgartens in zentraler Lage, sondern vor allem die betrieblichen Mängel bei Bahnhof und Zuleitungsstrecken.“ ______________________________________________________
2018 wird immer noch Tempo angemahnt (OB Kuhn), immer noch gelten „die unerhörten Mängel des Projekts zusätzlich zur desaströsen Finanzierung“. Inzwischen sind Bahnhof und Schlossgarten empfindlich zerstört, betriebliche Mängel ungelöst. Zusätzlich hat sich das Projekt S12 als äußerst riskant herausgestellt und haben wesentliche Teile noch keine Baugenehmigung. Das Desaster ist offenbar und und das Stoppen von S 21 immer noch „das Gebot der Stunde“.



2008 - 2018
29 12. 17 21:18
Aus Memory 5 vom Juli 2008 an Dr. Wendelin Wiedeking von der Porsche AG:
„Was Sie gar nicht erwähnenswert finden: täglich werden über 300.000 Bahnreisende unter Stuttgart durchfahren. Unter der Erde. Dem „wirtschaftlichen Erfolg“ wird die Reisequalität und die Sicht auf Stuttgart geopfert, dazu ein Großteil des berühmten Bahnhofsgebäudes und ein zentrales Stück Schlossgarten. Es geht der Lebensqualität an den Kragen - eine der besten Standortfaktoren von Stuttgart.“
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2018 ist der „wirtschaftliche Erfolg“ einer großen Unwirtschaftlichkeit des Projekts Stuttgart 21 gewichen. Die Politik duckt sich weg, die Bahn bemäntelt das Risiko Stuttgart 21.



dreimal in einem Schreiben...
28 12. 17 20:05
RA Ulrich Ebert an den Bauleiter des Fildertunnels, Dipl.-Ing. Osthoff (Auszüge):

„Da Sie für den Fildertunnel der verantwortliche Bauleiter sind möchte ich Sie bitten, anlässlich der so genannten „Havarie“ in Rastatt

einen sofortigen Baustopp für die Tunnelbohrmaschine anzuordnen.“

„Da das Projekt Stuttgart 21 ohne den Anschluss des Fildertunnels und des Neckartunnels keinen Sinn macht, fordere ich Sie und alle Verantwortlichen auf,

die Baumaßnahmen zu Stuttgart 21 unverzüglich einzustellen.“

„Es kommt hinzu, dass nunmehr offenbar ist, dass das Projekt nicht finanziert ist und wegen Unwirtschaftlichkeit auch nicht finanziert werden darf…
ich bitte um Verständnis, dass ich aus den dargelegten Gründen nicht abwarten kann, bis der Schaden eingetreten und meine Existenz und die vieler Stuttgarter zerstört ist und

fordere Sie daher zu unverzüglichem Baustopp auf.“


Irrtum, Täuschung, Lüge
27 12. 17 11:15
Mappus, Oettinger, Drexler, Grube, Kefer, Ramsauer, Lutz:
eine Auswahl von Prominenten, die sich öffentlich zu den Kosten von Stuttgart 21 geäußert haben und die entweder
a) sich gründlich geirrt oder
b) bewusst falsche Angaben gemacht haben.
(siehe bei
Zum Blog aktuell)


Matthias Gastel (Grüne)
26 12. 17 22:53

Stuttgarter Zeitung zum Flughafen-Anschluss

„Der Kittel brennt, aber keiner weiß, wie er ihn löschen soll.“



scheiternd?
25 12. 17 22:39
Südkurier: „Zudem müsse weiter bei unsinnigen Ausgaben gespart werden. Ausufernde oder scheiternde Großprojekt wie Stuttgart 21 oder den Berliner Pannenflughafen BER könne sich der Staat schlichtweg nicht leisten.“


vergiftetes Geschenk, nein danke!
24 12. 17 14:38
Zwangsbeglückung der Stuttgarter und der Bahnkunden. Bahnchef Grube

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Meiner Blogleserschaft wünsche ich schöne Festtage.


Der Dichter spricht (55)
23 12. 17 19:47
„Man nehme das nicht übel. Eben dasjenige, was niemand zugiebt, niemand hören will, muß desto öfter wiederholt werden.“
(
J.W. v. Goethe, Betrachtungen und Aphorismen, Sämmtl. Werke Bd.3, Stuttgart und Tübingen 1853 S.288.)
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„Stuttgart 21 kann noch gestoppt werden“. Diese begründete Überzeugung der
Kopfbahnhofbefürworter (Aktionsbündnis) kann gar nicht oft genug wiederholt werden.


falsch geparkt
22 12. 17 13:50

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Den Urheber informiert: darf das in meinem nicht-kommerziellen Blog stehen? Andernfalls lösche ich es umgehend, aber erst mal danke!


Skandalfakten zu Stuttgart 21
21 12. 17 22:54
Der Rote Tisch: 30-Minuten-Interview mit KenFM und Winfried Wolf zu Stuttgart 21.
Destruktion des Bahnverkehrs zugunsten des Autos? Bewusste Verkleinerung des Bahnhofs? „Es wird nicht fertig werden, nein, nein.“



Zitat Projektleiter Leger
20 12. 17 14:26
Demoplakat C.D.von der letzten Montagsdemo

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Fehlt bei den Fotos Prof. Dr. Dr. Utz-Hellmuth Felcht, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn. Projektleiter Manfred Leger bekommt schon mal einen „Stellvertreter“ auf dem Weg zum Abschied…



wer bietet mehr? (4)

19 12. 17 19:02
Aus der FAZ vom 15..12. 2017:
„Die Bahnhofskritiker raunen schon von einer Eröffnung im Jahr 2028 und von Ausgaben in Höhe von zehn Milliarden Euro.“
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20. Oktober:
„Die amtierende Bundesregierung baut unverändert darauf, dass das milliardenschwere Bahnprojekt Stuttgart 21 Ende des Jahres 2021 in Betrieb gehen kann.“
20. Oktober: Vor Ende 2023 wird Stuttgart 21 nicht fertig“

27. Oktober
Es kann 2024 werden….

6. November: Der Bau von S 21 kann sich bis Ende 2025 hinziehen

7. November: Option 2026...

15. Dezember 2017: Kritiker „raunen“ 2028

Jules Verne: „In 30 Tagen um die Welt“
Stuttgart-21-Prognosen: in 2 Monaten sieben Jahre später



18 12. 17 23:07




Bahnwerbung für den neuen IC Stuttgart - Zürich
„Genießen Sie im Intercity 2 die vielen Annehmlichkeiten auf zwei Stockwerken. Zum Beispiel die einmalige Aussicht aus dem oberen Stockwerk…“ Höchstgeschwindigkeit 160 km/h „Lassen Sie sich Snacks und Getränke ganz entspannt direkt am Platz servieren.“
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Auf der geplanten Strecke Stuttgart - Ulm wird es wenig Aussicht geben können durch die langen Tunnels und 250km/h.
„Am Platz servieren“ heißt wohl, dass es keinen Speisewagen gibt.


Stuttgrt 21: Desaster oder faszinierend?
17 12. 17 16:26
1. Stadtrat Tom Adler zum bewilligten Haushalt: Das Desaster-Projekt“ Stuttgart 21 sorge statt Entspannung für Verschärfung.

2. Architekt Ingenhoven im Spiegel-Interview (Ausgabe Nr. 51 Seite 19 vom 16.12. 2017) nennt Stuttgart 21
„faszinierend“ und begründet das so:
„Ein Transformationsprojekt. Verkehr wird von der Straße auf die Schiene verlagert, die Stadt wird vom Lärm entlastet. Wir ermöglichen auf frei gewordenen Flächen, über 100 Hektar, eine zukunftsweisende Bebauung.“
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Herr Ingenhoven, das ist der Stand von vorvorgestern! Es ist mittlerweile nachgewiesen, dass im Gegenteil wegen des verkleinerten Bahnhofs Verkehr von der Schiene auf das Auto verlagert wird und der Lärm in der Stadt deshalb steigt, und von den „über 100 Hektar“ bleibt nur ein Drittel übrig. Auch deshalb kann Tom Adler mit guten Gründen von einem „Desaster-Projekt Stuttgart 21“ sprechen.



so attraktiv wie ein Kuhfladen
16 12. 17 09:32
Demoposter vor dem Bahntower Berlin am 13. Dezember 2017
Foto S.B.

Bahn:

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drastischer Klodeckel vor dem DB-Tower Berlin
Rolls-Royce bezahlt - nicht fahrbarer Schrott erhalten
16 12. 17 23:30


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es hakt bei der Bahn 15 12. 17 10:00 Beginn eines Leserbriefs von Jobst Knoblauch an den Südkurier: „Bei der Bahn hakt es nicht nur an verlotterten Gleisen, Brücken, Bahnsteigen, Aufzügen usw., es hakt hauptsächlich an der Ehrlichkeit oder andersherum gesagt: Die Bahn lügt und betrügt. Und das Schlimmste ist, dass sich unsere Politiker dies bewusst gefallen lassen…“



Frage an Aufsichtsrat der DB
14 12. 17 23:45
„Wem wollen Sie glauben, den Angaben der Bahn, die sich bis jetzt immer als falsch erwiesen haben (Leistung, Kosten, Ausstiegskosten, Risiken, Bauzeit) oder den Experten von Vieregg-Rößler, deren Berechnungen und Prognosen sich immer bestätigt haben?“ Die Angaben der Bahn werden Lügen gestraft

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Nachgewiesen in Texten und Charts bei der Pressekonferenz gestern in Berlin, hier.
.


heute vor dem Bahntower am Potsdamer Platz Berlin

13 12. 17 14:34

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ARD und SWR und Deutschlandfunk waren da, aber bei der anschließenden Pressekonferenz fehlten Vertreter der Presse komplett.



Schnellstrecke München-Berlin
11 12. 17 14:19
diepresse:
Ein „Meilenstein“ und ein „historisches Projekt“, jubelten Politiker und Bahnmanager über sich selbst. Blöd nur, dass bei der Jungfernfahrt der ICE mit über 150 Ehrengästen in einem Tunnel festsaß. Wegen der technischen Panne kamen sie erst nach Mitternacht an. Statt der gepriesenen vier Stunden brauchten sie sechs – so lang wie bisher. 

Von 10 Verbindungen ab Stuttgart Hauptbahnhof sind 7 mit Änderungen (ein Zug fällt aus), aber der ICE nach München ist pünktlich und in München klappt der Anschluss.


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Dr. Winfried Wolf aktuell 9./10. Dezember: Die Neubaustrecke Berlin – München wird feierlich eröffnet. An den ersten beiden Tagen bleibt ein halbes Dutzend der Züge liegen bzw. diese erreichen das jeweilige Ziel mit großer Verspätung

(Gründe u.a. bei Zum Blog aktuell).

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Morgen reise ich mit einer Gruppe von Stuttgart über München nach Berlin und erlebe selbst die Neubaustrecke. Wie die Fahrt verlaufen ist, davon morgen aus dem ICE vor der Ankunft in Berlin.


über die Grünen
10 12. 17 21:44

Rhein-Neckar-Zeitung:


„…die Probleme bei der Umsetzung von Stuttgart 21 sind riesig…“
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Jubelberichte zu Stuttgart 21 (Blog gestern) sind gänzlich verstummt, stattdessen ist schon lange vom „Chaosprojekt“ zu hören. Leuchtturm verkehrt, passend zum Wurmbau zu Babel. Je stärker die Grünen am Projekt S 21 festhalten, desto mehr wird es Ihnen zum Klotz am Bein.


versprochen- gebrochen (3)
09 12. 17 22:52
Amtsblatt 2008 Nr.45 vom 6.November, „von neutralen Gutachtern geprüft…Baurisiken in die Kalkulation eingeflossen…solide durchgerechnet…“:

„Stuttgart 21 kostet demnach 3,1 Milliarden…“

Kommentar Andreas Keller: “Die dort getroffenen Aussagen zu den Kosten und der Schlußsatz des damaligen Innenministers führen die ganze Absurdität wieder nachdrücklich vor Augen..

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Lügen-Feuerspeier
08 12. 17 21:42
Aus einer Weihnachts-E-Mail von E.Sch. heute:
„Da nützt nun mal alles nix. Die besten Argumente nicht, Vernunft schon gar nicht… Der Drache S21 konnte nun mal nicht getötet werden, sondern er speit auch weiterhin sein Lügenfeuer..“
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Drachen sind besiegbar, vom Hl.Georg und vom Drachentöter Siegfried. Der S21-Drache wird aber an seiner Hybris verenden (Hybris = Unmöglichkeit, Vermessenheit, Übermut, Überheblichkeit, Frechheit, Gier, Frevel, Größenwahn).



versprochen - gebrochen (2)
07 12. 17 22:04
Motto: Das „Leuchtturmprojekt“ von 2008 hat sich zum Schadprojekt entwickelt, für jedermann leicht zu erkennen.

2009: Aus „21 gute Gründe für Stuttgart 21“: 9. Weniger Autos, bessere Luft

Vorteile für uns: Als Umweltschützer
Der Umbau des Bahnknotens Stuttgart bringt mehr Verkehr in Stadt und Region auf die Schiene und entlastet damit den Straßenverkehr. Die bessere Vernetzung zahlt sich für die Umwelt aus: Wissenschaftler haben errechnet, dass rund 18 Millionen Pkw-Fahrten mit 350 Millionen Kilometern pro Jahr von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Das erspart der Umwelt jährlich rund 70.000 Tonnen Kohlendioxid.

Am 24.Dezember 2008 stand im Amtsblatt der Stadt Stuttgart in der CDU-Spalte: „Die belegbaren Vorteile, die Stuttgart 21 für alle bringt, sind noch intensiver zu vermitteln, damit die Menschen dieses beneidenswerte städtebauliche und ökologische Projekt voller Stolz im Herzen tragen können.“ _________________________________________________________

2017 swr.de/swraktuell:
"Autoverkehr wird ansteigen"
Eine große Quelle dabei: die Tunnelbauten. Beim Bahnprojekt werde eine riesige Menge an Stahl und Beton verbaut. Das setze rund zwei Millionen Tonnen an Treibhausgasen frei, so Rößler… Außerdem geht Rößler in seinen Berechnungen davon aus, dass S21 zu deutlich mehr Autoverkehr führt - weil auf weniger Gleisen weniger Züge fahren könnten. Insgesamt, so Rößler, würde sich also die Menge von Treibhausgasen in Stuttgart in den nächsten 30 Jahren enorm steigern. Wie stark - das hänge auch davon ab, ob der Umstieg vom Verbrennungsmotor auf das E-Auto klappt.
StN: So würden in einem konservativen Szenario 5,6 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt, in einem progressiven – den Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung einberechnenden – immer noch 3,5 Millionen Tonnen.



"Kollaps der Vernunft"
06 12. 17 15:39
“Abgrundtief dämlich“, Zitate aus Artikel von Volker Lösch in kontextwochenzeitung


0,2% - faule Propaganda!
05 12. 17 11:03
BUND Südbaden:
Sätze wie "Die Umsiedlung von Eidechsen kostet die Bahn ca. 15 Millionen Euro und verzögert Bauarbeiten am Projekt Stuttgart 21" stehen immer wieder in den Medien. Die PR-Abteilung der Bahn weiß, dass sich niemand vorstellen kann, wie viel 7,6 Milliarden Euro (7.600.000.000) im Vergleich mit den 15 Millionen sind. Die knapp 0,2 % Umsiedlungskosten machen fette Schlagzeilen, die von Umweltschützern vorhergesagten Probleme beim Anhydrit eher nicht. 



Website "Umstieg 21" erweitert und neu gestaltet

04 12. 17 13:40
Umstieg 21:

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„Alle für den Eisenbahnverkehr vorgesehenen oder bereits geschaffenen Bauwerke bzw. Abschnitte von S 21 sind prinzipiell für eine alternative Nutzung geeignet…“


Parodie aktuell
03 12. 17 19:12
Morgenlied, 16.Jdt.:

Es taget vor dem Walde,
Stand ûf, Kätterlîn!

Parodie S 21, Dez. 2017:

Es dämmert vor dem Ende,
Wach uff, Aufsichtsrat!

________________________________________
Das Debakel von Stuttgart 21 liegt vor Augen. Was Politiker nicht hindert zu behaupten „Stuttgart 21 war und bleibt richtig“ (
CDU-Expertin Razzavi).
So wird auch der Aufsichtsrat am 13. Dezember vermutlich nicht das „Ende mit Schrecken“ beschließen, sondern für das „Schrecken ohne Ende“ votieren. Oder die Entscheidung weiter vertagen. Es geht nämlich nicht um ein sinnvolles Bahnprojekt zugunsten der Bahnkundschaft und zum Wohl des Bahnverkehrs.
Ja, um was geht es dann?



GAU S21
02 12. 17 12:46
Arno Luik im SWR2 Forum Min.2:35:

"Stuttgart 21 ist der größte anzunehmende Unsinn!"



Abbruch teurer?
01 12. 17 14:13

Karikatur von BAA-Leser Tobias Mey
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Südd.Zeitung von heute (und viele andere Medien!): Ein Abbruch der Bauarbeiten wäre allerdings noch teurer als die Fertigstellung.“ ___________________________________________________
Wie das? Wurde es vielleicht so berechnet:

  • Kosten geschönt

  • Fertigstellung 2024 statt möglicherweise Jahre später

  • Berechnung durch bahnfreundliche Gutachter

  • Bauaufträge/-verträge ganz einbezogen

  • Umstieg nicht berücksichtigt (Anrechnung bereits erfolgter Arbeiten)

Nach Vieregg-Rößler-Berechnung wäre jedenfalls ein Abbruch um Milliarden günstiger! Im Kern bedeutet das: Vieregg und Rössler orientieren sich an bereits abgerechneten Projekten und kalkulieren mit realen Kosten, die bei vergleichbaren Bautätigkeiten angefallen sind. KPMG hingegen kalkuliert mit Zahlen, die ihnen die Bahn zur Verfügung stellt.“


Vierzeiler aktuell
30 11. 17 16:42
„Zur gewohnten Jahreszeit
Wieder Offenbarungseid.
Deutsche Bahn hält uns zum Narren,
Fahren wir ihr an den Karren!

Wen wundern die »neu gerechneten« Kosten? Jeder*) weiß: sie sind wieder mal neu geschönt. Seriöse Gutachter wie auch der Bundesrechnungshof beziffern die Baukosten für S21 längst auf zehn Milliarden Euro. Warum nennt man diese Zahl eine »Horrorvision« der Gegner? Es wird noch viel teurer kommen, rechnet man alle Folgekosten des schief gelaufenen Mauschel-Projekts mit ein…
…Es gibt nichts mehr ins Lot zu bringen. Das Projekt ist gescheitert.“
___________________________________________________

*) „Jeder“ gilt nur für die Informierten über das Projekt S 21. Die große Menge in Deutschland ist das aber nicht und wird wieder übertölpelt (ganze Rundmail von Thomas Felder
hier).


Katze S 21
29 11. 17 22:22
Heute große Medienresonanz zu den neuen Zahlen: Fertigstellung 2024 (statt 2021 wie noch vor zwei Monaten gesagt) und Mehrkosten 1,1 Mrd Euro. Damit ist die S-21-Katze noch nicht aus dem Sack, hat aber schon mal eine Pfote mit Krallen sehen lassen. In üblicher Art werden unangenehme Wahrheiten nur scheibchenweise bekannt gegeben, Schrecken ohne Ende…


versprochen - gebrochen (1)
28 11. 17 10:34
Das „Leuchtturmprojekt“ von 2008 hat sich zum Schadprojekt mit offensichtlichen Täuschungen entwickelt, für jedermann leicht zu erkennen. Noch im Herbst 2012 war im Turmforum zu lesen:

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Inzwischen wurde zwingend nachgewiesen, dass aus „mehr als“ 100% minus 30% geworden sind.


Paradies und Fegefeuer
27 11. 17 11:44
mannheimer-morgen:
Schlagzeile zu Stuttgart 21:

Paradies für Ingenieure
________________________________________
aber für Bahnkundschaft und Stuttgarter eher Fegefeuer… unadjustednonraw_thumb_c69b



versemmelt
26 11. 17 13:27
www.nordbayern:
„…Auch der OB (Fürth) ärgert sich über das Verhalten der Bahn: "Für Prestigeprojekte wie Stuttgart 21 hat sie hunderte Millionen versemmelt und Bahnhöfe wie Unterfarrnbach bleiben außen vor.“
______________________________________________
Behindertenunfreundliche Bahnhöfe wie in Unterfarnbach gibt es sogar in Stuttgart: Am Nordbahnhof für Rollstuhlfahrer nur eine Treppe oder einen sehr langen Umweg. Für gehbehinderte Menschen ist sogar der Hauptbahnhof eine Prüfung mit einer 120 Meter langen „Brücke“ zu den Bahnsteigen Foto S.B. April 2015

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„Und auf vorgeschriebenen Bahnen
zieht die Menge durch die Flur;
den entrollten Lügenfahnen
folgen alle! - Schafsnatur!“

(Goethe, Faust 2, IV) Der Dichter spricht - Nr.29



Meldung und Kommentar
25 11. 17 11:07
Süddeutsche Zeitung:
„Rüdiger Grube ist im Januar als Chef der Deutschen Bahn zurückgetreten, weil der Aufsichtsrat seinen Vertrag nicht um drei Jahre verlängern wollte. Das ist die offizielle Version. Inoffiziell kann man vermuten: Er ist heilfroh, dass er die Baugrube Stuttgart 21 nicht mehr an der Backe hat. Sein Nachfolger Richard Lutz, ehemals Finanzvorstand, muss nun die neuesten Nachrichten verantworten: Der Kostenrahmen von 6,5 Milliarden Euro ist womöglich nicht zu halten. Eröffnung? Vielleicht erst 2024.“
____________________________________________________________

  • die „offizielle Version“ zeigt unverblümt den Egoisten Grube

  • keine Verantwortung mehr für seine Tricksereien (Blog gestern) und das angerichtete Unheil an Bahn, Stadt Stuttgart und Bahnkunden? Stuttgart 21 klebt immer negativ „an der Backe“!

  • Kostenrahmen weder 4,5 (Grube 2009) noch 6,5 Mrd. Euro, das ist so gut wie sicher

  • Eröffnung (wenn überhaupt) später als 2024 und dann in einer anderen Version (Gäubahn, Fildern)



Verantwortliche des Desasters Stuttgart 21
24 11. 17 21:31
Aktion Kostenbetrug und Übertölpelung durch Krawattenträger, 2009 im Neuen Schloss. Alle haben inzwischen das sinkende Schiff S 21 verlassen:

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Die Weichen sind gestellt ...
was kümmert uns das Geld?
Was kümmert uns die Eisenbahn
mag sie doch in den Keller fahr'n
(Kommentar N.B.)



akzeptabel, aber nur fast
23 11. 17 23:42
Heute zu zweit Mössingen-Karlsruhe und zurück. Das Baden-Württemberg-Ticket kostete mäßige 30 Euro für diese lange Strecke plus 2 Fahrten mit der Straßenbahn in Karlsruhe. Eitel Zufriedenheit, wenn nicht der Regionalzug in Stuttgart 8 Minuten Verspätung (wegen einer „Signalstörung“ am Nordbahnhof) gehabt hätte und der Anschlusszug nach Tübingen 2 Minuten gewartet hätte. Bei der Einfahrt in Stuttgart stand er noch da und ist uns vor der Nase weg gefahren. So kamen wir in Mössingen statt 21:55 erst 22:55 an, einfach ärgerlich.

So hat sich ein Kommentar heute
zum neuen Fahrplan der Stadtbahn Stuttgart bestätigt: „Beim unzuverlässigsten Nahverkehr der Welt wird kein Fahrplan eingehalten, ständig fallen Züge aus und sind Strecken nicht befahrbar…“ Es mag auf der Welt noch schlimmere Zustände im Nahverkehr geben, aber wir sind in Deutschland mit einer einst pünktlichen und zuverlässigen Bahn, die von Mehdorn und unfähigen Managern mit Hilfe einer falschen Politik kaputt gemacht wurde.


DB-Reisequalität
22 11. 17 20:10
Sitze Stuttgart Hbf Gleis 13/14, nachgeliefert zum Blog vom 19. und 20.11.2017

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Beachte auch den Boden, und: an dieser Stelle ist der Bahnsteig nicht mehr überdacht!



der anhaltende Widerstand
21 11. 17 11:22
Bahn-für-alle: Der Widerstand der Bürgerbewegung gegen das Großprojekt ist ungebrochen. Seit sieben Jahren Montagsdemos. Seit sieben Jahren die Anti-S21-Mahnwache mit 24-Stunden-Präsenz… Grund ist „der tiefe Einblick in eine Politik, die es bis heute geschafft hat, mit Täuschungen, falschen Versprechen und Zusagen (z. B. bei der Volksabstimmung: „Kostendeckel 4,8 Milliarden Euro“) und viel medialem Rückenwind und medialem Schweigen, ein absolut sinnloses, verkehrspolitisch kontraproduktives und klimakatastrophales Projekt durchzuboxen…)

Demoposter bei der Montagsdemo gestern:

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Foto S.B.


Bahnsteige und Stuttgart 21
20 11. 17 23:07
Kommentar zum Blog von gestern:
Was haben Bahnsteige mit Stuttgart 21 zu tun?
Erklärung: Die DB-AG investiert nur ein Minimum in die Gestaltung im Gegensatz zu Österreich (und Schweiz). Dagegen werden im
schädlichen Prestigeprojekt S 21 immer mehr Milliarden veruntreut. Die Bahn wurde und wird sichtbar schlecht regiert, der Aufsichtsrat hat versagt.


ÖBB - DB
19 11. 17 23:34
Bahnsteige im Vergleich (Fotos S.B.)

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ÖBB, Feldkirch, Kleinstadt: Staatsbahn, tadelloser Boden aus Formsteinen, Sitze mit Holzauflage, keine kommerzielle Werbung, gute Aufenthaltsqualität


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DB, Stuttgart, Hauptstadt: privatwirtschaftliche AG, schadhafter und fleckiger Asphalt, Sitze ganz aus Metall (auf Foto nicht sichtbar), mit Werbung vollgestellt, schlechte Aufenthaltsqualität


von jedem etwas: Posse, Groteske, Satire, Komödie, Drama, Krimi, Trauerspiel....
18 11. 17 17:14
Turbulente Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart:
„Um in dem Fall der Tunnelentfluchtung einer Herausgabe zu entgehen, wurde den Informationen jegliche Umweltrelevanz abgesprochen, der Anwalt verstieg sich in Spitzfindigkeiten wie, dass ein fahrender Zug sehr wohl noch Umweltrelevanz habe, ein stehender Zug aber nicht. In diesem Zusammenhang kommentierte selbst die Vorsitzende Richterin die Auseinandersetzung mit dem Satz: „Ein Fahrgast hat aber schon ein Recht darauf, zu erfahren, ob er lebend aus einem Zug kommt oder nicht.“

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Mehr bei Ingenieure 22 PM vom 18.11.2017.
_________________________________________________________

Arme Bahn, die solche Advokaten-Klimmzüge nötig hat, um den unheilbaren Mangel, drastisch gesagt den Murks von Stuttgart 21 zu verbergen. Wie wäre es mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme und dem Milliarden sparenden Abbruch oder besser Umstieg mit Erhalt des funktionierenden Bahnknotens?


Wunder
17 11. 17 19:32
Süddeutsche. Zeitung:
15. November 2017 Baustellenbesuch

Bei Stuttgart 21 muss jetzt ein Wunder geschehen



Werbeaktion zur Vernebelung des Desasters
16 11. 17 14:29
Breit gestreuter Promotions-Optimismus aus der Propagandaabteilung des Bahnprojekts, von BILD bis Allgemeiner Bauzeitung und natürlich Stuttgarter Nachrichten mit gleichlautendem Bahnsprechertext:

Stuttgart (dpa). - Von den 59 km Tunnel des Bahnvorhabens Stuttgart 21 sind 60 % bereits vorgetrieben. Dabei seien 90 % der risikoreichen Anhydrit-Linsen im Gestein bereits ohne Probleme durchfahren worden, sagte ein Sprecher der Bauherrin Bahn in Stuttgart. 
_________________________________________________________

Verschwiegen wird natürlich, dass die „Anhydritlinsen“ nicht die 20 Kilometer Tunnelstrecke im Anhydrit sind, sondern nur die jeweiligen Übergangszonen. Verschwiegen wird auch, dass die problematischen Abschnitte wie Neckarunterquerung erst noch kommen.



Eingetretene Risiken explodieren
15 11. 17 21:14
„121 Chancen und Risiken“ (im Jahr 2011)

Aus der Website der Bahn:

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Projektleiter Leger am 21.9.2015: „…der Konzern hat in 2012 … eine Liste von 1700 Einzelpositionen zu dem Thema Chancen und Risiken erarbeitet…“

Morgen, am 16.11.2017, klagen die Ingenieure 22 auf die Herausgabe der 1700 Risiken, um 9h30 in der Augustenstrasse 5 im Saal 5 am Verwaltungsgericht Stuttgart.


Desaster
14 11. 17 11:53
Generalanzeiger Bonn von heute:
„Einerseits ist es eine Lehre aus dem
Desaster rund um das Bahn- und Städtebauprojekt Stuttgart 21, das für jahrelange Bürgerproteste sorgte.“
___________________________________________
In Bonn wird natürlich nicht registriert, dass die Proteste nicht Vergangenheit sind, sondern weiter gegangen sind bis heute. Die 400. Montagsdemo ist am 15. Januar 2018. Aber dass Stuttgart 21 ein „Desaster“ ist, wird inzwischen bundesweit gesehen. Leuchtturm-Projekt verkehrt… eine „Looser-Veranstaltung.“



Stuttgart 21 ist ein GAU...
13 11. 17 14:41

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Zitat Wieland Backes:
Wer Stuttgart liebe, „möchte nach dem aus dem Ruder gelaufenen Stuttgart 21, nach dem gesichtslosen Europaviertel nicht den nächsten GAU erleben“.



Klimaskandal 21
12 11. 17 17:23
Rede vorgestern in Bonn von Volker Lösch.

Er hält Stuttgart 21 für ein „klimapolitisch vollkommen aus der Zeit“ gefallenes Projekt – ähnlich wie viele andere „sinnlose Großprojekte“, die „ohne Anhörung der Bevölkerung geplant und auf den Weg gebracht werden“, dann aber „juristisch kaum zu stoppen sind“ und „wenigen viel Geld und vielen nichts bringen“ – Großprojekte, „die der Umwelt und dem Klima nachhaltig schaden“ und „den Klimawandel beschleunigen“. img_9353 Schluss der Rede: „Ein herzlicher Gruß aus Stuttgart an die Welt: Kohle bleibt unten, Bahnhof bleibt oben. Wir werden OBEN BLEIBEN!“



drei Stuttgart-Mängel
11.11.11:11
Aus stimme.de von heute:

 Stuttgart steht auch für Stau, Feinstaub und "Stuttgart 21“

__________________________________________

Zum Narrendatum 11.11.11:11 aus meiner Büttenrede von 2014
zu den „21 guten Gründen für Stuttgart 21“:
„Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm wird den Ruf Stuttgarts mitprägen.Fragt sich nur wie, vielleicht in Richtung Schilda! Dazu passen die Narrenrufe der Reutlinger hervorragend. Sie rufen „Schandi - Schando!“ (Video Minute 13)


Fundgrube
10 11. 17 17:51
Starke Anti-S21-Videos bei Michael Kultur…



Gedankenspiele
09 11. 17 23:08
Stuttgarter Zeitung, Schlagzeile:

Neue Gedankenspiele für S21 am Flughafen

unadjustednonraw_thumb_c686 ______________________________________
Beim best geplanten Projekt gibt es viele Stolperstellen, ganz aktuell der Flughafen-Bahnhof. Aber auch das S-Bahn-Desaster, der Bahnhofstrog, Anhydrit, Umweltkiller, die Überschwemmung (von den Folgen für den Bau wurde in der Presse nicht berichtet, aber in der Demo-Moderation am Montag Min.13, von Andreas Schwab)…
Bei allen gäbe es eine wirksame Abhilfe: Umstieg 21.



wer bietet mehr? (3)
08 11. 17 21:32
Aus der Stuttgarter Zeitung von gestern:
„Am Samstag veröffentlichte die Projektgesellschaft eine Ausschreibung, in der als Option
Februar 2026 stand. Bitten um eine Erklärung wehrte das Projektbüro ab.“
_________________________________________
20. Oktober:
„Die amtierende Bundesregierung baut unverändert darauf, dass das milliardenschwere Bahnprojekt Stuttgart 21 Ende des Jahres 2021 in Betrieb gehen kann.“

20. Oktober: Vor Ende 2023 wird Stuttgart 21 nicht fertig“

27. Oktober
Es kann 2024 werden….

6. November: Der Bau von S 21 kann sich bis Ende 2025 hinziehen

7. November: Option 2026...

Jules Verne: „In 30 Tagen um die Welt“
Stuttgart-21-Prognosen: in 18 Tagen sechs Jahre später



alternativlos gescheitert...
07 11. 17 17:20
Andreas Schwab gestern als Moderator

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„Um mich der Sprache der Betreiber zu bedienen, kann man sagen
„S 21 ist bereits heute unumkehrbar und alternativlos gescheitert.“


wer bietet mehr? (2)
06 11. 17 15:17
Termincrescendo auf dem Weg nach St. Nimmerlein, oder Es fährt kein Zug nach nirgendwo…

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Stuttgarter Nachrichten am 27. Okt. 2017

Es kann 2024 werden….

Stuttgarter Nachrichten heute, am 6.Nov. 2017

Der Bau von S 21 kann sich bis Ende 2025 hinziehen



Horrorbahnhof
05 11. 17 21:03
spiegel.hamburg-neuer-bahnhof-altona-bringt-viele-nachteile
„Die Deutsche Bahn und die Stadt Hamburg machen die gleichen Fehler wie beim Horrorbahnhof Stuttgart 21.“


Statistik 12 Monate
04 11. 17 10:32
Zeitraum Nov. 2016 bis Oktober 2017

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Statistik Oktober 2017

03 11. 17 23:43
Ab und zu werde ich gefragt, wie meine S-21-Website metropolis21.de mit den täglichen Einträgen besucht wird. Aus einer Fülle von Daten finde ich diese besonders interessant:

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schlechter Ruf, berechtigt
02 11. 17 11:09
„Das Projekt gilt bundesweit von FAZ bis heuteshow als Looser-Veranstaltung.“
(aus einem Rundbrief von Werner Sauerborn)


drei Affen
01 11. 17 10:42
Hallo Befürworter von Stuttgart 21 in der Politik von Stadt und Land: diese fundierten Beiträge nicht ansehen, damit Sie Ihre gute Meinung zum Zukunftsprojekt behalten können. Also die drei Affen spielen, nichts sehen, nichts hören und nichts sagen…

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Hurra!
31 10. 17 11:30
Während die Stuttgarter Hauptpresse die Kommentarfunktion zu brisanten Artikeln aufgegeben hat und damit die Möglichkeit einer Korrektur oder Zusatzinformation im Sinne einer Gegenöffentlichkeit, werden bei Berichten des SWR Kommentare noch frei geschaltet. Zum Beispiel unter der Überschrift „Steuerveruntreuungsprojekt geht weiter! Hurra!“ von Rudolf Rhuba:
„… Denn wer diese Kenntnisse der Grundschulmathematik nicht nur besitzt, sondern auch sich traut, diese anzuwenden, der wusste bereits lange vor einer sog. Schlichtung, dass die Menschen, Bürger, Steuerzahler und Pendler hier nicht nur um ihr Geld, sondern auch um ihre Lebensqualität… betrogen werden. Die DB ist eigentlich immer optimistisch, das kennen wir nicht anders. Manchmal behält sie auch Recht, aber eigentlich nur gaanz ganz selten. Meistens kommt es viel schlimmer…“
(Ganzer Kommentar bei
„Zum Blog aktuell“)


berüchtigtes Bahnprojekt
30 10. 17 22:10
Aus „erneuerbareenergien.de“:
„…Ein Beispiel: Beim berüchtigten Bahn-Projekt Stuttgart 21 wurden die Umbau-Pläne der Experten seit mehr als einem Jahrzehnt diskutiert und öffentlich vorgestellt - etwa in Pressekonferenzen. Das große öffentliche Entsetzen brandete erst auf, als die sprichwörtlichen Bagger schon rollten…“
____________________________________________________
Das ist einfach so hingeschrieben ohne wirkliche Kenntnis der Dinge.



wer bietet mehr?
29 10. 17 23:47
Schlagzeile in den Stuttgarter Nachrichten:

Es kann 2024 werden….



äh...äh...äh...
28 10. 17 23:07
Votum Pofalla beim Lenkungskreis Min. 00:00:25 zu möglichen Tunnelsperrungen wegen Anhydrit:
„Es gibt hier entsprechende Konzepte -äh- für -äh- Umleitungen und -äh- Ersatzverkehre, -äh- die dann -äh- in Betrieb genommen werden können, -äh- ich glaube das wir hier in Stuttgart -äh- wirklich gut vorbereitet sind auf eine solche Situation, von der wir allerdings nicht ausgehen, dass sie eintritt.“



Katastrophe mit Ansage
27 10. 17 22:51
Aus der Presse-Mitteilung das Aktionsbündnisses K-21 zum heutigen Lenkungskreis
„Die Bahn steuert hier sehenden Auges in das gleiche Abenteuer wie in Rastatt, denn hier wie dort wurden bzw. werden nicht erprobte Bauverfahren eingesetzt“, bewertete von Loeper diese Planung. Was in Rastatt das Vereisungsverfahren beim Bohren im Kies unter Bahnbetrieb war, ist in Stuttgart vor allem das Durchfahren des auch Jahrzehnte nach Fertigstellung noch quellfähigen Anhydrit-Gesteins.

Zur Frage nach einem Plan B im Wartungs- oder Havariefall blieb Pofalla eine glaubwürdige Antwort schuldig. Dabei geht die Bahn hier nach Aussagen ihrer eigenen Gutachter ein im Ingenieurwesen „unüblich hohes Risiko“ für die Betriebstauglichkeit ein.

Die Möglichkeit eines regelmäßig wiederkehrenden GAUs bedeutet eine Katastrophe für den süddeutschen Bahnverkehr und den Wirtschaftsstandort Mittlerer Neckar.“


das neue Herz Europas
26 10. 17 23:48

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Das ist Vergangenheit. Die guten Argumente… wo sind sie geblieben? Stattdessen immer neue Probleme und Verschlechterungen.


Beschönigungen
25 10. 17 22:12
Tunneldebakel (FAZ):
„…was die Bahnmanager am Anfang „Havarie“ nannten und jetzt nur noch „Ereignis“ oder „Zwischenfall“.
___________________________________________
„Nur um Haaresbreite hätte die Rastatter Tunnelhavarie über die gigantischen Sachschäden hinaus zu einer großen Eisenbahnkatastrophe mit dramatischen Folgen für Leib und Leben Hunderter Fahrgäste und Anwohner führen können.“
(Aus der
Strafanzeige des Aktionsbündnisses.)


Oben bleiben!
24 10. 17 22:42
ICE am Nordbahnhof

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Wen stört es, wenn ein ICE vorbeifährt? Ich finde es schön. Der sonstige Verkehr am Nordbahnhof/Heilbronner Straße macht viel mehr Lärm. Und die Bahnreisenden haben eine bessere Reisequalität als in den dunklen Tunnels von Stuttgart 21.


Absurditäten
23 10. 17 23:40
Redebeitrag von Hannes Rockenbauch (42’30’’) bei der heutigen Montagsdemo:
"Absurde Planungen für ein absurdes Großprojekt“
(Info aus dem Ausschuss S21)



Bildkommentar zum Blog von gestern
22 10. 17 09:25
Demo-Poster von C.D. für morgen zur 390. Montagsdemo

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beides falsch
21 10. 17 15:38
Zwei Nachrichten von gestern:
neckar-chronik:
„Die amtierende Bundesregierung baut unverändert darauf, dass das milliardenschwere Bahnprojekt Stuttgart 21 Ende des Jahres 2021 in Betrieb gehen kann.“

stuttgarter-nachrichten:
„Vor Ende 2023 wird Stuttgart 21 nicht fertig“
____________________________________
Die Prognosen der Bahn zu Stuttgart 21 kann man den Hasen geben.
Weder 2021 noch 2023 wird Stuttgart 21 fertig. Der Wurmbau zu Babel wird vielleicht überhaupt nie fertig oder mit viel Glück und Unglück einige Jahre nach 2023 in stark veränderter Form. Aber das ist meine eigene Prognose…



Ende der Fahnenstange?
20 10. 17 16:55
Stuttgarter Zeitung: „Bahn muss Kostenrahmen halten“
„...Hilfreich wäre es nun aber, wenn die von der Bahn genannten Kosten von 6,5 Milliarden Euro, die auch der Bahngutachter KPMG bislang nicht nennenswert überschritten sieht, das Ende der Fahnenstange darstellen würden. In den kommenden Monaten eine Lösung zu finden, nur um kurz danach wieder Mehrkosten zu verkünden, wäre ein Fiasko.“
___________________________________________
Das (6,5 Mrd) ist genau so obsolet wie die Inbetriebnahme des Gesamtprojekts 2021. Natürlich wird es um Milliarden teurer, wie es bereits 2013 vorhergesagt wurde:
Als 2013 die Azerliste von der Bahn endlich herausgegeben wurde (es gab Whistleblowers zuvor), schätzten die Ingenieure22 anhand dieser Liste Projektkosten bis zu 10 Mrd. €, eine Zahl, die Jahre später vom Bundesrechnungshof und von den Gutachtern Vieregg & Rössler bestätigt wurde!


schleppender Baufortschritt
19 10. 17 11:22
Aus heutigem Kommentar in der Stuttgarter Zeitung:
„Zu augenfällig ist der schleppende Baufortschritt, zu deutlich wird, dass der von der 
Bahn eisern genannte Inbetriebnahmetermin 2021 nur noch symbolischen Charakter hat.“
_______________________________________________
Auf dem Weg zu St.Nimmerlein...



Filbinger (4)
18 10. 17 13:50
Post an die CDU-Fraktionen im Landtag und in der Stadt Stuttgart
Wyhl/Stuttgart 21

Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,
zuletzt unter der politischen Führung von MP Mappus und OB Dr. Schuster haben Sie das umstrittene Projekt Stuttgart 21 bis zum heutigen Tag immer weiter getrieben mit denselben Machtmitteln wie damals in Wyhl (
Doku swr.de Extra), nämlich durch
- politische Mehrheiten
- manipulierte Abstimmung
- unlautere Versprechungen
- mit Projekt-verbandelten Experten
- Missachtung engagierter Bürger
- Naturzerstörung mit Baumfällungen
- prügelnde Polizisten
- Wasserwerfer
- politisch geprägte Verurteilungen durch Gerichte u.a.

Das Projekt Wyhl wurde abgebrochen. Dass es ein Fehler war, hat MP Filbinger sehr spät noch eingesehen (ob es öffentlich bekannt wurde, weiß ich nicht).

Stuttgart 21 ist auch ein Fehler (OB Palmer, Aktionsbündnis gegen S 21), der Umstieg mit Erhalt des Kopfbahnhofs wäre der richtige Weg und würde immer noch Milliarden weniger kosten, dazu mit positiver Auswirkung auf Bahnverkehr und Städtebau.

Stuttgart 21 ist schon heute gescheitert im Hinblick auf Leistung, Kosten und geplante Fertigstellung…



Filbinger (3)
17 10. 17 12:42
Die Filbinger-Nachfolger von Baden-Württemberg und Befürworter von Stuttgart 21:

MP Lothar Späth war Aufsichtsratsvorsitzender des Tunnelbohrers Herrenknecht. 2010 mischte er (73) sich in Stuttgart als S21-Befürworter mutig unter das S-21-kritische Volk. Er starb mit 78 im März 2016.

MP Teufel im September 2010:
"Käme es allerdings zu einem Baustopp, dann hieße das auch: Stuttgart 21 ist gestorben. …Baden-Württemberg wäre dann abgehängt.“

EU-Kommissar und ehemaliger
MP Oettinger im Welt-Interview:
„Stuttgart 21 ist die einzige Möglichkeit, die baden-württembergische Landeshauptstadt in den nächsten 20 bis 30 Jahren in das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz zu integrieren.“


MP Mappus
hatte sich für Stuttgart 21 ganz stark gemacht. Der von ihm zu verantwortende „Schwarze Donnerstag“ brachte seine baldige Abwahl.

Frage an die Herren Teufel, Oettinger und Mappus:
Wann werden Sie die Größe von Filbinger haben und sagen, Stuttgart 21 zu forcieren ist ein Fehler gewesen? Auch Sie sind nämlich für das Desaster des Murksprojekts stark verantwortlich und haben damit Unglück über Stuttgart und die Menschen gebracht.


Filbinger (2)
16 10. 17 23:03
„Kein weisses Blatt“ heißt die „Vater-Tochter-Biografie“ von Susanna Filbinger-Riggert. Sie schreibt auf S.93:
„Viele, viele Jahre später, genauer gesagt, drei Jahre vor seinem Tod, sollte Vater sein Urteil über die Kernkraft widerrufen, sie zu forcieren sei ein Fehler gewesen.“



Filbinger (1)

15 10. 17 09:22
Blogeintrag Oktober 2013:

„Ohne das Kernkraftwerk Wyhl werden am Ende des Jahrzehnts in Baden-Württemberg die ersten Lichter ausgehen.“ Ministerpräsident Filbinger 1973 (Doku swr.de Extra, Minute 0.26) „Der jetzige Hauptbahnhof kann das Fahrgastaufkommen des Jahres 2010 in keiner Weise mehr bewältigen.“ DB ProjektGmbH Stuttgart 21 1997 _______________________________________________________________ S.B.: Beide Prognosen haben sich als grotesk falsch erwiesen. 2010 wurde der Stuttgarter Hauptbahnhof sogar als der pünktlichste Großstadtbahnhof Deutschlands von der Stiftung Warentest ermittelt und von den Bahnkunden als kundenfreundlich gewählt.

Auch in Wyhl gab es eine Abstimmung mit einer Mehrheit für das Kernkraftwerk, wurden Gegner kriminalisiert und verurteilt, Bäume gefällt, Wasserwerfer eingesetzt, engagierte Menschen geprügelt und weggezerrt, es gab mit den Betreibern verbandelte Experten, politische Gerichtsurteile und die ganze Macht der (Politik und Wirtschafts-) Propaganda vor der Abstimmung. Schließlich ließ die Landesregierung das Projekt fallen zum Segen des Volks und der Landschaft. (Doku swr.de Extra von 2016, noch abrufbar!)
Widerstand gegen das Lügengebäude (hier eine
Lügentabelle) Stuttgart 21 bleibt das Gebot der Zeit. Die Geschichte wird Stuttgart 21 ein vernichtendes Zeugnis geben, ob Fertigbau oder Abbruch.



25. Planänderung
14 10. 17 21:33
Aus der Rede von Dr.-Ing. Hans-Jörg Jäkel, Ingenieure22, auf der 388. Montagsdemo am 9.10.2017
„…Dass der neue S-Bahn-Tunnel vom Hauptbahnhof zur Mittnachtstraße an der Wolframstraße eine 2,5 Meter hohe Sperrmauer errichtet, wurde ja schon mehrfach dargestellt. In der Planfeststellung sind dafür in beiden Richtungen jeweils zweispurige Straßenschleifen zur Überquerung beschrieben, aber Fuß- und Radwege fehlten. Seit Ende Juli gibt es nun eine Planänderung (die 25. in diesem Abschnitt 1.5). Dort sind die Umfahrungsschleifen nur noch einspurig, aber es gibt einen gemeinsamen Fuß- und Radweg. Leider ist dieser aber auf der Südseite angeordnet, dort wo heute kaum jemand läuft oder fährt. Auf der Nordseite gibt es keinen. Dass diese einspurige Lösung sogar leistungsfähiger als die zweispurige ist, wird in einem Gutachten ausführlich begründet.“
_________________________________________
Wundersame Parallelen:
8 Gleise leisten angeblich mehr als 16 Gleise (Stresstest)
1 Fahrspur leistet angeblich mehr als 2 Fahrspuren (Gutachten)


In einem offenen Brief an Finanzminister Schmid schrieben 2012 einige SPD-Mitglieder: „Das Projekt, das ihr vor der Volksabstimmung noch als ,bestgeplant‘ und ,bestfinanziert‘ gerühmt habt,
entpuppt sich kurz danach und immer offensichtlicher als fehlgeplant und falschgemünzt.“


PR-Maschine
13 10. 17 23:44
Ulm. „Man mag von Stuttgart 21 halten, was man will. Aber mit Blick auf Projekt-Kommunikation hat das Bauvorhaben nach schwachem Start ja mittlerweile groß nachgelegt. Broschüren, Führungen, Multimedia-Bling-Bling: Die PR-Maschine dreht sich aktuell so ungebremst wie Tunnelbohrer Suse durch den Filderboden.“
______________________________________
Die „PR-Maschine“ drückt sich aber zunehmend um Aussagen zur Sinnhaftigkeit, zu den Vorteilen des Wahnsinnprojekts S21. Alte Werbesprüche wie „Das neue Herz Europas“ oder
„21 gute Gründe für Stuttgart 21“ sind aus dem Verkehr gezogen, weil sie nicht mehr zutreffen. Einige „Fakten“ werden ungeniert weiter behauptet wie die 100-Hektar-Lüge (siehe Blog vom 9.10.17) oder die Fertigstellung 2021.


schlechter Ruf
12 10. 17 11:09
Kommentar zur Leverkusener Brücke Bloß kein rheinisches Stuttgart 21… Der Neubau darf nicht zum Stuttgart 21 des Rheinlands werden. Das wäre eine Katastrophe.


unvergessen...
11 10. 17 23:57
…wie sich die angeblich 21 guten Gründe immer mehr als alternative Fakten erweisen. Damit hat man die Bürgerschaft Stuttgarts hinters Licht geführt.
Mein Statement am 12. November 2014 gegen Ende der Anhörung Filderbahnhof in der Filderhalle Leinfelden:
"Die guten Gründe sind weitgehend abhanden gekommen und damit ist die Sinnhaftigkeit des Projekts und die Planrechtfertigung dahin.“

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Post an die Landeshauptstadt...
10 10. 17 10:05
…mit der Bitte um Weiterleitung an Frau Bezirksvorsteherin Sabine Mezger und die Befassten des Einladungsschreibens zum 16. Oktober 2017
____________________________________________________

Betrifft: Einladung zur Einwohnerversammlung Stuttgart-Nord, Punkt Rosensteinviertel S.3, Blog www.metropolis21.de vom 9.9.2017

Sehr geehrte Frau Mezger,

als Stuttgarter Bürger, wohnhaft in der Nordbahnhofstr. 191 und Stuttgart-21-Kritiker nehme ich entschieden Anstoß am Text zum Rosensteinviertel im Hinblick auf die dort genannten 85 Hektar als „einmalige Chance“. Ich habe dies in meinem Blog von gestern, 9.10.2017, als alternative Fakten - Lügen - Frechheit bezeichnet. Bitte lesen Sie meine Begründung, insbesondere den von der Stadt genannten Grund „Jahrhundertchance“
http://www.siegfried-busch.de/page18/page46/page46.html

„…die auf dem Irrtum beharren, das sind die Narren“ (Rückert, Blog vom 6.10.2017). Ich möchte nicht zu diesen gehören und bitte Sie sehr freundlich, mir einen Irrtum in Bezug auf die 85 Hektar mitzuteilen. Ich werde meinen Text sehr gern revidieren, im Blog darauf hinweisen und mich gegebenenfalls entschuldigen.

Ich danke Ihnen für Ihre Bemühungen um „meinen“ Stadtteil und bin auch sehr gern bereit, Irrtümer in einem persönlichen Gespräch auszuräumen.

Mit freundlichen Grüßen
Siegfried Busch



eine Frechheit
09 10. 17 19:09
Alternative Fakten = Lügen = einfach eine Frechheit!

Aus der Einladung zur Einwohnerversammlung Stuttgart-Nord am16.10. 2017, 19:00 kleiner Sitzungssaal, S.3 „Rosensteinviertel“…
“Im Zuge des Bahnprojekts Stuttgart 21 und dem Rückbau der oberirdischen Gleisanlagen ergibt sich für die Landeshauptstadt Stuttgart die einmalige Chance, eine
ca. 85 Hektar große Fläche im Herzen der Stadt städtebaulich zu entwickeln.“
***************************************
Aus „21 gute Gründe für Stuttgart 21“, Herausgeberin: Landeshauptstadt Stuttgart, Stabsabteilung Kommunikation, Stand: Dezember 2008: 13: „Jahrhundertchance für die Stadtentwicklung“
Wo heute noch Züge fahren, werden nach der Fertigstellung von Stuttgart 21
über 100 Hektar Gleisflächen frei. Die Stadt kann sich im Zentrum neu entwickeln. Die in der Innenstadt liegenden Gleisflächen verschwinden. Die Stadtteile im Stuttgarter Norden und Osten wachsen wieder zusammen.
*******************************************
„10 Fakten zu Stuttgart 21“, aktuelle Serie bei Berichten zu S21 in der Stuttgarter Zeitung:
Nr.7:
„Auf den freiwerdenden 100 Hektar Fläche soll ein neuer Stadtteil entstehen.“

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*************************************
Kommentare S.B.: Die 85 Hektar sind die
bis heute genannten 100 Hektar abzüglich 15 Hektar des bereits fast ganz zugebauten „Europaviertels“.
Beide Zahlen sind längst als falsch entlarvt. Es ist eine Schande, dass die Menschen gegen besseres Wissen mit den 100/85 Hektar immer noch belogen werden und sie als „einmalige Chance“ gepriesen werden.

Wie es mit der angeblichen „Jahrhundertchance“ tatsächlich aussieht, wird
hier nachgewiesen: „100 - eine magische Zahl schrumpft zur Drittelwahrheit“. Zum Thema: „…die auf dem Irrtum beharren, das sind die Narren“ (Blog vom 6.10.2017).


„Sieg der Spatzen“ (2)
08 10. 17 22:46
Das Buch zu Prozessen und Untersuchungsausschüssen zum Polizeieinsatz am „Schwarzen Donnerstag (30.9.2010) im Loeper Literaturverlag Karlsruhe, September 2017. Aus der Einleitung von Rechtsanwältin Simone Eberle S.12:

„Der Sieg der Spatzen ist bislang ein Pyrrhussieg.“

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Zwar haben „die Spatzen“ vor Gericht letztendlich Recht bekommen: der Polizeieinsatz war rechtswidrig. Aber der Schlossgarten ist nicht gerettet, sondern nachhaltig zerstört worden.
„Bislang“: das Scheitern des Projekts mit einem zwingend notwendigen Umstieg steht noch aus, das Propaganda-Lügenprojekt wackelt weiterhin.



Sommer 2010
07 10. 17 22:59
Inzwischen gründlich zerstört

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für das Schadprojekt S 21

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Fotos S.B.



„Sieg der Spatzen“ (1)
06 10. 17 23:15
Das Buch zu Urteilen und Untersuchungsausschüssen zum Polizeieinsatz am „Schwarzen Donnerstag (30.9.2010) im Loeper Literaturverlag Karlsruhe, September 2017

Aus der Einleitung von Rechtsanwältin Simone Eberle S.9:
„…Egal wo man hinschaut, immer tun sich weitere Abgründe auf.
S 21 liest sich wie ein Fortsetzungsroman. Mal als Krimi, mal als Drama; in erster Linie aber als Politthriller: einer Politik des Versagens, der Überforderung, der Intransparenz, des Verhindern, des Wegschauens, des Aussitzen und damit einhergehend der Hilflosigkeit.“



Der Dichter spricht (54)
06 10. 17 00:01
Friedrich Rückert

Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen,
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.



interpretationsbedürftig
04 10. 17 22:17
Zitat: „Von Stuttgart 21 lernen heißt siegen lernen.“


Großdemo Schwarzer Donnerstag 7. Jahrestag (5)
03 10. 17 09:45
„Hier im Innersten der Stadt wuchert ein Monstrum, eines, das nie funktionieren wird, auch dann nicht, wenn das Eisenbahnbundesamt bereit sein sollte zu kriminellen Akten.“
„Da metastasiert sich im Herzen dieser Stadt Lebensgefahr, fataler Brandschutz mit hohen Treppen, zu engen, zu wenigen Lifts. Welch eine Glanztat, Deutschlands best funktionierenden Kopfbahnhof zu ruinieren!“
________________________________________
Aus der Rede von Dr. Jürgen Lodemann, Literaturpreisträger der Stadt Stuttgart.


Großdemo Schwarzer Donnerstag 7. Jahrestag (4)
02 10. 17 23:32
Text zur Bildergalerie von Schaeferwelt:
„Vor sieben Jahren meinte ein gewisser "Stefan Mappus" (seinerzeit der nie wirklich gewählte Ministerpräsident von Baden-Württemberg) das dieses sinnlose Immobilienprojekt Stuttgart 21 es wert wäre mit aller Gewalt durchgesetzt zu werden. Heute können es sich schon wieder viele Menschen nicht vorstellen und  denken bei Polizeigewalt immer nur ans Ausland oder allenfalls noch an Hamburg etc. Aber NEIN es ist hier passiert und es ist in Stuttgart passiert und JA  es benötigt lediglich einen neuen Befehl und es würde wieder passieren!“


Großdemo Schwarzer Donnerstag 7. Jahrestag (3)
01 10. 17 18:05
Bericht in der Stuttgarter Zeitung:

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______________________________________________________
Aus der Moderation von Dr. Angelika Linckh:
„Unsere Trauer und unser Zorn über die brutale Zerstörung dieses unwiederbringlichen NaturSchatzes sind heute genauso groß wie damals, und genauso groß ist der Zorn über die brutale Gewalt einer „Polizei“ genannten Bürgerkriegsarmee, von Politikern losgeschickt, um den Weg für diesen Akt der Barbarei frei zu prügeln, mit Wasserwerfern und Pfefferspray frei zu schießen, gegen jung, gegen alt, gegen alle, die ihren Park gegen Kettensägen und Bagger schützen wollten.“…


Großdemo Schwarzer Donnerstag 7. Jahrestag (2)
30 09. 17 08:49
Heute!

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Und ich bin nicht dabei! Aber die langfristige Zusage zum 60.Geburtstag einer lieben Kollegin hat Vorrang, denn „es gibt ein Leben außerhalb von Stuttgart 21“.


Großdemo Schwarzer Donnerstag 7. Jahrestag (1)
29 09. 17 18:36
Martin Poguntke: „Die tatsächlichen Drahtzieher in Stuttgart und Berlin, die den „Schwarzen Donnerstag“ zu verantworten haben, sind bis heute nicht benannt und nicht belangt.“
__________________________________________________
Der CDU-Clan samt politischer und wirtschaftlicher Macht hat es bis heute zu verhindern gewusst, dass der damalige MP Mappus am Pranger steht, wo er vermutlich hin gehört.



S21 – auf gut Glück spekuliert
28 09. 17 22:23
„Ich bin immer noch fassungslos über all die Ungereimtheiten, Lügen, Bagatellisierungen und Beschönigungen, die wir von Seiten der Bahn, von den Mehrheitsfraktionen im Gemeinderat, von der Landes- und der Bundesregierung zu S21 aufgetischt bekommen. Angesichts ihrer bodenlos unkritischen Haltung und Weiter-So-Strategie frage ich mich immer wieder: Was muß eigentlich noch passieren, damit die Verantwortlichen endlich innehalten und zu einer Abwägung über das Für und die vielen Wider dieses von vornherein unsinnigen Prestigeprojekts nachdenken? Ist das Desaster in Rastatt kein Weckruf für sie?“
________________________________________________________
Beginn der
Rede von Dr. Norbert Bongartz bei der letzten Montagsdemo


Fahrradabteil im RE
27 09. 17 20:46
hoher Einstieg

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innen 4 schmale Treppen

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bumms
26 09. 17 14:04
Foto Thomas Renkenberger

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Kommentar(e) (siehe auch Blog vom 20.9.17)


grün, grün, grün hat alle guten Gründe
25 09. 17 14:50

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_______________________________________________________
Oben die Bundes-Grünen an das Aktionsbündnis. Ob sie etwas ausrichten können, wenn sie in die nächste Bundesregierung kommen?



an die liebe Leni am Wahlabend
24 09. 17 22:56
Liebe Leni!
...
Beim Projekt Stuttgart 21 werden die Verluste aus den unterirdischen Bauwerken, aus dem teuren Betrieb der schrägen Tiefhaltestelle dem Steuerzahler aufgebürdet, d.h. sozialisiert, während die großen, jahrzehntelangen Einnahmen aus dem überbauten Gleisvorfeld in die Taschen der Stuttgart-21 Bau- und Immobilien-Mafia fließen werden, also privatisiert werden.
 
IST DAS SOZIALDEMOKRATISCH  ?  
       *  DIE VERLUSTE SOZIALISIEREN;
       *  DIE GEWINNE PRIVATISIEREN  ?
Die Schere zwischen Arm und Reich weiter öffnen ?
...
Schön wär´s, wenn die Landes-SPD endlich die Unterstützung für S21 aufgeben würde, um einen Anfang für  "soziale Gerechtigkeit"  zu tun.
___________________________________________
Offener Brief von Jobst Knoblauch an die SPD-Vorsitzende Leni Breymaier (ganzes Schreiben bei
Zum Blog aktuell).


Alltag im Nahverkehr
23 09. 17 20:29

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Text der Fahrgastinformation vorgestern am Bahnhof Nürtingen Gleis 1: „Information zu RE 22039 nach Tübingen Hbf, Abfahrt 16:55 Uhr, heute circa 30 Minuten später, Grund dafür ist eine technische Störung am Zug“ (fortlaufende Änderungen: 35 Minuten später, 40 Minuten später…) Die Bahn AG verpulvert Milliarden bei Stuttgart 21 und produziert gleichzeitig eine miserable Wartung von Zügen und bahntechnischen Anlagen mit der Folge großer Unpünktlichkeit.


Der Dichter spricht (53)
22 09. 17 21:06
„Man muß sein Glaubensbekenntniß von Zeit zu Zeit wiederholen, aussprechen, was man billigt, was man verdammt; der Gegentheil läßt’s ja auch nicht daran fehlen.“

J.W. v. Goethe, Sprüche in Prosa, Sämmtl. Werke Bd.3, Stuttgart und Tübingen 1853 S.316
____________________________________
Goethes Weisheit bestärkt mich in meiner Blogpraxis, immer wieder positive Dinge zu K21 aus meinem Kenntnisstand zu nennen („billigen“) und die falsche Propaganda zu entlarven („verdammen“). „Der Gegentheil“ tischt ständig dieselben Falschmeldungen auf im Hinblick auf Leistung, Kosten, Fertigstellung, Flächengewinn, einfaches Umsteigen, mehr Verkehr, mehr Züge u.a., Beispiele im
„Schwindelplakat“ von 2014, das inzwischen wieder verschwunden ist wie auch die „21 guten Gründe für Stuttgart 21“.


TINA
21 09. 17 22:38
(Von der Demo gestern in Berlin habe ich leider noch keine Fotos greifbar, hoffentlich morgen.) TINA = „There is no alternative“. „Alternativlos“ war Stuttgart 21 nie, so sehr es immer behauptet wurde. Mein Votum im Einspieler bei 2+Leif Minute 0:20 (2010): „Unumkehrbar und alternativlos, das sind die beiden Grundlügen..."

c10025ajqytqtexuuw22mtazq_thumb_c53cMit „Umstieg21“ ist eine aktuelle Alternative ausgearbeitet!



gestern Stuttgart, heute in Berlin
20 09. 17 22:51

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Bericht von Berlin morgen


Konfuzius
19 09. 17 16:36
"Einen Fehler machen und sich nicht bessern: Das erst heißt fehlen." - 15,29

  • Original: 過而不改,是謂過矣。 Guò ér bù gǎi, shì wèi guò yǐ. Quelle

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„Stuttgart 21 ist ein Fehler, aber den müssen wir jetzt machen.“ So OB Boris Palmer nach der Volksabstimmung. Das Bessere unterblieb - bis jetzt.



also doch!
18 09. 17 16:11
"Erstaunt haben uns die großen Öffnungen in den Seitenwänden. Sie dienen dazu, bei extremen Hochwasserlagen den Bahnhof fluten zu können, damit er nicht aufschwimmen kann.“
(
Quelle Memory 49. „Aufwachen“)

Aus der StZ (August 2010): „...Die Äußerungen von Frei Otto, der Tiefbahnhof könne "überschwemmt" oder gar "wie ein U-Boot aus dem Meer aufsteigen", seien "fachlich nicht fundiert und entbehren einer soliden Grundlage", so der Projektsprecher Wolfgang Drexler.“



Heute Straßenfest "Aufbruch Stuttgart"
17 09. 17 22:11
Bericht in der Stuttgarter Zeitung, Mahnungen zum Umstieg wurden nicht erwähnt:

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Foto: Schaeferwelt


Aufbruch mit Abbruch?
16 09. 17 20:20
Morgen eine Großaktion von „Aufbruch Stuttgart“, Motto:
„Weg von der autogerechten zur menschengerechten Stadt und für ein lebendiges Kulturquartier!“
Aus dem
Offenen Brief an Dr. Wieland Backes:
„Wir laden Sie daher herzlich ein zu einer öffentlichen Diskussion im Rathaus oder gern auch in der Oper zur Frage: „Ist das möglich: Aufbruch Stuttgart mit Stuttgart 21?“
_____________________________________________________
(Hier steht Stuttgart 21 für Abbruch und Zerstörung.)



kein Halt in Feuerbach
15 09. 17 22:31
Bericht StZ und Anzeigetafel am Nordbahnhof mit Laufschrift oben:

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Der Feuerbacher Bahnhof ist derzeit wegen Stuttgart-21-Bauarbeiten außer Betrieb. Wieviel zig-tausende Menschen davon mit längeren Wegzeiten strapaziert werden? Die Zeitbilanz jetzt/künftig stürzt weiter ins Negative.


Bahn-Wahnsinnsprojekt
14 09. 17 13:41
Mark Spörrle in Zeit-Online über Heiner Geißler:
„…zum letzten Mal trat er in der breiten Öffentlichkeit als Schlichter im Streit um das 
Bahn-Wahnsinnsprojekt Stuttgart 21 auf.“


rechter Weg unter die Erde?
13 09. 17 23:04
SWP Ulm von heute, S.3:
„…Zugleich war er ein gefragter Schlichter …beim Großkonflikt um das Bahnprojekt „Stuttgart 21“, das der damals bereits 80-Jährige auf den rechten Weg unter die Erde führte.“
=======================================
Kommentar von  Dr. Eisenhart von Loeper und Dr. Norbert Bongartz, Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21:
"Heiner Geißler hat sich durch seinen eigenständigen politischen Geist ausgezeichnet, der abgründige Defizite der Gesellschaft aufzuarbeiten suchte. Anlässlich der von ihm moderierten „Schlichtung“ zum Konflikt um Stuttgart 21 versuchte er, eine Befriedung durch „S 21 plus“ beizusteuern. Sie gehörte aber in Wahrheit in den Bereich der Legende, wurde von den Konfliktparteien genau genommen nicht mit getragen bzw. war nicht durchsetzbar. Seine spätere richtige und ehrenwerte Grundidee, dass Alternativen zur bestehenden S 21-Planung notwendig seien, müsste heute mehr denn je zu einer Abkehr von versteinerten Fronten und zu einem Umstieg von S 21 beitragen."



Der Dichter spricht (52)
12 09. 17 22:14
„In den Nestern von gestern muß man heuer keine Vögel suchen“

Aus Miguel de Cervantes Saavedra DER SCHARFSINNIGE RITTER DON QUIXOTE VON DER MANCHA
______________________________________________________

Nester von gestern:
„21 gute Gründe für Stuttgart 21“
Memories = Offene Briefe
Blog
metropolis21.de
Alte Ausführungen bei „Zum Blog aktuell“. Der erste Eintrag (aus 2011) dieser Serie ist heute bei „Zum Blog aktuell“ wiederholt.

Die „Nester von gestern“ sind sehr wohl zu bedenken, wenn es um die Sinnhaftigkeit von Stuttgart 21 geht!
Goethe (aus
Der Dichter spricht Nr.49):
„Jede große Idee, sobald sie in die Erscheinung tritt, wirkt tyrannisch; daher die Vorteile, die sie hervorbringt, sich nur allzubald in Nachteile verwandeln.
Man kann deshalb eine jede Institution verteidigen und rühmen, wenn man an ihre Anfänge erinnert und darzutun weiß, dass alles, was von ihr im Anfange gegolten, auch jetzt noch gelte.“

J.W. v. Goethe, Sprüche in Prosa, Sämmtl. Werke Bd.3, Stuttgart und Tübingen 1853



Zitat notiert
11 09. 17 21:49
„Dazu muss die Unabhängigkeit der Abgeordneten gestärkt werden. Entscheidungen sollen sie immer nach ihrem Gewissen treffen können und nicht nach Maßgabe der Fraktionsdisziplin.“
__________________________________________________
Die Abstimmungen im Landtag und der Stadt waren immer mit 75% gewonnen worden, ein krasses Beispiel von Fraktionsdisziplin!
Aus
Memory 7, „75% des Stuttgarter Gemeinderats“:
Oberbürgermeister Dr. Schuster: „75% der Stadträtinnen und Stadträte sind dafür.“ Stimmt das wirklich? Waren auch Sie dafür? Oder gehören Sie eher zu denen, die sich der Fraktionsdisziplin gebeugt haben? Meine Stuttgarter Verwandten und Bekannten aus dem gehobenen Bürgertum (mit Ausnahme eines ehemaligen Beamten aus dem Wirtschaftsministerium) sind entschieden bis leidenschaftlich gegen Stuttgart 21 und deshalb kann ich nicht glauben, dass alle Räte der CDU, SPD, FDP und der freien Wähler dafür gewesen sein sollen. 75% ist deshalb die typische Halbwahrheit zum Projekt Stuttgart 21.“


Post an OB Kuhn
10 09. 17 11:26
Am 27. August am Rathaus eingeworfen. Inhalt:
„Kuhniana“, 10 Blogs zwischen 10.-25. Januar 2017 mit einer kritischen Analyse der Verlautbarungen des OB Kuhn in einem Artikel in den Stuttgarter Nachrichten

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handschriftlich: „Mit der Bitte um ein Gespräch.“



Nachholbedarf ohne Ende
09 09. 17 22:56
StN: „Die Ausbaukonzeption des Stuttgarter Bahnknotens zeigt immer deutlicher, dass hier Nachholbedarf besteht.“
_____________________________________________________
Ein alter Blog-Kommentar, der aktuell bleibt: Stuttgart 21 wird immer mehr als Unsinn erkannt: Schlecht und keineswegs "best“ geplant, als Magistrale bedeutungslos (Kefer), schlechte ökologische Bilanz (BUND), Denkmalsschändung und Stadtzerstörung (für Jedermann sichtbar), ein Engpass (VCD und hochrangige Bahnexperten), Rückbau der Bahnhofskapazität (Wikireal), Verschlechterung der Reisequalität (pro Bahn), Parkzerstörung, Mineralwassergefährdung, hohe Risiken bei Bau und Betrieb, Kostenexplosion, hohe Folgekosten bei den Tunnels, Megabaustelle im Stadtzentrum mit entsprechenden Verkehrsstörungen. Es geht nur noch um Macht und Rechthaberei mit Augen zu und durch: am Ende kommt unausweichlich das Desaster. Deshalb sofort aufhören. Widerstand bleibt weiterhin das Mittel der Wahl.



WARUM
08 09. 17 22:25
Diaserie der SPD-Mitglieder gegen Stuttgart 21.


Auflösung
07 09. 17 16:03
Die Frage am Schluss der „Bildergeschichte“ im Blog gestern wurde mir von Gangolf Stocker am Telefon beantwortet: 2 Minuten.
Beim Gutachten von Prof. U. Martin für den Verwaltungsgerichtshof Mannheim, wo Stuttgart 21 zur Genehmigung auf dem Prüfstand war (geklagt hatten die Gegner von S21), hat Prof. Martin in Übereinstimmung mit Prof. W. Schwanhäusser und in Anwesenheit von Prof. Heimerl ausgesagt, dass Stuttgart 21
über die doppelte Leistungsfähigkeit im Vergleich zum Kopfbahnhof habe (Auskunft G. Stocker).
Prof. Martin hatte die Vorgaben der Bahn eingesetzt anstelle eigener Kenntnisse oder Messungen (eine leichte Aufgabe für Studierende!). So wurde Stuttgart 21 von Anfang an mit falschen Angaben bei Gerichten und politischen Gremien in Land und Stadt durchgesetzt.



Bildergeschichte
06 09. 17 21:35
Hamburg Hauptbahnhof, ICE nach Stuttgart 13:24, linker Bahnsteig. Zahlreiche Reisegäste warten vor der Einfahrt

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Einfahrt ICE

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Zug ist leer, nur Zusteigen. Es dauert sehr lange, bis alle eingestiegen sind. Gestoppt 5:42,78 nur für dem Einstieg. Wie war das damals mit den Haltezeiten im Gutachten Prof. Martin; waren es für
Aus- und Einstig zwei, zweieinhalb oder drei Minuten?
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Stuttgart 21 steckt fest
05 09. 17 20:39
Schlagzeile im Artikel in kontext-wochenzeitung von Jürgen Lessat
„Offiziell soll der neue Stuttgarter Tiefbahnhof noch immer im Dezember 2021 in Betrieb gehen. Doch auf vielen Baustellen des Bahnprojekts stockt es wegen laufender Klagen und Vergaben. Nun stoppt die Bahn sogar einen eigenen Bauantrag.“


Kuhn im Taifun (4)
04 09. 17 22:13
Wenn -zigtausend Bürger begehren
Dass Stadträte ihnen zuhören
Dann sieht man Fritz Kuhn
Sein Möglichstes tun
Den Bürgern ihr Recht zu verwehren

(Ganze Ballade „Kuhn im Taifun“)
____________________________________________
Kommentar von Thomas Felder zum Blog von gestern und heute:
"Mein künstlerischer Anspruch liegt nicht in der historischen Genauigkeit, sondern im Verarbeiten eines Gesamteindrucks. Richtig: Kuhn regte sich noch in den ersten paar Monaten seiner Amtszeit. Er schwänzte die ersten »Tunneltaufen« – aus welchen Gründen auch immer. Aber spätestens bei der »Tunnel- und Maschinentaufe« auf den Fildern offenbarte er sich als flammender S21-Befürworter! Nach unseren beiden Bürgerbegehren hat er persönlich dafür gesorgt, dass unsere Sprecher im Gemeinderat 
nicht zu Wort kommen durften. Was bleibt, ist ein bitterer Nachgeschmack, den ich versuche in einer heiteren Ballade zu verdauen."

Kuhn war auch nicht - wie Kretschmann - bei der großen Show „Grundsteinlegung“
(zum Blog aktuell), ließ sich aber später zu dem Spruch hinreißen „Stuttgart 21 tut der Stadt gut“.


Kuhn im Taifun (3)
31 08. 17 22:52
Ihr wisst noch wie Fritze sich gegen
Ein Großprojekt tapfer tat regen
Kaum saß er im Amt
Verflixt und verdammt
Gab er dem Projekt seinen Segen
(Ganze Ballade „Kuhn im Taifun“)
____________________________________________________
Thomas Felder vereinfacht hier „in dichterischer Freiheit“, aber Kuhn hatte vor der Entscheidung zum Weiterbau deutlich dagegen votiert; das sollte man zu seiner Ehrenrettung nicht unterschlagen.
Infos aus dem Blog vom 14.5.2016:
„Der Aufsichtsrat stimmte für den Weiterbau wegen eines vermeintlichen
Kostenvorteils von 77 Mio. Euro. Dies geschah trotz eines kritischen „Dossiers“ aus dem Kreis der Staatssekretäre im Aufsichtsrat der DB AG sowie entgegen der Aufklärung durch Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn über mindestens 210 Mio. Euro günstigere Ausstiegskosten…“

...Warum dann hinterher Kuhn den Aufstand nicht gewagt hat, bleibt im Dunkel. Wie sehr ist er mit dem Projekt und der CDU im Gemeinderat verstrickt, um aktuell auch die jahrelange und skandalöse Stadtbahnunterbrechung geschehen zu lassen?



Kuhn im Taifun (2)
30 08. 17 21:12
Stuttgarter Ballade aus Limerick-Versen von Thomas Felder


Man nennt diesen Ort Landeshauptstadt
Obwohl es hier hauptsächlich Staub hat
Je lichter das Laub
Desto dichter der Staub
Was findet denn hier überhaupt statt

Nur Kaufhäuser Banken Konzerne
Man sieht in der Nacht keine Sterne
Kein Schlossgarten mehr
Gestank und Verkehr
Mal ehrlich wer wohnt hier noch gerne

Auf Brunnen in Stuttgart-Bad Cannstatt
Da findet ein richtiger Run statt
Denn jeder will doch
Was trinken da noch
Bevor man das Wasser verpanscht hat


(Ganze Ballade „Kuhn im Taifun“)


weitaus krasser
29 08. 17 22:03
„Mit dem jüngsten Unglück in Rastatt haben wir einen gewichtigen Grund mehr, den systemischen Ursachen für die schmählich sich häufenden Großprojekts-Debakel in unserem Land und Ländle auf den Grund zu gehen…
…Damit soll es für heute sein Bewenden mit den bedenkenswerten Gemeinsamkeiten zwischen Rastatt und dem noch weitaus krasseren Stuttgart 21 haben. Ich hoffe, Sie nehmen mit: Es gibt noch viele gewichtige, ja lebenswichtige Gründe für einen raschen Projekt-Umstieg und ein dadurch ermöglichtes sicheres Obenbleiben!“
_________________________________________

Die Rede von Klaus Gebhard auf der Demo gestern zeigt die Parallelen zwischen Rastatt und Stuttgart 21 nicht nur im Tunnelbau, sondern auch bei den politischen Vorgaben. Er zitiert einen Insider: „Leider gibt es im Vorstand der Bahn keine Ingenieure mehr. Wer jetzt noch regiert, sind meines Erachtens Hazardeure, die von Technik keine Ahnung haben.“
Der letzte Ingenieur im Vorstand, Dr. Kefer, hat samt Oberhäuptling Grube das sinkende Schiff schmählich verlassen. Sie wussten vermutlich, dass nichts mehr zu retten ist.
Ob der Aufsichtsrat diesem Treiben weiter zusieht und notwendige Korrekturen wieder aufschiebt?



Kuhn im Taifun (1)
28 08. 17 00:23
Heute trägt Thomas Felder auf der Demo seine neue Ballade aus lauter Limerickstrophen vor „Kuhn im Taifun“. Kostprobe:

Sie baggern sie buddeln und bohren
Den finsteren Mächten verschworen
Die Köpfe im Sand
Ihr letzter Verstand
Ging ihnen beim Bohren verloren

(Ganze Ballade „Kuhn im Taifun“)


Auf der schiefen Bahn
27 08. 17 11:12
FAZ: „Mit dem Tunneldebakel von Rastatt ist für die Deutsche Bahn und die Wirtschaft ein gigantischer Schaden entstanden. Die Kosten steigen täglich. Mancher zieht Parallelen zum Chaosprojekt Stuttgart 21.“
_______________________________________________
Chaosprojekt? Dazu hätte ich gern was von der FAZ erfahren, auch zu den Parallelen zwischen Rastatt und Stuttgart 21.



gestern vor 77 und vor 7 Jahren
26 08. 17 23:07
- vor 77 Jahren erster Luftangriff auf Stuttgart
- vor 7 Jahren Beginn des Abbruchs des Hauptbahnhof-Nordflügels und mein Austritt aus der CDU
________________________________________________
„’s ist leider Krieg (und Zerstörung) - und ich begehre, nicht Schuld daran zu sein“ (M. Claudius)



ällas verbockt
25 08. 17 23:41
Foto S.B., letzte Demo

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Wo bleibt Pofalla?
24 08. 17 20:49
FAZ: „Die Sperrung auf der Rheintalstrecke kann für die Deutsche Bahn sehr teuer werden. Doch Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla geht in Deckung. Das kann nicht sein.“
______________________________________
Der Häuptling für die verbogenen Schienen taucht ab. Auch zu den Risiken von Stuttgart 21 muss er jetzt Stellung nehmen, wegducken geht nicht mehr!



Unrealisierbar. Unrettbar.
23 08. 17 08:46
Schluss der Rede von Stefan Otto, Druckerei Otto, Parkschützer aus Konstanz, auf der 382. Montagsdemo am 21.8.2017
„Liebe Freundinnen und Freunde, scheitern wird Stuttgart 21 auf jeden Fall. Das Projekt ist zur Gänze ein planerischer Fehlgriff. Ein Fass ohne Boden. Unrealisierbar. Unrettbar. Es läuft momentan noch eine Weile lang weiter, wie eine Maschine, die sich nicht abstellen lässt. Bis ein Motorschaden eintritt, zum Beispiel in Form einer havarierten, einbetonierten Tunnelbohrmaschine…. Und eines kann ich mit Sicherheit und Überzeugung sagen: Wir werden oben bleiben!“


...alles im Griff
22 08. 17 17:56
Demoplakat vorgestern Foto S.B.

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lustig?
21 08. 17 23:40

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Vernunft und Macht
20 08. 17 18:19
MdB Sabine Leidig, Linke:
„Wenn die Deutsche Bahn AG sich außer Stande sieht, weniger als Hundert Meter Tunnelstrecke in einem relativ erprobten Untergrund sicher durchzuführen – wie soll sie dann 17,6 Kilometer Tunnelbaustrecken im nicht erprobten, deutlich risikoreicheren Anhydrit bei Stuttgart 21 sicher realisieren können? Wenn die Deutsche Bahn AG  bei Rastatt eine kurze Tunnelstrecke unter nicht bebautem Gebiet nicht meistern kann, wie soll sie dann 60 Kilometer S21-Tunnelstrecken unter der Landeshauptstadt Stuttgart, in der mehr als 600.000 Menschen leben, solide und dauerhaft sicher durchführen können? Es ist doch der immer noch geheim gehaltene Bericht, den KPMG und Ernst Basler + Partner für den Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG erstellten und der seit November 2016 ans Licht der Öffentlichkeit gelangte, in dem es explizit heißt, dass die S21-Tunnelbauten in Anhydrit mit hohen und nicht abschätzbaren Risiken verbunden sind.“
_____________________________________________________

Aus den Überlegungen von S. Leidig spricht Vernunft. Die Macht liegt aber bei ihren politischen Gegnern. Machterhalt und Profitinteressen stehen über der Vernunft…



unerwartet
19 08. 17 17:44
Wie ihr möget die Karten mischen,
Ordnen und wägen, gebet Acht!
Leise tritt ein Ereignis dazwischen,
Das eure Weisheit zu Schanden macht.
_________________________________________________________
Jetzt kann an Friedrich Rückerts Vierzeiler (
Memory 23) erinnert werden. Mit Rastatt wurde die „Weisheit“ der Bahn zu Schanden, und an das Gelingen von Stuttgart 21 mögen jetzt noch mehr aufmerksame Menschen nicht mehr glauben. Statt „leise“ wäre allerdings „unerwartet“ richtiger.


wie lang nun?
18 08. 17 23:36
Erst verlautbarte die Bahn „ein bis zwei Wochen“, jetzt „wohl bis Mitte September“ (Stuttgarter Nachrichten). Ein Riesenschaden, aber eher klein im Vergleich zu einer Tunnel-Reparatur wegen Anhydrit-Schäden bei Stuttgart 21. Ob jetzt ein Polit-Promi es wagt, das untragbare Risiko anzuprangern um damit die Wende einzuläuten? Er müsste ja nur auf die eindeutigen Fakten verweisen!


Der Dichter spricht (51)
17 08. 17 10:59
Aus Sprüche in Prosa, Maximen und Reflexionen:
„Die Schwierigkeiten wachsen je näher man dem Ziele kommt.“
Goethe, Werke Bd.3 S.214, Cotta 1853
___________________________________

Beim Projekt Stuttgart 21 gilt das aktuell vor allem für den Filderabschnitt.

Die Dichter-Zitate „
Der Dichter spricht“ Nr.1 bis 50 sind auf einer eigenen Seite zusammen gestellt.


Beschöniger Hantel
16 08. 17 22:56
Der Konzernbevollmächtigte für Baden-Württemberg Sven Hantel: „Warum es Risse im Boden und Erdbewegungen gegeben habe und Wasser in den Tunnel gelaufen sei, müsse noch geklärt werden.“

O-Ton Sven Hantel: „keine Gefahr, weder für die Reisenden…“
_______________________________
Als Sven Hantel noch „Leiter Personenbahnhöfe“ war (2011), hat er bereits schwere Pannen schöngeredet (
Memory 27). Auf meinen Offenen Brief blieb er die Antwort schuldig.


Bahn, Bahn, überall Bahn!
15 08. 17 23:06
Heute Besuch der Bayreuther Festspiele mit Wagners Meistersingern. Zur Bahn passt der Monolog des Hans Sachs im 3. Akt: „Wahn, Wahn, überall Wahn!“ Insbesondere zu Stuttgart 21, der „Mutter aller zynischen, aberwitzigen, pharaonischen Bahnrückbauprojekte“ (Prof. Dr. W. Hesse). Der ganz aktuelle Wahn ist die wochenlange Unterbrechung der „Magistrale“ bei Rastatt.


Wer den Schaden hat...
14 08. 17 22:51

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Geschätzte zwei Wochen Totalsprerrung der „Magistrale“ Rheintalbahn mit großem Unbill der Reisenden dürfte noch weniger schwer wiegen als eine Tunnelsperrung bei Stuttgart 21. Und auch da existiert noch kein Plan B, der ohne die Gäubahnstrecke ohnehin nicht möglich ist. Nach mir die Sintflut? Wer trägt die Verantwortung? Die Kefer, Grube, Gönner, Schuster, Oettinger usw. haben sich jedenfalls davon gemacht. Es wären die jetzigen Politiker, Kretschmann, Hermann und Kuhn, die ein Machtwort sprechen könnten und müssten!


Christen sagen nein
13 08. 17 18:59

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Aus der Ansprache zum 7-jährgen Jubiläum des Parkgebets am Donnerstag, 10.08.2017 im Schlossgarten von Guntrun Müller-Enßlin (ganze Ansprache hier):

…“Unsere Träume haben sich nicht erfüllt. Es kam zu einer beispiellosen Machtprobe zwischen Bevölkerung und Teilen der Politik, zwischen Projektgegnern und Wirtschaftslobby, zwischen Normalbürgern und Konzern. Letzterer saß am längeren Hebel, hat mit unlauteren Methoden und skrupellosem Agieren den Sieg davongetragen, war sich für keine Schurkerei zu schade, nun wird gebaut, wir haben das Nachsehen…“




7 Jahre Parkgebet
11 08. 17 22:11
Foto: Andreas Kegreiß, 10.08.2017 im Schlossgarten Nähe Lusthaus-Ruine

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Vor 7 Jahren war das erste Parkgebet noch Nähe Bahnhof im später zerstörten Teil des Schlossgartens, heute das Baufeld des sog. „Tiefbahnhofs“ (richtiger Halbtief-Schräghaltestelle). Im Abstand von normalerweise 14 Tagen ist es bis heute durchgehalten worden - und es wird weitergehen. Die wiederkehrende Ordnung ist:

  • Vorspiel Parkblech (wechselnde Besetzung, gestern Trompete, Altsaxofon, Waldhorn, Posaune und Bariton)

  • Gemeinsames Lied mit Begleitung Parkblech

  • Ansprache mit Bezug auf Stuttgart 21 (im Foto Pfarrerin und Gemeinderätin Guntrun Müller-Enßlin)

  • Lied

  • weitere Wortbeiträge

  • Fürbitten

  • Gebet und Vaterunser

  • Lied „We shall overcome“

  • Nachspiel


„Verzage nicht du Häuflein klein“ (es waren gestern etwa 30 Menschen dabei)… und erinnert sei an David mit seiner Schleuder gegen den übermächtigen Riesen Goliath.

„Wenn wir uns nicht Liebe geben,
uns umfangen und uns erheben,
betonieren sie uns ein.“
(Eva Strittmatter)
(Ganzes Gedicht bei
„Der Dichter spricht“ Nr.50)


zur Auffrischung
10 08. 17 12:46
"Dieses Bahnprojekt ist mit Abstand das größte, das teuerste, das riskanteste und das dümmste Projekt in der Geschichte der Eisenbahn.“
Quelle und noch mehr dazu:
Reden auf Montagsdemos 2010
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Hallo Minister Hermann, den richtigen und deutlichen Worten ließen Sie aber leider keine Taten folgen. Schon klar, das würde Ihr Amt kosten, aber Sie müssten deshalb kaum am Hungertuch nagen. So liefern auch Sie den Beweis, dass Macht korrumpiert, oder kann man das anders sehen?


Wutbürger für immer?
09 08. 17 21:54
Studie: „Wutbürger für immer – wirklich? Ein Blick auf die Wut über Stuttgart 21, 2011 bis 2015“ „
Blumenberg zieht für die Gesamtbevölkerung folgendes Fazit: „Waren die Befragten unserer Studie zu Beginn des Untersuchungszeitraumes noch sehr wütend über Stuttgart 21, so verlor sich diese Wut nach der Volksabstimmung
teilweise.“ Die Gegner des Projektes Stuttgart 21 blieben jedoch weitgehend unversöhnlich. Sie lassen sich nicht als eine homogene Gruppe, beispielsweise als „konservative Bürgerliche“ oder als „junge Revoluzzer“ begreifen. Statt über den ideologischen Hintergrund sind sie vielmehr durch ihre Involviertheit miteinander verbunden, die in ähnlichen Analysen indes noch kaum Beachtung findet.
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Die Schlagzeile des Informationsdiensts Wissenschaft (Pressemitteilung) „
Die Wut über Stuttgart 21 ist verraucht – Studie untersucht die Einstellung von 2011 bis 2015muss relativiert werden, was bereits im obigen Fazit steht: „teilweise“. „Wut“ ist normalerweise ein zeitlich begrenzter Affekt, besser wäre „Gegnerschaft“. Wer den Wahnsinn Stuttgart 21 erlebt und wer sich durch die Lügenpropaganda und den „Baufortschritt“ (Fakten schaffen) nicht blenden lässt, bleibt ein Gegner bis zum vorhergesagten Scheitern = Abbruch und Umstieg auf „oben bleiben“.


ungeheure Dummheit
08 08. 17 20:51
Aus der gestrigen Rede von Hans Heydemann auf der Montags-Demo:
„Was für ein Schwabenstreich sondergleichen, welch´ ungeheure Dummheit der S21-Macher, sich mit dem Bau von Stuttgart21 über diese örtlichen Gegebenheiten kurzerhand hinwegzusetzen und den natürlichen Abflußweg zu verbauen!“
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Ganze Rede „S21 und die Überflutungsgefahr“


nicht realisierbar (2)
07 08. 17 22:12
„Stuttgart 21 ist nicht realisierbar, weil es sich bei dem Projekt nicht um eine Investition, sondern um eine De-Investition handelt. Anstelle einer größeren Leistungsfähigkeit gibt es einen drastischen Kapazitätsabbau.“
„Bei Stuttgart 21 handelt es sich um einen gigantischen Schwarzbau.“
Quelle: Winfried Wolf,
„abgrundtief + bodenlos“ S.56 und 67


ohne und mit (b): Elend Stuttgart
06 08. 17 21:29
Demoplakat von C.D.

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Die Verkehrsbehinderungen durch den Bau von Stuttgart 21, die täglich „4000 Lastwagen“ und Baumaschinen und vor allem die Einschränkungen der Kapazität („Rückbau“) vergrößern nachweisbar das Stuttgarter Elend.


„Gleisgewirr“

05 08. 17 20:21

Heute Online-Ticket von Mössingen nach Rüdesheim.
„Ihre Reiseverbindungen…Frankfurt ab 11:53
Gleis 24

Ausliegender Reiseplan IC 1296 Salzburg-Frankfurt (Main), dort unter Frankfurt an 11:40 Gleis 10 die Anschlüsse: VIA 25014 nach Neuwied über…Rüdesheim 11:53
Gleis 23.

Der IC aus Stuttgart hatte Verspätung, wir hatten noch 5 Minuten (statt fahrplanmäßig 13 Minuten) und eilten zum Gleis 23 - kein Zug war da. Keine Durchsage. Nachfrage am INFO-Point: der Zug fährt
Gleis 17 (fahrplanmäßig!) und war natürlich schon weg.

Ich fühlte mich genasführt, doch eine Stunde später in Rüdesheim war gut zu verkraften; wir als Rentner sind von der Pünktlichkeit weniger abhängig als Berufstätige. Allerdings könnte die Fahrgastinformation sorgfältiger sein, die Mittel dazu wären marginal im Vergleich zur Milliardenverschwendung in Stuttgart nach dem Grundsatz „Profit first.“



Moloch Geld und Profit
05 08. 17 07:45
Demoposter C.D., Foto S..B.

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Duden, Moloch: „grausame Macht, die immer wieder neue Opfer fordert und alles zu verschlingen droht“


konträre Schlagzeilen
04 08. 17 08:35
Schlappe für die Kritiker
Stuttgarter Nachrichten

Kleiner Sieg für IHK-Kritiker
süddeutsche.de


SZ: „…Mehrfach mussten sich die Kammern von der Justiz belehren lassen, dass Ausflüge in die allgemeine Politik nicht zu ihren Aufgaben gehören: Mütterrente und Stuttgart 21, Hochwasserschutz und die Lage in Südafrika sind nicht ihr Geschäft.“…
_________________________

Die IHK Stuttgart hat immer positiv zu Stuttgart 21 Stellung genommen, die Minderheit („Kakteen“) wurde ausgebremst.



Memory 48
03 08. 17 09:41
Post an MP Kretschmann von Jobst Knoblauch vom 11.02. und 27.07. 2017 (Memory 48):
„...Sorgen Sie für einen Baustopp, in dem alle Zeit zum Nachdenken erhalten! Die S21-Ruine muss nicht fertiggestellt worden sein! Sie wissen ja: Es gibt eine viel kostengünstigere und effektivere Lösung unter dem Stichwort: OBEN BLEIBEN !“



Absurdistan
02 08. 17 12:55
Stuttgarter Zeitung:
„Die Bahn kündigt für die Phase des Umbaus der 
S-Bahnstation am Flughafen, bei der Herstellung der Flughafenkurve und beim Bau der Rohrer Kurve Einschränkungen für den S-Bahnverkehr an. Neben der Ausdünnung des Fahrplans sei zudem davon auszugehen, dass Bernhausen zeitweise – vermutlich mehrere Monate lang – vom S-Bahn-Netz abgehängt werde. Für diesen Zeitraum will die Bahn Ersatzbusse fahren lassen.“
___________________________________

Natürlich gibt es bei derart haarsträubenden Mitteilungen keine Kommentarmöglichkeit mehr. Die Bilanz der Zeitverluste der Bahnkundschaft (Vergleich Stuttgart 21 mit Kopfbahnhof 21) wächst ins Absurde (siehe Blog vom 14.07.2017).



Fassadismus
01 08. 17 19:28
Stuttgarter Zeitung:
„Historisches Gebäude steht für Tunnelbau auf Stelzen
Mit aufwendigen Mitteln wurde das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Haus der Bundesbahndirektion in Stuttgart für das Bahnprojekt Stuttgart 21 untergraben. Kostenpunkt: 50 Millionen Euro.“
_________________________________________
Wie beim Bonatz-Bahnhof reiner „Fassadismus“ mit „Entkernung“. Respekt vor der bautechnischen Leistung, Missfallen und Trauer über die Verluste…


Betreff einer E-Mail
31 07. 17 22:33
„Ungebremster Weiterbau an der S21-Ruine“



nicht realisierbar (1)
30 07. 17 21:20
1. Stuttgart 21 ist aus Gründen der Sicherheit nicht realisierbar. Anstelle eines Hauptbahnhofs soll es ein „Haupthaltestelle“ im Untergrund mit einem für Bahnhöfe unzulässigen Gefälle geben.
Quelle: Winfried Wolf,
„abgrundtief + bodenlos“ S. 48 - 56
__________________________________________
Die Problematik wird im Text auf 8 Seiten ausführlich dargestellt .


Kultur im Widerstand (2)
29 07. 17 14:15
Capella rebella bei der letzten, 378.Montagsdemo:
https://www.youtube.com/watch?v=sq9E4ZSB32c&feature=youtu.be

Du mouvement sozial
https://www.youtube.com/watch?v=sq9E4ZSB32c&feature=youtu.be#t=89m21s


zweierlei Fakten
28 07. 17 22:58
Aus einem Brief von Jobst Knoblauch an MP Kretschmann:

Im Zusammenhang mit dem Projekt Stuttgart 21 habe ich leider immer feststellen müssen, dass ich es mit beratungsresistenten, die Fakten ignorierenden Politikerinnen und Politikern zu tun habe.“ ______________________________________

Lieber Jobst Knoblauch, für Politiker gelten als übergeordnete Fakten Karriere mit Machterhalt und Parteidisziplin.



"Keine Spur von Ermüdung"
27 07. 17 20:59
Zitat aus einer E-Mail von Stuttgart-21-Gegnern von heute zum anhaltenden Widerstand :
UNSERE Demos gehen mindestens bis zum UMSTIEG 21 und der Feier im renovierten Kopfbahnhof!
__________________________________________________
Der Optimismus ist nicht unbegründet: es gibt ein „absehbares Scheitern“, ganz nüchtern beschrieben von Dr.Winfried Wolf in seinem Buch „abgrundtief + bodenlos“ S.47ff und auch sehr deutlich in seiner
Rede bei der 378. Montagsdemo am 24.7.2017, Minute 4:20ff


Betonkopf
26 07. 17 22:43
Foto S.B. am 24.7.17 an der Mahnwache

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Zitat aus dem aktuellen Stuttgarter Wochenblatt:
„Angetreten hatte Beton-Dobrindt seine Reise auf der schönen Insel Fehmarn, wo die Bürger sich gegen ein ebenso sinnloses, umweltzerstörerisches und kostspieliges Megaprojekt wehren…“

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Kultur im Widerstand (1)
25 07. 17 23:59
Am Beginn und zum Abschluss der Buchvorstellung im Rathaus gestern standen virtuose Jazz-Soli auf dem Sopransax (Bild), in der Mitte gab es zudem eine gehaltvolle Meditation mit Tenorsax. Zuvor stand Ekkehard Rössle auf der Demobühne mit dem „Lenkungskreis Jazz“. Videos werden nach Erscheinen noch eingestellt.

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abgrundtief+bodenlos
24 07. 17 22:58
Heute 278. Montagsdemo mit besonderem Programm und anschließendem Vortrag im Rathaus:

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Infos zum Buch




INFO: Seit 15.7.2017 bis heute konnte der Blog nicht aktiviert werden, was jetzt (23.7., 23 Uhr) durch meinen Webmaster wieder repariert wurde.

Der Dichter spricht (50)
23 07. 17 14:37

Sei sanft, wenn du kannst,
das Leben ist sowieso hart und schwer.

Vielleicht hat es das früher gegeben,
jetzt gibt es das nicht mehr:
Leicht sein und einfach leben
ohne Nutzungs- und Musterungsschein.

Wenn wir uns nicht Liebe geben,
uns umfangen und uns erheben,
betonieren sie uns ein.


Eva Strittmatter


Bayreuth (3) GÖTTERDÄMMERUNG
22 07. 17 23:48
Die Götter im „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner (heute Besuch der Generalprobe im Festspielhaus Bayreuth) tragen deutlich menschliche Züge: Streben nach Macht (Ring), Geld (Gold), Immobilien (Walhall), Prestige. Sie schrecken nicht vor Ausbeutung und Vertragsbruch (Riesen), Betrug (Loge), Absetzung (Brünhilde), Baumfrevel (Wotan verletzt die Weltesche, sie verdorrt) und Mord (Wotan erschlägt Sigmund) zurück. Es gibt Neid (Mime, Alberich) und Eifersucht (Fricka). Den Göttern wird ihr Untergang vorher gesagt (Nornen, Erda), Machtverlust geschieht (Siegfried zerschlägt Wotans Speer). Zum Schluss scheitern sie, Walhall geht in Flammen auf.
_________________________________________________
Aber in der Stuttgart-21-Saga geschieht wenigstens kein Mord. Oder geht die Gefährdung der Bahnkunden (
„Leib und Leben“) trotz vielfacher Warnung in diese Richtung? Doch die Stuttgart21-Dämmerung kündigt sich an


Bayreuth (2) DIE MEISTERSINGER
21 07. 17 09:20
Zweiter Akt, 2. Szene

Pogner
„Will einer Selt’nes wagen,
was ließ’ er sich dann sagen?
…..
Doch war’s vielleicht auch – Eitelkeit?“
__________________________

Ich denke an den optimistischen Aufbruch von Stuttgart 21, z.B. an Ex-OB Schuster…



Bayreuth (1) SIEGFRIED
20 07. 17 09:06
Hoho! Hoho! Hohei! Hohei! Hohei!

(Jauchzen kommt vor dem Fall.)



Bauruine Stuttgart 21
19 07. 17 18:03
 „Es häufen sich wieder die Anzeichen, dass Stuttgart 21 höchstens als Bauruine in die Geschichte eingehen wird.“
_________________________________
Volker Lösch im heutigen
Artikel in Kontextwochenzeitung „Brennen für ein besseres Leben“


vom bestgeplanten Projekt
18 07. 17 23:27
Stuttgarter Zeitung: „Die verkorkste Planung wird für das Milliardenprojekt zur Hypothek“
__________________________________
Januar 2012: In einem offenen Brief an Finanzminister Schmid schreiben einige SPD-Mitglieder: „Das Projekt, das ihr vor der Volksabstimmung noch als ,bestgeplant‘ und ,bestfinanziert‘ gerühmt habt, entpuppt sich kurz danach und immer offensichtlicher als fehlgeplant und falschgemünzt.“


langer Atem
17 07. 17 23:09

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„Das Leben ist nicht zum Zuschauen da, sondern zum Mitmachen.“
(erste weibliche Teilnehmerin an einem Marathonlauf 1967 -
Rede von Dr. Angelika Linckh ab Minute 33:10 auf der heutigen Demo über den langen Atem der Protestbewegung gegen Stuttgart 21 Text der Rede)


Verhöhnung
16 07. 17 18:46

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„Der größte grüne Sündenfall ist aber Stuttgart 21. Wer Klimaschutz ernst nimmt, muss – Koalitionsräson hin oder her - alles aufbieten, dieses Projekt zu stoppen - egal wie weit fortgeschritten es ist. S 21 ist mit seinem klimaschädlichen Betonverbrauch, mit dauerhaft hohen Energieverbräuchen von Zügen in 60 Kilometern Tunnel mit starken Anstiegen, mit einer dauerhaft Verkehrsverlagerung von ca. 30% von der umweltfreundlichen Schiene auf die Straße, und mit seinem Ausbremsen des ÖPNV-Ausbaus ein Schlag ins Gesicht jeden Klimaschutzes, geradezu eine Verhöhnung der klimaschutzpolitischen Ziele von Paris.“
Werner Sauerborn in seiner
aktuellen Rundmail.


Anzeigetafeln heute
15 07. 17 22:24
Am Nordbahnhof-Bahnsteig der S-Bahn Richtung Stuttgart eine Laufschrift: „Wegen einer Weichenstörung Verspätungen und Zugausfälle.“ (Siehe Blog gestern, Punkt 1)
Ich hatte noch 20 Minuten bis zur Abfahrt meines RE im Hauptbahnhof. So trug ich mein Klapprad und Gepäck wieder die Treppe herab und radelte über die Nordbahnhofstraße und die Stadtbibliothek zum Bahnhof. Eine der Anzeigetafeln:

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Statt der Züge eine Schrift „Bitte Aushangfahrplan beachten“


Zeitverluste durch Stuttgart 21
14 07. 17 17:40
Mit dem ICE künftig eine halbe Stunde schneller in Ulm!
„Schnell in alle Richtungen““ ist die Überschrift im
Kapitel 2 der „21 guten Gründe für Stuttgart“. Dazu die Stuttgarter Zeitung: „Brisante Studie der SMA: K21 schneidet bei den Reisezeiten gut ab Stuttgarter Zeitung"

Zeitverluste durch

  • Chaos mit Verspätungen und Zugausfällen im Regionalverkehr und der S-Bahn

  • Unregelmäßigkeiten im Fernverkehr, hauptsächlich durch Baumaßnahmen in Stuttgart (erinnert sei an die drei Entgleisungen im Gleisvorfeld)

  • Staus und Umleitungen im Autoverkehr, nicht nur in Stuttgart

  • Verlängerte Wegezeiten durch Vorverlegen der Bahnsteige

(Zitat aus den Brief an Bahnhofsverantwortlichen Sven Hantel (Memory 27) Werbeschrift: „Während der Bauarbeiten wird der Querbahnsteig um 110 Meter von der Empfangshalle in das Gleisvorfeld gelegt.“

„Diese vielleicht 10 Jahre (mindestens) dauernde Tatsache heißt, dass ein Bahnkunde, der fünf mal die Woche im Hbf an- und abreist, fünf mal 220 Meter, also 1,1 Kilometer zusätzlich zurücklegen muss. Multipliziert um die Zahl der Reisenden ergibt das jährlich viele Erdumrundungen, wenn nicht Wege zum Mond und zurück. Auf eine Bauzeit von 10 Jahren gerechnet sind das nach meiner überschlägigen Rechnung (mit 50% Abschlag!) 1.440 mal rund um den Äquator…“ Wieviel Jahre oder Menschenleben „zu Fuß“ wären das?

  • Verlängerte Wegzeiten für Fußgänger und Radler durch Umleitungen auf dem Baufeld (ehemals Oberer Schlossgarten)

  • Verlängerte Fahrzeiten durch Sperrung zentraler U-Bahnlinien (Straßenbahn) über einige Jahre hinweg (geplant waren 14 Tage)


Eine Zeitbilanz - z.B. über 30 Jahre wie bei der Umweltbilanz „Treibhausgas“ (siehe Blog von gestern) - dürfte katastrophal schlecht für das „Leuchtturmprojekt“ Stuttgart 21 ausfallen, auch ohne mögliche wochenlange Tunnelsperrungen wg. Anhydritschäden oder Hochwasserflutung des Tiefbahnhofs oder der Tunnels unter dem Neckar.



Karlheinz Rößler zur Klimasünderin S21
13 07. 17 23:16
Karlheinz Rößler bei der letzten Montagsdemo:
„Ein erstes Zwischenergebnis kann ich Ihnen heute schon mitteilen: Der Bau von S21 verursacht rund zwei Millionen Tonnen an Treibhausgas, vor allem Kohlendioxid, aber auch Stickoxide und Methan. Die Hauptursache f
ür diesen Treibhausgas-Ausstoß sind die beton- und stahlintensiven Tunnels, die eine Gesamtlänge von gut 60 km haben, wenn man auch die neuen Stadtbahntunnels unter der Heilbronner Straße und bei der Staatsgalerie berücksichtigt.“

Die unvorstellbar große Zahl wird von Rößler konkretisiert:

„Zwei Millionen Tonnen Treibhausgas – das ist eine abstrakte Gr
öße, unter der sich vermutlich kaum jemand etwas Konkretes vorstellen kann. Sie alle kennen den ICE der ersten Generation, der seit fast 30 Jahren im Stuttgarter Hauptbahnhof ankommt und abfährt. Ein solcher Zug hat eine Masse von knapp 800 Tonnen. Nun stellen Sie sich vor, von diesem Zug wären nicht nur 60 Stück, sondern 2.500 Exemplare gebaut worden. Dies wäre dann in der Summe dieselbe Masse wie zwei Millionen Tonnen Treibhausgas, die beim Bau von Stuttgart 21 freigesetzt werden. Da ein ICE rund 360 Meter lang ist, wären alle 2.500 Züge zusammen rund 900 Kilometer lang und würden von Stuttgart bis Neapel oder bis Warschau reichen.“


Tunnels umsonst gebaut?
12 07. 17 22:56
Karlheinz Rößler bei der letzten Montagsdemo:
„Manche von Ihnen werden nun vermutlich sagen: Was soll eine solche Studie über die Treibhausgas-Emissionen von Stuttgart 21 jetzt noch? Das kommt doch alles viel zu spät, denn die Tunnels sind ja schon im Bau. Aber zum einen darf die Verantwortung für das bisher Geschehene nicht unter den Tisch fallen, und heute diese Klimasünde zu beenden ist immer noch viel besser als weiter zu bauen.
Und zum anderen: selbst wenn die Tunnel je vollständig gebaut werden sollten, müssten sie nicht zwangsläufig dem unterirdischen Zugverkehr dienen. Im Gegenteil. Es gibt mehrere Möglichkeiten, sie viel sinnvoller zu nutzen. So wie im Konzept ‚Umstieg 21‘ vorgeschlagen wurde, kann man die große Baugrube am Hauptbahnhof, also im Herzen von Stuttgart, auf vielfache viel nützlichere Weise verwenden.

Doch dadurch wäre der ungefähr 900 Meter lange und bis zu 80 Meter breite Hohlraum aber noch längst nicht ausgenutzt. Hier wäre noch ausreichend Raum für ein City-Logistik-Terminal: Waren und sonstige Güter, die im Stuttgarter Talkessel ausgeliefert oder auch eingesammelt werden, können hier zwischen großen Elektro-LKWs bzw. Güterwaggons auf der einen Seite und kleinen elektrischen Lieferwagen auf der anderen Seite umgeladen werden. Falls die Tunnel je fertig würden, könnten sie als An- und Abfahrtsrouten für große LKWs dienen, die dann auf den oberirdischen Straßen gar nicht mehr in Erscheinung treten würden.
Diese Tunnels kämen zugleich für elektrisch angetriebene Omnibusse in Frage, welche den im Umstiegskonzept vorgesehenen neuen ZOB ansteuern oder hier abfahren.

Ein noch weiter gehender Schritt wäre es, die Tunnelröhren auch für vollelektrisch angetriebene PKWs zu nutzen, die möglicherweise sogar automatisch gesteuert würden.“



Post an den ehemaligen OB (2009)
11 07. 17 23:10
Sehr geehrter Herr Dr. Schuster,

am 2. April 2009 ließen Sie im Amtsblatt verlauten:

„Die Landeshauptstadt beteiligt sich mit 31,6 Millionen Euro direkt an den Baukosten von Stuttgart 21. Zudem zahlt die Landeshauptstadt für mögliche Baukostensteigerungen maximal 131 Millionen Euro.“
Das sind also zusammen maximal 162,6 Millionen Euro.

Damals, am 18. April 2009, aber belegte der BUND schon ganz andere Zahlen: "Wenn man die direkten und indirekten Kosten zusammenzählt, ist die Stadt mit weit über einer Milliarde Euro an Stuttgart 21 beteiligt.“

Jetzt lese ich
in der Stuttgarter Zeitung:
„Stadt überweist 930.000 Euro an die Bahn“

Herr Dr. Schuster, das sind doch zumindest rund 1,1 Milliarden = 1100 Millionen! Über das 6-fache der von Ihnen genannten Kosten für die Stadt!


Mit Ihrer heftigen Werbung für Stuttgart 21 tragen auch Sie die Verantwortung dafür, dass die Stadt Stuttgart solche Summen beisteuern muss. Ein Ende der Kostensteigerung ist ja nicht abzusehen, vor allem wenn die Bahn vor Gericht auch die Stadt Stuttgart erfolgreich zur Kasse bittet.

Wie gehen Sie mit dieser Kostenentwicklung um? Müssten Sie nicht zur durchaus möglichen Beendigung des Fehlprojekts Stuttgart 21 Stellung nehmen, um den auch von Ihnen angerichteten Schaden für die Stadt Stuttgart zu begrenzen?

Mit freundlichen Grüßen
Siegfried Busch

(Dieser Brief geht auch per Briefpost an OB Dr.Wolfgang Schuster c/o Rathaus Stuttgart)



HH
10 07. 17 23:49
Das erinnert stark an den Schwarzen Donnerstag in Stuttgart: friedliche Demonstranten werden kriminalisiert, von der Polizei kommt „Fake“=Lüge. Hier eine Wertung vom anwaltlichen Notdienst. Im Gegensatz zu Stuttgart flogen Pflastersteine… Doku


3. Anlauf an StZ
09 07. 17 22:29
Sehr geehrte Redaktion,
zum dritten mal meine Frage an Sie zu den 10 Fakten, ich wäre für kurze Antwort sehr dankbar! Meine Frage fett und groß:
Immer wieder erscheinen in der Stuttgarter Zeitung „10 Fakten“. Ist das eine bezahlte Werbung oder eine redaktionelle Idee?

Mit bestem Gruß
S. Busch metropolis21.de
(Eintrag am 10.7. in die Form der abgesandten Mail gebracht)



"symbolisch"
08 07. 17 23:59
Georg Brunnhuber, Interview in der Stuttgarter Zeitung:
…„So organisieren wir beispielsweise am 6. Oktober die große Feier zum symbolischen Andrehen der beiden Tunnelbohrmaschinen des Albvorlandtunnels zwischen Kirchheim und Wendlingen.“…
______________________________________

„Symbolische“ Propagandaveranstaltungen gab es schon viele. Zum Beispiel der Baustart 2010 mit der Prellbock-Anhebung; es dauerte dann noch rund 6 Jahre bis zur Grundsteinlegung des neuen „Bahnhofs“ 2016. Dann die unsäglichen „Tunneltaufen“. Alle Symbolveranstaltungen wurden begleitet von Protesten engagierter und wissender Menschen, die z.B. den wirtschaftlichen und ökologischen
Unsinn der Neubaustrecke kennen und deshalb auch am 6. Oktober zur Stelle sind.


Schwarze Liste c

minus Azer plus Politiker (unten)
07 07. 17 16:55

(Personen aus Politik, Wirtschaft und Bahn-AG, die Stuttgart 21 erfunden und befördert haben; es geht um die Verantwortung für den „Wurmbau zu Babel“ = Stuttgart 21 in Bezug auf Stadtzerstörung, Schwarzer Donnerstag mit Klassenjustiz, Bahn-Schädigung, Milliarden-Veruntreuung, Lügenpropaganda u.a.)

Prof. Martin Stefan Mappus

Dr. Wolfgang Schuster Hartmut Mehdorn Dr. Rüdiger Grube Hany Azer (?) Wolfgang Drexler

Anette Sawade Prof. Heimerl Prof. Martin Wolfgang Schäuble Georg Brunnhuber

neu, von Edzard Reuter genannt:
Angela Merkel Roland Pofalla Claus Schmiedet Tanja Gönner

neu, aus der Unterstützerliste:

  • Dr. Peter Ramsauer

  • Prof. Dr. Lothar Späth +

  • Dr. Erwin Teufel

  • Dr. Manfred Rommel +

  • Dr. Joachim Gauck


_________________________________
Aus Blogeintrag vom 29.6.’16 (Edzard Reuter – KONTEXT, 29.06.2016)
Wo sind sie geblieben, die Heizer auf der S-21-Lok? „Doch diejenigen Persönlichkeiten, die dafür im politischen Bereich verantwortlich waren, sind längst im Nebel verschwunden. Volker Kefer ist geblieben. Wer hingegen fragt nach Angela Merkel, nach Ronald Pofalla, nach Wolfgang Drexler, Claus Schmiedel, nach Stefan Mappus und Tanja Gönner und all den anderen, die uns dreist – und oft genug wider besseres Wissen – immer von neuem weisgemacht haben, alles sei in Ordnung, das geplante Geld werde mit Sicherheit ausreichen und das Projekt zeitgerecht realisiert?“


Im Fähnlein der Aufrechten
06 07. 17 17:22

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„Mac“ ist gestorben, er war sehr aktiv gegen S21. Weitere Infos folgen.


Der Dichter spricht (49)
05 07. 17 23:39

„Jede große Idee, sobald sie in die Erscheinung tritt, wirkt tyrannisch; daher die Vorteile, die sie hervorbringt, sich nur allzubald in Nachteile verwandeln.
Man kann deshalb eine jede Institution verteidigen und rühmen, wenn man an ihre Anfänge erinnert und darzutun weiß, dass alles, was von ihr im Anfange gegolten, auch jetzt noch gelte.“

J.W. v. Goethe, Sprüche in Prosa, Sämmtl. Werke Bd.3, Stuttgart und Tübingen 1853
__________________________________________

Wer kann die „große Idee“ Stuttgart 21 auch jetzt noch „verteidigen und rühmen“?

Siehe Rumpelstilzchen 21: Gold zu Stroh spinnen.

Mein Statement am 12. November 2014 gegen Ende der Anhörung Filderbahnhof in der Filderhalle Leinfelden: "Die guten Gründe sind weitgehend abhanden gekommen und damit ist die Sinnhaftigkeit des Projekts und die Planrechtfertigung dahin.“



Propagandatrommelfeuer
04 07. 17 11:24
Heute wieder in der Stuttgarter Zeitung die „10 Fakten“, alle kritisch kommentiert hier lesen. Ist das eine bezahlte Werbung oder eine redaktionelle Idee? Die Fakten der Realität sehen ganz anders aus, zusammengestellt im TUNNELBLICK als „21 der größten Fehlplanungen, Mängel, Risiken und Absurditäten.


Azer gestrichen!
03 07. 17 22:18
Aus der Schwarzen Liste (Blog vom 24./27. Juni) wird Hany Azer gestrichen! Er gehört nicht mehr zu den „Heizern der S-21-Lok“. Grund: er ist ehrenhaft, wenn auch mit einer wenig glaubhaften Begründung von der S-21-Lok abgesprungen und seiner Verantwortung gerecht geworden, weil er „121 Chancen und Risiken“ aufgeführt hat, wobei einer einzigen „Chance“ 120 Risiken gegenüber standen, eine groteske Verdrehung der Reihenfolge von „Chancen und Risiken“. Details und eine Wertung hier.
Als 2013 die Azerliste von der Bahn endlich herausgegeben wurde (es gab Whistleblowers zuvor), schätzten die Ingenieure22 anhand dieser Liste Projektkosten bis zu 10 Mrd. €, eine Zahl, die Jahre später vom Bundesrechnungshof und von den Gutachtern Vieregg & Rössler bestätigt wurde! Das Lügengebäude der offiziellen Kosten wankt nicht nur, sondern fällt kläglich in sich zusammen.




neue Messlatte
02 07. 17 23:28
Seither waren die gebohrten Tunnel-Kilometer der Maßstab des Baufortschritts. Nachdem etwa 50% der Tunnels gebohrt waren (allerdings die weniger problematischen Abschnitte und ohne Ausbau), ist jetzt die Anzahl der fertiggestellten Kelchstützen augenfälliger:

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Foto 29. Juni 2017 S.B.
Bis heute fertig gebaut von insgesamt 28 Kelchstützen: 0 (null)



Lüge des Jahrhunderts
01 07. 17 22:41
Als noch Kommentare in den Stuttgarter Nachrichten möglich waren (das ist lange her, die Kommentarfunktion ist ganz abgeschafft!), schrieb EJR (2010):

„Die Fachplaner haben keine Mondpreise kalkuliert (sie sind in Wahrheit viel zu niedrig), sondern die Bahn propagiert „Mond-Einsparstrategien“ mit Kosten-Tricksereien, vorsätzlicher Täuschungsmanöver und Planungsbetrug auf Kosten der Baufirmen, auf Kosten der regionalen Mittelständler und auf Kosten der Steuerzahler –
ein monströser Kollateralschaden für unsere Stadt. Die DB wandelt sich offensichtlich vom Mobilitäts- zum Betrugskonzern - Stuttgart 21 ist die Lüge des Jahrhunderts!“


die Sollbruchstelle
30 06. 17 23:55
Stuttgarter Nachrichten am 10. Mai 2010
„Im Juli 2008 lag die Bausumme bei 2,8 Milliarden Euro. Innenminister Heribert Rech nannte da erstmals Kosten einzelner Abschnitte. Im August 2008 korrigierte die DB auf 3,1 Milliarden. Im Dezember 2009 legte Bahn-Chef Rüdiger Grube nach: 4,1 Milliarden. "Wir bleiben unterhalb der Sollbruchstelle von 4,5 Milliarden", verkündete ein angespannter Bahn-Chef. Jetzt werde gebaut.“
__________________________________________
Bahnchef Grube selbst hatte die Sollbruchstelle dann nicht mehr beachtet, als die Kosten um weitere Milliarden gestiegen waren und hat dann das sinkende Schiff Stuttgart 21 Ende 2016 bei Kosten von ca 10 Milliarden (Bundesrechnungshof) verlassen. Wortbrüchiges Verhalten auf Schwäbisch kommentiert: „Was goht mi mei saudomms Gschwätz von gestern a“.



gilt immer noch!
29 06. 17 19:11
Aus dem Blog vom Oktober 2014:

„Totgesagte leben länger“, das Projekt Stuttgart 21 hängt noch am Tropf der Verträge und der Politik; seine Sinnhaftigkeit ist längst dahin mit den
120 Risiken des Hany Azer als Damoklesschwert. Diese Risiken werden totgeschwiegen und die „21 guten Gründe für Stuttgart 21“ sind weg...


(
Prof. Hermann Knoflacher – Frontal 21, ZDF, 22.11.2011)

Frontal 21: „Sollte man Ihrer Ansicht nach Stuttgart 21 überhaupt bauen?“

„Also auf keinen Fall meiner Ansicht nach. Es dürfte überhaupt nicht zu dieser Diskussion kommen – unabhängig davon, ob diese Bürgerwiderstände entstanden sind oder nicht. Es zeigt sich, dass das Projekt – ich würde sagen: Im guten Glauben – vorbereitet worden ist, aber im Zuge der Überprüfung festgestellt wurde, dass es nicht mehr haltbar ist. Das heißt, man sollte das Projekt so schnell wie möglich vergessen um nicht noch zusätzlich Energie und Geld zu vergeuden, um sich meiner Ansicht nach der Verbesserung und Adaptierung des Kopfbahnhofes zuwenden, was besser für die Stadt und auch die Zukunft der DB wäre.“
_________________________________________________

Seit dem ehrlichen Statement von Prof. Knoflacher 2011 sind hunderte Millionen Euro verbaut worden, aber immer noch ist der Umstieg zum modernisierten Kopfbahnhof um Milliarden günstiger.



Aufsichtsrat heute
28 06. 17 22:58
In schweren Karossen mit Chauffeur sind sie vorgefahren, die Aufsichtsräte der Bahn-AG zur Sitzung über Stuttgart 21 im Berliner Bahntower am Potsdamer Platz. Es waren nicht viel Stuttgart21-Gegner aus Stuttgart, die nach Berlin gekommen waren, um dort einige Großposter zu präsentieren.

Unbekannt

Eine Handvoll Großposter.


Schwarze Liste b
27 06. 17 20:47
(Personen aus Politik, Wirtschaft und Bahn-AG, die Stuttgart 21 erfunden und befördert haben; es geht um die Verantwortung für den „Wurmbau zu Babel“ = Stuttgart 21 in Bezug auf Stadtzerstörung, Schwarzer Donnerstag mit Klassenjustiz, Bahn-Schädigung, Milliarden-Veruntreuung, Lügenpropaganda u.a.)

Prof. Martin
Stefan Mappus

Dr. Wolfgang Schuster
Hartmut Mehdorn
Dr. Rüdiger Grube
Hany Azer (?)
Wolfgang Drexler

Anette Sawade
Prof. Heimerl
Prof. Martin
Wolfgang Schäuble
Georg Brunnhuber
neu, von Edzard Reuter genannt:
Angela Merkel
Roland Pofalla
Claus Schmiedet

Tanja Gönner

Aus Blogeintrag vom 29.6.’16
(Edzard Reuter – KONTEXT, 29.06.2016)
Wo sind sie geblieben, die Heizer auf der S-21-Lok? „…diejenigen Persönlichkeiten, die dafür im politischen Bereich verantwortlich waren, sind längst im Nebel verschwunden. Volker Kefer ist geblieben. Wer hingegen fragt nach Angela Merkel, nach Ronald Pofalla, nach Wolfgang Drexler, Claus Schmiedel, nach Stefan Mappus und Tanja Gönner und all den anderen, die uns dreist – und oft genug wider besseres Wissen – immer von neuem weisgemacht haben, alles sei in Ordnung, das geplante Geld werde mit Sicherheit ausreichen und das Projekt zeitgerecht realisiert?“ _____________________________________
Inzwischen sind auch der Heizer Volker Kefer und Lokführer Grube vom S21-Acker. Sind „die Heizer auf der S-21-Lok“ jetzt die Verantwortung für Stuttgart 21 los oder sind sie verantwortungslos? Heißt das Spiel „Schwarzer Peter 21“?



"Schläfer"
26 06. 17 21:49
Aus E-Mail von M.M. von heute: „Aus dem aktiven Widerstand gegen S21 habe ich mich zurückgezogen.“

.


Elend Bahn
25 06. 17 23:55
Heute Bahnreise Mössingen - Würzburg:
IRE in Mössingen hat 10 Minuten Verspätung (Problem am Zug)

unbekannt

Anschlusszug in Stuttgart verpasst (von 10 Zügen der Anzeigetafel in Stuttgart nur 2 regulär…)
Im RE nach Würzburg keine Steckdosen
Toilette defekt
Ankunft Würzburg eine Stunde später 19:21, Konzert in der Residenz 20:00 in letzter Minute erreicht.
____________________________________________
Hallo Bahn, statt Milliarden für Stuttgart 21 zu verschwenden besser in den Betrieb investieren!



Schwarze Liste a
24 06. 17 23:53
Personen aus Politik, Wirtschaft und Bahn-AG, die Stuttgart 21 erfunden oder befördert haben; es geht um die Verantwortung für den „Wurmbau zu Babel“ = Stuttgart 21 in Bezug auf Stadtzerstörung, Schwarzer Donnerstag mit Klassenjustiz, Bahn-Schädigung, Milliarden-Veruntreuung, Lügenpropaganda u.a.

Stefan Mappus
Dr. Wolfgang Schuster
Hartmut Mehdorn
Dr. Rüdiger Grube
Hany Azer (?)
Wolfgang Drexler
Anette Sawade
Prof. Heimerl
Prof. Martin
Wolfgang Schäuble
Georg Brunnhuber

Die Schwarze Liste soll von Zeit zu Zeit ergänzt werden, meine Blogleser mögen sehr gern daran mitwirken. Anrufe gerne unter 015164046822, ich freue mich. E-Mail und andere Kontaktdaten unter
Impressum.

INFO:
Der Mailwechsel zu den „Daten und Fakten zu Stuttgart 21“ ist anders formatiert al
s Memory 47 dokumentiert.)



S 21 zu StZ 21
23 06. 17 23:46
Hinweis von G.Cl. zu meinem Blogeintrag von gestern:
„…es war Adrian Zielke, damals Redakteur der Stuttgarter Zeitung, der geschrieben hat: Ohne die Stuttgarter Zeitungen wäre S 21 nicht gebaut worden…
Die Zeitungen wurden ja mit ins Boot (Weinberghäusle) genommen und haben nichts negatives oder wenigstens kritisches geschrieben.“
________________________________________


„Wer die Medien steuert, steuert die Meinung der Bevölkerung. Deshalb ist es interessant zu wissen, warum die Zeitungen der Region hinter Stuttgart 21 stehen und dieses Projekt entsprechend verkauft haben. Gesteuert haben die Medien die oberste politische und unternehmerische Führung des Landes, an der Spitze Ministerpräsident Mappus. Das erklärt alles.

Laut
Stern hat der einstige Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung, Uwe Vorkötter, der heute bei der "Berliner Zeitung" arbeitet, inzwischen ehrlicherweise zugegeben, es sei ein "Fehler gewesen S21 zu StZ 21 zu machen".

Quelle und weitere Angaben zu den Verflechtungen (Filzokratie) von Politik und Wirtschaft mit Stuttgart 21
hier.


Memory 47
22 06. 17 09:27
Post an die Stuttgarter Zeitung:
„…Ohne die StZ wäre Stuttgart 21 nicht zustande gekommen“, so oder ähnlich die Nachricht aus der Chefredaktion der StZ, oder stimmt das nicht?

Dann stehen aber auch die Folgen dieser Projektförderung in der Verantwortung der StZ, wenn das Projekt scheitern sollte (es ist praktisch schon gescheitert im Hinblick auf Kosten, Fertigstellung, Leistung, Sicherheit u.a.).

Die verantwortlichen Betreiber für den Projektstart, die Schuster, Oettinger, Schmiedel, Mappus, Mehdorn, Grube, Kefer, Azer, Nils Schmid, Drexler… sind allesamt von der Fahne gegangen oder gegangen worden und haben ein Chaos und einen Milliardenschaden ohnegleichen angerichtet. Wer trägt die Verantwortung?

Aktuell gibt die StZ dem Projekt S21 immer noch Deckung durch Veröffentlichung solcher verharmlosenden Artikel wie „Daten und Fakten“ und
vor allem durch den Ausschluss einer kompetenten Gegenöffentlichkeit durch Sperrung der Kommentarfunktion bei brisanten S21-Nachrichten…“ _________________________________________

Memory“ ist ein bekanntes Kinder- und Gesellschaftsspiel. Es geht dabei um „aufdecken und merken“. Aufdecken und auch für die Zukunft festhalten, was von den Planern und Befürwortern („Vorhabensträger“) bei Stuttgart 21 verschwiegen, geschönt oder falsch dargestellt wird. Der allererste Grund für meine persönliche Website www.siegfried-busch.de (später umbenannt in metropolis21.de) war der Wunsch zur weiteren Verbreitung meiner Offenen Briefe = Memorys. Das erste Memory an Baubürgermeister Hahn ist vom 19. März 2008. Der tägliche Blog kam später dazu, ab 1. Januar 2009.


Stadtbahn-Chaos in Stuttgart
21 06. 17 23:39
Schlagzeile StN: Drei Züge steckten stundenlang im Tunnel fest
____________________________
Die Rettung der Fahrgäste gestaltete sich langwierig, die Katastrophe blieb aus, weil kein Brand dabei war.
Der betroffene Stadtbahntunnel war kurz, wenige 100 Meter. Auch die Tunnels der Eisenbahn Prag- und Rosensteintunnel sind kurz. Stuttgart 21 hat 60 km Tunnelröhren, was dann?



Glückauf!
20 06. 17 22:38
Gestern, tief im Radberg in den Hohen Tauern, etwa 1000 Meter vom Stolleneingang des Bad Gasteiner Heilstollens. Im Grubenzug erkannte mich Mitstreiter R.R. vom Netzwerk Killesberg. Es ergaben sich hochinteressante Gespräche und Informationen über die Kriegsbergtunnel und bereits entstandene Bergschäden. Bericht im Netzwerk.



Mail an die Redaktion StZ
19 06. 17 22:19
Sehr geehrte Damen und Herren der redaktion@stz.zgs.de,

der Artikel
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-21-gruene-wollen-auskunft-ueber-zeitplan-und-kosten-page1.75590a92-96ed-455a-9b3e-00a7e686e4e4.html "Daten und Fakten zu Stuttgart 21" ist gezeichnet mit "red/dpa/lsw“. Wer ist nun eigentlich der Urheber? Können Sie mir bitte einen Namen nennen, z.B. von der Endredaktion?

Jedenfalls bitte ich Sie freundlich, an die Quellen des Artikels diese Mail weiterzuleiten mitsamt meinem Blog von heute, den ich unten angefügt habe.


Mit freundlichen Grüßen

Siegfried Busch


Titanic, Zahlen und Fakten
(Blog vom 18 06.)



Titanic, Zahlen und Fakten

18 06. 17 22:41

Der Ozeanriese
Titanic war von 1908 bis 1912 im Bau. Das Mega-Schiff in Zahlen und Fakten:

  • die Titanic war 1912 das größte Schiff der Welt

  • der Passagierdampfer war ein Linienschiff

  • das Bestelldatum war der 1. August 1908

  • die Länge war 269,04 m, die Breite 28,19 m

  • Maschinenleistung 51.000 PS

  • Dienstgeschwindigkeit 21 kn (39 km/h)

_________________________________

War da noch was? Die Zahlen und Fakten stimmen! Das Wesentliche fehlt aber wie bei den aktuellen „Zahlen und Fakten“ in der Stuttgart-21-Propaganda, zusammengestellt auf einer neuen Seite in der Navigation rechts unter 6 "Daten und Fakten" (2017).



von wegen "bleiben erhalten"
17 06. 23:03

img_7123

Im „Schwindel-Plakat“, Blog vom Februar 2015 steht unter Nr.8, dass „die Hallen“ im Bonatzbahnhof erhalten blieben. Aktuell ist diese Versprechung vermehrt Makulatur:
„Vor allem im Inneren erfährt das Empfangsgebäude eine erhebliche gestalterische und funktionale Aufwertung. Das stadtbildprägende Äußere des Bahnhofsgebäudes bleibt dabei erhalten. Reisende und Besucher erwartet ein vielfältiger Branchenmix mit zahlreichen Einkaufs- und Verweilmöglichkeiten. Die oberen drei Ebenen beherbergen zukünftig das me and all hotel.“
(Zitiert aus der Rede von Dipl.-Ing. Peter Dübbers: „Der Bonatzbau und die Erbärmlichkeit des Denkmalschutzes“.)


neue Propagandakampagne (8 und Schluss)

16 06. 17 11:14
Etwa seit Anfang Juni 2017 ist eine neue Propagandaserie für Stuttgart 21 gestartet worden:

„Das umstrittene Bahnprojekt
Stuttgart 21 ist seit Februar 2010 im Bau. Das Mega-Vorhaben in Zahlen und Fakten:
- Der bisherige Kopfbahnhof mit 16 Gleisen soll durch eine unterirdische Durchgangsstation mit 8 Gleisen ersetzt werden.
- Mit einem knapp 10 Kilometer langen Tunnel soll die City mit dem Flughafen und der geplanten Schnellbahnstrecke nach Ulm verbunden werden.
- Die Fahrzeit zwischen Stuttgart und Ulm wird von 54 auf 31 Minuten verringert.
- Stuttgart 21 ermöglicht den Lückenschluss in der europäischen Magistrale Paris-Budapest.
- Zu Stuttgart 21 gehört ein knapp 60 Kilometer langes Tunnelsystem.
- Mit Stuttgart 21 soll die Stadt Stuttgart durch den Wegfall der oberirdischen Gleisflächen Raum für städtebauliche Entwicklung und eine Erweiterung des Schlossgartens erhalten.“
__________________________________________________

Es war mal wieder ein Propaganda-Rundumschlag in verschiedenen Medien, nicht nur in der Stuttgarter Presse, sondern breit gestreut auch in so fernabliegenden Websites wie wetter.com.

Es ist sehr interessant, wie die werbenden „Fakten“ im Laufe der Jahre immer mehr geschrumpft sind und zuletzt nur noch sechs (6) Punkte genannt wurden:
a) Anfang 2009 waren es noch
21 gute Gründe in einer kleinen Broschüre von zuletzt 48 Seiten
b) 2014 sind 21
„Zahlen und Fakten“ auf ein Plakat eingedampft (und verändert)
c) April 2017 ist die Presseserie
10 Fakten zu Stuttgart 21 erschienen,
d) die bereits ein Viertel Jahr später von nur noch 6 „
Daten und Fakten“ abgelöst wurden, die einer kritischen Nachprüfung kaum standhalten und negativ beurteilt werden müssen.


neue Propagandakampagne (7)
15 06. 17 20:52
Überschrift: „Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 ist seit Februar 2010 im Bau. Das Mega-Vorhaben in Zahlen und Fakten“
(Mal wieder ein Propaganda-Rundumschlag in verschiedenen Medien, nicht nur in der Stuttgarter Presse, sondern breit gestreut auch in so fernabliegenden Websites wie wetter.com.)

- Mit Stuttgart 21 soll die Stadt Stuttgart durch den Wegfall der oberirdischen Gleisflächen Raum für städtebauliche Entwicklung und eine Erweiterung des Schlossgartens erhalten.
_________________________________________________
Stuttgart 21 muss immer mehr als Immobilienprojekt herhalten, nachdem die Vorteile des Tiefbahnhofs mit Tunnelsystem kaum mehr vermittelbar sind und sich ins Negative verkehrt haben. Die Großgebäude im „Europaviertel“ gehören nicht zum „Wegfall der Gleisflächen“ und lassen angenehme Aufenthaltsqualität vermissen, z.B. am zentralen „Pariser Platz“.

Immer wieder wird die "Parkerweiterung" (Schlossgarten) pro Stuttgart 21 gerühmt. Dass diese Parkerweiterung eher ein Feigenblatt ist, das die Blöße der Parkvernichtung zudecken soll, wird dabei nicht gesagt:
Die versprochenen 30 Fußballfelder (20 ha) an neuer Grünfläche sind zumeist
weitab vom Schuss Nähe Rosensteinpark. Etwa zwei Kilometer vom Bahnhof/Zentrum entfernt und damit so weit weg wie der Kräherwald oder der Waldbeginn Richtung Fernsehturm.
Es wurden aber 15 „Fußballfelder“ (ca 10 ha)
mitten in der Stadt im Schlossgarten mit seinem alten Baumbestand abgeräumt, mit Beton versiegelt und werden später anstelle von großen Parkbäumen mit häusleshohen "Lichtaugen" garniert. Das wird in der Flächenbilanz glatt unterschlagen!


neue Propagandakampagne (6)
14 06. 17 23:03
Überschrift: „Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 ist seit Februar 2010 im Bau. Das Mega-Vorhaben in Zahlen und Fakten“
(Mal wieder ein Propaganda-Rundumschlag in verschiedenen Medien, nicht nur in der Stuttgarter Presse, sondern breit gestreut auch in so fernabliegenden Websites wie wetter.com.)

- Zu Stuttgart 21 gehört ein knapp 60 Kilometer langes Tunnelsystem.
_____________________________________________

Diese „Zahlen und Fakten“ sind der wichtigste Anlass meines Widerstandes gegen Stuttgart 21 und genannt gleich im ersten Beitrag auf dieser Website, dem „Memory 1“ an Baubürgermeister Hahn vom 19. März 2008:
„Fährt man mit der Bahn in Stuttgart ein, liegt die Stadt wie ein aufgeschlagenes Buch im Blick, jetzt soll dieses Buch zugeklappt werden. Zehntausende von Bahnfahrern gucken dann buchstäblich in die Röhre statt auf unsere schöne Stadt, Durchreisende bekommen gar nichts von Stuttgart zu sehen, die Stadt wird zu einem Haltepunkt, Reisequalität wird zu Reise-Fastfood. Das ist ein schlimmer Verrat an Stuttgart. Wo ist „Stuttgart“ für die Bahnreisenden geblieben? Auf das Ärmlichste reduziert in Tunnels und Tiefstationen?“


neue Propagandakampagne (5)
13 06. 17 08:16
Überschrift:
„Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 ist seit Februar 2010 im Bau. Das Mega-Vorhaben in Zahlen und Fakten“
(Mal wieder ein Propaganda-Rundumschlag in verschiedenen Medien, nicht nur in der Stuttgarter Presse, sondern breit gestreut auch in so fernabliegenden Websites wie wetter.com.)

- Stuttgart 21 ermöglicht den Lückenschluss in der europäischen Magistrale Paris-Budapest.
_________________________________________

Welche Werbefuzzis haben jetzt wieder die unsägliche „Magistrale“ aus der Klamottenkiste geholt? Das Werbeschlagwort „Magistrale“ wurde schon in der Schlichtung von der Bahn selbst (Bahnvorstand Dr. Kefer) als inhaltlich bedeutungslos erklärt. Der „Lückenschluss“ ist reines Werbesprech, denn die Strecke Ulm-Budapest enthält noch andere Strecken, die der „Hochgeschwindigkeit“ nicht standhalten. Wie schwer sich die Werbung für das „Jahrhundertprojekt“ inzwischen tut, kann man deutlich an den verbliebenen 6 „Zahlen und Fakten ablesen!



neue Propagandakampagne (4)
12 06. 17 20:33
Überschrift:
„Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 ist seit Februar 2010 im Bau. Das Mega-Vorhaben in Zahlen und Fakten“
(Mal wieder ein Propaganda-Rundumschlag in verschiedenen Medien, nicht nur in der Stuttgarter Presse, sondern breit gestreut auch in so fernabliegenden Websites wie wetter.com.)

- Die Fahrzeit zwischen Stuttgart und Ulm wird von 54 auf 31 Minuten verringert.
______________________________________________
Die „Zahlen und Fakten“ sind unter Stuttgart 21 aufgeführt. Tatsache ist jedoch, dass die Fahrzeitverkürzung allein durch die Neubaustrecke, nicht durch Stuttgart 21 erreicht wird.


neue Propagandakampagne (3)
11 06. 17 16:00
Überschrift: „Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 ist seit Februar 2010 im Bau. Das Mega-Vorhaben in Zahlen und Fakten:“ (Mal wieder ein Propaganda-Rundumschlag in verschiedenen Medien, nicht nur in der Stuttgarter Presse, sondern breit gestreut auch in so fernabliegenden Websites wie wetter.com.)

- „Mit einem knapp 10 Kilometer langen Tunnel soll die City mit dem Flughafen und der geplanten Schnellbahnstrecke nach Ulm verbunden werden.“

___________________________________________________
Der Fildertunnel verläuft zu 54 Prozent durch unausgelaugten Gipskeuper, das „Betriebsrisiko“ nach Gutachten im Bahn-Auftrag ist „unüblich hoch“. Die Sperrung auch nur einer Röhre ließe den Bahnbetrieb in Stuttgart ziemlich zusammenbrechen. Eigentlich ein k.o.-Kriterium für Stuttgart 21…

Wenn es in zwölf von vierzehn Tunnels im Gipskeuper Probleme gab und gibt (Geologe Dr. Sierig, Video hier sehen), wie hoch ist dann das Risiko beim Fildertunnel Stuttgart 21?

Ursprünglich sollte die Bohrung der Fildertunnelröhren von unten, vom Bahnhof her erfolgen. Eine
Doline im Zugangsbereich des Fildertunells, Wasseraustritt bei Bohrloch 203 im Anhydrit direkt über dem Fildertunnel… So wich man diesen Problemen erst einmal aus und begann die Bohrung auf den Fildern. Fast die ganze Strecke im schwierigen Gipskeuper muss noch gebohrt werden.

Zur Tunnelbohrmaschine SUSE und zur Abraumentsorgung „Zahlen und Fakten“ bei
Zum Blog aktuell.

(Korrekturen durch meinen Leserkreis sind sehr erwünscht, mögliche Fehler werden korrigiert und hier im Blog bekannt gegeben.)


Blog wieder aktiv
10 06. 17 21:41
Täglicher Blog: wegen schwachem Internet im Hotel konnten die letzten 10 Blogs (ab 1.Juni 2017) nicht hochgeladen werden, was jetzt am 10.6. rückwirkend getätigt worden ist.


neue Propagandakampagne (2)
09 06. 17 20:51

- Der bisherige Kopfbahnhof mit 16 Gleisen soll durch eine unterirdische Durchgangsstation mit 8 Gleisen ersetzt werden.“
___________________________________________
Kopie des Blogs aus „10 Fakten“ von 2017:
Hier wird die Idee von „Stuttgart 21“ korrekt wiedergeben. Sie hieß zuerst „quer denken“. Was jedoch fehlt, ist die Begründung der Qualität dieser Idee. Die damals beschriebene Notwendigkeit mit Argumenten wie

  • „Der Kopfbahnhof ist an seine Kapazitätsgrenze gelangt. Die neue Station lässt als Durchgangsbahnhof deutlich mehr Bahnverkehr zu.“

  • „Im heutigen Gleisvorfeld kreuzen sich die Gleise vielfach, die Züge behindern sich daher gegenseitig bei der Ein- und Ausfahrt.“

  • „Die Beibehaltung des jetzigen Kopfbahnhofes könnte die bestehenden Kapazitätsengpässe nicht beheben.“

erwiesen sich alle als völlig falsch.

Mein Statement am 12. November 2014 gegen Ende der Anhörung Filderbahnhof in der Filderhalle Leinfelden: "Die guten Gründe sind weitgehend abhanden gekommen und damit ist die Sinnhaftigkeit des Projekts und die Planrechtfertigung dahin.“
Statt der Prognose von 1997

  • „Denn Stuttgart braucht in jedem Fall eine grundlegende Verbesserung seiner Bahnverkehrsanbindung. Der jetzige Hauptbahnhof kann das Fahrgastaufkommen des Jahres 2010 in keiner Weise mehr bewältigen. „Stuttgart 21“ ist daher kein Prestigeprojekt, sondern die logische Konsequenz sachlicher Überlegungen und klarer Fakten. Nur der neue Bahnknoten bietet die Kapazitäten für ein attraktives Leistungsangebot der Bahn“

war der Kopfbahnhof im Jahr 2010 nach Stiftung Warentest der pünktlichste Großstadtbahnhof Deutschlands!


neue Propagandakampagne (1)
08 06. 17 09:01
„Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 ist seit Februar 2010 im Bau. Das Mega-Vorhaben in Zahlen und Fakten:“

(Mal wieder ein Propaganda-Rundumschlag in verschiedenen Medien, nicht nur in der Stuttgarter Presse, sondern breit gestreut auch in so fernabliegenden Websites wie wetter.com.)
_____________________________________________

Schon die Überschrift der „Zahlen und Fakten“ ist irreführend: seit „Februar 2010“ war nichts im Bau, am 2. Februar war die
Show der „Prellbockanhebung“ mit 2000 wütenden Bürgern in der großen Bahnsteighalle und einem handverlesenen Publikum in der kleinen Schalterhalle. Der Oppositionsführer der Grünen,
W. Kretschmann war nicht geladen und wurde auch nicht eingelassen, i
ch war damals bei der Zurückweisung in nächster Nähe dabei…
Kretschmann: „Also ich frag Sie nochmal: Sie wollen einem Mitglied eines Verfassungsorgans, das für die Finanzierung dieses Projekts mit verantwortlich ist, den Zutritt hier verweigern?“ Sicherheitskontrolleur: „Jawohl“. Kretschmann: „Das muss ich zur Kenntnis nehmen, ja das ist ungeheuerlich.“
Bericht im ZDF vom Baubeginn, Minute 08:20 („Prellbockanhebung“ am 2.2.2010).

bildschirmfoto-2016-05-24-um-16.25.24

Der skandalöse Baubeginn begann mit dem „Schwarzen Donnerstag“ am 30.9.2010 und dem Abholzen von alten Bäumen im oberen Schlossgarten Nähe Bahnhof. Darauf geschah im Baufeld des Tiefbahnhof über ein Jahr lang nichts!


Schuttgart
07 06. 17 22:03
Zitat aus heutiger E-Mail von E.R.:
Jetzt soll unser Wahrzeichen Hauptbahnhof weiter massakriert werden!
Stuttgart: Kaputtgart?

(zum Bericht in der Stuttgarter Zeitung)


Mailwechsel mit Dr. Engelhardt
05 06. 17 16:34
An: Dr. Christoph Engelhardt / WikiReal.org
Datum: 04.06.2017 21:26

Aus
Demorede Siegel: „Herr Sturm behauptete, die Leistungsfähigkeit des Tiefbahnhofs sei deutlich höher als die des Kopfbahnhofs, Christoph Engelhardt sei „komplett widerlegbar“. Seine Fachleute in Berlin hätten dies klar herausgearbeitet. „

Lieber Herr Engelhardt,


sind Sie widerlegt worden oder ist das nur eine Luftnummer?


Schönen Gruß

S. Busch   metropolis21.de


Dr. Chr. Engelhardt zu Peter Sturms Aussage, die Leistungskritik sei "komplett widerlegbar“:

Hier meine kurze Antwort:

Natürlich hat mich die DB bisher noch in keinem Verfahren widerlegt. Wenn der Projektvorstand Peter Sturm behauptet, die Kritik sei widerlegbar, dann sollten wir ihn beim Wort nehmen: Er möge das in einem professionell moderierten Faktencheck beweisen, damit die Leistungskritik ein für alle Mal ausgeräumt ist (s.u. Konzept vom 26.02.2016 und ganz unten meinen Vorschlag für eine öffentliche Konfrontation).

Hier die etwas längere Antwort (bei Zum Blog aktuell)


fundamentale Fehlanzeigen
04 06. 17 21:22

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Aus dem neuen Buch „abgrundtief + bodenlos“ von Winfried Wolf (noch nicht erschienen):

„So erklärte Ende 2007 Peter Marquardt, der damalige Chefplaner von Stuttgart 21: „Die meisten Bürger in Stuttgart werden erstaunt sein, wie gering die Belastung [beim Bau von S21; W.W.] ist. Es dürfte wohl die erste Großbaustelle mitten in einer Großstadt sein, von der die Bürger kaum etwas mitbekommen. Denn gearbeitet wird entweder unterirdisch oder auf dem Gelände der Bahn. [...] Von den Tunnelbauten werden die Drüberwohner ebenso wenig etwas merken wie später vom Zugverkehr. Denn erstens funktioniert die dicke Erdschicht darüber wie ein Schallschutz. Und zweitens lässt ein Masse-Feder-System im Fahrweg die Züge wie auf Federn fahren. Da hört man nichts [...] Wegen des Neubaus gibt es keine Verzögerungen oder Zugausfälle, wie sie bei den alternativen Konzepten zu befürchten wären.“


Blogstottern
03 06. 17 20:19
========================================================
In
diesem Blog steht seit 01.09.2009 täglich eine

• Information,
• Glosse,
• Satire,
• Karikatur,
• Foto
• Zitat

als Information oder Kritik an Stuttgart 21 bzw. Argument
für den Erhalt des Kopfbahnhofs.
=========================================================

INFO: Momentan stockt der Blog wg. leistungsschwachem Internet im Hotel in Bad Gastein...


Umstieg überfällig
02 06. 17 21:55
Stuttgarter Zeitung: Bei Stuttgart 21 ist die Hälfte der knapp 59 Tunnelkilometer vorgetrieben. Eisenhart von Loeper, Sprecher vom Aktionsbündnis gegen Stuttgart21, glaubt aber weiterhin unverdrossen an das Aus für das Milliardenvorhaben.

„Wir verweisen aber nochmals auf die schwerwiegenden Mängel für die

- Betriebssicherheit bei Tunneln durch den Anhydrit,

- durch den Kapazitätsabbau,

- durch gefährliches Gleis- und Bahnsteiggefälle sowie die

- Unwägbarkeiten bei den Kosten,

um vier zentrale Aspekte zu nennen. Da ist es überfällig und nie zu spät, in die Umsetzung eines Umstiegskonzepts einzusteigen. Da muss man die verlorenen Kosten hinnehmen, darf aber keinesfalls weitere Investitionen draufsatteln. Dem schlechten Geld darf kein Gutes hinterhergeworfen werden.“


Heute Blogpause wg. Kurlaub und lahmem Internet
01 06. 17 22:43


aus Mut-mach-Rundmail von Do.Sp.
31 05. 17 21:36
Es gibt sie noch, die S21-Gegner und Kopfbahnhofbefürworter.
Stand der Dinge ist, daß zwar allmählich sichtbar wird, daß weder Leistungsversprechen noch Kostenobergrenzen noch Zeitpläne eingehalten werden, aber trotzdem scheint der Zeitpunkt zur Umkehr noch nicht gekommen zu sein.
Hier ein Text, der an 2010 erinnert und gleichzeitig den Blick auf das Ende des Tunnels richtet.


Kriegserklärung...
30 05. 17 23:16
Aus der Rede von Steffen Siegel zum Filderabschnitt:
„Die jetzt nach unglaublichen 15 Jahren vorliegenden Pläne sind unheilbar schlecht, sie sind eine Kriegserklärung an die Vernunft.
Die Herren reiten sich immer tiefer hinein und im Zweifel wechselt man das Personal, zuletzt Kefer und Grube, aber die Neuen sind noch ahnungsloser.“


Taxi statt Zug
29 05. 17 18:21
Alle in Stuttgart gestrandet, aber die Bahn hilft!

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Der ICE aus Berlin/Mannheim hatte eine Dreiviertelstunde Verspätung, letzte Anschluss-Regionalzüge wurden verpasst. Am Reisecenter eine lange Schlange, dort wurden Taxen für die Weiterfahrt geordert. Zum Beispiel fuhren 7 Reisende in 2 Taxen nach Aalen und ich allein im Taxi nach Mössingen, das Taximeter zeigte über 115.- €, meine Fahrkarte kostete 74,50 €. Wieviel Millionen muss die Bahn bei den häufigen Störungen (Weichen, Signale, Oberleitungen u.a.) für Taxifahrten aufbringen? Für die Milliarden-Einsparungen durch „Umstieg 21“ statt Stuttgart 21 ließe sich eine Menge für die Verbesserung der Infrastruktur erreichen.


vom ICE aus Berlin
28 05. 17 22:44
Die Fahrt von Berlin nach Mössingen ist wegen großer Verspätung teuer für die Bahn, kein Anschlusszug in Tübingen, von dort nach Mössingen ist ein Taxi auf Bahnkosten vorgesehen. Verspätungsgrund ist ein Oberleitungsschaden zwischen Hanau und Frankfurt. Ist das noch eine Folge des Mehdorn-Sparkurses? Also ein „Leitungs“-Schaden?


Links inaktiv, Info
27 05. 17 23:56

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Metropolis 21 - Webseite von Siegfried Busch zum Thema Stuttgart 21 ScopeID: 1-1459571
Signatur: HSTAS J 126
Dokumentart: 03 Blog
Nächste Speicherung: 2017-10-08
Archiv-URL:
http://la.boa-bw.de/1-1459571.html
Archiv-URN: urn:nbn:de:bsz:boa-9-1-14595716
_________________________________

In den
Spiegelungen dieses Blogs im Landesarchiv sind die Links generell inaktiv.
Die ersten 20 Blog von „Der Dichter spricht“ hatte ich aus Versehen gelöscht und sie mir wieder vom Landesarchiv kopiert, deshalb sind leider die gesetzten Links nicht abrufbar. Dafür sind die
Nummern 1 bis 47 jetzt angenehmer formatiert.


Evang. Kirchentag in Berlin
26 05. 17 23:37

Aus der Ansprache zum Parkgebet an Himmelfahrt 2017 von Pfr. i.R. Wolfgang Schiegg:

„Einst war der Kirchentag als kirchliche Laienbewegung kritisches Gegenüber der Amtskirche und zugleich das, was Jesus in einem Gleichnis so treffend fasst: Sauerteig der Gesellschaft. „Das Reich Gottes ist wie ein Sauerteig, den eine Frau unter das Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war“. Wäre übrigens auch ein schönes Bild für unsere Protestbewegung gegen S 21 und für den Ausstieg aus diesem desaströsen Projekt, wie ich finde: Sauerteig, der so lange agiert und wirkt, bis er den Teig ganz durchsäuert hat.

Inzwischen ist der Kirchentag nach meiner Einschätzung zur von der Amtskirche gelenkten, gesteuerten und zu einem großen Teil aus staatlichen Mitteln finanzierten Selbstinszenierung und Selbstdarstellung der Kirche geworden. Das lässt sich ganz einfach an den Personen des Kirchentagspräsidiums, am Auswahlverfahren der Themen und Foren, der Besetzung der Podien und
am Ausschluss von kirchenpolitisch und politisch unliebsamen christlichen Initiativen und Gruppen ablesen. Unter anderen bei den vergangenen Kirchentagen auch die „Christinnen und Christen gegen S21“.
________________________________________________
Die Worte von Pfarrer Schiegg mögen richtig sein. Ich selbst kann hier auf dem Kirchentag aber noch viel Honig saugen: Interessantes, Bedenkenswertes und Wichtiges und nicht zuletzt schöne Begegnungen, Freude und großartige Musik in wunderbaren Räumen wie dem Berliner Dom.



leere Worte
25 05. 17 23:41
Die „Linke Perspektive 2017“ der SPD fordert für die Verkehrspolitik „Schiene statt Straße“.
Von unnützen und schienen-schädlichen Großprojekten der Bahn ist nichts zu finden, Stuttgart 21 wird nicht erwähnt.


Der Dichter spricht (48)
24 05. 17 23:23

Die Schwächen und Fehler des Bahnprojekts Stuttgart 21 sind gekennzeichnet von Überheblichkeit, Frechheit, Gier, Frevel, Größenwahn, Unmöglichkeit, Risiko, Vermessenheit, Übermut, Täuschung, Unwahrheit, Verschwendung, Bevormundung, Unrecht…

Dichter aus allen Zeiten haben es treffend beschrieben und entlarvt.

Vokabeln, die auf den Widerstand gegen Stuttgart 21 zutreffen wären z.B.
Ehrlichkeit, Bescheidenheit, Ausdauer, Einsicht, Sparsamkeit. Auch dazu können die Dichter etwas sagen.

Die Blogs von 2009 bis 2017 sind jetzt zusammengetragen auf einer eigenen Seite
Der Dichter spricht (1 - 47)


"Beton-Kosmetik"
23 05. 17 23:06
Betonexperte P. K. zur möglichen Zukunft der Kelchstützen:

„Wenn sie den "Tatort" mit Planen verhängen, ist klar, dass sie dahinter mit Spachtel o.ä. murksen.“

„Die Stützen werden vermutlich später mit einer speziellen weißen Farbe angestrichen, als Begründung wird man z.B. Grafitti Schutz nennen.“



Baubeginn Kelchstützen
22 05. 17 20:14
Jeder Bauvorschrift von Stuttgart 21 wird in der Lokalpresse eifrig erwähnt. Derzeit ist es der Baubeginn der „Kelchstützen“, Bericht u.a. in der Stuttgart Zeitung. Nirgends liest man aber vom Schöpfer dieser futuristischen Architektur. Warum wohl?

Der 2015 verstorbene Konstrukteur der „Lichtaugen“, Stararchitekt Frei Otto, bezeichnete den S21-Bahnhof als seinen „schönsten Entwurf“. Aber er hatte gegen den Tiefbahnhof schließlich so große Bedenken, dass er bereits 2009 aus dem Projekt ausgestiegen ist. Seiner Forderung der Neuplanung wurde nicht entsprochen. Er ging schließlich an die Öffentlichkeit, der hoch brisante Bericht steht
h i e r .

Frankfurter Rundschau: Er konnte irren, und wie: Zu Ottos Temperament passte, dass er eines Tages den Protest gegen Stuttgart 21 unterstützte. Anders als bei seinem eminenten Leichbauweisen wurde er sehr pathetisch. Es gehe um „Leib und Leben“, warnte er, das Mammutprojekt berge große Gefahren, deshalb müsse man „die Notbremse ziehen“. Zusammen mit Christoph Ingenhoven hatte Frei Otto 1997 den Architekturwettbewerb für Stuttgart 21 gewonnen. Anfang 2009 schied er aus dem Projekt aus: „Mit dem Wissen von heute“, korrigierte er sich, „kann ich dieses Projekt nicht mehr verantworten.“ Dass er sich korrigierte, auch das sprach für ihn.“


Kanon von Thomas Felder
21 05. 17 22:13
„In Stuttgart fährt die Eisenbahn
ganz eben oben ein,
und oben bleiben werden wir
bei Licht und Sonnenschein.“



Die Großen lässt man laufen...
20 05. 17 22:27
„Ernest P. hatte eine Ladung zu zwei Tagen Erzwingungshaft erhalten und ist heute Mittag bei der Stuttgarter Polizei vorstellig geworden“ (mehr bei Zum Blog aktuell).
_______________________________________
Der Bürger als „kleiner Mann“ wird von der parteiischen Justiz unnachgiebig verfolgt, hat nicht einmal die Möglichkeit bekommen, sein angeblich kriminelles Verhalten zur rechtfertigen. Die „Großen“ a la Mappus, Mehdorn, Grube usw. werden - mit wenigen Ausnahmen - geschont.



Für schlechteren Bahnhof...
19 05. 17 15:25
… weniger Reisekomfort und eine öde Stadt-Modernität a la „Europaviertel“ ist nichts zu teuer, oder?

Man werfe jede Sekunde einen Euro aus dem Fenster. Immer! Tag und Nacht. Wann hat man 10 Milliarden rausgeworfen? Nach etwa DREIHUNDERT Jahren !!! oder jeden Tag 86400 Euro… (Quelle unbekannt, aus Blogvorrat)



„darauf einen Heuchelheimer Fiesling!“
18 05. 17 10:43
Post an den Oberkirchenrat von Thomas Felder:
„S21 aber ist und bleibt ein Symbol für den Dienst am Mammon. Wie die Evang. Landeskirche sich hier bislang eingebracht hat, empfinde ich als schiere Gotteslästerung.“ (Ganzer Brief bei
Zum Blog aktuell)
Die Überschrift „Heuchelheimer“ bezieht sich auf den Brief des Evang. OKR an Thomas Felder.



Post an Peter Wolf
17 05. 17 22:50
Sehr geehrter Herr Wolf,
Ihr Bericht „Zu Besuch auf der Stuttgart21-Baustelle“ im Schwarzwälder Boten enthält einige schwerwiegende Irrtümer. Der Baustellenexperte hat entweder wissentlich falsche Dinge behauptet oder ist der eigenen Propaganda auf dem Leim gegangen. Es würde mich freuen, wenn Sie die 5 Blogs meiner Internetseite metropolis21.de zu Ihrem Artikel zur Kenntnis nehmen (Überschrift „Alternative Fakten“) und sie dem Baustellenführer zuleiten würden. Eine Richtigstellung werde ich in meinem Blog aufnehmen.
Mit freundlichen Grüßen
(per E-Mail an Herrn Wolf weiter geleitet)



Propaganda-Serien
16 05. 17 23:04
Die Bahn-Projektbau-AG muss das stark umstrittene und unbeliebte Stuttgart 21 der Bevölkerung schmackhaft machen. Dazu hat sie bislang drei Kampagnen gestartet. Im Jahr 2009 gab es die „21 guten Gründe für Stuttgart 21“ in 5 Auflagen, die Ende 2013 stillschweigend aus dem Verkehr gezogen wurden. Dann 2014 das Plakat „Zahlen und Fakten“, auf dieser Website mit „Schwindel-Plakat“ in der Navigation eingestellt (im Bahnhof nicht mehr zu finden) und jetzt die in Zeitungsartikeln zu Stuttgart 21 platzierten „10 Fakten zu Stuttgart 21“.

Alle Propapganda-Kampagnen erweisen sich inhaltlich vielfach als fragwürdig, halbwahr oder falsch und geben berechtigten Anlass, vom „Lügenprojekt“ zu sprechen.



Alternative Fakten (5 und Schluss)
15 05. 17 13:19
Ein Ingenieur von Stuttgart21 im Schwarzwälder Boten:
Er unterstrich, dass von den Tunnelbauwerken bereits 50 Prozent im Bereich des S21-Baustellen und 60 Prozent im Bereich der Neubaustrecke nach Ulm fertiggestellt seien.
__________________________________

  • Wenn es 50% der Strecken sind, so jedoch eher die unproblematischeren Abschnitte. Die heiklen Abschnitte wie Unterfahrung der alten Bahndirektion, Flughafenbahnhof, die längsten Strecken im Anhydrit und der untere Anfang des Fildertunnels mit der Wendekaverne u.a. sind nicht dabei. Vor allem nicht 50% der „Schräghalbtiefhaltestelle“ (keine einzige fertige Kelchstütze).

  • „fertiggestellt“ ist der Rohbau der Tunnels, der Ausbau mit Gleisen, Oberleitungen, Rettungsstollen u.a. muss dazu kommen.



Alternative Fakten (4)
14 05. 17
Ein Ingenieur von Stuttgart21 im Schwarzwälder Boten:
Wenn S
21 fertiggestellt sei, erhalte die Stadt Stuttgart die Möglichkeit, die gut 100 Hektar Fläche des alten Kopfbahnhofs als einen neuen Innenstadtbereich mit Bürogebäuden sowie sozial verträglichen Wohnungen (Europaviertel), zusätzlichen Parkanlagen und einem neuen urbanen Wohnviertel – dem neuen Rosenstein-Stadtquartier – zu gestalten. Das berichtete der Ingenieur.
______________________________________________
- „sozial verträgliche Mieten“? Gibt es die im Europaviertel? Die Realität sieht so aus: Im Baukomplex mit Wohnungen „Pariser Höfe“ werden für 80 qm Wohnraum über 2.000 € Miete verlangt. „Eingezogen sind fast ausschließlich Singles und Paare zwischen 25 und 45 Jahren“ (StZ). Im Hochhaus namens „Cloud Nr. 7“ kostet der Quadratmeter zwischen 8500 und 15.400 Euro.

- Aus Stuttgarter Zeitung, August 2014. Entlarvung der 100ha-Lüge:

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- A1: gehört nicht zu Stuttgart 21, ist schon seit Jahrzehnten frei und inzwischen fast bebaut
- C: ist heute schon „frei“, allerdings mit Baulogistik S21 belegt
- B: so gut wie bei S21 kann das Paketpostamt und zumindest Teile des Abstellbahnhofs frei gemacht werden.
Ergebnis: die 100 Hektar schrumpfen auf etwa ein Drittel
Zusätzliche Erläuterungen bei Grund 13. Jahrhundertchance


Alternative Fakten (3)
13 05. 17 00:04
Ein Ingenieur von Stuttgart21 im Schwarzwälder Boten:
„Befürchtungen, dass auf längere Sicht Probleme mit den Tunneln entstehen würden, weil sie im Anhydrit-Gestein gebaut werden müssen, teile er nicht. "Es wissen nur wenige, dass es in Stuttgart schon seit geraumer Zeit 50 Kilometer Tunnel gibt. Die meisten führen durch Anhydrit. Mir ist nicht bekannt, dass ein Tunnel stark beschädigt worden oder gar vom Einsturz bedroht ist.“
_____________________________________________

Aus dem Auftragsgutachten für den Aufsichtsrat der Bahn-AG von KPMG / Ernst Basler + Partner):
„Insofern muss man sich bewusst sein, dass bei jedem Tunnel im Anhydrit inhärent ein
im Ingenieurbau unüblich großes Risiko für die Betriebstauglichkeit besteht.“ (Duden: inhärent bedeutet „einer Sache innewohnend“)

Bei den 9 Tunnels der letzten Jahre gibt es bei 7 starke Quellungsschäden (=78%) - und von den 4 modernsten Tunnels (Engelberg, Adler, Chienberg, Freudenstein) auch 3 Stück (=75%). Quelle: Dipl.-Geologe R. Laternser



Alternative Fakten (2)
12 05. 17 12:09
Ein Ingenieur von Stuttgart21 im Schwarzwälder Boten:
Er hält es durchaus für möglich, dass S21 trotz Verzögerungen Ende Dezember 2021 in Betrieb gehen könne. "Die Bahn hat bereits ein Jahr aufgeholt und setzt alles daran, den vorgegebenen Fertigstellungstermin einzuhalten.
_________________________________________________________
Überschrift mit nachfolgender Begründung in
Kontext:Wochenzeitung:
Nie und nimmer wird der Tiefbahnhof vor Ende 2023 fertig“


Alternative Fakten (1)
11 05. 17 14:59
Ein Ingenieur von Stuttgart21 im Schwarzwälder Boten:
Weitgehend fertig sind die drei Düker-Bauwerke, darunter der mächtige Nesenbachdüker, der in Kürze in Betrieb gehen soll.
____________________________________________
Kommentar S.B.:

  • „Weitgehend fertig“… ist Wunschdenken, nicht Realität.

  • „in Kürze“… es wird wohl noch mindestens 3 Jahre dauern: "Unter dem Ansatz der derzeitigen Terminpläne der Stuttgarter Straßenbahnen AG und der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH wird der neue Düker Nesenbach 2020 in Betrieb genommen." (Auskunft Bahn, Quelle)



"10 Fakten" (10)
10 05. 17 09:08
(Seit einiger Zeit wird in der Stuttgarter Zeitung bei Artikeln zu Stuttgart 21 immer wieder die Serie „10 Fakten“ eingefügt, die wie die Vorgänger-Propaganda „21 gute Gründe“ und „Zahlen und Fakten“ einer kritischen Untersuchung nicht standhält und wesentliche Informationen vorenthält.)

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Textbausteine aus den Blogs metropolis21.de zur Volksabstimmung „gegen die Kündigung der Finanzierungsverträge“, also nur indirekt zu Stuttgart 21:

  • 2011 hatte sich „die Mehrheit der Abstimmenden für einen Bahnhof entschieden, der maximal 4,5 Milliarden kostet und 49 Züge in der Spitzenstunde unter Stress bewältigt. Beides hat sich inzwischen als unhaltbar erwiesen. Zudem hatte die Abstimmung nicht das gesetzlich vorgeschriebene Quorum von 1/3 der Stimmen erreicht. Es hatten nur 28 % der Wahlberechtigten mit Nein gestimmt. Laut Landeswahlleitung gilt damit der Rechtszustand von vor der Abstimmung unverändert.“


  • „Tief verfilzte politische und ökonomische Interessen haben es bisher geschafft, ein völlig absurdes Projekt mit Manipulationen und handfesten Lügen über die rechtliche, parlamentarische und mediale Hürden zu hieven, eine Volksabstimmung auf erstunkener und erlogener Geschäftsgrundlage inbegriffen.“


  • Thomas Felder in einem Offenen Brief an Staatsrätin Gisela Erler nach der Diskussion beim Kirchentag auf dem Stuttgarter Marktplatz am 5. Juni 2015 nachmittags (ganzer Brief = Memory 43): „Was Ihre derzeitige Arbeit betrifft, so sprechen Sie gern über »Befriedung«, die Sie von Amts wegen schaffen. Mir persönlich kommt es eher vor wie eine Friedhofsruhe, die sich in unserem Lande ausgebreitet hat seit der so genannten Volksabstimmung – einem uns folgenschwer von oben herab aufgezwungenen Schmierentheater. Es ist einer Demokratie unwürdig, wenn man die Bürger derart belügt, wenn man ihnen Sand in die Augen streut, ihnen entscheidende Tatsachen vorenthält, sie schlicht hinters Licht führt, besonders klar zu erkennen am so genannten Kostendeckel und an der Leistungslüge. Nachdem der Schwindel nun aufgeflogen ist, bleibt von der Legitimierungsfunktion dieser Volksabstimmung nur noch Schall und Rauch. Das Projekt weiterhin damit zu rechtfertigen, ist der große demokratische Sündenfall der Grünen. Nun mutiert in Ihrem Munde diese »Volks-Abstimmung« auch noch zum »Volks-Entscheid« – als ob da über irgend etwas entschieden worden wäre.“


  • Die Bezirksvorsteherin für Stuttgart-Mitte schreibt im grünen „Stadtblatt“ 2/16 in einem kritischen Artikel „Was bringt Stuttgart wieder aus Grubes Baugruben?“ den merkwürdigen Satz: „Und da kommt das nach wie vor unbeliebte aber vom Volk gewollte S 21 wieder mal ins Spiel.“ Hat die Dame vergessen, dass „das Volk“ erst in der windigen, amtlich ungültigen Volksabstimmung eine Mehrheit für die Finanzierung der Neubaustrecke (nicht S 21!) bekam? Zumindest die Stuttgarter waren in der Planungsphase immer eindeutig dagegen. Aus dem Blogeintrag von 29.7.2009: - in Meinungsumfragen sprechen sich stabile 65 Prozent der Stuttgarter gegen "Stuttgart 21" aus.“ (Welt-Online)



"10 Fakten" (9)
09 05. 17 22:58
(Seit einiger Zeit wird in der Stuttgarter Zeitung bei Artikeln zu Stuttgart 21 immer wieder die Serie „10 Fakten“ eingefügt, die wie die Vorgänger-Propaganda „21 gute Gründe“ und „Zahlen und Fakten“ einer kritischen Untersuchung nicht standhält und wesentliche Informationen vorenthält.)

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  • „haben getroffen“, nein, treffen sich noch aktuell jeden Montag, zuletzt gestern auf der 368. Montagsdemo.
  • Die Räumung wurde gerichtlich als unrechtmäßig eingestuft, Schwerverletzten Entschädigung zugesprochen.



"10 Fakten" (8)
08 05. 17 11:20
(Seit einiger Zeit wird in der Stuttgarter Zeitung bei Artikeln zu Stuttgart 21 immer wieder die Serie „10 Fakten“ eingefügt, die wie die Vorgänger-Propaganda „21 gute Gründe“ und „Zahlen und Fakten“ einer kritischen Untersuchung nicht standhält und wesentliche Informationen vorenthält.)

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  • „Neben S21“: korrekt! Die Neubaustrecke ist unabhängig von Stuttgart 21 realisierbar.

  • Die „alte Strecke“ wird für den Regionalverkehr zwingend gebraucht, denn Esslingen, Plochingen, Göppingen und Geislingen liegen nicht an der Neubaustrecke.

  • Die Fahrzeitverkürzung nach Ulm kommt nicht durch Stuttgart 21, sondern durch die Neubaustrecke zustande. Zur Fehlplanung (unsinniger Aufwand) dieses Großprojekts Neubaustrecke: 5 Milliarden Euro für keinen Nutzen.



"10 Fakten" (7)
07 05. 17 23:42

(Seit einiger Zeit wird in der Stuttgarter Zeitung bei Artikeln zu Stuttgart 21 immer wieder die Serie „10 Fakten“ eingefügt, die wie die Vorgänger-Propaganda „21 gute Gründe“ und „Zahlen und Fakten“ einer kritischen Untersuchung nicht standhält und wesentliche Informationen vorenthält.)
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  • Ob „bestehende Gleise“ noch gebraucht werden, wird sich spätestens in der Probezeit des S21-Bahnhofs heraus stellen.
  • Der „100-Hektar-Schwindel“ ist längst aufgedeckt, siehe „Jahrhundertchance“.
  • Der Rosensteinpark kann nicht wachsen, er wird im Gegenteil angeknabbert, derzeit am Hang hinter dem Schluss Rosenstein Richtung Neckar und an der Ehmannstraße wegen dem Kreuzungsbauwerk.
  • Der Schlossgarten wurde im Baufeld neuer Bahnhof zerstört, ca 8 Hektar, das künftige Bahnhofsdach kann kaum als „Park“ qualifiziert werden. Der geplante Zuwachs liegt weit weg vom Zentrum in der Gegend des Paketpostamts. Dafür braucht es aber kein Stuttgart 21.



"10 Fakten" (6)
06 05. 17 23:34
(Seit einiger Zeit wird in der Stuttgarter Zeitung bei Artikeln zu Stuttgart 21 immer wieder die Serie „10 Fakten“ eingefügt, die wie die Vorgänger-Propaganda „21 gute Gründe“ und „Zahlen und Fakten“ einer kritischen Untersuchung nicht standhält und wesentliche Informationen nicht mitteilt.)

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  • Die 2 Milliarden Erhöhung des Kostenrahmens sind noch nicht finanziert. Die Bahn-AG geht vor Gericht, da die anderen Projektpartner Land, Stadt Stuttgart und Flughafen eine Kostenbeteiligung ablehnen.

  • Die „Kritiker“ stützen sich vor allem auf den Bundesrechnungshof und auf ein realistisches Gutachten von Vieregg & Rössler

  • „Obwohl das von der DB beauftragte Gutachten unter dem Strich Mehrkosten in der Größenordnung der vom Bundesrechnungshof und anderen Gutachtern belegten ca. 10 Mrd. Euro bestätigt, beruft sich Pofalla auf ein aus dem Zusammenhang des unveröffentlichten Gutachtens gerissenes Zitat („6,3 bis 6,7 Milliarden Euro Mehrkosten“). Auf so eine zitierfähige Zahl war die Beauftragung des Gutachtens angelegt.“ (Zitat aus „Pofallas Probleme mit der Wahrheit“ auf der Website Kopfbahnhof-21.de)



"10 Fakten" (5)
05 05. 17 11:22
(Seit einiger Zeit wird in der Stuttgarter Zeitung bei Artikeln zu Stuttgart 21 immer wieder die Serie „10 Fakten“ eingefügt, die wie die Vorgänger-Propaganda „21 gute Gründe“ und „Zahlen und Fakten“ einer kritischen Untersuchung nicht standhält.)

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„Damals“ (1994) war noch bei etwa 50% der Züge ein Lokwechsel notwendig,
einer der „damals“ einleuchtenden Gründe für einen Durchgangsbahnhof.
Bei notwendigem Lokwechsel ist ein Kopfbahnhof im Vergleich zu einem Durchgangsbahnhof stark im Nachteil, ein großer Aufwand an Material und Personal ist erforderlich und es geht viel Zeit verloren. Heute sind Lokwechsel nicht mehr erforderlich, aber sie waren es noch zu Beginn der Planungen für Stuttgart. Auskunft des damaligen Bahnhofsleiters Hopfenzitz: „Zu Beginn der Planung Stuttgart 21 in 1994 waren noch nicht alle Regionalzüge mit Steuerwagen ausgerüstet. Bei geschätzt 50 % der wendenden Regional-Züge war Lokwechsel noch erforderlich.“

Zu „womöglich“: „Dass schon die Fertigstellung Ende 2023 extrem unwahrscheinlich ist, weil der verfluchte Nesenbachdüker viel später als geplant fertig sein wird, hatte 
Kontext bereits vor einem Monat in Erinnerung gerufen."


"10 Fakten" (4)
04 05. 17 23:38

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Die unausgesetzte Propaganda, wonach der Flughafen durch „Stuttgart 21“ per ICE in acht (jetzt „knapp 10“) Minuten erreichbar sein würde, macht fast vergessen, dass dieser längst an das Schienennetz angeschlossen ist. Seit Jahren verkehren S-Bahnen im 20-Minuten-Takt binnen 27 Minuten vom Hauptbahnhof zum Flughafen und zurück.

Die zeit- und kostengünstige Alternative zu einem ICE-Flughafenanschluss wäre schon heute über die Gäubahn-“Panorama“-Trasse mit einer Express-S-Bahn einzurichten mit sensationellen 15, maximal 17 Minuten, dafür aber direkt am Flughafen als Start/Ziel und nicht an der Messe.

Die übersteile Tunnellstrecke zum Flughafen verläuft mehr als vier Kilometer durch quellfähigen Gipskeuper, das Bau- und Betriebsrisiko ist relativ hoch. Der Flughafenbahnhof liegt in 25 m Tiefe, der Weg zum Flughafen ist zeit- und kraftraubend und frisst den Zeitvorteil im Vergleich zur S-Bahn ziemlich auf.

Der Fernverkehr nach Zürich geht schneller über die schöne Panoramastrecke,
ICE-Halte sind im unattraktiven 2-Stunden-Takt geplant.

Blick in die Zukunft von Mark Pollmann und Markus Mauz:
„Wir sind tatsächlich in 8 Minuten am Fernbahnhof, Zug war heute pünktlich. Fahrt war ziemlich dunkel. Steigen aus und überlegen uns, ob wir uns in die große Schlange vor den Aufzügen stellen (sie funktionieren!). Entscheiden uns dann, die 26,4 Höhenmeter mithilfe der fünf langen Rolltreppen im Zickzack hinauf zu überwinden, sie funktionieren auch! Oben mit unserem ganzen Gepäck angekommen, (Minute 6 nach Ausstieg) stellen wir erstaunt fest, dass wir uns nicht am Flughafen befinden, sondern erst an der Messe. Zum Flughafen geht es über einen langen Gang noch knapp dreihundert Meter zu Fuß weiter...Nach weiteren 5 Minuten erreichen wir mit unserem Gepäck schwitzend den Flughafen. Geschafft!“



"10 Fakten" (3)
03 05. 17 15:07
Seit einiger Zeit wird in der Stuttgarter Zeitung bei Artikeln zu Stuttgart 21 immer wieder die Serie „10 Fakten“ eingefügt, die wie die Vorgänger-Propaganda „21 gute Gründe“ und „Zahlen und Fakten“ einer kritischen Untersuchung nicht standhält.

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Alle Linien des Netzes haben dann eine entsprechend längere Fahrzeit. Profitieren werden die Umsteiger aus Richtung Feuerbach nach Bad Cannstatt und umgekehrt - eine Minderheit. Und natürlich die Anwohner des Stadtviertels Nord, wenn die Haltestelle Nordbahnhof nicht näher liegt.


"10 Fakten" (2)
02 05. 17 11:54

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Dieser Text ist korrekt bis auf den Begriff „Bahnhof“; nach Aussagen von Bahnfachleuten müsste es „Haltepunkt“ heißen. Er verschweigt auch das Bau- und Betriebsrisiko wegen Anhydrit beim „Wurmbau zu Babel“ und die erheblichen Belastungen der Bevölkerung wegen Lärm, Transporten auf öffentlichen Straßen und Einschränkungen des Verkehrs.


"10 Fakten" (1)
01 05. 17 10:12

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Hier wird die Idee von „Stuttgart 21“ korrekt wiedergeben. Sie hieß zuerst „quer denken“. Was jedoch fehlt, ist die Begründung der Qualität dieser Idee. Die damals beschriebene Notwendigkeit mit Argumenten wie

  • „Der Kopfbahnhof ist an seine Kapazitätsgrenze gelangt. Die neue Station lässt als Durchgangsbahnhof deutlich mehr Bahnverkehr zu.“

  • „Im heutigen Gleisvorfeld kreuzen sich die Gleise vielfach, die Züge behindern sich daher gegenseitig bei der Ein- und Ausfahrt.“

  • „Die Beibehaltung des jetzigen Kopfbahnhofes könnte die bestehenden Kapazitätsengpässe nicht beheben.“

erwiesen sich alle als völlig falsch.

Mein Statement am 12. November 2014 gegen Ende der Anhörung Filderbahnhof in der Filderhalle Leinfelden: "Die guten Gründe sind weitgehend abhanden gekommen und damit ist die Sinnhaftigkeit des Projekts und die Planrechtfertigung dahin.“

Statt der Prognose von 1997

  • „Denn Stuttgart braucht in jedem Fall eine grundlegende Verbesserung seiner Bahnverkehrsanbindung. Der jetzige Hauptbahnhof kann das Fahrgastaufkommen des Jahres 2010 in keiner Weise mehr bewältigen. „Stuttgart 21“ ist daher kein Prestigeprojekt, sondern die logische Konsequenz sachlicher Überlegungen und klarer Fakten. Nur der neue Bahnknoten bietet die Kapazitäten für ein attraktives Leistungsangebot der Bahn“

war der Kopfbahnhof im Jahr 2010 nach Stiftung Warentest der pünktlichste Großstadtbahnhof Deutschlands!



"10 Fakten" (0)
30 04. 17 22:30

Seit einiger Zeit wird in der Stuttgarter Zeitung immer wieder die Serie „10 Fakten“ eingefügt, so auch im aktuellen Artikel Lenkungskreis, die wie die Vorgänger-Propaganda „21 gute Gründe“ und „Zahlen und Fakten“ einer kritischen Untersuchung nicht standhält. Die „Fakten“ werden einzeln auf den Prüfstand gestellt.
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"weicher" Mangel (3)

29 04. 17 10:04






Die weichen Faktoren
Rede von Prof. apl. Dr. theol. habil. Ferdinand Rohrhirsch am Montag, 10. 10. 2011 Stuttgart Hbf vor dem Südflügel.

Die weichen und wirklich wichtigen Faktoren kommen hinzu und sind anderer Art. Sie sind im In-der-Welt-sein des Daseins, im Komfortbereich und in der Lebensqualität des Menschen angesiedelt. Komfort und Lebensqualität waren und sind noch im Stuttgarter Hauptbahnhof da vorhanden:

- Wo man theoretisch, von Karlsruhe her kommend, keinen Anschluss an den RE nach Tübingen hatte. Praktisch aber, durch die ebenerdige Verbindung von Gleis 15 zu Gleis 3, dieser Zug dann doch noch erreicht werden konnte, weil keine Treppen, keine Lifte, keine kaputten Gepäckbänder oder Rolltreppen benutzt werden müssen.

- Wo man, noch ziemlich müde, um 6:26 Uhr von Esslingen kommend, relativ sicher sein konnte, dass der RE nach Nürnberg (ab 06:40) schon auf seinem Gleis stand.

- Äußerst angenehm waren die die 27er (07:27; 09:27 etc.) ICEs nach Hamburg. Diese kamen vom BW (Betriebswerk) und standen manchmal bis zu 20 min vor der Abfahrt schon an ihrem Gleis. Eine Reise beginnt nicht schlecht, wenn man mit einigem Gepäck und doch in Ruhe einen Zug betreten kann.

- Äußerst angenehm war auch das Gefühl, nicht sofort aussteigen zu müssen. Denn der Zug konnte ja nicht mehr weiter fahren. Da ging es nur um Sekunden bzw. ganz wenige Minuten, aber sie haben eine Entzerrung und ein mehr an Ruhe und Gelassenheit in den Alltag gebracht.

Das alles wird mit S21 nicht mehr der Fall sein. Aber ich bezweifle, ob das die manischen Optimierer von Abläufen überhaupt verstehen, was ich da sage und schreibe. Ganz sicher werden sie auch nicht verstehen, dass ich mich für die Beibehaltung des Kopfbahnhofes und seiner Modernisierung ausspreche, weil, neben all den betrieblichen und technischen Argumenten, die samt und sonders für den Kopfbahnhof sprechen,das für mich Entscheidende des Stuttgarter Kopfbahnhofes darin zu sehen ist:
In einem Durchgangsbahnhof steigt man aus, in einem Kopfbahnhof kommt man an. Das ist kein kleiner Unterschied. Er beschreibt unterschiedliche Welten. Es ist der Unterschied zwischen einer technisch automatisierten Prozesswelt, in der der Mensch zum Element wird, zu funktionieren hat und in die technischen Abläufe eingepasst wird, und einer Welt, die sich an humanen Maßstäben orientiert; in der die Technik für den Menschen da ist und nicht die Menschen für die Technik. (Ganze Rede hier lesen.)

_____________________________________________

Thema ist die Reisequalität. Nicht genannt sind hier die Vorzüge des ebenen Zugangs zu den Gleisen mit bester Übersichtlichkeit. Der Gegensatz ist bei Stuttgart 21 das Umsteigen oder der Zu- und Abgang nur möglich mit Treppen, Rolltreppen und Aufzügen. Die kurzen Haltezeiten, die im Durchgangsbahnhof angesetzt sind, bringen Hektik und verpasste Anschlüsse.



"weicher" Mangel (2)

28 04. 17 15:18
Bei Stuttgart 21 geht es der Reisequalität an den Kragen; das sollte im aktuellen Kosten-, Bau- und Termin-Chaos nicht vergessen werden! Ergänzung des Blogeintrags von gestern durch zwei profilierte Bahn- und Stuttgartkenner:

- Aus einem Memorandum von Prof. Bodack vom August 2010: „Weite Strecken zukünftiger Bahnreisen verlaufen unterirdisch: Von den Schönheiten der Stadt und des Landes sehen die Reisenden dann nichts mehr!“

- Aus der Demo-Rede von Andreas Keller am 2.8. 2010 vor dem Nordflügel Hbf: „Wann, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sind Sie zuletzt Bahn gefahren. Als ganz normaler Kunde, der sein Ticket am Automaten hier am Hbf löst? Sehen Sie denn nicht die Schönheiten der Stadtzufahrten, sei es von Ludwigsburg oder durch das Fils- und Neckartal, sei es mit der Gäubahn – geradezu vergnügungssteuerpflichtig, wie man von Böblingen, Rohr die lange Hang-Querung bis zum Ehrenhalden-Tunnel und dann die große Kurve fährt?

Eine bessere Werbung für unser Stuttgart kann’s gar nicht geben...“



"weicher" Mangel (1)

27 04. 17 23:57
Zwar kein „zentraler Funktionsmangel“ (Blog gestern), aber für mich der wichtigste Kritikpunkt und genannt gleich im ersten Beitrag auf dieser Website, dem „Memory 1“ an Baubürgermeister Hahn vom 19. März 2008:
„Fährt man mit der Bahn in Stuttgart ein, liegt die Stadt wie ein aufgeschlagenes Buch im Blick, jetzt soll dieses Buch zugeklappt werden. Zehntausende von Bahnfahrern gucken dann buchstäblich in die Röhre statt auf unsere schöne Stadt, Durchreisende bekommen gar nichts von Stuttgart zu sehen, die Stadt wird zu einem Haltepunkt, Reisequalität wird zu Reise-Fastfood. Das ist ein schlimmer Verrat an Stuttgart. Wo ist „Stuttgart“ für die Bahnreisenden geblieben? Auf das Ärmlichste reduziert in Tunnels und Tiefstationen?“


drei unheilbare Funktionsmängel
26 04. 17 23:27
Aus einem Papier der „Kakteen“ = kritische Mitglieder der IHK Region Stuttgart:
„…drei zentrale Funktionsmängel des Bahnprojekts S 21, von denen jeder einzelne zum sofortigen Projektstop führen müsste, ginge es nach Recht und Gesetz:

1. Ein geleaktes Auftragsgutachten des Aufsichtsrates konstatiert, bei S 21 würde ein „im Ingenieurbau unüblich hohes Risiko für die Betriebstauglichkeit“ von S 21 eingegangen; 20 Tunnelkilometer führen durch unberechenbaren Anhydrit. Im Schadensfall wäre der Haltepunkt Stuttgart (bahnrechtlich kein Bahnhof (!), wegen der Schrägneigung, siehe 3.) nur eingleisig oder gar nicht erreichbar wegen notwendiger Tunnelsanierung. Dies ist für einen milliardenschweren Neubau eines Bahnknotens eine katastrophale Ansage, ein No-Go.

2. Die Halbierung auf unterirdische acht Gleise bringt statt der erhofften Leistungssteigerung einen Leistungsabbau um 30 %, wohlgemerkt im ungestörten Normalbetrieb und schädigt dadurch die DB AG und die Metropolregion Stuttgart dauerhaft.

3. Der sechsfach regelwidrig schräggeneigte Bahnhof mit 15 Promille Bahnsteiggefälle ist über seine gesamte Betriebszeit eine andauernde Gefährdung der Reisenden insbesondere beim Fahrgastwechsel. Wegrollvorgänge listet die Bundesregierung selbst beim weitaus weniger schräg geneigten Gleisen (3 - 6 Promille) im Kölner Hauptbahnhof auf. Durch die Inbetriebnahme von S 21 erzeugt der Staat über die gesamte Nutzungsdauer fahrlässige Verkehrsgefährdungen für Leib und Leben der Menschen. Somit ist der Weiterbau von S 21 unzulässig schädigend und strafrechtlich verboten.“



schließe mich vorbehaltlos an
25 04. 17 22:44
„Ich selbst war, bin und bleibe entschiedener Gegner dieses Nonsense-Projektes S 21“ (zitiert aus einer E-Mail, die mich heute erreicht hat).


Terrorgefahr
24 04. 17 15:52
Im riesigen Originalfoto ganz unten ein Zug:
29 04. 17 00:04

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„Wegen der erzielbaren maximalen Aufmerksamkeits-Wirkung und der ungeheuer großen Zahl an möglichen Opfern sind der Zweite S-Bahn-Tunnel in München wie auch

die beiden Prestige-Vorhaben Fehmarnbelt-Tunnel und Stuttgart 21 nach ihrer Fertigstellung willkommene Anriffsziele für zu allem entschlossenen Verbrecher. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis diese Terroristen zuschlagen.
…Diese Gefahrenlage müsste verantwortungsvolle Planer und Politiker, die es mit der Sicherheit der Reisenden ernst meinen, eigentlich dazu veranlassen, die drei genannten Projekte ganz fallenzulassen.“
(Aus einem Memorandum von Karl-Heinz Rößler über die Terrorgefahren bei Tunnelprojekten.)


Trauerspiel SPD
23 04. 17 20:06
„Augen zu und durch“ geht nicht, wie Werner Sauerborn in seinem letzten Rundbrief erklärt:
Wo sie (SPD) schon eine Wende in der Verteilungsfrage nicht hinzubekommen scheint, ist es vielleicht zu viel erwartet, auch noch eine Wende in der Bahnpolitik, gar bei Stuttgart 21 von der SPD zu erwarten. Soviel Gesichtsverlust geht nicht, werden sich die Parteistrategen denken. Sie bleiben lieber in Deckung und hoffen dass der S21- Kelch irgendwie an ihnen vorbei geht, sie drei Kreuze machen und alles vergessen können, was die SPD hier mit verbrochen hat. Das scheint auch die Devise der neuen SPD Landesvorsitzenden Leni Breymaier zu sein, gewissermaßen das hiesige Pendant zu Martin Schulz. Diese Rechnung wird aber nicht aufgehen, weil Stuttgart 21 nicht glimpflich über die Bühne gehen wird. Das kann nur glauben, wer nichts von dem Projekt verstanden hat, was vor lauter Verdrängen vielleicht bei vielen GenossInnen der Fall ist.“


"Die Wissenschaft hat festgestellt...
22 04. 17 20:36
… dass Marmelade Fett enthält…“ Blödellied aktuell zum heutigen „march for science“:
„Viele Wissenschaftler hingen über Drittmittel am Tropf der Industrie…“
____________________________________
„Die Wissenschaft hat festgestellt,
dass Grube Drittmittel enthält…“
Gibt es eine andere Erklärung für Bahnchef a.D. Grube als „Ehrensenator“? (Blog gestern)



"...aus welchen Gründen auch immer..."
21 04. 17 23:40
Gastblog von Prof. Dr..-Ing. Manfred Fischer zu „Kulturbanausen“ vom 18.1.17:

„Das angeschnittene Thema ist nicht veraltet. Im Gegenteil: Heute wurde in der StZ unter der Überschrift "DEMO für freie Forschung" und heute früh auch im Radio auf diese DEMO am Samstag hingewiesen, bei der die angeblich wissenschaftlichen, jedoch vermehrt postfaktischen Aussagen aufs Korn genommen werden.

Der UNI-Rektor W.Ressel  sagt in einem Grußwort: "Die Universität Stuttgart mit ihrer internationalen Ausrichtung in Forschung und Lehre wendet sich entschieden dagegen, wenn - wo und aus welchen Gründen auch immer - wissenschaftlich erwiesene Tatsachen geleugnet, relativiert oder sogenannte "alternativen Fakten" gleichgestellt werden. Konstruktiver Dialog setzt verlässliche Informationen voraus, sonst nimmt nicht nur die Wissenschaft Schaden, sondern auch die Gesellschaft insgesamt. Wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage des gesellschaftlichen Diskurses sind nicht verhandelbar."
Ob der Herr Rektor auch die Aussagen von der doppelten Leistung des geplanten Stuttgarter Tiefbahnhofes gegenüber jener des Kopfbahnhofes kennt, die der Herr Direktor Martin des Stuttgarter  Instituts für  Verkehr, Eisenbahnwesen und Verkehrssicherung längere Zeit verbreitet hat?  Herr Dr.  phil.Grube wurde in jener Zeit Ehrensenator an der Stuttgarter Universität! Aus welchen Gründen auch immer, um mit Herrn Ressels Worten zu sprechen.“



Quatsch mit alternativen Fakten

20 04. 17 12:05
Flughafen-Chef Walter Schoefer spricht: „Es wird vom Lande aus möglich sein, umsteigefrei am Flughafen aussteigen zu können", stellte Schoefer in Aussicht. Das Entscheidende des Projekts sei - und mit dieser Botschaft sei er "wie ein Wanderprediger herumgerannt" - das Umland schneller nach Stuttgart zu bringen. Teilweise drastische Fahrzeitverkürzungen im Regional- und Fernverkehr sollen dadurch erreicht werden. Ulm werde dadurch beispielsweise "ein Vorort von Stuttgart“….
_____________________________

Hallo Wanderprediger Schoefer, Ihre Verkündigungen sind ziemlicher Unsinn:

  1. „umsteigefrei“ wird im Regionalverkehr nur aus einer von 8 Richtungen des Regionalverkehrs sein (Quelle); mit dem ICE ist ein magerer 2-Stundentakt geplant.
  2. „Umland schneller nach Stuttgart“: diese Predigt missachtet die Tatsachen. Herr Schoefer, lesen Sie mal die Ergebnisse der entsprechenden SMA-Untersuchung!
  3. die Fahrzeitverkürzung nach Ulm kommt nicht durch Stuttgart 21, sondern durch die Neubaustrecke zustande. Zur Fehlplanung dieses Großprojekts Neubaustrecke: 5 Milliarden Euro für keinen Nutzen



rücksichtslos

19 04. 17 14:45
"Die Bahn ist so dermaßen hintendran mit ihrem Zeitplan, dass sie das Projekt jetzt umso rücksichtsloser vorantreiben muss.“ Quelle Kontext:Wochenzeitung, „Ein schlafloses Jahr“.
___________________________________

Diese Meinung ist von einem erklärten S-21-Gegner, entspricht aber den Tatsachen an verschiedenen Stellen.



Kulturbanausen
18 04. 17 22:19
Aus Memory 15, Post an Heinz Dürr, ehem. Chef der DB (von 2010, aber nicht veraltet).
„Sie schreiben immer wieder in Ihrem Artikel davon, dass die Gleisanlagen eine hässliche Wunde wären. Auch greifen Sie ein bereits mehrfach von mir gebrandmarktes Wort in gemilderter Form auf, nämlich „wild durcheinander gehende Gleise“. Sie sind mit Ihrer Aussage nicht alleine. Herr Dr. phil. Grube sprach von einem „Schandfleck“, Herr Dr. Schuster von Gleisgewurstel, Herr Oettinger von Hüttenkruscht und Herr Prof. Kussmaul von Schrotthaufen. Tatsache ist, dass es sich bei der Gleisanlage des Stuttgarter Hauptbahnhofes um eine sehr gut geplante und weiterentwickelte funktionierende Gleisanlage handelt, die sich der Natur der Sache nach in Rostfärbung präsentiert… Ich kann allen diesen Menschen, die solche Aussagen machen, nur empfehlen, machen Sie einmal die Motorhaube Ihres Autos auf und schauen hinein oder schauen Sie mal ein Saxophon genau an. Sehen Sie dort etwa auch Gewurstel? Alle hier genannten Personen – es tut mir leid das sagen zu müssen - outen sich als „Kulturbanausen“.



lapidar ( aus kopfbahnhof-21.de)
17 04. 17 22:16
STUTTGART 21 IST NICHT REALISIERBAR! DESHALB: UMSTIEG 21


Gelbe Karte @ Stuttgart
16 04. 17 17:54
Mail an: Gelbe Karten Stuttgart
Betreff* : Stuttgart 21 und das Sonn- und Feiertagsgesetz

Sehr geehrte Damen und Herren der Stadtverwaltung Stuttgart,

ich möchte hiermit einmal förmlich nachfragen, warum die Bahn eigentlich
sich herausnimmt, an Sonntagen Sprengungen im Tunnelbau durchzuführen.
Im Feiertagsgesetz §6 I des Landes Baden-Württemberg lese ich:
„An den Sonntagen und den gesetzlichen Feiertagen sind öffentlich
bemerkbare Arbeiten, die geeignet sind, die Ruhe des Tages zu
beeinträchtigen, verboten, soweit in gesetzlichen Vorschriften
nichts anderes bestimmt ist.“

Erfüllt die Bahn einen Ausnahmetatbestand nach §6 III oder IV?
Oder wann oder von welcher Stelle wurde §12 angewendet?
Oder habe ich etwas übersehen?

Mit freundlichen Grüßen
Michael Greiner
_______________________________________
Siehe auch Blog vom 12.4.2017. Eine Antwort auf diese Gelbe Karte wird im Blog dokumentiert.



Auf den Punkt gebracht
15 04. 17 23:11
„Um nur ein paar Stichworte zu nennen: Das Prinzip S21 steht für Machtmissbrauch und Menschenverachtung, es steht für Größenwahn und Verlogenheit, für Intransparenz und Skrupellosigkeit, für Ignoranz und Korruption.“ (Zitat aus einem Parkgebet)


Worte sind geduldig
14 04. 17 10:36
Die „Linke Perspektive 2017“ der SPD fordert für die Verkehrspolitik „Schiene statt Straße“.
Von unnützen und schädlichen Großprojekten der Bahn oder Flächenbahn statt Hochgeschwindigkeitsstrecken habe ich nichts gefunden.
„Mit Worten lässt sich trefflich streiten…
an Worte lässt sich trefflich glauben,
von einem Wort lässt sich kein Jota rauben.“
(Quelle)


Bravo, bravo?
13 04. 17 23:51

Bravo Kreisverband Stuttgart der SPD zum

Schreiben an die Adressaten SPD-Bundestagsfraktion, Landtagsfraktion und Gemeinderatsfraktion Stuttgart zum Thema „Stuttgart 21“:

„Wir fordern die o.g. zust
ändigen Gremien bzw. Funktions- und Amtsträger der SPD auf, die von Seiten der DB AG vorgelegten neuen Fakten in Sachen S 21 angemessen zu berücksichtigen und in ihrer Tragweite durch die zuständigen Projektpartner bewerten zu lassen.“

Wenn die angesprochenen „neuen Fakten“ wahrheitsgemäß beantwortet würden,
kann für Stuttgart 21 keine „Förderpflicht“ Bestand haben. Aber wie dürfte es wieder kommen? Wie praktiziert mit alternativen Wahrheiten, verschweigen, tricksen, abtauchen? Oder ist die Stunde der Wahrheit endlich gekommen?

Hallo Kreisverband, warum wird die Fundamentalkritik am immer noch von der SPD befürworteten Projekt verschwiegen? Warum kein Sterbenswörtchen zur verminderten Leistungsfähigkeit, zum „Schiefhaltepunkt“ (statt Großstadtbahnhof), zur ungelösten Entfluchtung im Brandfall? Dafür kein bravo!
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In diesem Blog steht seit 1. Januar 2009 täglich eine
-Information
-Glosse
-Satire
-Karikatur
-Foto
-Zitat
als Information oder Kritik an Stuttgart 21 bzw. Argument für den Erhalt des Kopfbahnhofs
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Kirchen geben Feiertagsschutz preis

12 04. 17 23:25
Aus „Christen sagen nein“:
„Kirchen einigen sich mit Bahn auf Selbstverständlichkeit
Kirchen und Bahn haben sich laut Pressemitteilung der Kirchen vom 7. April 2017 darauf geeinigt, dass die Bahn „an hohen kirchlichen Feiertagen die Tunnelbauarbeiten ruhen“ lässt. Von Gründonnerstagabend bis Ostermontag sowie von Weihnachten bis zum Neujahrstag würden „keine Tunnelbauarbeiten stattfinden“.

Die ökumenische Initiative „TheologInnen gegen Stuttgart 21“ kritisiert diese angebliche „pragmatische Lösung“ scharf: Es gibt für die Kirchen keine Veranlassung, auf eine solche Vereinbarung einzugehen, denn
die Bahn hat an diesen besonderen Feiertagen auch schon früher ohnehin nicht an Tunnels gearbeitet. Statt eine solche Selbstverständlichkeit zu feiern, hätten die Kirchen deutlich erklären müssen, dass es ein Skandal ist, dass die Bahn für S21-Bauarbeiten seit Jahren das Feiertagsgesetz bricht. Nicht nur die höchsten Feiertage, sondern jeder Sonn- und Feiertag ist grundgesetzlich geschützt.“...
____________________________________________

Es tut weh konstatieren zu müssen, dass die Kirchen auch bei der „Machtergreifung“ mit den damals Mächtigen paktiert haben. Die ev. Kirche hatte es beim „Stuttgarter Schuldbekenntnis“ zugegeben und bedauert, bei der kath. Kirche gab es nichts Vergleichbares (so ist es im
NS-Doko-Zentrum München dargestellt). Es waren einzelne Persönlichkeiten aus beiden Kirchen, die sich gegen die Nazi-Regierung gestellt haben bei der Judenverfolgung, der Euthanasie und der Kriegstreiberei.


fatale Ergebenheit
11 04. 17 20:59
Im Blog gestern: (die S21-Befürworter) „…schauen angestrengt weg oder schlagen sich in die Büsche.“
Heute in München im
NS-Dokuzentrum-München dasselbe Phänomen: der Großteil der Bevölkerung schaute damals weg, traute sich nicht die eigene Meinung zu sagen. Damals wäre offener Widerstand lebensbedrohlich oder tödlich gewesen. Aber warum nimmt man aktuell so fatale Tatsachen wie auf dem Demokplakat (vor dem Bahntower Berlin) so duckmäuserisch hin?

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nicht demoralisiert

10 04. 17 23:29
das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 lädt ein zu einer weiteren
bewegungsinternen
Infoveranstaltung:

Strategien gegen finstere Entschlossenheit und alternative Fakten

am 24. April 19.30h (nach der MoDemo) im FORUM 3

Nach der Aufsichtsratssitzung ist klarer denn je: die einen sind finster entschlossen das Projekt ohne Wenn und Aber durchzuziehen. Sie erklären offen, Argumente nicht mehr zu beachten. Andere neutralisieren Argumente mit alternativen Fakten, also Lügen, schauen angestrengt weg oder schlagen sich in die Büsche.

Den Rahmen der Berichte über Themen und Projekte des Aktionsbündnisses soll die Frage bilden: wie reagiert die Bürgerbewegung auf den ungebremsten Weiterbau und die finstere Entschlossenheit der Gegenseite. Neudefinition der Ziele? Neue oder weitere Strategien? Kräfte bündeln? Ein zweistündiger Abend ist zu kurz, um Antworten zu finden. Aber er kann ein Einstieg sein in die anstehenden Diskussionen und ein Austausch zwischen den vielen Gruppen und Strömungen der Bürgerbewegung. Mit bewegten Grüßen von den Sprechern des Aktionsbündnisses, Norbert Bongartz und Eisenhart von Loeper



falsches Werbesprech 1997 (7)

09 04. 17 22:16
Aus der Werbebroschüre der Projektbau AG:
Seite 4 „Durch die Umwandlung des alten Kopfbahnhofs in einen Durchgangsbahnhof werden überflüssige Fahrstrecken, komplizierte Rangiermanöver und zum Teil auch lästiges Umsteigen vermieden.“
_________________________________

„überflüssige Fahrstrecken“, was ist damit gemeint? Etwa die Gäubahn in Stuttgart, die inzwischen wieder unverzichtbar erscheint? Überflüssig aber scheint die Neubaustrecke zu sein mit der Flughafenanbindung an den ICE! (Nachweise finden sich reichlich

hier.), - „komplizierte Rangiermanöver“ sind im Kopfbahnhof längst entfallen durch 100% Wendezüge mit zwei Führerständen hinten und vorne ,- „lästiges Umsteigen“ wird bleiben, nur noch lästiger und kundenunfreundlicher werden (Nachweis hier).
Bessere Formatierung im
Blog.



wichtig

08 04. 17 23:11
Foto von meiner Pilgerfahrt Magdeburg-Gnesen (Polen)

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„Es gibt ein Leben außerhalb Stuttgart 21“




Abbruch Stuttgart
07 04. 17 13:10

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Auf der neuen Website

aufbruch-stuttgart.com habe ich vom „Abbruch Stuttgart 21“ nichts finden können. Immerhin hat Wieland Backes gestern in seinem Beitrag als Überraschungsgast der Mitgliederversammlung der Freunde des SWR-Sinfonieorchesters gesagt „Stuttgart ist nicht nur Stuttgart 21, Feinstaub und Stauhauptstadt…“

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Eine Arbeitsgruppe „Umstieg 21“ ist nicht eingerichtet, sie wäre die größte Wohltat eines Aufbruchs, von dem nicht nur ich träume.




ziemlich weit oben
06 04. 17 00:42

Auf dem Foto steht Grundwasser wenig (ca 3 Meter) unter der Oberfläche und gar nicht

„tief unten“: „23 Meter tief reicht der Schacht unter das Erdbodenniveau an der Schillerstraße, die an der Grube entlangführt. Ein Haus, das so hoch ist, hätte ungefähr acht Stockwerke.“ Foto S.B. Ende März 2017
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Post aus München
05 04. 17 20:00
„ kein neues Stuttgart 21-Debakel in München!

In Zeitungsnotiz aus Westfalen über Stuttgart 21
„skandalbehaftetes Großprojekt“
________________________
„Das Bahnprojekt Stuttgart – Ulm ist deshalb eine einmalige Jahrhundertchance, um die uns viele Städte beneiden.“ (aus
21 gute Gründe für Stuttgart 21)


Bahn und Widerstand aktuell
04 04. 17 12:12
Gestern die 365. Montagsdemo. Auf dem Schlossplatz wie immer viele Demonstranten, 150+. Dr. Benhard Knieriem von „Bahn für alle“ kam verspätet, sein ICE hatte 2 Stunden Verspätung. Das Thema seiner Demorede zur aktuellen Situation der Bahn: „Finster entschlossen gegen die Wand.“ (Video der Rede ab Minute 34)
Foto von gestern S.B.

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03 04. 17 23:48

Silbe fehlt


Fehlt in der Wortmitte nicht die Silbe „-ver“?

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Foto Andreas Keller

obsolet
02 04. 17 22:32
stuttgarter-zeitung: „Nicht nur die Baulogistikfläche am Nordbahnhof wird vor Fertigstellung des neuen Bahnknotens aufgegeben, auch die dorthin führende Baustraße wird gekappt.“
_____________________________________

Das bedeutet: kein Aushubmaterial aus Tunnels und Bahnhof mehr auf der Schiene, die LKWs fahren über öffentliche Straßen in Stuttgart und quer durchs Land. Die vollmundigen Versprechungen zu Beginn sind Makulatur.



$21 tötet!
01 04. 17 23:57
Aus dem Blog von vorgestern mit Trommel und Kröte $21:
„Die S21-Baustellen rund um den Hauptbahnhof halten mit ihrem hohen Schüttgut-Umschlag, den BauMaschinen und Bau-Fahrzeugen die Luftverschmutzung (Feinstaubbelastung) im Stuttgarter Talkessel auf Rekordwerten.“
Feinstaub tötet mehr Menschen, als alle Kriege der Welt zusammen. Wieso juckt uns das eigentlich nicht?
Dazu ein zweieinhalbminütiges
Video.


von wegen kurz vorher
31 03. 17 23:10
http://www.westfalen-blatt.de/…Bürgermeister Michael Esken (CDU) fühlt sich angesichts dessen an ein skandalbehaftetes Großprojekt erinnert: »Ich komme mir vor wie bei Stuttgart 21.«

So ganz Unrecht hat Esken (50) da nicht: Beim baden-württembergischen Bahnhofsprojekt waren die Beschlüsse in den politischen – darunter auch öffentliche – Sitzungen gefällt worden.
Erst im Nachhinein, kurz vor Einleitung der Bauphase, regte sich Widerstand in der Bevölkerung.“
______________________________________

Die Sage vom zu späten Widerstandes gegen Stuttgart 21 kann leicht widerlegt werden. Auf einem
Video der sogenannten Bürgerbeteiligung von 1997 im Stuttgarter Rathaus ist ein entschiedener Widerstand der Bürgerschaft dokumentiert. Das war 13 Jahre vor dem offiziellen Baubeginn „Prellbockanhebung“ am 2.2.2010. Ist das etwa „kurz vor Einleitung der Bauphase“?

30 03. 17 23:44


ganz sachlich

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Feinstaub-Demo heute am Charlottenplatz. Rednerin Dr. Angelika Linckh wies ganz nüchtern und sachlich auf den Anteil von Stuttgart 21 am der Feinstaubmisere hin:

„Die S21-Baustellen rund um den Hauptbahnhof halten mit ihrem hohen Schüttgut-Umschlag, den BauMaschinen und Bau-Fahrzeugen die Luftverschmutzung im Stuttgarter Talkessel auf Rekordwerten. Die Landesanstalt LUBW hat auf den Staubfiltern einen erhöhten Anteil typischen Baustellen-Feinstaubs auf den Staubfiltern nachgewiesen. Als Ärztin, die sich der Gesundheitserhaltung verpflichtet fühlt, fordere ich seit Jahren den Baustopp von S21 und eine ernsthafte Prüfung der von der Bürgerbewegung entwickelten Alternative Umstieg 21 (was sich jetzt laut Umfrageergebnis von infratest dimap sogar eine Mehrheit der Projektbefürworter wünscht).“ (ganze Rede hier lesen)


sinnlos

29 03. 17 19:45

Demoposter aktuell von C. D.

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falsches Werbesprech 1997 (6)
28 03. 17 23:40
Aus der Werbebroschüre der Projektbau AG:
Seite 4 Denn Stuttgart braucht in jedem Fall eine grundlegende Verbesserung seiner Bahnverkehrsanbindung. Der jetzige Hauptbahnhof kann das Fahrgastaufkommen des Jahres 2010 in keiner Weise mehr bewältigen. (Markierung S.B.) „Stuttgart 21“ ist daher kein Prestigeprojekt, sondern die logische Konsequenz sachlicher Überlegungen und klarer Fakten. Nur der neue Bahnknoten bietet die Kapazitäten für ein attraktives Leistungsangebot der Bahn.
Das große Lalula
(Kommentar)



fast unglaublich
"21 gute Gründe für Stuttgart 21" ist immer noch im Netz auf der DB-Seite!
Im Vorspann ist zu lesen:
„Die Broschüre "21 gute Gründe für Stuttgart 21" arbeitet das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm umfassend auf und stellt seine Bestandteile kurz und prägnant vor. Mit zahlreichen Visualisierungen und Grafiken macht sie Zusammenhänge leicht verständlich und bietet einen einfachen Einstieg in das Bahnprojekt. Als Printausgabe ist die Broschüre im Turmforum erhältlich.“
________________________________
Richtig ist:
Die „21 guten Gründe“ erweisen sich bei kritischer Betrachtung vielfach als fragwürdig, halbwahr oder falsch. Die seit Ende des Jahres 2013 nicht mehr erhältliche Broschüre ist ein Produkt raffinierter Propaganda. Analyse der 21 guten Gründe
hier.

Mein Statement am 12. November 2014 gegen Ende der Anhörung Filderbahnhof in der Filderhalle Leinfelden:
"Die guten Gründe sind weitgehend abhanden gekommen und damit ist die Sinnhaftigkeit des Projekts und die Planrechtfertigung dahin.“



jubelnd Applaus?

26 03. 17 23:17
Zum Blog von gestern, Kommentar von Bruno Ernst:
Es kann keine Rede mehr davon sein, dass „die Bevölkerung… jubelnd Applaus“ zu Stuttgart 21 gibt. Das Projekt wird allenfalls geduldig ertragen, ich höre meist nur ein Beseufzen und Ablehnung des Projekts. Tatsächlich gab es aber zunächst viel Zustimmung zu der angeblichen „
Jahrhundertchance“, zu der heute nur noch die Projektparteien und Profiteure stehen, auch naive Geister, die immer noch auf die raffinierte Propaganda hereinfallen.

Die Werbebroschüre

Gegenöffentlichkeit

Mein Dank per E-Mail an den SWR:
„Danke sehr für die Kommentarmöglichkeit beim Bericht zur Pressekonferenz des Aufsichtsrats "finster entschlossen". So gibt es doch die Möglichkeit zur Korrektur oder Ergänzung der Videos und der Texte, was ich mit meinem Kommentar „eine Handvoll" getan habe.
Mit Oben bleiben
S.Busch“
__________________________________
Aus dem Kommentar von Bruno Ernst „bestürzend“:
„…Dass aber eine Bevölkerung dazu noch jubelnd Applaus gibt, dass man ihr aus Gewinninteresse, den Bahnverkehr zerschlägt, eine Landeshauptstadt den Immobilien-Haien zum Fraß vorwirft und damit das Stadtklima und die Atemluft der „Feinstaub-Hauptstadt“ Deutschlands noch weiter zerstört, ihr nach und nach die Lebensgrundlage entzieht – das bestürzt mich.“...


finster
24 03. 17 08:20

25 03. 17 21:08

Aus E-Mail von Klaus Behrendt:
1 dunkel, düster erscheinend und dadurch unheimlich
2
anrüchig, zwielichtig
3
verdüstert, unfreundlich, feindselig wirkend
 
Synonyme zu finster
dunkel, düster, lichtlos, ohne Licht, [raben]schwarz; (umgangssprachlich) zappenduster; (umgangssprachlich emotional) pechschwarz; (umgangssprachlich emotional verstärkend) stockdunkel, stockduster
bedrohlich, beklemmend, gespenstisch, grausig, gruselig, schauerlich, schaurig, unheimlich; (norddeutsch) glupsch
anrüchig, berüchtigt, fragwürdig, nicht geheuer, rätselhaft, undurchsichtig, verdächtig, zweifelhaft, zwielichtig; (gehoben) dubios; (bildungssprachlich) obskur, ominös, sinister, suspekt; (umgangssprachlich abwertend) halbseiden
 
Finster ist ein Adjektiv, aber Lutz benutzt es wie ein Adverb.
Vermutlich ist die deutsche Sprache aber nicht seine schlimmste Schwachstelle.


gelogen
23 03. 17 21:13

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Demo gestern vor dem Bahntower, anschließend tagte der Aufsichtsrat und in der Pressekonferenz zeigt sich der neue Bahnchef Lutz „finster entschlossen“, Stuttgart 21 zu Ende zu bauen "Wir werden es machen, im Rahmen der Kosten und im Rahmen der Terminpläne, die wir vereinbart haben." Dass beides illusorisch ist (Fertigstellung 2021 und Kosten von 6,5 Milliarden) weiß er bestimmt (wenn er es nicht weiß, ist er miserabel informiert). Also hat er wie seine Vorgänger bewußt Propagandablasen abgesondert und die Unwahrheit gesagt (Bericht SWR aktuell). Die Vokabel „finster“ passt gut zu dem unterirdischen Projekt. Es ist kein freudiger Aufbruch, sondern bedeutet Scheitern auf Raten.


Stuttgarter Kehrwoche S21 in Berlin
22 03. 17 23:44
18 aufgesprühte Parolen vor dem Bahntower am Potsdamer Platz mussten vor der Sitzung des Aufsichtsrats entfernt werden…
Foto S..B.

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Zitat
21 03. 17 14:42
Prof. Dr. Wolfgang Hesse, Ludwig-Maximilians-Universität München; „Garantiert unterirdisch: Tunnel-Wahn in Stuttgart und München“, Rede auf der 363. Montagsdemo vom 20.3.2017 zu Stuttgart 21:

„Die Mutter aller zynischen, aberwitzigen,
pharaonischen Bahnrückbauprojekte“



alter Stiefel
20 03. 17 22:08
Aus der heutigen Rede (ab Minute 17:47) von Tom Adler, Fraktionsvorsitzender der Fraktionsgemeinschaft SÖS, LINKE, PluS; „Neuer Bahnchef – Alter Stiefel“:

„Wir wissen, dass die größten Probleme des Tunnelbahnhofprojekts ungelöst, verschleiert und in Zukunft verschoben werden…„Unummkehrbar zur schreien ist nichts als pfeifen im dunklen Wald.“


noch nicht ganz museumsreif
19 03. 17 23:51
Heute Besuch im neu aufgestellten Stadtmuseum Bad Cannstatt.
Von Stuttgart 21 habe ich nichts gesehen, aber in der Internetbeschreibung:

„Ein besonderer Sammlungsbereich der jüngsten Zeit waren die Ereignisse rund um »Stuttgart 21«. Seit Mitte 2010 dokumentierten die Fotografen der arge lola, Kai Loges und Andreas Langen, die Proteste für und gegen das Bahnhofsprojekt in Stuttgart und außerhalb. Gleichzeitig wurde aktiv gesammelt, und es kamen über 1200 Objekte in die Sammlung: Plakate und Buttons, Kunsthandwerk, Kreatives und Werbeartikel, einschließlich K21-Limo und »Resist«-Bier. Zu den Höhepunkten dieser Sammlung gehören ein Bahnhofsmodell aus Legosteinen, das den Moment festhält, in dem der Nordflügel abgerissen wird sowie ein 1,20 m tiefer Erdabstich aus dem Schlossgarten, der als Bodenprofil die historischen Schichten vom Mittelalter bis zur letzten Demonstration zeigt.“
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Es gibt noch viel zu sammeln, die Kuh ist noch nicht vom Eis, das Projekt geht nur zäh voran. Und überhaupt… siehe Blogmotto.



Die letzten 4 Blogeinträge erst nachträglich eingestellt


falsches Werbesprech 1997 (5)
18 03. 17 23:12
Aus der Werbebroschüre der Projektbau AG:
„Der zweite große Abschnitt, das Gebiet B, umfaßt 48 Hektar zwischen der Wolframstraße und dem Paketpostamt am Rosensteinpark. Hier kann gebaut werden, sobald (im Jahr 2008) der neue Bahnhof fertig ist.“



biblische Geschichte
17 03. 17 23:18
Relief am Mailänder Dom, selbsterklärend (hinten links Kefer, Grube…)

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Feigenblatt Rosenstein
16 03. 17 21:12
Aus einer E-Mail zu den Rosenstein-Aktivitätem der S21-Befürworterparteien im Stuttgarter Gemeinderat ((lesen bei Zum Blog aktuell):
„Die Motive der Antragsteller - die sich ja selber als die Koalition der S21-Befürworter der ersten Stunde kennzeichnen -  sind aber überdeutlich: es geht ihnen um genau dasselbe wie bei diesem "Gläsernen Büro Rosenstein" am Nordbahnhof, das BM Pätzold am kommenden Montag (!) um 18:00 (!) eröffnen will, oder dem Rosenstein-Ausstellungsraum gegenüber dem Rathaus, der heute in der StZ erwähnt wird: den Eindruck von der Unumkehrbarkeit von Stuttgart21 in den Köpfen zu verankern. Denn direkt über S21 gelingt ihnen das ja grad nicht wirklich, deshalb wird alle Propaganda am "Wohnungsbau-/Bürgerbeteiligungs-Projekt" Rosenstein festgemacht.“



Der Dichter spricht (47)
15 03. 17 23:04
J.W.v.Goethe
„Man lernt das Vortrefflichliche nur in dem Maße kennen, insofern man das Mangelhafte einzusehen imstande ist.“
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Das Vortreffliche des Stuttgarter Hauptbahnhofs steht fest, ist vielfach bewiesen und bewährt (Pünktlichkeit, Sicherheit, ebener Zugang zu den Bahnsteigen, frische Luft…). Das Mangelhafte an Stuttgart 21 steht ebenso vielfach fest. Zum Beispiel der „unheilbare Mangel“ der fehlenden Betriebssicherheit, wie sie im
Vortrag von Dr. Sierig nüchtern und deutlich beschrieben wurde. Von den Befürworterparteien wollte es offensichtlich nicht zur Kenntnis genommen werden, denn sie besuchten diese Veranstaltung gar nicht.


Kann es besser werden?
14 03. 17 22:51
Werner Sauerborn: „Was die Deutsche Bahn in den letzten Jahren geboten hat, ist ziemlich unrühmlich: Milliardenverluste – Tendenz steigend, keine Strategie gegen Fernbuskonkurrenz, Positionsverluste im Regionalverkehr,  Güterverkehr und Nachtzüge abgewirtschaftet, fragwürdige Großprojekte zulasten eines guten Flächennetzes. Mit dem Rücktritt von Bahnchef Grube wird die Krise offensichtlich.“
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Aktuell: Finanzvorstand Lutz rückt in Kürze an die Spitze der Deutschen Bahn. Wird der „Mann der Zahlen“ das Fass ohne Boden Stuttgart 21 zumachen können? Aber auch er wird ein Stück weil am Tropf der Politik hängen, die ein völliges Desaster auf die Zukunft schiebt ohne Rücksicht auf Verluste und zu Lasten einer bürgerfreundlichen und funktionierenden Bahn.


zwei Lesarten
13 03. 17 20:12
Mit den Beschlussfassungen zur GRDrs 65/2017 soll die Verwaltung relativ unverbindlich mit weiteren Planungen zur Entwicklung des Rosensteinquartiers beauftragt. Die Fraktionen im Gemeinderat, die die mit dieser Entwicklung verbundenen Chancen der Stadtentwicklung ermöglicht haben, wollen konkreter werden und beantragen, dass die Verwaltung bis zur Sommerpause die folgenden Punkte erarbeitet und dem Gemeinderat vorlegt: (lesen bei Zum Blog aktuell)
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Meine Lesart: „Die Fraktionen im Gemeinderat für die „
Chancen“ von Stuttgart 21 sind auch verantwortlich für das entstandene Desaster des in mehrerer Hinsicht gescheiterten Bahnprojekts und für die entstandene Stadt- und Parkzerstörung mit all den Beschwernissen der Stadtbevölkerung im Hinblick auf den Verkehr und die U-Bahn-Unterbrechung der zentralen Linien für mehrere Jahre usw.



Der unheilbare Mangel
12 03. 17 19:20
Blog vom 30.11.15:
Kommentar zu
stuttgarter-zeitung.fuenf-jahre-nach-der-schlichtung-geisslers-umstrittener-schlichterspruch.

Der Konflikt um Stuttgart 21 wird andauern, weil das Projekt auf Täuschungen und politischem Irrglauben und Machtgehabe gebaut ist und nicht auf Vernunft, Realität und natürliche Gegebenheiten. Mit dem Verschwinden der „21 guten Gründe für Stuttgart 21“ ist die Sinnhaftigkeit und Planrechtfertigung des Großprojekts sichtbar verloren gegangen. Man mag nicht mehr an eine Fertigstellung glauben, zu groß sind die Ungereimtheiten und Mängel des Projekts. Die Reduzierung des immer noch funktionierenden Kopfbahnhofs auf halbierte Gleiszahl und gefährlichen Haltepunkt bleibt der unheilbare Mangel von S21.
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Aktuell kommt als naturgegeben und nicht beherrschbar die Gefährdung durch die Geologie bei allen Stuttgart-21-Tunnels hinzu. Ganz sachlich wird dieser „unheilbarer Mangel“ von Dr. Jakob Sierig erklärt in seinem
Vortrag im Rathaus nach der letzten Montagsdemo. Unheilbar ist auch die verlorene Wirtschaftlichkeit.



falsches Werbesprech 1997 (4)
11 03. 17 23:14
Aus der Werbebroschüre der Projektbau AG:
Auf Basis der Planungen der Stadt Stuttgart werden diese Flächen von der Deutschen Bahn-AG entwickelt und veräußert. Dies trägt maßgeblich zur Finanzierung der neuen Bahnanlagen bei.“
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Was heißt „maßgeblich“? Es dürfte inzwischen eher ein geringer Anteil sein, unter 1/10 der Gesamtkosten von derzeit 10 Milliarden.



Sehr geehrter Herr Prof. Felcht...
10 03. 17 23:19
„…Wir haben uns deshalb veranlasst gesehen, wegen des Tatverdachts der Untreue gegen die ehemaligen Vorstandsmitglieder Dr. Grube und Dr. Kefer sowie gegen Sie – infolge Ihrer Verantwortung für die schadensursächliche Vertagung der Entscheidung – Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Berlin zu erstatten.“
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Immer wieder haben die Aufsichtsräte den Kopf in den Sand gesteckt und sich vor Konsequenzen aus Kostenexplosionen und Risiken gedrückt. Es reicht jetzt! In der Aufsichtsratssitzung am 22.März muss bahnpolitisch, personell und bei S21 die Wende eingeleitet werden.

Der Brief an den Aufsichtsratsvorsitzenden Felcht (hier lesen) beschreibt das ganze Elend der Fehlplanung und der bedrohlichen Risiken von Stuttgart 21. Felcht dürfte einer der Nächsten sein, die von der Fahne gehen und einen Scherbenhaufen hinterlassen.


Abschieds-Leporello...
09 03. 17 22:56
...vom Rosenmontag

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Post aus München
08 03. 17 22:40

„Noch ist Zeit, das unterirdische Tieftunnel-Projekteine drohende Neuauflage vom jetzt schon gescheiterten Stuttgart 21 – zu stoppen, die Pläne zu revidieren und München zu einer zukunftsweisenden Nahverkehrs-Lösung und Stadtentwicklung zu verhelfen.“ ________________________________________

Wieso ist Stuttgart 21 schon gescheitert? Es wird doch noch sichtbar gebaut! Jedoch bereits gescheitert im Hinblick
- auf die Leistung
- auf die Bauzeit
- auf die Kosten
- auf die Betriebssicherheit
Es mehren sich die Zweifel, ob es je in Betrieb gehen kann.



zu gestern von vorgestern
07 03. 17 13:01
Zu Stuttgart-21-Befürwortern im gestrigen Blog:

Kuhn
OB Fritz Kuhn nach seiner Wahl: „Ich bin immer noch nicht überzeugt, ob es bei S21 richtig ist, für 5 bis 10 Mrd. einen Bahnhof unter die Erde zu legen, dessen Kapazität zu klein ist… Als OB werde ich die Bahn zu Transparenz zwingen. Bürgerbeteiligung wird künftig stattfinden, ehe die Entscheidungen getroffen sind.

Zuruf an Herrn Kuhn: Sind Sie jetzt davon überzeugt, obwohl die Kapazität zu klein ist? Sie wollten doch klären lassen, wie die
Pfahlgründung des Bahnhofturms ist, Holz oder Eisen. Dazu haben sie aber die Bahn nicht gezwungen, auch nicht zum Vergleich des Kopfbahnhofs mit Stuttgart 21. Sie haben die Seite gewechselt und mit „Wendehals“ müssen Sie leben!

Pätzold: Seit Peter Pätzold Baubürgermeister ist, ist er im Mainstream der Befürworter gelandet.

Zuruf: Herr Pätzold, haben Sie nicht schon auf der Demobühne gegen Stuttgart 21 gesprochen? Hat Sie der Mut verlassen, weil Sie um Amt und Würden Sorge tragen?

Föll:
Finanzbürgermeister Föll bei seinem Vortrag in Steinhaldenfeld über den Finanzierungsanteil der Stadt Stuttgart für Stuttgart 21: für Baukostensteigerungen bis maximal 161 Millionen zusätzlich zu den 31,6 Millionen. Ein CDU-Mitglied nannte das in der Diskussion - auf dem Hintergrund der Zusammenstellung des BUND (weit über eine Milliarde) - gelogen (aus Blog vom 24.9.2009).

Zuruf: Herr Föll, Sie waren einer der
„Heizer auf der S-21-Lok“ und sind verantwortlich für die Malaise Stuttgart 21 und die verlorenen hundertausende Millionen im Stadtsäckel.


NEIN!
06 03. 17 23:47

„Herr Kuhn, Herr Pätzold und Herr Föll: NEIN, wir geben unseren Widerstand gegen Stuttgart 21 nicht auf!“ ______________________________________________

Aus der Demorede von Stadtrat Luigi Pantisano (hier, ab Minute 38).


Schnee von 2010 (4) 2008
05 03. 17 23:00
Aus dem Memory Nr.3 an Prof. Heimerl vom7.4.2008: …“So kommt es auch, dass aufmerksame Bürger immer wieder Fehler und Schwindeleien entdecken, die Flecken auf die einseitige Darstellung werfen und damit das ganze Projekt verdunkeln. Sie, Herr Prof. Heimerl, haben beispielsweise das Umsteigen im künftigen Tiefbahnhof als schneller und komfortabler bezeichnet, weil drei Übergänge zwischen den Gleisen vorgesehen seien, während man im Kopfbahnhof ganz nach vorn gehen müsse. Im jetzigen Kopfbahnhof ist jedoch auf halbem Wege eine Unterführung (allerdings ohne Rolltreppen und Aufzüge, wie es heute Standard ist und vermutlich im Focus auf S 21 unterblieben ist) also zumindest zwei Übergänge, wovon der eine unübertroffen bequem ist, weil sich alles auf einer Ebene abspielt. Dann gibt es noch die Unterquerungen von Post und Paketpost, die vielleicht nutzbar gemacht werden könnten.“…


O wie gelungen!
04 03. 17 23:50
Im neuen 3-D-Modell ist die Abbruchkante am Nordflügel originell weiß verkleidet, daneben die Betonflachwurzler auf dem Bahnhofsdach.

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Statt der weißen Wände könnte man die originalen Muschelkalkquadern nehmen, es gibt sie noch im Natursteinpark Tübingen. Oder soll es zur Erinnerung sein an die Schändung des Bonatz-Bahnhofs, dem ehemaligen Kulturdenkmal oberster Kategorie ?


optische Schaumschlägerei
03 03. 17 23:08

Über das neue Modell des Bahnhofs mit Umgebung (Stuttgarter Zeitung): „Es wird Zeit, dass die Menschen den zukünftigen Bahnhof kennenlernen und sich darin umschauen. Der Verein bietet mit dem 3-D-Modell die Möglichkeit, sich quasi von zu Hause via Internet in die Zukunft zu zoomen“, sagt Georg Brunnhuber, Vorsitzender des Projektvereins. _______________________________________
G. Brunnhuber tönt von Zukunft, die dem „
3-D-Modell“ allerdings mit der gefakten Baumbepflanzung durch Großbäume von der Gattung der „Betonflachwurzler“ die Glaubwürdigkeit entzieht.
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Die virtuelle Welt von Stuttgart 21: ohne Leben und mit hohen Bäumen, die nie und nimmer dort wachsen könnten (neben der Bahnhofshalle, vor der Reichsbahndirektion im Hintergrund).



falsches Werbesprech 1997 (3)
02 03. 17 23:49
Aus der Werbebroschüre der Projektbau AG

„109 Hektar Gleisflächen werden umgewandelt in lebendige Stadtquartiere, Grünflächen und Parks im Herzen Stuttgarts.“
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…und die Erde ist eine Scheibe.
(Zu Flächen und „Parks“
Informationen hier.)


Aschermit