ungleiche Waffen

Fotoerlaubnis: Martin Anger www.anner-grafik.de
Schwarzer Donnerstag 11
Gut gelaunte junge Schülerinnen in Freizeitkleidung mit  Aufklebern und Tröten.

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Ernste Männer in Kampfausrüstung mit Pfefferspray (rechts vorne), Schlagstöcken und Pistolen.
Aufpassen Mädchen, die haben auch Wasserwerfer! 

Es war einmal...

…ein grünes Band „Schlossgarten“ vom Schlossplatz bis zum Neckar in Bad Cannstatt:
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Im Oktober 2015 ist es auf Schautafeln (hier im oberen Schlossgarten) noch unversehrt zu sehen, obwohl es schon 5 Jahre durch den Bau des Durchgangsbahnhof unterbrochen = zerstört ist:

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Die Ziffern 2, 3 und 4 sind schöne Vergangenheit. Ein Verlust, der nach künftiger Rekultivierung nach dem Scheitern von Stuttgart 21 wieder gut gemacht werden kann. Für die Baumriesen dauert es allerdings etwa 200 Jahre…

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Fotomontage: Klaus Gebhard


"Erfolgsmeldung"

Stuttgarter Zeitung zur Erfolgsmeldung der Bahn:
„Wichtig ist der Bahn die Feststellung, dass die von Bitzer im Rathaus präsentierten Zahlen dem tatsächlichen Stand der Arbeiten entsprechen – und dass im Oktober bereits die Zehn-Kilometer-Marke geknackt worden ist.“
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Solche Erfolgsmeldungen der Bahn sollen Baufortschritt zeigen (siehe Blog von gestern), sie blenden dabei die ungelösten und unlösbaren Probleme aus.

Spielwiese S 21

Aus dem aktuellen Tunnelblick Willkommen im Versuchslabor“:
„Ganz offensichtlich hat die Bahn mit dem Bau ihres »bestgeplanten Projekts« begonnen, ohne in zentralen Punkten zu wissen, wie sie es überhaupt bauen soll. Man kann sich kaum vorstellen, wie und wann sie diesen Bahnhof je fertigstellen kann.
Dennoch wird weitergewurstelt und weiter Geld verbrannt, weil der politische Wille fehlt, das Drama zu beenden. Und so ist Stuttgart zu einer riesigen Spielwiese für Baukonzerne und Ingenieure geworden, zu einem gigantischen Versuchslabor für technische Experimente mit ungewissem Ausgang – vom Brandschutz über die Statik und das Mineralwasser bis zum Tunnelbau. Je offenkundiger das wird, desto absurder werden die Versuche, der Öffentlichkeit Baufortschritt vorzugaukeln.“

S21 fast am Ende

„Erfolgreich sind nur solche Projekte in einer Stadt, die von den Bürgern verstanden, von ihnen gewollt und von ihnen emotional mitgetragen werden ! Das Projekt S 21 missachtet diese Regel total und steht auch deshalb schon fast am Ende.“
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Dieses Zitat stammt von Stadtplaner Engelbert Rolli aus dem Vortrag bei einer Montagsdemo
(
hier lesen).

Demo-Rituale (3)

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DEEER BÜRGERBRIEF!!!
Peter Grohmann lebt in Stuttgart und gehört zur Stuttgarter Initiative „Die AnStifter“.
Jeden Montag läuft er mit einem kleinen, hölzernen Bauchladen durch die Menge der Montagsdemonstranten und verteilt, laut und vernehmlich rufend wie ein Fliegender Händler, freundlich lächelnd, seinen aktuellen und frischgedruckten „Bürgerbrief“ auf knallgelbem Papier in handlichem Format. Eine Art analoges und auch sehr herzliches Networking, dass ohne Facebook und Twitter auskommt. Und -vielleicht auch und gerade deswegen- immer sehr gehaltvoll ist. (Text aus dem
Internet.)

VW Skandal = Stuttgart 21

„Wurden beim VW-Skandal Millionen Autofahrer über die Energieeffizienz ihrer Autos getäuscht und ein immenser Schaden an Umwelt und Gesundheit der Menschen angerichtet, haben im sog. Stresstest von S21 erst völlig unrealistische und manipulierte Vorgaben in der Software der DB die behauptete Leistungsfähigkeit des geplanten Tiefbahnhofs „belegen“ können. So wurde betrügerisch kaschiert, dass Milliarden öffentlicher Mittel in die Verkleinerung eines Metropolbahnhofs fließen und eine Volksabstimmung auf Basis geschönter Tatsachenbehauptungen durchgeführt.“
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Aus dem Brief des Aktionsbündnis’ an Bundesverkehrsminister Dobrindt.

"genehmigt"?

Zitat aus der Landeschau aktuell von gestern: “Dennoch war Stuttgart 21 auch für Heiner Geißler die einzig sinnvolle Lösung. Denn das Projekt war 2010 bereits genehmigt worden.“
Mein bisher unveröffentlichter Kommentar
: „Das ist doch eine ganz schwache Rechtfertigung, wenn es sich in der Schlichtung und in der Folge immer mehr gezeigt hat, dass die Genehmigung auf falschen Angaben und Annahmen basiert. Heute scheint der S21-Karren heillos verfahren und das Weiterwurschteln verantwortungslos. Die "21 guten Gründe für Stuttgart 21" sind weitgehend abhanden gekommen, es wird schon gar nicht mehr mit ihnen geworben, die Druckschriften sind schon Ende 2013 aus dem Verkehr gezogen worden. Kann da eine alte "Genehmigung" Grund für den Weiterbau sein? Genehmigt wurde damals die Stadtbahnunterbrechung der zentralen Linien für zwei Wochen, heute sind es über zwei Jahre! Die Forderungen Geislers nach "S21 plus" sind allesamt unerfüllt geblieben, vor allem der Erhalt der Gäubahn. Stuttgart 21 ist eine schwere Hypothek für Bahn, Stadt und Land und der Abbruch des Projekts zwar teuer und schmerzhaft, aber immer noch viel billiger und besser als der hoffnungslose Weiterbau.“
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Und bis heute fehlt für wesentliche Abschnitte eine Genehmigung (Filderabschnitt). Mit Faktenschaffen wurde und wird der Weiterbau erpresst. Stuttgart 21 ist bereits gescheitert (siehe Blog vom 22.10.15, „kosequent“).

Nachtrag vom 26.10.15: Mein obiger Kommentar ist inzwischen eingestellt worden.

Jubiläum am 30. Nov. 2015

(Flyer zum Jubeläum am 30.11.15 nur auf der Startseite richtig platziert.)
Montagsdemos mit einzigartiger Protestkultur, auf der Bühne mit wechselnden Musikgruppen und Solisten und bei den anschließenden Umzügen die LOK hinter dem Frontbanner und die Capella weiter hinten.

konsequent

1. Die Region Stuttgart sieht Stuttgart 21 als gescheitert an und beendet die Projektpartnerschaft.

2. Die Region Stuttgart erkennt die falschen Angaben zu Leistungsfähigkeit, Kosten und Sicherheit als Vertragsbruch und vorsätzliche Täuschung durch die Bahn AG an und kündigt die Finanzierungsvereinbarung fristlos.

3. Die Region stellt die vereinbarten Zahlungen ein und fordert die Rückzahlung der bereits gezahlten Gelder.
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Dieser Antrag der LINKEN an den Verband Region Stuttgart wird natürlich von den Mehrheiten in der Regionalversammlung aus machtpolitischen Gründen abgelehnt werden. Macht geht vor Vernunft.
Zu den Gründen für obigen Antrag siehe
Zum Blog aktuell.

unhaltbar und unredlich

Im Propagandafilm der Bahn „FaSzination 21: Vom Musterkelch zum Lichtaugenbahnhof“  (Dauer 4 Minuten) tauchen gleich drei der blamablen und unhaltbaren Visualisierungen auf
  • zu Beginn der Querschnitt mit den Großbäumen auf dem dünnen Bahnhofsdach; in der Bahnhofshalle fehlen alle Treppen, Aufzüge und die Verteilerebene
  • nach Minute 1 das Skandalbild „Lichtauge im alten Park“ (siehe Blog von vorgestern)
  • bei Minute 3:27 mit dem Sprechtext „bisher unveröffentlichte Illustrationen“ die altbekannte Visualisierung mit Blick auf große Bäume durch das Dach

groteske "Engpassanalyse"

Engpassanalyse, Video bei youtubecom
Wertungen im Kommentar: völlig unwissenschaftlich, hirnrissig, Unfug, Blödsinn, unverschämt, keiner versteht es, Vernebelungstaktik, wirklich unglaublich

Lügenbild bei "Faszination S21"

Architekt Ingenhoven bei der Podiumsveranstaltung „Faszination S21“ Teil 3/3: „Wir haben dann einen Mathematiker der Universität Stuttgart bemüht..und haben uns von dort die Bestätigung geben lassen, dass das ein realistisches Bild ist.“…
Bildschirmfoto 2015-10-19 um 18.25.52

Blog vom 24.12. 2013:
Lügenpropaganda der DB-AG abgesetzt?

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Das ärgerlichste Bild: Parkidylle, futuristisches „Lichtauge“ mit Heiligenschein (freischwebender Distanzhalterring), im Februar 2012 abgeholzter Schlossgarten im Vollfrühling. Dieses freche Skandalbild ist derzeit am „Platz der Schande“ nicht mehr zu sehen. Wird es wieder auftauchen?
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Architekt Ingenhoven, der Schöpfer des Begriffs „Straßburger Garten“, hat nicht begriffen, dass dieses Bild eine Verhöhnung der Stuttgarter ist. Jetzt taucht es tatsächlich wieder im Zusammenhang mit „Faszination S21“ auf. Das „Lichtauge“ ist in die Parkebene des ehemaligen Schlossgartens plaziert, der Wall wird unterschlagen.
Mehr bei
Zum Blog aktuell, aus dem Jahr 2013

Demo-Rituale (2)

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Hinter dem Frontbanner spielt die „LOK“ (= „Lokomotive Stuttgart“, eine Trommelgruppe mit allerlei Schlagwerk) bei jeder Montagsdemo das ganze Jahr über bei Wind und Wetter (5-jähr. Jubiläum zusammen mit der Capella Rebella am 30.11. auf der Demobühne).

unsägliches Leid und Hohn und Spott

Aus der Demorede von Prof. Bodack am 15. April 2013

„Was real und wirklich ist und wird, was allein sicher erscheint, das sind die Zerstörungen, Abriss und Abholzung, die Stadtverschandelung durch blaue Pipelines, ein Bauinferno mit tausenden Lastwagenfuhren quer durch die Stadt, Lärm, Staub, Straßensperrungen, U-Bahn-Unterbrüchen … Unsägliches Leid kommt über diese Stadt und ihre Bürger. Dazu kommen Hohn und Spott über weitere Verzögerungen und Verteuerungen, wenn allerorten Scheitern und Versagen offenkundig werden, wenn schließlich der Kopfbahnhof erhalten bleiben muss.“
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Diese Brandrede von Prof. Bodack ist immer noch hochaktuell. Das Scheitern und Versagen liegt klar zu Tage. Wer zieht endlich die Reißleine?

Doku des Wurmbaus zu Babel


Webdokumentation Stuttgart 21 / (2010 -) 2013 -
Webseiten des Hauptstaatsarchivs
Bestellsignatur:
Archivischer Identifikator: 1-1459571
Permalink:
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-1459571
Titel: "Metropolis 21" - Webseite/Blog von Siegfried Busch
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Erste Spiegelung 8.4.13 (zweimal jährlich, letzte Spiegelung 8.10.15) Leider sind die Verlinkungen nicht wie in der Originalwebsite aktiviert.

Insider verstehen sie,

Arglos und harmlos

Friederike Kempner

Arglos und harmlos,
Durchs Leben hin,
Kommt mir das Böse
Nicht in den Sinn!

Arglos und harmlos,
Glücklich ich bin,
Hör' ich das Böse,
Denk ich nicht hin!

Und kaum ist's verhallt,
Vergess' ich es bald,
Vergesse, um zu vergeben,

Vergebe, um zu erheben
Zum reinen Leben
Durch gütige Gewalt.

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Dr. Norbert Bongartz zitierte aus diesem naiven Sonett in seiner
Demorede (hier) vorgestern als Beispiel für die „Ausblender“ und „Einsichtsverweigerer“, die bereit sind „sich und ihre Mitmenschen betrügen zu lassen.“

Kartenhaus

E.v.Loeper vom Aktionsbündnis gegen S21:
„Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet erst noch über die nach Art 104 a GG verfassungswidrige Mischfinanzierung,
so dass über S 21 auch deshalb ein Damoklesschwert schwebt, das zur Feststellung der Nichtigkeit der S 21-Verträge und damit zum Projektende in etwa einem Jahr führen dürfte, wenn das Kartenhaus nicht vorher zusammenbricht.“
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Es wird wohl wieder mit dem windigen „
Städtebau“-Argument (=Immobilienprojekt) durchgewinkt, das vor aller Augen als missglückt („Europaviertel“) und verlogen („mehr als 100 ha“) dasteht. Dazu kommt die Park- und Stadtverwüstung und die Denkmalsschändung…

OB Palmer auf Nachfrage

Heute im Schwäbischen Tagblatt Tübingen:
Die Entwicklung habe ihn (Palmer) bestätigt,
S21 sei „weniger Bahnhof für mehr Geld“.
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S21 ist auch
- ein schlechterer, umkomfortabler und gefährlicher Bahnhof
- die Ursache einer unverantwortlichen Stadtzerstörung
- eine jahrzehntelange Leidenszeit für Stuttgarter und Bahnkunden

Die Vorhersage von Dr. Gottfried Knapp in der SZ vom Nov.2011 ist schon eingetreten:
„Schon die Baustelle… mit den endlosen Behelfsstegen… dürften Varianten des kollektiven Albtraums bieten, die alles übertreffen, was Bahnkunden bislang erlebt haben.“

Demo-Rituale (1)

Bei jeder Demo gegen Stuttgart 21 sorgt die Capella rebella für Unterhaltung, Aufmerksamkeit und Stimmung.

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"...und sieh: sie sind alt!"

Blogeintrag vom 31. Mai 2009, gekürzt und aktuell kommentiert:

SPD: „Stuttgart 21 ist gut investiertes Geld und wirtschaftlich sinnvoll“
(Aktuelle Themen, Stuttgart 21, - Link nicht mehr aktiv!)

Der Dichter spricht (2):
„Sieh deine Ansichten und sieh: sie sind alt
Erinnere dich, wie gut sie einst waren!
Jetzt betrachte sie nicht mit deinem Herzen, sondern kalt
Und sage: sie sind alt.“ (B. Brecht)

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10.102015: Hallo SPD, habt Ihr nicht mitgekriegt, dass sowohl S21 als auch die Neubaustrecke sich längst als unwirtschaftlich erwiesen haben und nur mit faulen Tricks („leichte Güterzüge“ z.B.) schöngerechnet wurden? Die SPD-Position von 2010 ist immer noch vorne auf der
Website der SPD. Längst überholt!

Der Dichter spricht (36)

Rilke, Sonette an Orpheus, aus Sonett 18:

Sieh, die Maschine:
wie sie sich wälzt und rächt
und uns entstellt und schwächt.“

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Wer denkt da nicht gleich an die Tunnelbohrmaschinen…

nur scheinbar sachlich!

Es gibt seit zwei Wochen ein neues offizielles DB-Video "Animation Baustellenfortschritt Stuttgart 21 | August 2015“. Ein gut gemachter und scheinbar sachlicher Propagandafilm, der dann gleich zu Beginn die alte 100-Hektar-Lüge auftischt:

„Im Herzen Stuttgarts werden mehr als 100 ha Gleisfläche und Schotterwüste frei.“
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Aus meiner mündlichen Einwendung am Schluss der Anhörung zum Flughafenbahnhof am 7.10. 2014 in der Filterhalle: „…Meine Herren von der Bahnseite, noch gestern sprach jemand von Ihnen von den „100 Hektar“ durch Stuttgart 21, was hinten und vorn nicht stimmt! Es sind nur etwa 1/3 von 100 Hektar die durch S21 frei werden!“
Analyse 2010:
100 - eine magische Zahl schrumpft zur Drittelwahrheit.

Befindlichkeiten

Bei der 292. Montagsdemo am nächsten Montag, 12. Oktober, spricht Dr. Norbert Bongartz, ArchitektInnen für K21 zum Thema:
„Hör ich was Böses, denk ich nicht hin... Zur Befindlichkeit vieler S21-Befürworter und resignierten S21-Gegner.“

wirtschaftshörige Politik?

Aus der Rede von Martin Poguntke zum „Schwarzen Donnerstag“:
„Spätestens seit dem 30.9.2010 wissen wir, dass es bei Stuttgart 21 keineswegs nur um einen Bahnhof geht, sondern um viel, viel mehr. Was Kanzlerin Merkel so schön positiv formuliert hat, es gehe um die „Zukunftsfähigkeit Deutschlands“, das meint in Wahrheit: Es geht um die Zukunftsfähigkeit der Politik. Die Politik muss der Wirtschaft gegenüber beweisen, dass sie sich gegen die Bevölkerung durchsetzen kann.“
Ganze Rede
hier lesen.

zum Beispiel wieder heute Abend...

… die 291. Montagsdemo um 18:00 Schlossplatz

Die Protestaktionen der Stuttgarter Bürger gehen weiter, auch nachdem Baden-Württembergs Einwohner in einer Volksabstimmung mehrheitlich für die Vollendung von "Stuttgart 21" stimmen. Mehrere Bürgerbegehren beschäftigen weiterhin die Gerichte.“
(aus dem Bericht des WDR zum Schwarzen Donnerstag vom 2.10.2015)

Demo heute Abend
Redner:
Alex Schauenburg (attac) TTIP und Stuttgart 21
Musik: Freier Chor Stuttgart
Kurzrede: Andreas Schwab, Demoteam
Moderation: Michael Becker, Kernen 21
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Die windige Volksabstimmung fragte nicht nach der „Vollendung von Stuttgart 21“. Aus dem Brief von Thomas Felder an die Staatsrätin Gisela Erler (Memory 43):
„Was Ihre derzeitige Arbeit betrifft, so sprechen Sie gern über »Befriedung«, die Sie von Amts wegen schaffen. Mir persönlich kommt es eher vor wie eine Friedhofsruhe, die sich in unserem Lande ausgebreitet hat seit der so genannten Volksabstimmung – einem uns folgenschwer von oben herab aufgezwungenen Schmierentheater. Es ist einer Demokratie unwürdig, wenn man die Bürger derart belügt, wenn man ihnen Sand in die Augen streut, ihnen entscheidende Tatsachen vorenthält, sie schlicht hinters Licht führt, besonders klar zu erkennen am so genannten Kostendeckel und an der Leistungslüge. Nachdem der Schwindel nun aufgeflogen ist, bleibt von der Legitimierungsfunktion dieser Volksabstimmung nur noch Schall und Rauch. Das Projekt weiterhin damit zu rechtfertigen, ist der große demokratische Sündenfall der Grünen.“…

weltweit lächerlich

„Statt sich weiter mit einem längst gescheiterten Projekt weltweit lächerlich zu machen, könnte Stuttgart brillieren mit dem Modell eines vorbildlichen Integrationsstadtteil mit Wohnungen, Bildungseinrichtungen und viel Raum für soziale Kommunikation.“
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Weitere Ausführungen bei
„Zum Blog aktuell“.

noch aktuell!

Foto: Martin Storz

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Fünf Jahre nach dem Schwarzen Donnerstag war nicht nur eine Großdemo mit tausenden Teilehmern, sondern auch ein zweiter Untersuchungsausschuss und Gerichte sind beschäftigt. Die Verjährung für schwere Straftaten tritt erst nach 10 Jahren ein.

Insider Bahnmanagment

„Wir haben auf einen Wassereinbruch beim Albaufstiegstunnel gehofft…“ (das hätte das Ende von Stuttgart 21 bedeuten können).
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Verantwortliche Bahnmanager wissen es nämlich auch: Die „Neubaustrecke“ ist ähnlich hirnrissig wie Stuttgart 21, zum Beispiel ist sie steiler als die Geislinger Steige!
Prof. Bodack: „Die geplante Strecke wird geradezu Unsinn, wenn man feststellt, dass sie von 180 m Höhe im Neckartal auf eine Hochebene von 750 Meter führt, die 200 Meter höher ist als die der jetzigen Strecke. Das kostet erhebliche und vermeidbare Energie, denn nach wenigen Minuten Fahrt müssen die Züge wieder ins Tal der Donau (auf 480 m Höhe) herunter gebremst werden. Statt einer 5 km langen „Geislinger Steige“ mit 2,4% Steigung sollen die Züge gemäß den DB-Plänen 17 km steigen, mit 2,7 und auf kurzem Abschnitt mit 3,3% Steigungen!“ (Memorandum)

"mehrere tausend"...

…so steht es im Bericht der Stuttgarter Zeitung. In der Landesschau Baden-Württemberg sprach die Reporterin zunächst von mehreren hundert (18:00 Uhr), um 19:30 jedoch „die ganze Stadt ist voll von Demonstranten“, die Organisatoren von der Bühne von „über 7.000“. Jedenfalls war der große Platz vor dem Bahnhof gefüllt. Ein sehr guter und fairer Bericht dazu kam in der Landesschau um 19:30 ab Minute 3.
Foto S.B.
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