Retro aus 2011

Liebe Obenbleiber,
ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus. Die Bahn lügt, dass sich die Balken biegen, kann sich aber immer noch auf ihr Baurecht berufen. Schlimm genug, dass man so dreist, arrogant, geld- und machtgierig ist wie die S21-Betreiber, aber warum haben die ganzen Betrügereien, die endlich auch mal als schriftliche Beweise vorliegen, keinerlei Konsequenzen?
Was muss denn noch alles passieren, damit man denen juristisch das Handwerk legt?
- Tricksen beim Stresstest
- Ignorieren der Auflagen aus der Schlichtung
- Abpumpen von doppelt soviel Grundwasser
- Kostenlügen ohne Ende
- Bauen trotz fehlender Planfeststellungen
- etc. etc. etc.
Wann kommt endlich eine Hausdurchsuchung bei der Bahn, um belastende Dokumente sicherzustellen? Denn was bisher an die Öffentlichkeit gelangt ist, dürfte nur die Spitze des Eisbergs sein.
Naiv war ich noch nie, aber was hier abläuft, sprengt meine Vorstellungskraft von Rechtsbeugung.
Brechen wir die Kartelle auf. Demonstrieren wir friedlich gegen diese Sauereien.
(Blog vom 7.11.2011, Journalistin Kirsten Seegmüller)

Don Quichote 21 (4)

„Eine gute Hoffnung ist besser als ein schlechter Besitz.“
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Immer kommen neue
„Schmeichelworte zu S 21“ hinzu, die den „Besitz“ des Projekts beschreiben. Die gute Hoffnung auf ein Ende des Wahnsinns lebt…

vorschlag/51609

Aus einem Kommentar von „Babsi“ zum Bürgerhaushalt: „Und liebe Leute, hört endlich auf Stuttgart 21 zu verdammen, zu demonstrieren und schlechte Stimmung zu machen. Dem Dümmsten müsste inzwischen klar sein, das es hier nichts mehr zu ändern gibt. Der Zug ist abgefahren. Es macht die Sache nicht besser, sondern verhärtet nur unnötig die Fronten.“
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Liebe Babsi, es wird laufend was geändert bei Stuttgart 21. Nur die „Dümmsten“ sehen die Mängel und Absurditäten von S 21 nicht, die Klügeren müssen deshalb ständig darauf hinweisen, auch durch Demonstrationen. Der Zug ist in die falsche Richtung abgefahren, er muss aufgehalten und umgelenkt werden.

S21 – Das Denkmal.

„Die Chronik einer grotesken Entgleisung“ Interview des SWR mit Peter Lenk

vorschlag/52684

Stadt Stuttgart, Bürgerhaushalt 2019, aus einem Kommentar zum Vorschlag „S21 stoppen“
„…Und wie idiotisch ist es, in 60 km langen, depressiv machenden grauen (nicht weißen!) Überdruck-Tunnelröhren unter der Stadt durchzubrausen, wo man doch oben so schöne Dinge sehen kann wie Schlossgarten, Waldhöhen, Fernsehturm ... Ist denn die Identität der Heimat, das Sich-wohlfühlen in der eigenen Stadt nicht mehr wichtig? Und, und, und ... Deshalb sagt mit meine Vernunft: SOFORT S21 STOPPEN! Oben bleiben!“
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Der erst Eintrag auf meiner Website metropolis21.de war das „Memory I“ (Offener Brief) vom 19. März 2008 „Der Wall“ an Baubürgermeister Hahn:
„…Fährt man mit der Bahn in Stuttgart ein, liegt die Stadt wie ein aufgeschlagenes Buch im Blick, jetzt soll dieses Buch zugeklappt werden. Zehntausende von Bahnfahrern gucken dann buchstäblich in die Röhre statt auf unsere schöne Stadt, Durchreisende bekommen gar nichts von Stuttgart zu sehen, die Stadt wird zu einem Haltepunkt, Reisequalität wird zu Reise-Fastfood. Das ist ein schlimmer Verrat an Stuttgart. Wo ist „Stuttgart“ für die Bahnreisenden geblieben? Auf das Ärmlichste reduziert in Tunnels und Tiefstationen?“…