Neubaustrecke als Erlebnis

Aus einer aktuellen E-Mail:
Schnellfahrstrecke nach Ulm:
hab ich jetzt 2 x hin & zrk benützt. Das erste Mal aus Neugier und in Gesellschaft. Manche Aha-Erlebnisse - insbesondere die grandiosen 9 Sekunden Filztalbrücke und der begeisternde Merklinger Hauptbahnhof. Die Fahrzeit verging wie im Nachtfluge...
Bemerkenswert, dass dieser IRE zwei Lokomotiven braucht und zwischen diesen beiden 50 Jahr alte D-Zugswagen gespannt sind. Man vermeide unbedingt den Besuch eines WCs...
Nun am Samstag wieder (meine Schwester wohnt in Ulm) und da wurde mir der Wahnsinn so richtig bewusst: gefühlte 4 Minuten fährt man "im Freien" und erfreut sich an der Vor-Alb und Alb-Landschaft. Ansonsten rast man im Tunnel oder Trog ohne Aussicht. Ist das die neue Form der Reisens - wie ein Gepäckstück von A nach B transportiert unter völliger Mißachtung von Mensch(lichkeit) und Kultur? Ist dann S21 erst mal fertig, dann kommen ja nochmal X-Tunnelkilometer dazu. Mit welcher Arroganz wird uns aufgezwungen, so zu reisen?
Nach Ulm jedenfalls nur noch über die alte Bestandsstrecke...