Fokus auf Positives

Der Keynote-Speaker und Motivationstrainer Norman Gräter in den StN:
„Einer seiner derzeit wichtigsten Claims lautet „Make Stuttgart great again“. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als das Bewusstsein, dass es die Entscheidung jedes Einzelnen ist, den Fokus auf Negatives zu richten – oder eben auf Positives. Als Beispiel nennt er Stuttgart 21, das wohl den allermeisten als Erstes einfällt, wenn er an die baden-württembergische Landeshauptstadt denkt. Viel wichtiger, so sagt er, sei es dabei doch, sich bewusst zu machen, wieviel großartiges Potenzial im Kessel und um den Kessel herum steckt.“
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Herr Gräter, wir S-21-Gegner denken sehr positiv über den Kopfbahnhof und können dessen Vorzüge und Potenziale nachweisen, durch die Praxis erhärtet. Was wir an Stuttgart 21 sehen und erfahren, hält positivem Denken einfach nicht stand.

dumme Werbung mit 5000 Bäumen

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Aus Blog vom 16.10.2009:
...Bei der Zahl 5000 muss der Wilhelma-Gärtner schlucken. "So viele Bäume habe ich nur im Wald auf dem Unigelände in Vaihingen." Hartmann kann eine einfache Rechnung nachvollziehen: Sollen auf 30 Hektar, also 300.000 Quadratmeter, neuer Grünfläche 5000 Bäume stehen, wird es eng. 60 Quadratmeter pro Baum bedeuten, dass alle 7,8 Meter gepflanzt werden müsste, und zwar in jeder Himmelsrichtung. Wenn der Baum schon zwölf Meter hoch ist, dürfte er gar nicht mehr wachsen", stellt Hartmann fest, schließlich habe die Krone bereits einen Durchmesser von an die sechs Meter. "Bisschen viel Holz für einen Park, ich würde das als Wald bezeichnen", bilanziert der Parkpfleger.

Statements

Ein Pendler in der Sendung „Mal ehrlich“ über die Bahn:

„Es kostet eine Menge Lebenszeit, mit der Bahn zu fahren.“

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Allein die Lebenszeit, die durch Stuttgart 21 während der Bauzeit verloren geht, ist so gigantisch, dass sie durch den
versprochenen Zeitgewinn niemals wettgemacht werden kann.

Statement von Steffen Siegel: “Wieviel Lug und Trug müssen wir eigentlich noch ertragen, bis endlich die Politik den Mumm hat, dieses an allen Ecken und Enden fehlgeplante, Leib und Leben der Fahrgäste gefährdende und immer teurer werdende Murksprojekt zu stoppen?“
Das zeitliche Opfer wird wenig oder nie bedacht, weil es eben nur ein „weicher“ Faktor ist.

Stuttgarter Zeitung/Nachrichten

Beginn des Sauerborn-Rundmails:
„Still ruht der See beim Thema Stuttgart 21, k
önnte man denken. In gepflegter Routine schweigen sich die beiden Stuttgarter Zeitungen über das Grundsätzliche am Drama dieses Projekts aus, ignorieren notorisch die Pressemeldungen des Aktionsbündnisses. Stattdessen berichten sie immer gern über angebliche Tunneldurchbrüche und sonstige fragwürdige Baufortschritte. Dabei birgt die aktuelle Entwicklung einigen Sprengstoff.“…

Notbremse ziehen!

Aus dem Kommentar von Volker Rekittke heute im Schwäb. Tagblatt Tübingen, Lokalseite 1 „übrigens“, an Minister Scheuer und Bahnvorstand Pofalla:
…„Was mich stets ernüchtert, ist der Blick ins Milliarden-Loch am Stuttgarter Hauptbahnhof, wenn ich mal wieder meinen Anschlusszug verpasst habe. 10 Milliarden Euro wird "Stuttgart21" laut einer Prognose des Bundesrechnungshofes kosten, die Bahn geht offiziell noch von 8,2 Milliarden Baukosten aus… So viele Milliarden Euro für einen Bahnhof, der unwirtschaftlich ist - wie selbst Bahn-Chef Richard Lutz im Bundestags-Verkehrsausschuss einräumte.


Bitte beenden Sie diesen ökonomischen und ökologischen Irrweg, ziehen Sie die Notbremse - es gibt ausgearbeitete Alternativkonzepte zu Stuttgart21. Beenden Sie die Vorfahrt für Auto, LKW und Flieger. Retten Sie die Bahn…“
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Heute RE Tübingen ab 15:00 nach Stuttgart, an mit 15 Minuten Verspätung. Ansage: „Der ICE nach Hamburg kann nicht warten.“ Kurz vor Ankunft: „Der ICE nach Hamburg steht noch auf Gleis 10, versuchen Sie, ihn noch zu erreichen.“
Zwei junge Frauen rennen sehr sportlich mit langen Beinen und erreichen den Zug gerade noch. Eine junge Mutter mit Kinderwagen sieht am Bahnsteig 10 den Zug gerade abfahren. Das Frustkonto der Bahnkunden ist übervoll…

Fakt als Grafik

Attachment
Entwurf: Uli Stübler

"zweifelhaft"

Kurier: „Die Bahn steckt ihr Geld lieber in zweifelhafte Großprojekte wie „Stuttgart 21, da bleibt für Projekte in der Provinz nicht mehr viel übrig.“
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Wieso „zweifelhaft“? Es ist
zweifellos ein schlechtes Projekt, siehe „Schmeichelworte verkehrt“.

Uhren in Bahnhöfen (9)

Uhr über dem Haupteingang Bahnhof Mössingen. Das Bahnhofsgebäude wurde längst verkauft an eine Investmentgruppe und inzwischen an einen unbekannten Käufer weiter verscherbelt. Der Haupteingang ist dauerhaft geschlossen, eine private Agentur für den Fahrkartenverkauf gibt es auf der Rückseite. Der Bahnvorstand kommt seiner Kernaufgabe „Zugverkehr“ derzeit nur mangelhaft nach, aber die Gehälter der Bahn-Führungskräfte sind seit der Bahnreform um das Zwanzigfache gestiegen (nach ARD plus-minus).
Foto S.B. oben am 6.2.14, unten die finale Lösung am 8.7.19
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Korrektur FAZ

Blog vom 23.8.’19:
Aus FAZ von gestern: „Hauptbahnhof der Geduldsproben“:

„In den nächsten sechs Jahren müssen die Bahnkunden mit vielen Provisorien klarkommen… Zur neuen Schalterhalle muss man zehn Minuten länger laufen, wenn man aus der Innenstadt kommt.“
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Selbst abgestoppt zu Fuß waren es 06:41,21 Minuten (vom Haupteingang bis zum alten Querbahnsteig Gleis 16 waren es 01:30,13 Minuten, der Zusatzumweg also „nur“ rund 5 Minuten. Allerdings kommen noch über 2 Minuten dazu, wenn man von der neuen Schalterhalle zu Gleis 16 zurück gehen muss.

Oratorium mit M

Forderung des Aktionsbündnis’ für Stuttgart 21: Ein mindestens einjähriges Moratorium …
  • bis bewiesen ist, dass S21 die allseits geforderte Verdoppelung der Fahrgastkapazitäten auch wirklich leisten kann
  • bis bewiesen ist, dass der Deutschlandtakt (ITF) im Fern- und Regionalverkehr auch in Stuttgart garantiert werden kann
  • bis sichergestellt ist, dass die Gäubahnverbindung oberirdisch erhalten wird
  • bis belegt ist, dass eine Klima- bzw. Umweltverträglichkeitsbilanz für den Weiterbau positiv ausfällt

totaler Widerspruch

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totaler Widerspruch 21 08. 19 22:41 Foto S.B. Aushang Mahnwache Völlig konträre Kundgabe der Bahn in ihrer Stellungnahme: „Stuttgart 21 ist wesentliche Voraussetzung für den geplanten Deutschland-Takt.“
Völlig konträre Kundgabe der Bahn in ihrer Stellungnahme: „Stuttgart 21 ist wesentliche Voraussetzung für den geplanten Deutschland-Takt.“

Demo gestern

  • Stuttgart 21: „Von Anfang an ein Lügengebäude“
  • Auf der 477. Montagsdemo ging es neben der musikalischen Begleitung durch den Liedermacher Walter Spira aus Ulm bei den Vorträgen zum einen um die Frage „Wie grün sind die Grünen - grüne Politik und Stuttgart 21", vorgetragen von Parkschützer Matthias von Herrmann und zum anderen um "Daten und Fakten: S21 als Klimakiller“,
  • vorgetragen von Parkschützerin Dr. Carola Eckstein. Außerdem zitierte Dr. Norbert Bongartz, Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21, aus einem nur so von S21-Lügen strotzendem Schreiben des ehemaligen OB DR. Wolfgang Schuster, in dem dieser den „Lieben Mitbürgerinnen und den lieben Mitbürgern“ Versprechungen in Sachen „Stuttgart 21…“
  • Foto Wolfgang Rüter
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Wunderwaffe ETCS

  • Anschlag an der Mahnwache Foto S.B.
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Juppologie

Da kommentiert ein Jupp (klingt nach Lohnschreiber, natürlich ohne Klarnamen) den Artikel „Willkommen im Geisterbahnhof“ von Oliver Stenzel u.a. mit den Worten:
„S21 biegt auf die Zielgerade, ohne dass die düsteren Prophezeiungen Wahrheit wurden.“
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„Zielgerade?“ Wo noch nicht mal die Bodenplatte der Haltestelle S21 fertig ist?
Die „düsteren Prophezeiunge)n“ sind natürlich schon mehrfach eingetreten, einige Beispiele:
  • Kosten und Kostendeckel längst gewaltig überschritten
  • Bauzeit desgleichen
  • statt doppelter Leistungsfähigkeit um 30% verminderte Leistung
  • Wassereinbrüche
  • Risse in Häusern des Kernerviertels
  • Hebungen im Anhydrit (bis jetzt noch „keine nennenswerten“)

JIPPIE YEAH

Die heutige StN-Kolumne von Joe Bauer: Abgang im Bahnhof
„Noch einmal ging ich nach einem langen Spaziergang zum Bahnhof, am Tag, als die meisten Geschäfte in der Bahnhofshalle für immer dichtmachen mussten…“
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Joe Bauer glossiert wie schon Oliver Stenzel (Blog „modernisiert“ (3) vom 14.8.) die
völlig überdrehte Hotelwerbung und Bahnwerbung






Zeitbilanz (11)

Aus FAZ von gestern: „Hauptbahnhof der Geduldsproben“:
„In den nächsten sechs Jahren müssen die Bahnkunden mit vielen Provisorien klarkommen… Zur neuen Schalterhalle muss man zehn Minuten länger laufen, wenn man aus der Innenstadt kommt.“
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Provisorium neue Schalterhalle: man darf sich in einer Mäander-Begrenzung in die Warteschlange einreihen. Nummernausgabe mit der Möglichkeit, das oft lange Warten im Sitzen zu überbrücken, gibt es nicht mehr. Auch eine schnellere Bedienung für Bahn-Comfort- und 1.Klassekunden ist abgeschafft, Provisorium eben. Und das für 6 Jahre!



"modernisiert" (4)

Bahnsteighalle nach der Montagsdemo, Poster von C.D., Foto S.B.
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StN.de: „Man kann noch rein, aber nichts mehr kaufen: Seit diesem Donnerstag haben die Geschäfte im Bonatzbau wegen des S21-Umbaus geschlossen... Wobei: Das stimmt so nicht. Lediglich die Geschäfte im Bonatzbau sind seit diesem Donnerstag wegen des S21-Umbaus geschlossen, das Gebäude selbst bleibt begehbar. An den Wegen zum Gleis ändert sich damit erst mal nichts. Die Aufenthaltsqualität leidet indes enorm.“

"modernisiert" (3)

Neben einem „ungeahnten Euphorielevel“ der Hotelwerbung und der „Euphemismen-Rallye“der Bahnwerbung über die „Modernisierung“ steht die Wirklichkeit mit der über 5-jährigen Schließung der großen Bahnhofshallen und die Schändung des Bonatzbaus durch bloßen „Fassadismus“.
Oliver Stenzel schreibt in Kontext-Wochenzeitung von diesem „Euro-Disneyland“ und hält den Verantwortlichen einen Spiegel vor:
„Willkommen im Geisterbahnhof.“

"modernisiert" (2)

Vor der „Modernisierung“ = Umbau des Bahnhofs zur profitablen Entkernung der noblen Bonatzarchitektur
zu einem Hotel und einer „Shopping-Mail“ zogen die Montagsdemonstranten durch den Bahnhof bis zu einem Bahnsteig und zurück mit Transparenten und der Capella Rebella: „Und was sie auch treiben, wir werden oben bleiben“. Zuvor, beim Demozug durch die Königstraße, intonierte die Capella zusammen mit der Lok den sehr passenden „Kriminal-Tango“,davon
hier 1 Minute Video von Marie Laveau auf Twitter.
Foto S.B.
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Capella und Lokomotive (Schlagwerk) in der Haupthalle

"modernisiert" (1)

Foto Schaeferwelt
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Bahninformationen: „Das historische Empfangsgebäude des Stuttgarter Hauptbahnhofs, der Bonatzbau, wird ab Anfang 2020 umfangreich modernisiert.“
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„modernisiert“ heißt zum Profit (Hotel) umgebaut. Die Bahn beweist täglich die Unfähigkeit zu einem funktionierenden Betrieb durch Verspätungen und Zugausfälle. Statt die vorhandenen Kräfte auf den Bahnverkehr zu konzentrieren, wird kräftig „modernisiert“ mit großen Beeinträchtigungen für die Bahnreisenden. Die Haupthalle wird gesperrt und den Bahnkunden große Umwege zugemutet. Jahrelang! „Erste Teilflächen stehen den Reisenden voraussichtlich ab 2024 wieder zur Verfügung.“

Und.Und.Und...

E. R. leert sich den Kropf:
Warum gegen S21?
• Missachtung des Denkmalschutzes
• Verschlechterung für Reisende in allen Bereichen, keine einzige Verbesserung zu entdecken!
• ein Bahnhof macht die Strecke nach München oder Bratislava nicht schneller!
• kein Brandschutz (evtl. 1000 Tote auf einen Schlag, wenn’s blöd läuft)
• viel zu enge Bahnsteige, zu klein und unterdimensioniert
• viel zu kurze Ein-, Aus- und Umsteigezeiten
• Gefährdung der Stgter Mineralquellen
• Hochgefährliche Verlegung des Nesenbachkanals/Dükerung, des Hauptabwasserkanals der ganzen Stadt
• Überschreiten der höchstzulässigen Bahnsteig-Neigung um das über Sechsfache!
KEINE Einhaltung von Sicherheitsvorschriften, die’s aus guten Gründen gibt!
• Sowieso: Ungültigkeit der „Volksabstimmung“
• Die Wahrscheinlichkeitsrechnung sagt: 62 km neue Tunnels im höchtkritischsten Untergrund von ganz Deutschland
sind nicht beherrschbar, ungeahnte Folge- und Reparaturkosten im Anmarsch wg. Anhydridvorkommens,
wg. drei Mineralwasserströmen, die sich unterhalb Stgts aus drei Richtungen treffen, viele Höhlenkavernen etc.
Brüche, Senkungen etc.
• völlig veraltete Architektursprache übrigens auch, so baut man heute längst nicht mehr.
• Ein weißer Bahnhof, wie im Modell dargestellt, wird wegen des Tunnelsogs und des damit verbundenen Schmutzes
in kurzer Zeit schmuddelig und versifft aussehen.
• Klimabilanzmäßig der Supergau.
• Der mittlere Schlossgarten, die grüne Lunge der Stadt, im Vorfeld „gerodet“, man könnte auch „ermordet" dazu sagen
• Nicht vergessen: Am schwarzen Donnerstag wurde ein Mann von den Wasserwerfern der üblen Polizei blind geschossen, drei weitere an den Augen schwerstverletzt, viele bis heute traumatisierte. Niemand berichtet bis heute darüber.
• Und. Und. Und ...
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„Man muss es immer wieder sagen…“ Danke Eberhard für Deine wutgeborene Aufzählung!

Zeitbilanz (10)

Stuttgarter Zeitung aktuell (9. August 19):

S 21 behindert S-Bahnverkehr
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Finanzen: „Vom 10. bis 22. Juli sind massive Einschränkungen im Bahnverkehr in und um Stuttgart zu erwarten. [1] Im Rahmen von Gleisverlegungen ist ein Teil der Gleise nicht befahrbar. [1] Einige Züge fahren den Hauptbahnhof nicht mehr an, sondern wenden an anderen Haltestellen. Ersatzfahrpläne wurden veröffentlicht.

"Die Situation rund um das Projekt Stuttgart 21 ist einfach haltlos unverschämt. Dass mit dieser Baustelle jetzt wieder einmal die Pendler auf der Strecke bleiben, ist respektlos. Solche Großprojekte müssen immer auch mit den Nutzern der Bahnen vereinbar sein. In diesem Fall ist es das nicht", kommentiert Michael Knödler, Regionalrat der PIRATEN. "Ich fordere die Projektaufsicht dazu auf, von solchen gravierenden Einschnitten in den Bahnverkehr in Zukunft abzusehen. Vom Land und der Stadt Stuttgart erhoffe ich mir ein schleuniges Umdenken in diesem verheerenden Projekt.“

Neue Reiseschatten (3)

Justinus Kerners „Reiseschatten“ entstanden während der Reise nach Hamburg-Berlin-Wien von 1808 bis 1810. Das war in den Zeiten vor der Eisenbahn. Diese erlebte Kerner aber später noch und schrieb das prophetische, eindrucksvolle Gedicht „Im Eisenbahnhofe“: "

Hört ihr den Pfiff, den wilden, grellen,
Es schnaubt, es rüstet sich das Tier…“

„Neue Reiseschatten“ sind vom Bahnreisenden Siegfried Busch, am 3.8.19 von Hamburg nach Stuttgart mit ICE 777:
- Abfahrt fahrplanmäßig Gleis 14 um 17:01, Ankunft Stuttgart 22:47 Uhr

-
Auf Bahnsteig 14 steht 17:01 aber noch der ICE nach München, Abfahrt 15:28 Uhr, es ist aber schon 17:53 Uhr

- Ankunft meines Zuges in Stuttgart um 00:03, Verspätung 1 Stunde und 16 Minuten, Fahrpreis-Rückerstattung 25%.




verrückt

Krimi-Autor Wanninger im Interview: Sein Vater war „Bahner“, die Eisenbahn liegt ihm am Herzen, und der kommende Stuttgarter Bahnhof regt ihn auf. „Stuttgart 21 ist eine Katastrophe“, sagt er, und er hatte das Thema oft in seinen Krimis. Auf den Demos war er nicht nur einmal dabei und er hat vieles auszusetzen an dem Projekt, das die Schwaben spaltet. Die Schieflage, das Grundwasser, die zu langen Rettungswege seien eigentlich verrückt…“

= Zerstörung

Foto E.Rapp
Unbekannt
„Umbau“ heißt die weitere Zerstörung des Bonatz-Bahnhofs durch die Bahn.

Kommentar im SWR

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Aus einem anderen Kommentar:Seit dem Höhepunkt der steuerfinanzierten Pro-S21-PR-Arbeit durch die DB AG in 2010/2011, also vor der sog. "Volksabstimmung", habe ich keinen derart substanzlosen Jubelkommentar zu S21 mehr gelesen.“

kommentierungsbedürftig

Der SWR-Kommentator Martin Rupps schreibt zu Stuttgart 21:
„…Nur mit dem Tunnelblick im Stuttgarter Kessel ist erklärlich, mit welcher Vehemenz das mutige und wichtige Projekt bekämpft wurde und noch immer wird.“
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Unter Pseudonym „Schuttgarter“ habe ich einen kleinen Kommentar geliefert, morgen im Blog, wenn er veröffentlicht wird. Selbst
hier die Kommentare lesen.

Parkgebet feiert...

…seinen 9. Geburtstag,

aber es ist
kein Grund zum Feiern, dass Politik, Wirtschaft, Behörden, Medien und Justiz in opportunistischer Verbrüderung und mafiösem Korps-Geist ein Projekt am Laufen halten, von dem jeder Informierte weiß, dass es ein unermesslicher Schaden für die Bevölkerung ist.

und es ist auch
kein Grund zum Feiern, dass das Parkgebet nicht von den Kirchen organisiert wird, sondern von Ehrenamtlichen mit teils bewundernswertem Einsatz – und dass die Kirchen stattdessen leisetreterisch, konfliktscheu und staatstreu dazu schweigen.

"mal wieder"

Kritik aus Tübingen, swp:
Die Stadt Tübingen befürchtet, dass die Region Neckar-Alb künftig mit schlechteren Bahnverbindungen in Richtung Stuttgart rechnen muss:

„Stuttgart 21 erweist sich nicht nur finanziell sondern auch verkehrspolitisch mal wieder als Desaster“,


sagt der Erste Bürgermeister Cord Soehlke.
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OB Boris Palmer will sich wohl aus der parteipolitischen Schusslinie bringen… er hat das Desaster oft genug beschworen.

allerdings

Südd. Zeitung von gestern:
Stuttgart 21: Bundesregierung sieht keinen Ergänzungsbedarf
Stuttgart (dpa/lsw) - Das milliardenschwere Bauprojekt Stuttgart 21 ist aus Sicht der Bundesregierung leistungsfähig genug für den geplanten 30-Minuten-Takt auf wichtigen Verkehrsachsen. Eine Ausweitung der Kapazität sei zur Realisierung des sogenannten Deutschland-Taktes nicht notwendig, heißt es in einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage von Matthias Gastel, Sprecher für Bahnpolitik der Grünen-Bundestagsfraktion. In der Hinsicht halte die Bundesregierung Ergänzungen für nicht notwendig. Allerdings räumte sie teils lange Umsteigezeiten ein.
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„Allerdings“ wird es dann auch extrem kurze Umsteigezeiten geben. In der Spitzenstunde bei kurzen Haltezeiten, Doppelbelegungen und treppauf treppab gibt es ärgerliches Chaos, Tränen und verpasste Anschlüsse.
Die Verlautbarung der Bundesregierung ist wieder so ein Beispiel für Inkompetenz, blindes Vertrauen auf die Bahn und Kopf in den Sand stecken. Das böse Erwachen ist unvermeidlich.

Spruchband in St.Johannis Lüneburg

Foto am 30.Juli S.B.
Unbekannt
Wer sollte seine Meinung zu Stuttgart 21 ändern, wenn sich die Tatsachen geändert haben?