Widerspruch

Aus dem Brief der Ingenieure22 (Memory 54) an Deutsche Bahn AG Herrn Thorsten Krenz Konzernbevollmächtigter Baden-Württemberg:
„Unverständlicherweise stellen Sie den Kopfbahnhof falsch dar. Dieser leistete im Jahr 2011 und so gut wie unverändert bis heute in der Spitzenstunde zwischen 07:00 und 07:59 Uhr ca. 75 Ankünfte und Abfahrten. In älteren Fahrplanunterlagen der DB ist ferner nachzulesen, dass der Kopfbahnhof z. B. im Jahr 1970 werktags zwischen 06:39 und 07:38 Uhr sogar 46,5 Züge bewältigt hat. Daher sind die von Ihnen genannten zukünftigen 36,5 Züge oder 70 Ankünfte und Abfahrten pro Stunde gewiss nicht mehr, sondern weniger bis deutlich weniger als der Kopfbahnhof aktuell leistet und in der Vergangenheit geleistet hat. Wie lange muss man denn noch ertragen, dass in der vermeintlichen Vorteilsargumentation für Stuttgart 21 der Kopfbahnhof einfach nur schlecht geredet wird?“
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Im Jahr 2011 war der Stuttgarter Kopfbahnhof laut Stiftung Warentest der pünktlichste Großbahnhof Deutschlands! Die
Stellungnahme der Bahn durch Herrn Krenz „widerspricht bahnbetrieblichem Sachverstand auf ganzer Linie“, man fühlt sich „veralbert“.

immer wieder Jobst Knoblauch

Aus dem Postbrief an Pofalla und Co, der morgen abgeschickt wird:
„…bei SÜDKURIER online vom 20.06.2019 heißt es: „SPD-Verkehrsexperte Martin Rivoir hielt Hermann vor, die Volksabstimmung von 2011 zu diskreditieren. Ähnlich äußerte sich der Verkehrsexperte der CDU, Thomas Dörflinger: Stuttgart 21 ist durch die Volksabstimmung legitimiert. Hermann müsse Stuttgart 21 konstruktiv begleiten. Bei der Volksabstimmung am 27.11.2011 hatte eine Mehrheit von 58,8 % gegen einen Ausstieg des Landes aus dem Milliardenvorhaben votiert.“

Wer die Volksabstimmung aus dem Jahre 2011 - heute, acht Jahre später - immer noch als Legitimation für Stuttgart 21 ansieht, reitet ein totes Pferd.

Die hochtrabenden Versprechungen von damals haben sich allesamt als Makulatur herausgestellt. Seitens der Bahn und der Projektbefürworter wurde damals gelogen und betrogen; dies ist erwiesen.

Lug und Trug zieht sich bei der DB AG und deren Vorständen wie ein roter Faden bis auf den heutigen Tag hin, sonst könnte nicht behauptet werden, Stuttgart 21 sei die Voraussetzung für einen integralen Taktfahrplan. Nur Dummköpfe glauben diesen Schwachsinn.

Die Volksabstimmung vom 27.11.2011 legitimiert den Weiterbau von Stuttgart überhaupt nicht! Vielmehr ist sie ein NULLUM !!! Durch sie ist keine neue Rechtslage entstanden.“

HH

Wegen zeitfüllender Teilnahme an einem Orgelkongress in Hamburg heute kein Blogeintrag. „Es gibt ein Leben ohne Stuttgart 21“

Zeitbilanz (9)

Aus „Ihr Reiseplan“ im ICE 770 Stuttgart-Hamburg am 27.7.2019:
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Sven Hantel in einer Werbeschrift: „Während der Bauarbeiten wird der Querbahnsteig um 110 Meter von der Empfangshalle in das Gleisvorfeld gelegt.“
Aus dem Brief an den damaligen Bahnhofsverantwortlichen Sven Hantel (Memory 27): „Diese vielleicht 10 Jahre (mindestens) dauernde Tatsache heißt, dass ein Bahnkunde, der fünf mal die Woche im Hbf an- und abreist, fünf mal 220 Meter, also 1,1 Kilometer zusätzlich zurücklegen muss. Multipliziert um die Zahl der Reisenden ergibt das jährlich viel Erdumrundungen, wenn nicht Wege zum Mond und zurück. Auf eine Bauzeit von 10 Jahren gerechnet sind das nach meiner überschlägigen Rechnung (mit 50% Abschlag!) 1.440 mal rund um den Äquator…“ Wieviel Jahre oder Menschenleben „zu Fuß“ wären das?

Neue Reiseschatten (2)

(Justinus Kerners „Reiseschatten“ entstanden während der Reise nach Hamburg-Berlin-Wien von 1808 bis 1810. Natürlich in den Zeiten vor der Eisenbahn! Diese erlebte Kerner aber später noch und schrieb das prophetische, eindrucksvolle Gedicht „Im Eisenbahnhofe“.)

„Neue Reiseschatten“ sind vom Bahnreisenden Siegfried Busch, heute von Stuttgart nach Hamburg mit dem ICE 770:
- um 9 Uhr großes Gedränge im Stuttgarter Hauptbahnhof (kaum vorstellbar, wie diese Massen im
halbierten Tiefbahnhof Stuttgart 21 zu bewältigen wären mit Treppen und Aufzügen!)
- Abfahrt pünktlich um 9:24 Uhr, voll besetzter Zug
- Ansage: der Zentralcomputer ist gestört, es werden keine Sitzplatzreservierungen angezeigt (hinter Mannheim funktionierte es wieder)
- Ansage: Wagen 11 muss wegen Ausfall der Klimaanlage geräumt werden
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Fahrgäste mit reservierten Sitzplätzen 1. Klasse aus dem Wagen 11 kurz vor Hamburg (Erlaubnis für meinen Blog wurde gern erteilt)
- Toilette gesperrt, im nächsten Wagen warten 4 Personen vor der Toilette. Kein WC-Papier.
- Ankunft in Hamburg mit 30 Minuten Verspätung.

wie Kompass?

Klein Erna fragt „wie kommt das?“
In 2009 war die Fahrzeit nach Ulm noch mit 28 Minuten angegeben (
21 gute Gründe für Stuttgart 21):
Stuttgart - Ulm 54 Minuten /28 Minuten
10 Jahre später steht auf Seite 3 der Krenz-Rede vom Juli 2019 im Rathaus:
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Dabei ist Stuttgart 21 gar nicht die Ursache der Fahrzeitverkürung, sondern die Neubaustrecke!

das "Ranking der Schande...

… gibt es neuerdings für Flughäfen. Bei Bahnhöfen wurde die Pünktlichkeit zum Qualitätsmaßstab.
Da lag der Kopfbahnhof Stuttgart einmal auf Platz eins der pünktlichsten Bahnhöfe, sonst hinter dem Kopfbahnhof Leipzig.
Die Halbtiefschräghaltestelle Stuttgart 21 dürfte (wenn sie einmal fertig sein sollte) beim Bahnhofs-Ranking der Schande ganz weit oben liegen.

"Die Trottel der Nation...

…bauen einen neuen Bahnhof in Stuttgart, der den Verkehr nicht bewältigen kann.“ Was von S-21-Vereinschef Brunnhuber ironisch gemeint war, hat Dr. Engelhardt als stimmig nachgewiesen:

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Schriftfassung des Vortrags Dr. Engelhardt

Palmer in der Schlichtung 2010

  • Der brillante Vortrag von OB Boris Palmer ffür das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 ist als Video dokumentiert. Seine Analysen haben sich bestätigt, die dabei gezeigten Folien betrachtet man mit Genuss. Sie sind im Landesarchiv abrufbar. Es bestätigt sich die lapidare Feststellung von A.K., man müsste in der Zwischenzeit „ausschließlich von einem Immobilienprojekt sprechen mit einem damit verknüpften Kollateralschaden (Bahnbetrieb). Hier Folie 15:
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Neue Reiseschatten (1)

(Justinus Kerner: „Reiseschatten“, entstanden während Kerners Reise nach Hamburg-Berlin-Wien von 1808 bis 1810. Natürlich in den Zeiten vor der Eisenbahn! Diese erlebte Kerner aber später noch und schrieb das prophetische, eindrucksvolle Gedicht „Im Eisenbahnhofe“.)

„Neue Reiseschatten“ sind vom Bahnreisenden Siegfried Busch. Sie entstehen ab ab heute, dem 22. Juli 2019 und auf künftigen Bahnreisen, heute von Bayreuth nach Mössingen:
  • Abfahrt mit RE nach Nürnberg ab 16:01, beängstigendes Schlingern, noch schlimmer als auf der eingleisigen Strecke zwischen Tübingen und Dußlingen. So wird der desolate Zustand der Schienen spürbar und natürlich denke ich an die verschwendeten Milliarden für das Schadprojekt Stuttgart 21.
  • Nürnberg hat 23 Bahnsteige/Gleise! Stuttgart wird von heute 16 Gleisen auf 8 und zum „Haltepunkt“ geschrumpft, ein epochaler Fehler.
  • Mein IC wird schon 25 Minuten vor Abfahrt bereit gestellt. Wie umhektisch im Vergleich zum angekündigten Schnelldurchlauf in Stuttgart „alle 5 Minuten ein Zug“.
  • Es ist ein „Ersatzzug“, alte Interregiowagen ohne Steckdosen. Eine nette Mitfahrerin hilft mir mit ihrem Akku. Der Zugbegleiter auf Nachrage: „keine Steckdosen im Zug“ (Wlan natürlich auch nicht). Es seien eben „alte Wagen“.
  • Halt auf freier Strecke vor Ansbach: „Der Lokführer versucht den Schaden zu beheben“. Hat er glücklicherweise nach 10 Minuten geschafft.
  • Ansage für Reisende nach… „Bitte bleiben Sie in Crailsheim in dem Zug, in Crailsheim wird der Anschluss leider nicht erreicht.“
  • Alle Ansagen des Zugführers beginnen mit „Liebe Gäste,…“ Am Bahnpersonal liegt es nicht, dass das tägliche Chaos Realität geworden ist.
  • Hinter Waiblingen wollte ich aufs W.C., dieses war aber „nicht benutzbar“, auch das im Nachbarwagen nicht. Zu spät, um auf vielleicht vergebliche Suche zu gehen.
  • Wegen Verspätung konnte ich mich in Stuttgart nicht mehr in der DB-Lounge mit einem kalten Getränk erfrischen, erreichte aber fast pünktlich den Mössinger Bahnhof. Im RE gab es sogar an den Vierertischchen eine (allerdings sehr schlecht zugängliche) Steckdose, und das W.C. war einwandfrei.

wir können alles außer umkehren

Handelsblatt:
"Stuttgart 21 wird für die Bahn wohl zum Finanzdesaster
3,8 Milliarden Euro des umstrittenen Großprojekts sind noch nicht finanziert. Dabei muss die Bahn gerade jetzt in Pünktlichkeit und Qualität investieren."
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Nicht nur der Bau des Projekts S21 samt Neubaustrecke ist noch nicht finanziert und steckt voller Probleme, sondern auch ein späterer Betrieb bleibt unwirtschaftlich und frisst auf Dauer Unsummen an Bahn-Finanzen. Warum nicht umkehren und wie nachgewiesen Milliarden schon jetzt einsparen? Das Eingestehen der fundamentalen Fehlplanung und damit von Schuld und Gesichtsverlust übersteigt die Vernunft der Verantwortlichen (siehe „Schmeichelworte zu S 21“). Sie können nicht umkehren und lassen lieber dem unausweichlichen finanziellen und planerischen Desaster seinen Lauf.


„Ich denke, dass die typische Überheblichkeit in der Landeswerbung ("Wir können alles..." „Das Beste oder Nichts"), dass die Megalomanie, die hier herrscht, ein Projekt benötigt, das scheitert, weil die Macher es nicht schaffen! Wir bleiben OBEN, weil S21 kollabiert, allerdings mit beträchtlichem materiellen Schaden, jedoch letztendlich mit sozialem Nutzen!“
Prof. Dipl.-Ing. Karl-Dieter Bodack, M.S.

die tolle Bahn hat alles im Griff (5)

Bahnexperte Prof. Dr. Wolfgang Hesse zur Stellungnahme der Bahn:

Die Krenz-Rede ist wirklich hanebüchen - sie entspricht der uns wohl bekannten DB-Stratege: "Angriff ist die beste Verteidigung". "S21 ist die Voraussetzung für den D-Takt" - das heißt und daraus folgt messerscharf:

Das Nadelöhr ist die Voraussetzung
für die Bewegungsfreiheit des Kamels!

die tolle Bahn hat alles im Griff (4)

Bahnexperte Prof. Dr. Wolfgang Hesse zur Stellungnahme der Bahn:
Die 70 (oder mehr) Ankünfte und Abfahrten sehe ich als plumpe Vernebelungstaktik. Jeder Zug, der abfahren soll, muss auch ankommen (und wenn es aus der Remise ist). D.h. es ist ausreichend (und weit weniger verwirrend) nur die Abfahrten zu zählen… Da wird aus der 70 eine 35 - und die ist womöglich immer noch (etwas zu) ambitioniert, 32 ist wohl eher realistisch.“

die tolle Bahn hat alles im Griff (3)

Bahnexperte Prof. Dr. Wolfgang Hesse zur Stellungnahme der Bahn (Blog gestern):
- "Alle 5 Minuten ein Zug im S-Bahn-ähnlichen Hochleistungsbetrieb": Hier wird nun gänzlich die Sau herausgelassen. Will die DB alle ihre Züge zu S-Bahnen umrüsten - mit entsprechend breiten Ein- und Ausstiegsbereichen (und dann am besten gleich auch ohne Toiletten, das erspart viel Reinigungspersonal)?“
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So wird Stuttgart 21 in der Leistung als überragend hochgejubelt und werden wir für dumm verkauft.

die tolle Bahn hat alles im Griff (2)

Stellungnahme der Bahn zur Leistungsfähigkeit von Stuttgart 21. Schlagzeile:
Stuttgart 21 ist wesentliche Voraussetzung
für den geplanten Deutschland-Takt

Kommentar von Dr. Engelhardt:
„Diese Stellungnahme ist ein Zeugnis von
vollkommenem Realitätsverlust:
S21 ist nicht die wesentliche Voraussetzung für den D-Takt, dies kann man allenfalls von der NBS behaupten. S21 ist
das wesentliche Hindernis für den Deutschland-Takt…“

die tolle Bahn hat alles im Griff (1)

StZ: „Im Stuttgart-21-Gemeinderatsausschuss positioniert sich die Bahn und sieht den Durchgangsbahnhof gerüstet.“

Ich war dabei. Die Positionierung der Bahn war das Ablesen einer vorher verteilten Erklärung.
Hans Heydemann:
„Gestern hat der DB-Bevollmächtigte für Ba-Wü, Hr. Krenz vor dem S21-Ausschuß des Stuttgarter Gemeinderats vorgetragen: "S21 ist wesentliche Voraussetzung für geplanten D-Takt"; er hat wie ein Drittklässler nur vom Blatt abgelesen… Er ist mit keinem einzigen Wort auf die Anträge der Grünen und der SÖS-Linke eingegangen, nicht auf einen einzigen Punkt. Wir Ingenieure22 wollen eine Stellungnahme dazu erarbeiten.“

Witzig: Die Bahn darf das große Wort im Ausschuss führen, bis jetzt haben ihre Prognosen aber nie gestimmt, aber die Vorhersagen der Gegner (laut MP Kretschmann). Deren Experten durften aber nicht zu Wort kommen. Eine schon seither geübte Realitätsverweigerung der CDU, SPD und der Freien Wähler.

Johann Jakob Wendehals

Haun i reacht ghairt? (Habe ich recht gehört?). Ha no, bester Herr BM Pätzold, was Sie da heute im Rathaus beim Thema Leistungsfähigkeit von Stuttgart 21 gesagt haben (nämlich die Mär von den 85 Hektar freiwerdende Fläche), das wunderte mich saumäßig. Es ehrt Sie, dass Sie die Mehrheitsbeschlüsse in Richtung „Rosensteinviertel“ verteidigen. Aber da müssen Sie doch nicht so extrem gegen Ihr eigenes Wissen (Ge-Wissen) verstoßen. Lesen Sie selbst, wie Sie einmal von den „teuer erkauften“ 30 Hektar an Flächengewinn durch S21 gesprochen haben. Ed.Mörike hatte es schon geahnt „…er schreibt sich Wendehals, Johann Jakob Wendehals“ (Sie dürfen da Ihren eigenen Namen einsetzen).
(Mehr von BM Peter Pätzold im Blog von 8.2.19 bei
Zum Blog aktuell.)

schön wär’s

Peter Främke in seinem Leserbrief in der Nürtingen Zeitung vom 13.7.2019:
„…Noch 2010 waren Grüne wie Kretschmann und Hermann wortgewaltig die schärfsten Kritiker von S21 mit Fakten und Argumenten, die auch heute noch gelten. Jetzt suchen Grüne verzweifelt nach Notlösungen zur „Verbesserung“ von S21, nachdem sie jahrelang die Katastrophe nur „kritisch begleitet“ haben. Kretschmann, Hermann, Gastel und all die anderen ursächlichen S21-Politiker haben panische Angst vor der Wahrheit, aber jetzt weiß die Mehrheit: Stuttgart 21 ist gescheitert und der Umstieg 21 kommt…“

die Lady aus Karlsruhe b)

Letzten Montag mit zwei neuen Texten Foto S.B.
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die Lady aus Karlsruhe a)

Letzten Montag mit zwei neuen Texten Foto S.B.
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was über den Verkehrsminister W.H.

Sein halb-tief-gelegter Kopfbahnhof ist die Quadratur aller S21-Bahnhofswitze, zeugt aber von der Hilflosigkeit, wie aus einer Sackgasse herauszukommen wäre.“ (aus einer E-Mail von A.K.)

Irrtum und Wirklichkeit

Dr. Angelika Linckh, Moderation auf der Demo am letzten Montag:
Liebe Freundinnen und Freunde,
die aktuelle Dynamik der Diskussion um Stuttgart21 zeigt zweierlei: einerseits wird der Irrtum immer und immer wieder gepredigt von ewig gestrigen S21-Unterstützern von der Bahn und den Tunnelparteien und den grünen Projektförderern, und andererseits kommt aber der Irrtum zunehmend unter den Druck der Wirklichkeit:
- in Obertürkheim dringen nach wie vor jeden Tag 2,5 Mio Liter Wasser in den Tunnel ein, die nächste Kostenexplosion wird nicht lang auf sich warten lassen,
- die Untauglichkeit des Tunnelbahnhofs für den Deutschlandtakt und für die Steigerung der Fahrgastzahlen liegt auf dem Tisch!
Dass heute Verkehrsminister Hermann abenteuerliche Klimmzüge macht, um ja nicht sagen zu müssen: „nur ein ertüchtigter Kopfbahnhof macht Deutschlandtakt und Fahrgastzahlenzuwachs möglich“, zeigt erstens, dass wir allen Grund haben, das tausend mal gesagte wieder zu sagen und zweitens, dass wir allen Grund haben, unseren Druck aufrecht zu erhalten, damit endlich überall offiziell eingestanden wird in der Stadt , beim Land und vom Bund:
der Tiefbahnhof kann es nicht! Baustopp und eine seriöse Debatte über Umstiegskonzepte!

Kaisers neues Kleid

Das Projekt Stuttgart 21 war von Anfang an ein verkorkstes, schädliches, sinnloses, miserabel geplantes – also alles in allem: ein obszönes Verkehrsprojekt!
…und heute sind wir an einem Punkt, wo nicht nur die Leistungs-Lüge, sondern jede einzelne der gezuckerten Lügen über S21 öffentlich enttarnt und offenbar ist – kleinlaut sind sie geworden, all die Schreier und Fackelläufer von der IG Bürger – ihr Kaiser Stuttgart 21 ist eben nackt! Kleinlaut, aber leider immer noch kleinlaute Realitätsverweigerer, koste es die Stuttgarter, was es wolle!
Die argumentative Not ist also riesengroß, sodass die alten Schon-Immer-Proler und die grünen Neu-Proler Fritz Kuhn und Peter Pätzold alles auf die Karte „Wohnungsnot“ und „Wohnbebauung“ des sogenannten Rosensteinviertels setzen müssen. Sie glauben, wenigstens damit noch einen Hauch von Legitimation für dieses insgesamt desaströse Projekt zu retten, ein Projekt, das schon längst gestoppt sein müsste! Doch genau wie bei den Kosten, der Bauzeit, der Leistungsfähigkeit, der Planungsqualität ist auch beim Rosensteinviertel Märchenstunde von Anfang an… (aus der
Rede von Tom Adler letzte
Woche auf dem Marktplatz Stuttgart)

Video-Doku von gestern

Foto S.B.
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Hier ist das ganze Video der Montagsdemo vom 8.7.2019

Die Rede „Schmeichelworte zu Stuttgart21“ beginnt mit der Ansage bei Minute 26’20’’ und dauert einschließlich der drei Einlagen Capella rebella 17 Minuten.

Die gehaltene Rede war etwas geändert und weiter gekürzt.
Hier der Text.

heute Demo

Die 471. Montagsdemo findet am 08. Juli 2019 ab 18 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart statt.
Redner:
  • Dieter Reicherter, Vorsitzender Richter am Landgericht a.D.; "Staatstrojaner im verschärften Polizeigesetz und sonstige Schweinereien".
  • Siegfried Busch, Aktionsbündnis für den Kopfbahnhof Steinlach/Mössingen; „Schmeichelworte zu Stuttgart 21"
Motto: "Raus aus der Grube"
Musik: "Compagnia GioSa",  Johanna Busch, Cello, Salvatore Panunzio, Gitarre
Moderation: Dr. Angelika Linckh, Parkschützer
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Druckfassung der Rede. Es gilt das gesprochene Wort, z.B. am Beginn „…die Erfinder und Betreiber des Bahn- und Städtebauprojekts Stuttgart 21, aktuell richtiger „Immobilienprojekt mit Kollateralschaden Stuttgart 21“…

Schmeichelrede (11)

„Ist es denn sinnvoll, immer wieder auf den Unsinn von Stuttgart 21 hinzuweisen und sich immer noch für einen besseren Bahnhof einzusetzen? Ja! Man muss es immer wieder sagen. Das meinte auch der politisch engagierte Bertolt Brecht mit seiner Mahnung „Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen, damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde! Lasst uns die Warnungen erneuern, und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind!“

Schmeichelrede (10)

Beginn meiner Rede: „Die Erfinder und Betreiber des Bahn- und Städtebauprojekts Stuttgart 21 (inzwischen oder eigentlich schon immer muss man richtiger Immobilien- und Bahnprojekt sagen), also die Stuttgart-21-Befürworter, dürfen natürlich ihr Projekt loben und rühmen, das ist normal. Aber man sollte dabei auf dem Teppich bleiben und nicht maßlos übertreiben, sonst wird’s zur fragwürdigen Schmeichelei.“
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Kommentar A.K.: „Nach den neuesten Verlautbarungen aus den grünen Häusern müsste man - so in der Zwischenzeit - ausschließlich von einem Immobilienprojekt sprechen mit einem damit verknüpften Kollateralschaden (Bahnbetrieb).“

Schmeichelrede (9)

Schluss meiner Rede:
„Herr Brunnhuber, Stuttgart 21 ist unheilbar, deshalb besser OBEN BLEIBEN!“

Brandenburg-Buzz

taz: „Zugegeben: es vergeht kaum eine Nacht, in der ich nicht von Stuttgart träume. Wobei es sich weniger um herzzerreißende Heimweh-Träume handelt, sondern um eine Art von Trauma-Bewältigung. Das Trauma trägt den Namen Stuttgart 21, aber ich nenne es Geltungssucht, Kurzsichtigkeit, Minderwertigkeitsgefühl, Phantasielosigkeit, Bequemlichkeit. ..“

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Helga Stöhr-Strauch ist unvergessene Gegnerin von Stuttgart 21 mit charismatischen Auftritten als Moderatorin auf der Demobühne der ersten Jahre. Sie ist auch wegen der Stadtzerstörung nach Brandenburg gezogen und hat jetzt einen eigenen Blog „Brandenburg-Buzz“ bei der taz.

Schmeichelrede (8)

Die Genehmigungen zur Park- und Stadtzerstörung wurden mit der „überragenden Verkehrsbedeutung“ gerechtfertigt, der Naturschutz damit ausgehebelt. Wörtlich heißt es in der Planfeststellung:
„...insbesondere spricht aber die überragende Verkehrsbedeutung des Vorhabens als überwiegend öffentlicher Belang hier für eine Befreiung. Gegenüber dieser überragenden Verkehrsbedeutung haben die Schutzinteressen, die mit dem Landschaftsschutzgebiet verfolgt werden, zurückzutreten.“
(PFB1.5 Seite 346). Damit konnte der alte Schlossgarten am Bahnhof ganz legal massakriert werden!
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