Bergfest unterirdisch

Wohl zum ersten Mal wird zu einer Teil-Fertigstellung (längst nicht die Hälfte!) eines Tiefbaues ein „Bergfest“ gefeiert. Geht es noch verrückter? Die teuren Events sollen natürlich das Schadprojekt S 21 positiv im Bewusstsein der Menschen halten, Propaganda halt. Dabei ist das Großprojekts schon längst krachend gescheitert, gemessen an den Vorgaben:

- Bauzeit ist 3 mal länger als die Prognose

- Leistung: statt doppelt so hoch weit unter Kopfbahnhof

- Reisekomfort viel schlechter als beim Kopfbahnhof

- Wirtschaftlichkeit negativ

- Kosten fast 4 mal höher als geplant

Bergfest verkehrt

Werner Sauerborn: „die Bahn will ihr Looser-Projekt am Wochenede mit einem Bergfest feiern. Anlass diesmal die Fertigstellung der 14. von 28. Kelchstützen. Wir finden: das Bergfest ist eher Anlass für den Rückweg, weil der falsche Berg bestiegen wurde…“

Fakten oder Vetternwirtschaft?

Jobst Knoblauchs Vermutung:
Da ist doch der Günther Oettinger erst seit Januar diesen Jahres als Mitglied des Aufsichtsrates bei Herrenknecht  "tätig", lässt er schon die Puppen tanzen. Und schon bietet sich eine Marionette an und überbietet die bisherigen  60 km Tunnel mit weiteren  47 km. Dem Steffen Bilger kommen sicher noch weitere CDU-Mitglieder zu Hilfe. Unterstützung findet er auf jeden Fall bei der SPD. Die haben ja eine Koryphäe als stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden bei Herrenknecht sitzen, nämlich ihren Altkanzler Gerhard Schröder.
 
Für mich riecht das Ganze irgendwie nach Korruption. Lassen sich doch unsere Politiker in Stuttgart lieber als  "beratungsresistente Faktenignoranten"  titulieren, als dass diese gebildete Oberschicht ihren Verstand benutzt und über die Fakten nachdenkt.  
"Alle Fakten, d.h. alle desaströsen Mängel des Projekts Stuttgart 21 sind allen Abgeordneten bis in die Ministerien hinein seit Jahren bekannt."  so verriet es mir ein Insider.  Und trotzdem handelt bei Stuttgart 21 niemand faktenbasiert. Wo doch immer betont wird, dass FAKTEN  als Grundlage für alle politischen Entscheidungen dienen  (Originalton: Kretschmann). Und wenn FAKTEN außer Acht gelassen werden, dann übernimmt wohl Korruption das Heft des Handelns.“

geplanter Engpass

Oliver Stenzel von KONTEXT zu den „Ergänzungsprojekten“:
An dieser Stelle darf auch einmal wieder in Erinnerung gerufen werden, warum diese ganzen Ergänzungsprojekte überhaupt angedacht wurden: Wegen der offensichtlichen, gravierenden Mängel von S 21. Weil den Planern aufgefallen ist, dass die Leistungsfähigkeit des neuen Bahnknotens unter anderem für den Deutschlandtakt, den Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) so vollmundig versprochen hat, viel zu gering ist. Was wiederum damit zusammenhängt, dass der Tunnelbahnhof eine Kapazitätsreduktion gegenüber dem Kopfbahnhof darstellt, im Vergleich zu diesem über keinerlei Kapazitätsreserven verfügt, es sich um einen programmierten Engpass handelt. Projektkritiker haben schon lange darauf hingewiesen. Die Tieferlegung des Bahnhofs und Vertunnelung all seiner Zulaufstrecken ist eines auf gar keinen Fall: Eine Investition in Verkehrsverlagerungen auf die Schiene und damit in eine zukunftsweisende Mobilität.“

"Ergänzungsprojekte"

Grafik Klaus Gebhard
Unbekannt




„Ergänzungprojekte“: Das zweite Stuttgart 21

Gutachten, heute veröffentlicht
Weitere 5,5 Milliarden Euro und weitere 730.000 Tonnen Treibhausgase, die den Klimawandel beschleunigen
Eine Kostensteigerung um weitere 5,5 Milliarden Euro sowie 730.000 Tonnen zusätzlich emittierter Treibhausgase – das ist das Resümee eines Gutachtens zu den Auswirkungen der sogenannten Ergänzungsprojekte zu Stuttgart 21, das der Verkehrsberater Karlheinz Rößler im Auftrag des Aktionsbündnisses erstellt hat.

2 x 5 Rohrkrepierer (6/7) Doppelblog

  • geniales Jahrhundertprojekt

  • doppelte Leistungsfähigkeit

  • Zukunftsprojekt

  • Jahrhundertchance

  • best geplantes Projekt


  • überragende Verkehrsbedeutung PFB

  • Magistrale für Europa

  • Kein Superlativ ist übertrieben.

  • Es handelt sich um eine Riesenchance für ein neues Stuttgart

  • faszinierende Perspektiven


Die falschen Lobhudeleien (Schmeichelworte) halten den Widerstand gegen das Schadprojekt lebendig.

Friedrich Rückert:

Das sind die Weisen,
Die durch Irrtum zur Wahrheit reisen,
Die bei dem Irrtum verharren,
Das sind die Narren.


Fass ohne Boden

"Waren das noch Zeiten, als das Projekt Stuttgart 21 die Landeshauptstadt angeblich gar nichts kosten sollte ..."
Dieses Zitat von gestern („aus einer E-Mail“) stammt aus der Kontext-Wochenzeitung.

Trübe Zukunft: die Kosten für die Stadt belaufen sich derzeit auf rund 2 Mrd. Euro. Künftige Kosten sind zwingend bis unabsehbar. Der
Kontext-Artikel von Oliver Stenzel informiert nüchtern.

morgen mehr dazu

Aus E-Mail von heute als Kommentar zu den S21-Kollateralkosten für die Stadt:

"Waren das noch Zeiten, als das Projekt Stuttgart 21 die Landeshauptstadt angeblich gar nichts kosten sollte ..."

Aschermittwochs-Zuruf

Stuttgart 21:
In jeglicher Hinsicht ein einziges Desaster.

  • - verkehrspolitisch ein Rückbau der Kapazitäten;
  • - finanziell ein Fass ohne Boden;
  • - für die Stadt, für die Umwelt eine Katastrophe;
  • - technisch voller unbewältigter Probleme.

Und durchgesetzt wird es mit Lügen, Manipulationen und Verrat (aus einem Papier der SeniorInnen für den Kopfbahnhof).

fünf Rohrkrepierer (5)

Die falschen Lobhudeleien (Schmeichelworte) halten den Widerstand gegen das Schadprojekt lebendig. Hier weitere fünf der langen Liste!

  • benidenswertes städtebauliches und ökologisches Projekt

  • ein Gemeinschaftsprojekt mit vielen Vorteilen für alle Beteiligten CDU

  • Tolle Verkehrsanbindung

  • Die Umstiegszeiten werden wesentlich vereinfacht.

  • S 21 ist „abschließend auf dem richtigen Weg“ (Mai 2019!)

David gegen Goliath

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Statement Sauerborn

Aus heutigem Rundbrief Dr. Werner Sauerborn:
Bei S21 rumpelt es an allen Ecken und Enden. Das zeigen die grotesken millarden-teuren und klimabelastenden Ergänzungsprojekte, das zeigt der De-facto-Planungsstopp auf der Fildertrasse (Abschnitt 1.3.b) - und gerade beim Brandschutz bewährt sich das Durchhaltevermögen dieser Bewegung: immer mehr skandalöse Details werden bekannt…“

Lutz und Pofalla

Nach einer heutigen Pressemeldung sollen die auslaufenden Verträge für Bahnchef Lutz und Infrastrukturvorstand Pofalla verlängert werden. Beide sind verstrickt in das Desaster Stuttgart 21.

Harald Schmidt ätzte 2010 im Focus

...“66 Kilometer der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke verlaufen im Tunnel. Eine tolle Gelegenheit für die Serviceteams unserer Bahn, Apfelschorle oder Gratisheißgetränk bei gedämpfter Beleuchtung zu verteilen. Falls der ICE mal liegenbleibt. Und Reisende müssen künftig nicht mehr auf offener Strecke ins Schienenersatzfahrzeug umsteigen. Der Tunnel schützt bei der Evakuierung vor Wind und Wetter.“...

fünf Rohrkrepierer (4)

Die falschen Lobhudeleien (Schmeichelworte) halten den Widerstand gegen das Schadprojekt lebendig. Hier weitere fünf vom Schluss der langen Liste!

  • Kronjuwel im regionalen Mobilitätskonzept der Zukunft

  • das neue Rosenstein-Quartier („bisher war hier Gleiswüste“)

  • Chance, mehr Menschen auf die Schiene zu bringen

  • Chance auf den Anschluss an die großen Verkehrslinien im Land und in Europa

  • Stuttgart 21 ist kein Rückbau, sondern gegenüber dem heutigen Kopfbahnhof ein Zuwachs

Notbremse

Steffen Siegel zum Planungsstopp für die Stuttgart-21-Fildertrasse West (PFA 1.3b)
….„Die jetzt vorgeschlagene Lösung eines zehn Kilometer langen doppelröhrigen Tunnels toppt allerdings noch die bisherigen Fehlplanungen.“…

Werner Sauerborn aktuell:
„Regierungspräsident Reimers zieht, sicher nicht ohne Rückendeckung von Winfried Hermann, die Notbremse für die S21-Filderplanungen. Damit steht zumindest mal die ganze Flughafenanbindung infrage. Das Prinzip, dass man nicht einfach weiterbauen kann, wenn eine Planung de facto gescheitert ist, gilt auch für weitere Planungsabschnitte, im Grunde für das ganze Projekt.“



ihr sei gedankt

Heute (am 9.2.21 nach Mitternacht) in kontext-wochenzeitung:

Wer so viele politische Jahre im Rucksack hat, hat viele Schlachten geschlagen. Hat sich mit den politischen Gegnern gefetzt und oftmals mit der eigenen Partei rumgeärgert, hat nach Kompromissen mit dem Koalitionspartner gesucht und sich manches Mal gegen das enge Korsett der Parteidisziplin aufgelehnt. Besonders deutlich hat Brigitte Lösch das bei Stuttgart 21 zu spüren bekommen. Die kritische Haltung zum Tiefbahnhof hat 2011 zum Erfolg der Grünen geführt – und in der Folge die Partei gespalten. S 21 wurde zur größten Enttäuschung ihres politischen Lebens. "Der Knackpunkt war für mich, wie meine Grünen mit dem Volksentscheid umgegangen sind", betont sie.



Bahnschädlinge Mehdorn und Mappus

Aus der Rede von Dr. Bernhard Knierim, Biophysiker, Politikwissenschaftler, Autor und Mitbegründer von ‚Bahn für Alle', heute auf der 550. Montagsdemo:

„Von der Sache her völlig richtig, Herr Hermann, aber Sie wissen wohl genauso gut wie ich, wie der alte, für das Land extrem ungünstige Verkehrsvertrag mit der DB Regio zustande gekommen war – damals noch zwischen dem Bahn-Abwickler Hartmut Mehdorn und Stefan Mappus: Es war immer klar, dass dieser Vertrag für das Land extrem ungünstig ist. Aber es war eben nie ein fairer Vertrag, sondern er war so konstruiert, dass die Deutsche Bahn AG – damals vermeintlich kurz vor dem Börsengang – damit richtig viel Geld verdient. Denn dieser Verkehrsvertrag war ein Teil der Gegenfinanzierung für nichts Geringeres als das Projekt Stuttgart 21, dessen hohe Kosten für die DB schon damals absehbar waren.“

Fazit Verschlimmbesserung

Aus der Pressemitteilung der Schutzgemeinschaft Filder e.V. zum geplanten Tunnel einer Gäubahnführung zum Flughafen:
am 4.2.2021:

„Die einzige, richtige Erkenntnis aus der Tunnelidee des Bundesverkehrsministers und seines Staatssekretärs Bilger, dem „Namensgeber“ des „Bilgertunnels“ ist das Eingeständnis, dass alles, was bisher auf dem Filderabschnitt von „Stuttgart 21“ geplant war, ausgesprochener Murks ist. Der Deutschlandtakt wird damit niemals funktionieren.
 
Der Tunnel hat neben den immensen Kosten von rund 1 Milliarde schwerwiegende Nachteile:

Die Unterbrechung der Gäubahn zwischen Vaihingen und Stuttgart-Hbf. wird nun nicht nur fünf sondern 8 oder sogar 10 Jahre dauern – das ist ein katastrophaler Planungsfehler für die wichtige Verbindung der Metropolen Stuttgart und Zürich.

Im Prinzip wird hier erneut krampfhaft versucht, die Führung der Gäubahn über den Flughafen zu retten – koste es, was es wolle.

Fazit der Schutzgemeinschaft Filder: Die katastrophale Fehlplanung auf den Fildern wird von der nächsten milliardenteuren Fehlplanung abgelöst. Die einzig richtige und zugleich kostensparende Lösung ist der Erhalt der Gäubahn auf der „Panoramastrecke“ und deren Anschluss an den Hauptbahnhof über oberirdische Gleise! Nur so bliebe auch das heutige Notfallkonzept der S-Bahn und die Chance für die Einrichtung einer Expressverbindung zum Flughafen erhalten.“
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Das ist zunächst CDU-Propaganda im Vorfeld von Wahlen. An erster Stelle steht nämlich nicht eine vernünftige Planung des Bahnverkehrs, sondern der Machterhalt der Parteien und der exponierten Politiker.

olle Kamelle...

…aber immer noch aktuell.
Der anonyme Urheber zeichnete bei den Parkschützern als „Pelikan“.

wer?

1
Wer hat das entworfen?
Wer hat das bestellt?
Wer hat soviel Stroh im Kopfe,
dass ihm das gefällt?

2
Wer will denn nach unten?
Wer in das Tunnell?
Wir woll‘n lieber oben bleiben,
denn da ist es hell!

3
Wer zerstört die Bäume?
Wer den schönen Park?
Die Bahn, die hat kein Recht dazu,
es trifft die Stadt ins Mark.

4
Wer will uns betrügen?
Wer baut so ‘nen Wahn?
(Wer) ist nur auf Profit versessen?
Deutsche TaliBahn!

5
Wer hat mir nen Eimer?
Wem ist auch schon schlecht?
Hier wird unsre Stadt zerstört
durchs Geld und Herrenknecht.

6
Wer denkt an die Menschen,
das Land und an die Stadt?
Das ist schon ein schtarkes Schtück,
was Grün verraten hat.

7
Wer hat jetzt noch Hoffnung?
Wer ist couragiert?
Kommt mit auf unsre Demo,
denn dort wird demonschtriert!

kein Bahnhof

Sehr geehrter Herr Dr. Engelhardt !
 
In Ihrer Rede vom vergangenen Montag sprechen Sie vom  "Tiefbahnhof". Das ist in meinen Augen zuviel der Ehre.
 
Ich habe mir angewöhnt, diesen Murks verächtlich als 
"schräge Tiefhaltestelle"  zu bezeichnen. Das trifft den Sachverhalt.
 
"Schräg"        wegen des lebensgefährlichen Gefälles von  6 m Höhe auf  400 m Länge.
"Tief"             weil unterirdisch.
"Haltestelle"  weil nur Haltestellen dieses riskante Gefälle haben dürfen; Bahnhöfe müssen waagrecht sein.
 
Ich meine, dass diese Bezeichnung den Murks am besten trifft, und ich könnte mir vorstellen, dass wir S21-Gegner uns auf diesen Sprachgebrauch einigen.
 
WIR  BLEIBEN  OBEN
Jobst Knoblauch

Bahnreform überfällig

Die Form der Aktiengesellschaft wird inzwischen kritisch gesehen, da niemand mehr von einem Börsengang spricht. Die Grünen würden das Unternehmen gern in eine GmbH umwandeln – „für eine bessere Kontrolle“, wie die Fraktion erst kürzlich in einem Strategiepapier vorgeschlagen hat.
Sympathie dafür gibt es auch inzwischen bei CDU und CSU. „Der Vorstand einer Aktiengesellschaft ist seinen Aktionären verpflichtet“, heißt es in der Fraktion. Allerdings gebe es nicht etwa Tausende Aktien im Streubesitz, sondern genau eine. Und die gehöre dem Bund. Entsprechend müsse das Unternehmen auch in Zukunft so geführt werden. „Es ist Zeit für eine neue Bahnreform“, erklärte Fraktionsvize Ulrich Lange (CSU) bereits vor einem Jahr (Quelle Handelsblatt).
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Die Reform ist überfällig. Das unwirtschaftliche und unheilbare Großprojekt Stuttgart 21 muss einem sinnvollen Umstieg weichen.

Werbung 2005

Überschrift „Eine Rechnung, die aufgeht“.

„Stuttgart 21 zählt heute zu den am
besten in großer Planungstiefe vorbereiteten Projekten. Aufgrund der allgemeinen Preisentwicklung sowie der aus den Planfeststellungsverfahren gewonnenen Erkenntnisse ergeben sich aktualisierte Kosten. Dabei bestätigt sich die Qualität der Planungen. Es zeigt sich, dass es zu keinen signifikanten Kostensteigerungen kommen wird.“
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Quelle: StgtNachrichten in „
Die Stuttgart 21 Lügen“ Damaliger Kostenstand 2,8 Mrd (heute 10 Mrd:).
Planungstiefe: inzwischen 18 (?) Planänderungen für den Bahnhof, noch heute gibt es Abschnitte ohne Plangenehmigungen (Flughafen) usw.

unter dem Limit

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Heutiger Vortrag mit vielen Schaubildern zeigt drastisch den ungenügenden Brandschutz im Bahnhof und den Tunnels, insbesondere im Fildertunnel: hoffnungslos unterdimensioniert und gefährlich.